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Veröffentlicht am 04.01.2025

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Zeitsplitter
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Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Als ich danach gegriffen habe, wusste ich gar nicht so genau, wohin die Reise geht. Die Inhaltsbeschreibung hinten auf meinem Hardcover, war auch eher nichtssagend ...

Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Als ich danach gegriffen habe, wusste ich gar nicht so genau, wohin die Reise geht. Die Inhaltsbeschreibung hinten auf meinem Hardcover, war auch eher nichtssagend - sie unterscheidet sich auch von der Beschreibung auf Goodreads. Mir war nur vage bewusst, dass es hier um Zeitreisen gehen wird.

Es beginnt in einer Zelle. Em befindet sich in einer, Finn in der anderen. Beide werden gefoltert, weil sie über gefährliches Wissen verfügen. Ihr Ziel: zurück in die Vergangenheit verschwinden und ihre Gegenwart verhindern.

Ich fand das Konzept allein schon spannend, wegen der Zukunft. Es wird möglich sein in der Zeit zu reisen, aber es zeigt, was es mit der Gesellschaft macht. Wie es sich auswirkt bezüglich Naturkatastrophen, Politikern und Kriege. Und das Szenario ist düster.

Im Fokus steht aber eher ein fastpaced Thriller und die Fragen „Wie hat sich die Zukunft so entwickelt?“, „Was können die Charaktere noch unternehmen, um das zu verhindern?“ Und sie probieren einiges. Man merkt, wie gut die Autorin ihren Plot durchdacht hat.

Ich fands genial. Das Buch hatte so eine starke Sogwirkung auf mich, weil es düster war, spannende Perspektiven, eine leicht zu verstehende Zeitreise-Logik ohne Lücken hatte und die Geschichten der Charaktere unter die Haut gingen. Ein paar Dinge habe ich vorhergesehen, andere Momente hielten interessante Plottwists für mich bereit. Dieses Buch zu lesen hat einfach nur Spaß gemacht. Ich habe es nie freiwillig aus den Händen gelegt.

Die Charaktere sind stark ausgearbeitet. Gerade die Zukunftscharaktere haben eine krasse Zeit hinter sich und bringen mit ihren Erlebnissen Spannung hinein. Durch ihre Mission, alles zu verhindern, bringt das Buch auch noch einige Moralfragen mit hinein. So was liebe ich ja. Was tut man denn alles, um der Welt eine andere Perspektive zu bieten? Doch auch die Charaktere in der Vergangenheit haben mit alltäglichen Dingen zu kämpfen, was dem Buch in vielen Bereichen Tiefe gegeben hat.

Lediglich vom Bauer der Zeitreisemaschine hätte ich gerne noch mehr erfahren. Was seine Gedanken zur Zukunft sind und welche Moral ihn begleitet hat. Für mich jedoch kein Abbruch, da es zumindest angerissen wird.

Fazit:

Diese Geschichte bot so viel mehr, als ich erwartet hab: Plottwists, Tiefe, ein spannendes Zeitreisekonzept. Ein wirklich guter Thriller.

Das Buch lag deutlich zu lange auf meinem SuB.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Bücher über Bücher, gehen doch immer

Feder & Klinge
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Lebendig werdende Buchcharaktere erfinden das Rad nicht neu. Trotzdem ist es ein Plot, den ich immer wieder lesen könnte. In „Feder & Klinge“ kommt das geniale Element hinzu, dass die Hauptfigur die Autorin ...

Lebendig werdende Buchcharaktere erfinden das Rad nicht neu. Trotzdem ist es ein Plot, den ich immer wieder lesen könnte. In „Feder & Klinge“ kommt das geniale Element hinzu, dass die Hauptfigur die Autorin vom Buchcharakter ist. Ich fand die Umsetzung der Idee gut gemacht.

Ariane ist in psychologischer Betreuung. Sie soll Fantasie und Realität manchmal nicht auseinanderhalten können. Um ihre Gefühle besser verarbeiten zu können, schreibt sie eine dystopische Reihe mit „Nummer 023“, der einige Dinge durchlebt. 023 lebt mit einigen anderen in der Anstalt, da sie besondere Fähigkeiten erlangt haben

In „Feder & Klinge“ wechseln die Geschehnisse ständig zwischen Arianes Leben, einer Sitzung bei ihrem Doktor oder ihrer Zeit mit der Familie und dem Verlauf ihres Buches. Die Mischung aus Fantasy, einer schlimmen Dystopie mit psychologischen Aspekten und dem Einblick ins Schriftstellerleben hatte eine besondere Dynamik. So liest man in einer Szene über einen neuen Buchcharakter und im nächsten Moment bespricht sie mit ihrem Psychiater, dass sie die Person nicht mag, weil es ein Verräter sein wird.

Der Plot zeigt spielerisch leicht, wie das Autorenleben sein kann. Von Cliffhangern, Szenen oder eine Buchreihe plotten bis hin zu Schreibblockaden, wird einiges aufgegriffen. Ich finde solche Einblicke, als leidenschaftlicher Leser richtig spannend. Doch auch 023’s Alltag in der Anstalt hatte es in sich. Für Ariane geht es hier auch um Verarbeitung, daher hat es 023 nicht leicht und der Bösewicht ihres Plots hat es in sich. Ich fand es aus psychologischer Sicht sehr spannend, aber auch weil hier nicht zimperlich mit den Charakteren umgegangen wird. Teilweise war das Buch auch sehr gesellschaftskritisch, aber eher Philosophisch. Natürlich setzen die Fantasy-Fähigkeiten für mich dem Ganzen noch die Krone auf. Die Spannungskurve wird also durch viele Aspekte stets aufrecht gehalten.

Was mir auch gut gefallen hat war, dass hier nicht viele Wiederholungen vorkommen. Gerade bei dem Wechsel zwischen den Perspektiven und mit dem Thema „Verarbeitung durch Schreiben“ hätten sich einige Szenen ähnlich abspielen können. Die Befürchtung hat sich für mich nicht bewahrheitet.

Ein Manko war für mich die Liebesgeschichte. Für mich hat es sich zu sehr nach Instant Love angefühlt. Die Zwei haben mit ihrer Vorgeschichte schon lange Zeit gehabt sich kennenzulernen und Gefühle aufzubauen. Diesen Abschnitt habe ich als Leser gefühlt zu wenig bekommen. Zudem hätte ich mir ein weniger glattes Ende gewünscht. Noch mehr Stolpersteine, Plottwists, Gegenangriffe und Schwierigkeiten. Ganz am Schluss hatte ich dadurch ein bisschen das Gefühl, dass die Geschichte schnell zu Ende sein musste.

Fazit:

Trotz ein, zwei Mankos hatte ich so viel Freude beim Lesen. Lebendig werdende Buchcharaktere, Einblicke ins Autorenleben, Dystopie und Fantasy im Einen. Was will man mehr? Das Buch hat eine anhaltende Spannungskurve. Ob Psychologisch oder Philosophisch, das Buch regt zum Nachdenken an und hat Mehrwert. Eine großartige Lovestory würde ich allerdings nicht erwarten. Dafür wird vielleicht auch zu viel auf einmal im Plot aufgegriffen.

Ich persönlich hätte mir auch ein Ende gewünscht, das zum vorherigen Plot besser passt: weniger zimperlich und mit mehr Problematiken.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Cozy Herbstbesuch in Honey Creek

Was wir im Stillen fühlten
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Süß, entspannt & kuschelig, lustig, aber auch emotional, aufwühlen und unfair – hier wartet eine Bandbreite an Gefühlen.

Honey Creek ist ein kleines Örtchen, in dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. ...

Süß, entspannt & kuschelig, lustig, aber auch emotional, aufwühlen und unfair – hier wartet eine Bandbreite an Gefühlen.

Honey Creek ist ein kleines Örtchen, in dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Es gibt viel Klatsch, aber auch einen heimeligen Vibe. Die Autorin entführt in einen wundervollen Ort. Auf den Straßen riechts nach Brot und Apfelkuchen, bunte Blätter rahmen den Weg und es sprüht nur vor herbstlichen Vibes. Was die Bewohner ganz klar kennzeichnet? Ihre Liebe für Hunde.

Hauptfigur Yara wird regelmäßig mit Golden Retrievers verglichen, weil sie so eine übersprudelnde, freundliche und liebe Art hat. Sie führt auch das ortsansässige Hundesitting-Unternehmen und schleicht sich jedem Vierbeiner ins Herz. Ich empfand sie als warme, fröhliche Person, die mir schnell sympathisch wurde. Spätestens nachdem ich über das Verhalten ihres Ex-Manns gelesen habe, habe ich richtig stark mitgehibbelt, dass sie möglichst eine neue, schöne Lovestory erfahren darf.

Und die neue Lovestory lässt nicht lange auf sich warten. Gegenüber ihrem Unternehmen macht nämlich ein kleiner Stinkstiefel ein Restaurant auf. In ihren Dialogen fliegen die Fetzen. Die anfängliche rosarote Brille? Von wegen! Hier brauchen die Charaktere ein wenig bis sie auftauen, aber je mehr sie sich öffnen, desto mehr Wärme baut sich in der Magengegend auf.

Was soll ich zur Liebesgeschichte sagen? Sie hat mir unfassbar gut gefallen. Sie hat einige Tropes, über die ich gerne gelesen habe – slow burn, Enemies to Lovers, Fake Dating. Die Kombination mit dem heimeligen Ort und der sich langsam entwickelnden Romanze hat mich beim Lesen auch unfassbar entschleunigt.

Es wird jedoch an keiner Stelle langweilig. Wenn nicht die Fetzen fliegen, gibt es eine Portion BCC-RomCom-Humor oder eine gute Menge an Emotionalität. Es gibt da nämlich noch Cole…

Yara‘s Exmann Cole ist ein Stadtbeliebter Charmeur und auch Polizeichef in Honey Creek. Doch hinter verschlossenen Türen ändert sich sein Verhalten gegenüber seiner (Ex-)Frau. Ich habe den starken Fokus auf eine toxische Beziehung hinter dem cozy Read zunächst gar nicht erwartet. Mich hat es jedoch berührt und betroffen. Gab dem Geschehen für mich noch eine Würze Emotionalität.

Auch der Stinkstiefel… äääh, Sternekoch Alex kämpft mit alten Wunden, die ans Herz gehen.

Fazit:

Berührend, liebevoll und eine cozy Romanze in einem herbstlichen Kleinstadtort. Hier muss man die typische Portion Drama, Emotionalität und Humor der Autorin auch nicht missen. Mich konnte das Buch entschleunigen, aber auch mitfiebern lassen in jeden Bereichen des Plots.

Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Wie ein historical K-Drama

Der Rote Palast
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Ich finde „Der Rote Palast“ liest sich wie ein historisches K-Drama mit einer gehörigen Portion Krimi.

Zunächst einmal wurde hier richtig gut recherchiert. Das habe ich beim Lesen immer wieder an vielen ...

Ich finde „Der Rote Palast“ liest sich wie ein historisches K-Drama mit einer gehörigen Portion Krimi.

Zunächst einmal wurde hier richtig gut recherchiert. Das habe ich beim Lesen immer wieder an vielen einzelnen Details gemerkt – von Kleidung bis über die damalige Geschichte. Am Schluss gibt es auch noch ein Nachwort der Autorin, in der sie das Ausmaß und die Details ihrer vorherigen Recherche aufschlüsselt. Eine spannende, informative Lektüre mit sehr vielen, schönen, koreanischen Elementen. Ich konnte mich damit gut in das damalige Leben im Palast hineinversetzen.

Der Plot selbst fokussiert sich sehr auf die Ermittlungen und liest sich wie eine Schauergeschichte. Teilweise war es etwas brutal und jede Szene wird wirklich anschaulich beschrieben. Schmatzendes Blut, wenn Stoff von einer Wunde entfernt wird, mehrere, durchgeschlitzte Kehlen – solche Beschreibungen muss man abkönnen für diesen Read. Stellenweise hatte es für mich sogar leichte Thriller-Vibes. Dennoch hat für mich zwischendurch die Spannung ein wenig nachgelassen, aber insbesondere das Ende konnte mich wieder vollends abholen.

Insgesamt ist der Schreibstil sehr blumig und voller ungewöhnlicher, anschaulicher Metaphern & Vergleiche. Mir hat er größtenteils sehr gut gefallen und ich musste mir einige Textstellen als Zitat herausschreiben. Nur an manchen Stellen war es mir mal etwas zu viel, z. B. wenn selbst Puls messen in den Beschreibungen super ausgeschmückt wurde.

Außerdem kommen im Text einige koreanische Wörter vor. Am Schluss gibt es hierzu ein Wörterverzeichnis, was ich im E-Book Format immer ein wenig unpraktisch finde. Allerdings war das für mich mit Vorwissen durch koreanische Dramen nicht so problematisch. Für Alle, bei denen das nicht der Fall ist, würde sich das Taschenbuch-Format vielleicht eher anbieten, damit man mal leichter nach hinten blättern kann.

Die Hauptfigur war mir sympathisch. Sie ist stur und ehrgeizig, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, ihr Herz ist am rechten Fleck und ich fand sie wirklich intelligent. Einzig ihre Art, oft sehr negativ über sich selbst zu denken und sich selbst klein zu reden, fand ich manchmal etwas zu viel.

Für mich war sie, als Palastschwester der historischen, koreanischen Dynastie zusammen mit dem sehr jungen Inspektor ein spannendes und originelles Duo. Die Charaktere hätten von mir aus aber gerne noch etwas mehr Tiefe erhalten können.

Wie eine ganz leichte Hintergrundmelodie wird die Lovestory ins Geschehen eingewoben. Sie steht nicht im Fokus, kommt ohne Spice aus und überzeugt mit dezenten, unschuldigen Gesten – wie ich es bereits von K-Dramen gewohnt war. Und was ich auch sehr schätze.

Fazit:

Ein klassischer Fall von „beurteile ein Buch nicht anhand seines Covers“. Das Buch hat es in sich, wird schaurig, spannend und brutal. Es ist an historischen Gegebenheiten angelehnt und daher super informativ sowie sehr atmosphärisch.

Mir gefielen insbesondere die koreanischen Elemente und das gut ausgearbeitete Setting im Palast. Zwischendurch hat das Buch für mich mal an Spannung nachgelassen, aber es bekam keine Längen und konnte mich mit dem Ende wieder vollends abholen. Verpackt wird die Geschichte in einen ungewöhnlichen Schreibstil, der zum Zitate herausschreiben einlädt, aber an manchen Stellen sicherlich gewöhnungsbedürftig ist.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Dream a little dream

Küsse unter Sternschnuppen – Tokyo Dreaming
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Schon mal vorweg: Ich liebe diese Dilogie!

Die besten Bücher erzählen Geschichten, bei denen man vergisst, dass sie geschrieben und nicht lebendig sind. Küsse unter Sternschnuppen war lustig, wie eh und ...

Schon mal vorweg: Ich liebe diese Dilogie!

Die besten Bücher erzählen Geschichten, bei denen man vergisst, dass sie geschrieben und nicht lebendig sind. Küsse unter Sternschnuppen war lustig, wie eh und je, aber hat mich auch geärgert mit Pressestimmen über die Königsfamilie oder einengenden Meinungen am Hofe und es hat mich zu Tränen gerührt. Es hat mich emotional in allen Bereichen abgeholt. 

Izumi hat sich langsam in Japan eingelebt und versucht immer mehr der Rolle einer japanischen Prinzessin gerecht zu werden. Für mich hatte die Geschichte weiterhin einen „Plötzlich Prinzessin“-Vibe im asiatischen Mantel, welchen ich gern gemocht habe. Die Autorin schafft es, oben drauf ein sehr authentisches Bild vom Leben am Hofe zu zeichnen. Das heißt, teure Klamotten, Diener, aber auch ein voller Terminkalender, Druck, Erwartungen und Menschen, die ständig über einen urteilen. Dabei ist es schwer für Izumi, sich nicht selbst zu verlieren und zugleich sich selbst zu finden. 

Ich fand sie weiterhin so süß, lustig, authentisch und so typisch Izumi. Fettnäpfchen sind absolut ihr Ding. Ihre tollpatschige und extrovertierte Art sorgte regelmäßig für einen Schmunzler. Manchmal wollte ich sie aber auch in den Arm nehmen, wenn sie vor der Presse gestolpert ist oder andere Missgeschicke hatte. Ich mochte sie bereits im Auftakt richtig gerne. Nachdem sie in diesem Band auch noch völlig für ihre Familie aufging, war ich in ihrem Bann. Es war schön, sie in all ihren Entwicklungen, in ihrer Suche nach Familie, Liebe und nach sich selbst zu begleiten. 

Die Liebesgeschichte hat mich sehr überrascht. Sie schlug eine ganz andere Richtung ein, als ich erwartet hätte. Teilweise konnte ich auch nicht mehr erahnen, wie sie sich wohl entwickeln würde. Auch hier gab es eine Bandbreite an Gefühlen: süße Momente, überraschende Wendungen, Herzschmerz, warmes Bauchgefühl, Schmetterlinge und viel zum Lachen. 

„»Überraschungen sind das Salz des Lebens, sie geben allem die richtige Würze.«

»Von zu viel Salz kriegt man hohen Blutdruck«, murmelt sie.“ – S. 352 

Alles in Allem lässt „Küsse unter Kirschblüten“ den Prinzessinnentraum träumen und ist dabei einfach wahnsinnig authentisch. Es ist familiär, voller Liebe und Freundschaften, Alltag, Hürden und Fettnäpfchen, wie aus dem wahren Leben. Ich habe so viele Charaktere ins Herz geschlossen, dass ich eine halbe Seite allein mit der Auflistung und schwärmenden Beschreibung füllen könnte. 

Was ich zudem wunderschön fand, waren die Japan-Einflüsse in Tokyo Dreaming. Gerösteter grüner Tee, Stäbchen zwischen den Fingern, Bambuslaternen, die warmes Licht verströmen, seidene Kimonos – das Land wird unterschwellig und mit wunderschönen Beschreibungen eingearbeitet. Es berichtet über Sehenswürdigkeiten, traditionelle Gerichte, Kleidung, die Kultur, Landesgeschichte, Legenden und gängige Verhaltensweisen Japans. Alles davon war informativ, spannend verpackt und wie eine kleine, literarische Reise. Als wäre man Vorort.

Fazit

Und auch abschließend: Ich liebe diese Dilogie!

Es hat mich emotional abgeholt, die Charaktere lieben und ein wenig Träumen lassen. Der Plot und die Liebesgeschichte wissen zu überraschen. Und all die Japan-Beschreibungen schicken literarisch auf eine wunderschöne, asiatische Reise. 

Zitat

„Beste Freundinnen haben diese Wirkung. Sie streuen Feenstaub auf unser Leben.“ – S. 290

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