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Veröffentlicht am 04.01.2025

Interessante Ansätze

Wendy, Darling – Dunkles Nimmerland
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Hast du dich schon Mal gefragt, wie die Geschichte von Wendy und ihren Brüdern nach Nimmerland weitergeht? Mit einem „Sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ oder? A.C. Wise beschäftigt sich in „Wendy, ...

Hast du dich schon Mal gefragt, wie die Geschichte von Wendy und ihren Brüdern nach Nimmerland weitergeht? Mit einem „Sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ oder? A.C. Wise beschäftigt sich in „Wendy, Darling“ mit dieser Frage und ihre Antwort ist klar und deutlich: Nein.

In diesem Roman warten zwei Handlungsstränge auf den Leser. Wendys Vergangenheit nach ihrem Nimmerland-Abenteuer – in der Psychiatrie und ihrer Gegenwart, in der sie ihre Tochter Jane retten möchte, vor Nimmerland, vor Peter. In der weiterführenden Geschichte von A.C. Wise glauben die Menschen in Wendys Umgebung, dass sie Fantasie und Realität nicht auseinanderhalten kann. Nimmerland? Ein Hirngespinst von ihr. Doch sie findet Stärke in ihrer Wahrheit, bis sie letztendlich auch stark sein muss. Für ihre Tochter.

Für mich hatte „Wendy, Darling“ eine unterschwellige Spannung. Es gibt sehr wenige Dialoge, eher viele Gedanken und Beschreibungen. Die Geschichte spielt größtenteils im Kopf der Charaktere und doch konnte mich gerade der Stil hier abholen. Der Schreibstil war bildhaft, düster und qualitativ hochwertig.

Damit war ich dann auch neugierig auf die drei Hauptcharaktere: Wendy, Peter, Jane.

Ich mochte insbesondere die erwachsene Wendy richtig gerne. Trotz ihrem Alter ist sie abenteuerlustig, erklimmt Hügel, zieht ihre Schuhe aus, um den Sand zwischen ihren Zehen zu spüren oder möchte den Sebel durch die Luft sausen lassen. Ihre Perspektive weckt Lust, selbst ein Abenteuer zu bestreiten oder wie ein Kind Sandburgen zu bauen. Gleichzeitig versucht sie an ihren Erfahrungen zu wachsen und verantwortungsbewusst durchs Leben zu gehen.

Peter ist wiederum DAS Mysterium des Buches für mich gewesen. Über ihn wollte ich möglichst alle Hintergründe wissen. So wird schnell klar, dass er die Abenteuerlust in Wendy wecken konnte, aber auch ein paar toxische Seiten an sich aufweist.

Jane wiederum ist eher rational und möchte in ihren jungen Jahren bereits Wissenschaftlerin werden. Gerade mit ihrem Wissen über unsere Welt, hinterfragt sie die Gegebenheiten und Ungereimtheiten in Nimmerland sofort. Denn in Nimmerland scheint nichts zusammenzupassen.

In Nimmerland berühren sich Schein und Sein auf Messers Schneide. Ich habe die Beschreibungen des Settings geliebt. Gerade, wenn Wendy sich an eines ihrer Abenteuer mit den Piraten oder den schillernden Beschreibungen der Flossen von den Meerjungfrauen erinnert. Es gibt nur Extreme, wunderschön oder unheimlich. Es verspricht Abenteuer, Erlebnisse, aber auch Gefahr und Blut. Und was Peter sagt, ist Gesetz.

Ich fand, dass insbesondere durch die Zeit in der Psychiatrie und durch die zwei Gesichter von Peter und Nimmerland Spannung aufkam. Die Ideen fand ich super, hätte aber in allen Punkten mehr Tiefe-Potenzial gesehen. In der Psychiatrie hätte ich mir auch Gespräche mit Wendy gewünscht, in der es um eine Aufarbeitung ihrer engen toxischen Freundschaft zu Peter geht. Zudem habe ich mir insbesondere vom Ende erwartet, dass es mehr Worte, Seiten, Infos zum – Wie? Wieso? Weshalb? – gibt. Eine ausführlichere Auflösung, ein größeres Fantasy-Konstrukt mit allen Zusammenhängen. Es kommen auch Erläuterungen zu Peter, aber etwas zusammenhangslos, kurz, oberflächlich. Er, seine Geschichte oder Legende wurde mir zu wenig „erklärt“.

Fazit:

Für den Plot und das Spannungslevel hätte ich noch ganz viel mehr Potenzial gesehen. So hat die Autorin doch schon einige richtig geniale Ansätze. Im Roman zeigt uns die Autorin ihre Version der Zukunft von den Darling-Geschwistern und entwirft dabei eine starke, abenteuerlustige Wendy sowie einen toxischen Peter. Es ist ein Roman mit unterschwelliger Spannung, den man nur lesen sollte, wenn man wenigen Dialogen nicht abgeneigt ist.

Zitat:

"Peter war und ist ein Teil von ihr; Nimmerland ist ein Teil von ihr." - Wendy

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Miträtseln auf hohem Niveau

The Inheritance Games - Der letzte Schachzug
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Für mich sticht diese Reihe insbesondere in einem Punkt sehr hervor, nämlich mit ihrer Rätselwelt. Das Herrenhaus mit all seinen versteckten Geheimfächern, Geheimgängen oder versteckten Rätselelementen, ...

Für mich sticht diese Reihe insbesondere in einem Punkt sehr hervor, nämlich mit ihrer Rätselwelt. Das Herrenhaus mit all seinen versteckten Geheimfächern, Geheimgängen oder versteckten Rätselelementen, ist ein Besuchsort, den ich immer wieder gerne aufsuche. Es wird gespielt, es wird gerätselt, verstrickt und das auf einem hohen, intelligenten Niveau. Für seinen letzten Schachzug hat sich Tobias Hawthornes noch ein verzwicktes Spiel für seine Enkel und seine Erbin ausgedacht.

Ich war immer wieder fasziniert davon, wie mehrdimensional, vorausschauend und kalkulierend der alte, verstorbene Milliardär gedacht hat. Bei seinen Spielen hat er so vieles bedacht und erst im Anschluss die kleinen, bewussten Manipulationen entdeckt. Sein komplexes Zusammenspiel habe ich mir wie ein Knäuel aus zahlreichen, roten Fäden vorgestellt über das er den kompletten Überblick behalten hat. Vor ihm habe ich so meinen Hut gezogen sowie vor der Autorin, die sich das alles ausgedacht hat und die es selbst überblicken musste.

Bei vielen Details konnte ich miträtseln, so dass ich ein wenig an ein Mitmachbuch erinnert wurde. In anderen Momenten war ich komplett raus und einfach nur beeindruckt von den intelligenten Personen. Ich liebe ja intelligente Buchcharaktere. Protagonistin Avery sticht dabei besonders heraus. Sie enträtselt Unmengen über die Reihe hinweg und lernt so viel von den Spielmakern. Es war grandios in diesem Band zu beobachten, wie sie langsam selbst anfing das Spiel zu lenken und es zu ihrem eigen zu machen. Trotzdem musste ich beim Lesen aufmerksam dabei bleiben, um den Anschluss bei den Überlegungen und beim Enträtseln nicht zu verlieren.

Die Lovestory war für mich persönlich weiterhin eher uninteressant, aber der Fokus war da nicht allzu sehr darauf. Stattdessen wurde das letzte Rätsel spannend aufgezogen und viele Enthüllungen präsentiert, die es mir nicht ermöglicht haben, dieses Buch freiwillig aus der Hand zu legen.

Im 3. Band gibt es einen neuen Widersacher, der die Strippen zieht, Geheimnisse aufwirbelt und gefährliche Wahrheiten aufdeckt. Die Autorin zeigt zudem mit dem Finale, dass sie aus allem ein Rätsel machen kann. Auch wenn es um Leben und Tod geht, auch wenn es um Mord und Leichen geht. Für mich wirkte der neue Widersacher, wie ein Nachahmungstäter des alten Herren, der die Spiele auf ein gefährliches Level anhebt. Auch hier sehe ich die Reihe noch nicht als Thriller an, aber als Jugendkrimi sticht sie definitiv hervor.

Fazit:

Gefühlt nehmen die Rätsel in „The Inheritance Games“ nie ein Ende. Das komplexe Zusammenspiel, die intelligenten Charaktere und die Sogwirkung durch die gefährlichen Spiele, sind einfach grandios. Im letzten Schachzug begleitet man Avery noch einmal im Wettbewerb gegen den alten Herrn, bei dem sie über sich hinauswächst und selbst zum Spielmaker wird.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Er ist eine 10/10, aber der Schurke der Stadt und dein Boss.

Assistant to the Villain
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Der Humor in diesem Buch ist so absurd und skurril. Ich liebe es. Die Geschichte muss man schmunzelnd lesen.

Evie ist Assistentin ihrer Boshaftigkeit. Sie ist super süß, verquasselt, stolpert regelmäßig ...

Der Humor in diesem Buch ist so absurd und skurril. Ich liebe es. Die Geschichte muss man schmunzelnd lesen.

Evie ist Assistentin ihrer Boshaftigkeit. Sie ist super süß, verquasselt, stolpert regelmäßig und verbreitet gut Laune wie eine Superpower. Ein Sonnenschein auf zwei Beinen und sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Grübchen ihres Chefs hervorzuholen. Der Schurke ist böse, die Dunkelheit erzittert vor ihm, er ist fasziniert vom Glitzern in den Augen seiner Assistent... er ist BÖSE.

Die Autorin hatte mit dem Grundplot eine wirklich geniale Idee und hat sie unfassbar lustig umgesetzt. Mir ist so viel Witz und trockener Humor begegnet. Dabei geht sie auf klassische Fantasy-Klischees ein und dreht sie 1x um. Wie im Märchen gibt es ein Schloss, an der Decke baumeln jedoch die Köpfe der Feinde. Die Hauptfigur der Geschichte sieht verboten gut aus, verboten sind aber auch seine Alltagstätigkeiten. Statt dem Prinzen auf dem weißen Pferd, gibt es den Schurken mit einem Drachen. Die Welt ist keine zu komplexe Fantasy-Welt, aber gut durchdacht und stimmig. Ich fand jede Märchenwendung genial und habe den Einblick dazu, für den Bösewichten zu arbeiten, genossen.

Ohne viel Spice, sorgt die Schwärmerei der zwei Hauptfiguren für ein ordentliches Prickeln. Die Kombi aus Sunshine und Grumpy ist so gegensätzlich und doch passen ihre Persönlichkeiten, wie Arsch auf Eimer. Man muss sie einfach shippen.

Neben dem vielen Witz und der slow burn Romanze, kommt über die Seiten auch Spannung auf durch den Büroalltag im Schurken-Büro. Intrigen, Verräter, Angriffe auf den beliebten König… das gehört zum Alltagsgeschäft. Das Buch lebt aber auch von ihren Charakteren.

Bei den Angestellten des Schurkens kam schnell Familien-Charakter auf. Originelle Persönlichkeiten, wie die Heilerin mit endlos pinken Kleidern und Schleifen, dem tierlieben Drachenzähmer oder der zankigen Bürorivalin von Evie, schließt man schnell ins Herz. Sie empfand ich auch alle als sehr tiefgründig, weil jeder eine Geschichte hat, die dazu führt für einen Bösewichten zu arbeiten. Grauschattierte Charaktere, mal aus einem anderen Blickwinkel.

Fazit:

Hannah Nicole Mahrer hat ganz tief in der Märchenkiste gegraben, Fantasy-Elemente hinzugepackt und möglichst viele Klischees umgedreht. Eine tolle Idee, dessen Potenzial auch komplett ausgenutzt wird.

10/10 für die Idee, die Umsetzung und für den Humor.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Regenschirme, Schmetterlinge und Blut... viel Blut

Red Umbrella Society – Der Kuss des Schmetterlings
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„Red Umbrella Society“ ist mein 2. Buch der Autorin und ich kann eins mit Sicherheit sagen: Caroline Brinkmann kann richtig gut schreiben! Ihre Worte werden geradezu lebendig, besitzen immer eine humorvolle ...

„Red Umbrella Society“ ist mein 2. Buch der Autorin und ich kann eins mit Sicherheit sagen: Caroline Brinkmann kann richtig gut schreiben! Ihre Worte werden geradezu lebendig, besitzen immer eine humorvolle Note und sie kleben meinen Blick geradezu an die Seiten.

In diesem Roman lernt man eine Diebesgruppe kennen, die 3 ½ Musketiere. Skadi, ihr Bruder, sein Freund und ihr Chatbot mit Programmierfehler, den sie liebevoll „Charakter“ nennen. Doch ein Einbruch geht majestätisch schief und plötzlich sind der verhunzte Auftrag ihres Untergrundbosses, eine blutige Leiche und der Pitbull unter den Detektiven ihre neuesten Probleme.

Aus meiner Sicht nehmen Skadi und der Detektiv die größten Rollen im Geschehen ein. Die Diebin Skadi fand ich frech und dreist und richtig trocken sarkastisch. Ihr gewitztes Selbst hat mich schnell für sich vereinnahmt. Zudem ist sie als talentierten Langfinger mit zig kreativen Tarnungen, super spannend als Hauptfigur.

Zum attraktiven Detektiv David, kann ich wenig sicher sagen, außer, dass er wohl attraktiv ist. Ansonsten fand ich ihn eher undurchschaubar, geheimnisvoll und für ein paar Überraschungen gut. Gerade gegenüber einer Kriminellen hat er so seine Bedenken und gibt sich daher natürlich sehr verschlossen. Manchmal fand ich ihn aber auch etwas vorverurteilend, weswegen für mich romantische Elemente weniger nachvollziehbar sind.

Die Beiden begegnen sich immer wieder, da sie im mysteriösen Mordfall rund um einen Red Umbrella Society-Member ermitteln. Skadi, um sich und ihre Musketiere in Unschuld reinzuwaschen, David, um sie zu überführen. Ab hier habe ich einen spannenden Krimi mit Enemies-to-Lovers-Romanze erwartet. Es entwickelte sich jedoch eher zum Fantasy-Thriller mit leicht horrorartigen Elementen. Es wurde blutrünstig, spannend, gruselig. Gefühlt eskalierten die Geschehnisse jedes Kapitel ein bisschen mehr. Ein Pageturner schlechthin. Ich persönlich hätte mich jedoch gerne vorher auf das Gänsehaut verursachende Genre eingestellt. Ich bin zwar ein großer Krimi-Fan, aber für Thriller/Horror selten zu haben. Trotzdem, objektiv gesprochen, lässt sich das Buch schwer aus der Hand legen.

Die Nebencharaktere fand ich etwas blasser mit Ausnahme vom supergenialen und witzigen Chatbot mit seinen schnippischen Kommentaren (meinen Lieblingscharakter des Buches, muss ich nicht mehr benennen oder?) sowie einem Red Umbrella Society-Mitglied. Die Society beherbergt eine spannende Idee, von dem ich in Band 1 gefühlt nun das Grundgerüst kenne. Von Band 2 würde ich mir Details wünschen, die das Konstrukt fertig bauen. Ich denke, das bietet noch einiges an Potenzial.

Vorsicht: Böser Cliffhanger-Gefahr!

Fazit:

Wieder mal ein sehr gutes Beispiel dafür, dass man ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen sollte. Im Auftakt erwartete mich ein spannender Fantasy-Thriller-Pageturner mit blutigem Ermittlungsverlauf. Skadi ist eine freche Hauptfigur, die einiges auf dem Kasten hat und ein kleiner Probleme-Magnet ist. Die restlichen Charaktere finde ich bisher etwas blass und ich bin mir nicht sicher, ob mich eine Romanze in dem Plot abholen könnte.

Der Plot und der Schreibstil wissen absolut an die Seiten zu fesseln, auch wenn ich gegenüber den Genres im Buch etwas andere Erwartungen hatte. So bin ich mittlerweile ein Fan vom Chatbot, habe eine gruselige Nacht nach dem Lesen mehr auf der Strichliste und bin neugierig, wie die Autorin die Society noch ausführen wird.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende...

Der Panfluch
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Wir alle kennen das Ende der Geschichte von Peter Pan. Wendy fliegt zurück in die Menschenwelt und Peter wieder nach Nimmerland. Die Geschichte ist zu Ende… oder? Nicht in Kerstin G. Rush’s Roman „der ...

Wir alle kennen das Ende der Geschichte von Peter Pan. Wendy fliegt zurück in die Menschenwelt und Peter wieder nach Nimmerland. Die Geschichte ist zu Ende… oder? Nicht in Kerstin G. Rush’s Roman „der Panfluch“. Sie beschreibt wie es mit Nimmerland weitergeht, nachdem Wendy wieder weg ist. Nun…

„Nimmerland ging es definitiv nicht gut.“

Der Roman wird größtenteils aus der Perspektive von Taja geschrieben. Sie ist eine Geschichtenerzählerin, geboren aus der Magie der Sonne. Doch von Peter Pan fehlt jede Spur und es gibt keine Abenteuer mehr, über die sie erzählen kann. Als es in Nimmerland immer gefährlicher wird, macht sie sich auf die Such nach Peter.

Das Volk der Geschichtenerzähler ist neu. Sie haben der Adaption den nötigen, neuen Schliff gegeben. Mir gefiel insbesondere Taja sehr gut, die bisher vom Rande des Geschehens beobachtet und Peters Geschichten schillernd beschrieben hat. Doch sie findet Mut und entwickelt sich zu ihrer eigenen Protagonistin. Ihre Persönlichkeitsentwicklung fand ich schön. Sie motiviert, neben der Liebe für Geschichten anderer, sich auch selbst ins Abenteuer zu stürzen, ein wenig Kind zu sein. Außerdem gefiel mir, dass Taja Nimmerland ergänzt um die ein oder andere Moral.

„Tinker, nichts ist wirklich durch und durch böse. Es sind die Taten, die uns zu dem machen, was wir sind.“

Ich fand die Geschichte kurzweilig, ein wenig vorhersehbar, was für ein Kinderbuch absolut ok ist und es war ein tolles Abenteuer. Ihre Suche nach Pan führt sie zu bekannten Plätzen z. B. zur Piratenbucht oder dem Felsen der Nixen. Die Schauplätze waren toll gewählt und die Beschreibungen haben mich wieder völlig abgeholt. Es war wie ein kleiner Roadtrip durch Nimmerland mit bekannten Orten und Namen, jedoch völlig neuen Abenteuern.

Einige Szenen sind voller Staunen, andere Momente eher brutal. Das Spannungslevel hat so seine Höhepunkte, war in manchen Situationen gemächlicher. Insgesamt sehe ich das Buch insbesondere bei etwas älteren Kindern oder jungen Jugendlichen, die schon ein wenig Brutalität abkönnen.

Im Lesefluss sind mir ein paar Schreibfehler im Buch aufgefallen, die ich persönlich aber nicht sehr schlimm fand. So schreibt die Autorin allgemein sehr flüssig und leicht zu lesen sowie sehr anschaulich. Man merkt, dass sie als Autorin und Geschichtenerzählerin durch „der Panfluch“ auch ihr eigenes Abenteuer erlebt.

Fazit:

Peter Pan-Liebhaber werden mit der Adaption sicherlich ihre Freude haben. Mit der Suche nach Peter Pan macht sich Taja auf eigene Faust durch ganz Nimmerland. Ihr Weg fühlte sich damit schnell nach einem Roadtrip an, welches neue Gefahren, Abenteuer und Geschichten zutage fördert.

Ein paar Entwicklungen fand ich jedoch auch vorhersehbar, weshalb ich das Buch insbesondere jüngeren Lesern empfehlen würde. Für mich war der Spannungsbogen manchmal etwas gemächlicher, trotzdem mochte ich die Abenteuer auch als erwachsene Leserin. Beim Lesen sollte man jedoch auch über den ein oder anderen Rechtschreibfehler hinwegsehen können.

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