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Veröffentlicht am 27.07.2023

Eine Familiengeschichte

An des Haffes anderm Strand
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Klappentext:

Ostpreußen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der junge Arthur träumt davon, Pfarrer zu werden. Oder Kapitän. Seine Schwester Agathe geniest als junge, emanzipierte Lehrerin die Aufbruchstimmung ...

Klappentext:

Ostpreußen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der junge Arthur träumt davon, Pfarrer zu werden. Oder Kapitän. Seine Schwester Agathe geniest als junge, emanzipierte Lehrerin die Aufbruchstimmung der Goldenen Zwanziger. Die Geschwister erleben eine Zeit voller historischer Umbrüche, wachsen auf und über sich hinaus. Arthur wird Pfarrer, aber auch Ehemann, Vater, später Soldat, der um das längst verlorene Königsberg kämpfen muss. Agathe lernt in Berlin die Schattenseiten der neugewonnenen Freiheit kennen. Als bester Nebendarsteller der Geschichte bewerben sich jedoch die ostpreußische Landschaft, die legendäre Küche und der unwiderstehliche Humor der ostpreußischen Menschen.

Meine Meinung:

Ich liebe Familien Geschichten, speziell solche, welche sich in dieser Zeit (1907-1945)abspielen und habe auch schon mehrere Bücher in dieser Richtung gelesen. Ostpreußen war in der Hinsicht für mich Neuland und umso gespannter war ich auf dieses Buch.

Leider kam ich von Anfang an mit dem Schreibstil schlecht zurecht, wodurch es mir sehr schwer fiel, einen Zugang zu den einzelnen Personen zu finden.

Der Protagonist Arthur lebte für seinen Glauben und obwohl er seine Familie liebte,erlebte ich ein Verhältnis ,wo es nur sehr wenig Emotionen gab.Seine Frau Käthe war mir sehr sympathisch,eine Frau ,die mit beiden Beinen fest im Leben stand und für die damalige Zeit sehr emanzipiert war.Die Kinder wurden von ihren Eltern geliebt, fanden ansonsten in dem Buch aber recht wenig Raum.

Obwohl es sich um eine Familiensaga handelt,war das Familienleben ( in meinen Augen)ziemlich unterrepräsentiert.

Durch den Beruf des Protagonisten war es vorgegeben, dass der Glaube, eine große Rolle spielt.Das fand ich generell auch in Ordnung ,allerdings war es mir an manchen Stellen zu dominant.

Was das Weltgeschehen betrifft,wurde das Leben der jüdischen Bevölkerung,für meine Begriffe ein bisschen zu kurz abgehandelt.

Gut gefallen haben mir die Schilderungen der ostpreußischen Landschaft und manche Eigenheiten ihrer Bewohner.

Insgesamt gesehen ein Buch,was mich nur mäßig zufriedengestellt hat.Mehr als drei Sterne kann ich leider nicht vergeben.

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Veröffentlicht am 25.07.2023

Reise in die Vergangenheit

Perlenbach
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Für den aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Wilhelm,ist es ein großes Glück, dass ihn der Tuchfabrikant Becker,jeweilsfür das Winterhalbjahr nach Montjoie holt, um seinen kränklichen Sohn Jacob Gesellschaft ...

Für den aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Wilhelm,ist es ein großes Glück, dass ihn der Tuchfabrikant Becker,jeweilsfür das Winterhalbjahr nach Montjoie holt, um seinen kränklichen Sohn Jacob Gesellschaft zu leisten. Dort lernt er Luise, die Tochter des ortsansässigen Arztes, kennen und zwischen den drei Kindern entsteht eine enge Freundschaft, die viele Jahre anhält.Wilhelm erhält gemeinsam mit Luise und Jacob Schulunterricht,eine Möglichkeit,die ihm sonst versagt geblieben wäre.Luise möchte unbedingt Ärztin werden,ein für die damalige Zeit fast unlösbares Problem. Doch die junge Frau setzt alles daran, ihr Ziel zu erreichen.Jacob soll das elterliche Unternehmen übernehmen und Wilhelm erhält die Möglichkeit zur Ausbildung in der Tuchfabrik.Durch ein folgenschweres Mißverständnis bricht alles auseinander und Wilhelm kehrt wieder nach Hause zurück.
Von nun an kämpfen alle drei an verschiedenen Fronten, ohne sich jedoch auf Dauer aus den Augen zu verlieren.

Die Autorin hat es geschafft,ein größeres Stück Weltgeschichte mit dem Schicksal der Protagonisten zu verknüpfen. Die sehr karge Eifellandschaft,die zu einem großen Teil sehr ärmlichen Verhältnisse der Bevölkerung,die ungleichen Chancen zwischen Frauen und Männern, Homosexualität, sind nur einige wichtige Themen, welche in die Geschichte integriert wurden.Es sind einerseits die sehr genaue Beschreibung der einzelnen Personen,das Augenmerk auf viele scheinbar belanglose Kleinigkeiten,welche die Geschichte auf angenehme Weise abrunden.

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Veröffentlicht am 22.07.2023

Neues von der Patchwork Gruppe

Ziemlich bunte Zeiten
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Es ist für mich mittlerweile das dritte Buch aus dieser Reihe und ich habe mich sehr gefreut, die quirlige Gruppe wieder zu begleiten. Diesmal steht Ben im Vordergrund ,der nach einer gescheiterten Beziehung,auf ...

Es ist für mich mittlerweile das dritte Buch aus dieser Reihe und ich habe mich sehr gefreut, die quirlige Gruppe wieder zu begleiten. Diesmal steht Ben im Vordergrund ,der nach einer gescheiterten Beziehung,auf der Suche nach einer neuen Liebe ist.Natürlich hat er dabei Unterstützung von den unternehmungslustigen Frauen,was mir manchmal etwas zu penetrant wirkte.Bei einem beruflichen Auftrag trifft er auf Florian,werden nun die Karten neu gemischt?

Auch im Leben der anderen Protagonisten gibt es schöne und weniger schöne Ereignisse,die in die Geschichte integriert wurden.Sehr gefreut habe ich mich über die Entwicklung bei Jenny,das Orakel ,in Person von Mama Blanca ,war schon fast zu gut.

Ziemlich lange warten mußte man auf die Entscheidung,wie es im Leben von Ben weitergeht,eine Geduldsprobe.Bei einer großen Feier ,der immer größer werdenden Patchwork Gruppe ,gab es noch mehr Überraschungen,die ich natürlich nicht verraten werde.

Ich hatte erneut einige schöne Lesesunden und bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

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Veröffentlicht am 21.07.2023

Das Buch konnte mich definitiv nicht begeistern

Die Stadt der Lebenden
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Im Frühling 2016 wird in einer Wohnung in Rom die Leiche von Luca Varani gefunden,er wurde über mehrere Stunden zu Tode gequält. Ein Mord, der von dem überwiegenden Teil der Bevölkerung mit Entsetzen aufgenommen ...

Im Frühling 2016 wird in einer Wohnung in Rom die Leiche von Luca Varani gefunden,er wurde über mehrere Stunden zu Tode gequält. Ein Mord, der von dem überwiegenden Teil der Bevölkerung mit Entsetzen aufgenommen wird. Die beiden Täter sind geständig, es fehlt aber ein Motiv, noch ist Schuldbewusstsein vorhanden. Der Autor begibt sich über einen längeren Zeitraum als Journalist, auf die Spuren der Täter. Dabei führt er viele Interviews, von Leuten die in irgendeinem Zusammenhang zum Opfer, seiner Familie und der Täter stehen.Er durchleuchtet ihren Hintergrund und ihr Leben, was von Drogen der unterschiedlichsten Art bestimmt wird.

Meine Meinung:

Es handelt sich um ein Buch, was mit sehr viel Vorschusslorbeeren überschüttet wurde, dass mich trotzdem überhaupt nicht begeistern konnte. Das liegt zum einen an dem, in meinen Augen, etwas verworrenen Schreibstil,zum anderen an der großen Anzahl von Personen,die scheinbar übergangslos in die Geschichte integriert wurden,ohne dass sie von Bedeutung für den Plot waren und mich ziemlich überfordert haben.Mir blieben,sowohl die Protagonisten, als auch deren Angehörige während des ganzen Buches ziemlich fremd, es gelang mir nicht, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen.

Loben möchte ich die gute Recherchearbeit des Autors,der einige heiße Eisen ,z.B.die Sensationsgier der Medien und den Umgang mit den verschiedenen Drogen,schonungslos offengelegt hat.Leider kann ich trotzdem nur wohlwollende 2 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 19.07.2023

Familienschicksale

Das Licht zwischen den Schatten
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Im Mittelpunkt der umfangreichen Geschichte,die sich über einen Zeitrahmen von 1910 - 1989 erstreckt,stehen Konrad,Brigitte und André.In wechselnden Abschnitten,die jeweils mit dem Namen eines Protagonisten ...

Im Mittelpunkt der umfangreichen Geschichte,die sich über einen Zeitrahmen von 1910 - 1989 erstreckt,stehen Konrad,Brigitte und André.In wechselnden Abschnitten,die jeweils mit dem Namen eines Protagonisten betitelt sind,wird über ihr Schicksal berichtet.Der Zusammenhang zwischen ihnen und die familiäre Verknüpfung wird erst nach und nach deutlich und erst ziemlich zum Schluss entschlüsselt.
Eingebunden in das Schicksal der fiktiven Personen geht es um ein umfangreiches Kapitel der deutschen Geschichte. Angefangen vom ersten Weltkrieg, über die Nazizeit,die Teilung Deutschlands, den Mauerbau und die Wiedervereinigung, sowie die Aktionen der RAF, wird über alles berichtet.

Am Anfang hat mir das Buch gut gefallen, ich versuchte den Bezug zu den einzelnen Personen herzustellen und Ihnen dadurch näher zu kommen. Das gelang mir leider nicht, so dass ich bis zum Schluss ein gespaltenes Verhältnis zu den Protagonisten hatte.
Größtenteils konnte ich ihre Handlungen und Gedanken nicht begreifen.Obwohl es sich um ein sehr umfangreiches Buch handelte,waren es einfach zu viele Themen die, mal mehr mal weniger ausführlich, behandelt wurden. Zur Mitte hin wurden dann einige Ereignisse sehr breit ausgewalzt, wodurch die Spannung deutlich abnahm.Obwohl sich das zum Schluss wieder änderte, ließ mich das Buch nur mäßig zufrieden zurück.Die

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