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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

Eine Reise, die alles verändert…

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen
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Prinzessin der tausend Diebe – Chosen hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen mitgenommen und überzeugt. Der Einstieg knüpft direkt an den schmerzhaften Cliffhanger von Band 1 an und zieht ...

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen mitgenommen und überzeugt. Der Einstieg knüpft direkt an den schmerzhaften Cliffhanger von Band 1 an und zieht einen sofort wieder in die Geschichte hinein. Sora hat ihr Happy End verloren, und Jia reist in die Vergangenheit, um genau das zu ändern.

Die Zeitreise, das historische Setting und die vielen Geheimnisse sorgen für durchgehende Spannung und ein ganz eigenes Flair, das sich angenehm von klassischer Fantasy abhebt.

Besonders stark sind die Figuren. Jia ist eine Protagonistin, die man einfach gern begleitet: mutig, klug, manchmal verletzlich und mit einem starken moralischen Kompass. Die Beziehungen zwischen den Charakteren – vor allem die Found Family Dynamik der kleinen Gruppe – sind für mich das Herz des Buches. Man spürt, wie sehr sie füreinander einstehen und zusammenwachsen.

Die Geschichte punktet außerdem mit politischen Intrigen, Magie, überraschenden Wendungen und emotionalen Momenten, ohne dabei überladen zu wirken. Immer wieder dachte ich, ich wüsste, wohin die Handlung führt – nur um erneut überrascht zu werden. Genau das hat mich bis zum Schluss gefesselt.

Für mich ist Chosen ein echtes 5 Sterne Highlight: spannend, emotional, ungewöhnlich und mit Figuren, die lange im Kopf bleiben. Wer Fantasy mit historischem Setting, starken Charakteren und K- Drama-Vibes liebt, sollte diese Reihe unbedingt lesen.

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 02.02.2026

Zwischen Luxus, Traumata und großen Gefühlen

Selling Dreams
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Selling Dreams hat mich von Anfang bis Ende überrascht und mitgerissen. Schon der Einstieg überzeugt mit einem ungewöhnlichen Setting: das Immobilienbusiness, das in Romance‑Romanen viel zu selten eine ...

Selling Dreams hat mich von Anfang bis Ende überrascht und mitgerissen. Schon der Einstieg überzeugt mit einem ungewöhnlichen Setting: das Immobilienbusiness, das in Romance‑Romanen viel zu selten eine Rolle spielt, hier aber richtig frischen Wind hineinbringt. Marissa Gallagher ist sofort ein Highlight – ehrgeizig, unglaublich kompetent und eine Frau, die sich in einer männerdominierten Branche behauptet, ohne dabei unnahbar zu wirken. Unterstützt von ihren Freundinnen Calice und Phyn entsteht eine dynamische, glaubwürdige Freundschaft, die der Geschichte Tiefe gibt.

Die Perspektivwechsel zwischen Marissa und Calder – dem „Prince Charming“ der Immobilienbranche – tragen viel zum Lesefluss bei. Während manche Immobilien-Details etwas langatmig geraten, punktet das Buch durch atmosphärische Beschreibungen der luxuriösen Welt, in der sich die Figuren bewegen.

Besonders spannend ist Marissas berufliche Entwicklung: Der Moment, in dem sie Calder einen Deal vor der Nase wegschnappt, und die frustrierend realistische Herabwürdigung durch ihren Vorgesetzten Tynell sorgen für starke emotionale Momente. Ihr Wechsel zu Bevyn Estates ist ein wichtiger Wendepunkt und verspricht intensives Konfliktpotenzial – denn ausgerechnet mit Calder soll sie nun als Team brillieren. Seine Abneigung gegen diese Zusammenarbeit bleibt zunächst etwas rätselhaft, wird aber nach und nach greifbarer, vor allem durch die Einblicke in sein Trauma, die das Buch überraschend sensibel aus männlicher Perspektive darstellt.

Im Mittelteil gewinnt die Geschichte deutlich an Tempo und Emotionalität. Die Dynamik zwischen Calder und Marissa knistert endlich spürbar, und das Zusammenspiel aus beruflicher Rivalität, wachsender Nähe und unvermeidlichem Gefühlschaos macht es besonders spannend. Gleichzeitig sorgen Nebenhandlungen für zusätzlichen Charme, etwa Phyns unerwartete Verbindung zu Gideon Bevyn – ein Teaser für einen der Folgebände?

Konflikte wie Whitneys Feindseligkeit, Marissas Vergangenheit oder die plötzlich angespannten beruflichen Fronten halten die Spannung hoch. Der Latin Night Market, die Billardszene, Calders Eifersuchtsmoment beim Date – all das bringt die Figuren einander näher und zeigt, wie sehr sich beide verändern und öffnen.

Der erste Kuss lässt lange auf sich warten, fühlt sich dann aber verdient und intensiv an. Besonders berührend sind die Szenen rund um Calders Familie – warmherzig, lebendig und voller Dynamik. Marissa wird selbstverständlich in die Bevyn-Familie aufgenommen, und Calder zeigt sich von seiner besten, liebevollen Seite.

Starke Momente entstehen auch durch die Enthüllung von Whitneys Vergangenheit, Marissas schwieriger Konfrontation mit ihrer Mutter und Calders erschütternde Offenheit über das Trauma seiner Schulzeit. Die Autorin greift mutig ernste Themen auf und verbindet sie harmonisch mit Romantik und Drama.

Fazit:
Selling Dreams ist eine mitreißende Mischung aus Romance, Drama und tiefgründigen Themen. Trotz kleinerer struktureller Schwächen überzeugt das Buch mit starken Figuren, emotionalen Entwicklungen und einer Chemie, die sich authentisch entfaltet. Eine Geschichte, die unterhält, berührt und Lust auf den zweiten Band macht.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Rival Darling - ein schöner Reihenauftakt!

Rival Darling
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Rival Darling ist eine klassische Highschool-Sportromance, die bekannte Motive wie Rivalität, Teamgeist und erste große Gefühle miteinander verbindet. Die Geschichte lebt vor allem von ihrem warmherzigen ...

Rival Darling ist eine klassische Highschool-Sportromance, die bekannte Motive wie Rivalität, Teamgeist und erste große Gefühle miteinander verbindet. Die Geschichte lebt vor allem von ihrem warmherzigen Setting und den starken Nebenfiguren, die der Handlung Tiefe und Authentizität geben. Besonders die familiären Strukturen und die Dynamik innerhalb des Teams sorgen für glaubwürdige emotionale Ankerpunkte.

Der männliche Protagonist Reed überzeugt durch Loyalität und Geduld, während die weibliche Hauptfigur Violet mit Selbstschutz und Unsicherheiten ringt – ein Spannungsfeld, das die Handlung prägt, aber stellenweise auch ausbremst. Der Mittelteil setzt auf das Fake-Dating-Trope, was für humorvolle Szenen sorgt, jedoch in Kombination mit wiederkehrenden Zweifeln die Geschichte etwas in die Länge zieht. Trotz dieser Schwächen bietet der Roman zahlreiche gelungene Momente, die von sportlichen Höhepunkten bis zu intimen Szenen reichen und die zentrale Beziehung immer wieder in den Fokus rücken.

Das Finale bringt die offenen Konflikte zu einem stimmigen Abschluss, ohne den Sport als erzählerisches Element zu vernachlässigen, und schafft einen runden Ausklang mit emotionaler Auflösung.
Insgesamt ist Rival Darling eine süße, unterhaltsame Geschichte mit viel Herz, die vor allem durch ihr Ensemble und die familiäre Wärme punktet, auch wenn das Pacing und die wiederholten Unsicherheiten der Protagonistin nicht immer die gewünschte Dynamik zulassen.

Rein optisch hat mich das Buch sofort angezogen – ich liebe das Cover, den süßen Farbschnitt und die zum Hockey/ Eis passenden Farben. 😊

Fazit: Süße, wohlig erzählte Sportromance mit starkem Ensemble, authentischen Team Momenten und einem Love Interest, der Maßstäbe in Sachen Gutmütigkeit und Loyalität setzt. Trotz kleiner Längen und mancher frustrierender Hürde auf dem Weg zur Ehrlichkeit bleibt unterm Strich eine runde, tröstliche Geschichte, die Lust auf die nächsten Figuren im Universum macht.


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  • Gefühl
Veröffentlicht am 10.11.2025

Rezension zu „Der Duft“ von Paul Richardot

Der Duft. Er führt dich ins Paradies. Oder in die Hölle
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Der Duft von Paul Richardot ist ein Roman, der mit einer ebenso ungewöhnlichen wie faszinierenden Grundidee spielt: Erinnerungen lassen sich durch Gerüche wiedererlebbar machen. Die Firma Fragrancia hat ...

Der Duft von Paul Richardot ist ein Roman, der mit einer ebenso ungewöhnlichen wie faszinierenden Grundidee spielt: Erinnerungen lassen sich durch Gerüche wiedererlebbar machen. Die Firma Fragrancia hat dafür eine spezielle Substanz namens VMS (Volatile Memorielle Substanz) entwickelt, die olfaktorische Trancen auslöst und sowohl therapeutisch als auch kriminalistisch eingesetzt wird. Diese Prämisse bildet das Fundament für eine Geschichte, die zwischen Wissenschaft, Emotion und ethischen Fragen pendelt.

Im Zentrum steht Hélias, ein hypersensibler Aromaspezialist, der in den Hauptsitz von Fragrancia versetzt wird und dort seine Ausbildung zum „Olfakteur“ beginnt. Die Handlung gewinnt an Spannung, als Hélias in eine polizeiliche Ermittlung wegen sexueller Gewalt eingebunden wird. Dabei arbeitet er eng mit Nora zusammen, der entschlossenen rechten Hand der Fragrancia-Gründerin. Ihre Verbindung zur Polizei und ihr aktiver Einsatz bei der Aufklärung des Falls bringen die dringend benötigte Dynamik und die Thriller-Elemente in die Geschichte. Moralische Fragen rund um den Einsatz der Erinnerungstechnologie stehen dabei zunehmend im Mittelpunkt.

Trotz der gelungenen Umsetzung bleiben einige Fragen offen. Besonders die wirtschaftliche Logik hinter Fragrancia wirkt für mich nicht ganz schlüssig. Wie kann sich ein Unternehmen mit so aufwendiger Technologie und wissenschaftlicher Infrastruktur über Sitzungen finanzieren, die nur 200 Euro kosten? Wenn gleichzeitig Zweigstellen geschlossen werden und nur wenige Olfakteure zur Verfügung stehen, wirkt das Geschäftsmodell wenig tragfähig.
Besonders gefallen hat mir die Entwicklung von Hélias: Vom schüchternen Assistenten zum Schlüsselspieler in einem gefährlichen Spiel. Seine emotionale Reise ist glaubwürdig und bewegend.

Die Sprache des Romans ist flüssig und atmosphärisch dicht. Man meint beim Lesen, die beschriebenen Düfte förmlich riechen zu können.

Insgesamt ist Der Duft ein literarisches Experiment mit Tiefgang, das durch seine originelle Idee und sensorische Sprache überzeugt. Wer sich für die Verbindung von Wissenschaft, Erinnerung und Ethik interessiert, findet hier ein ungewöhnliches und nachdenklich stimmendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Die Kunst, sich selbst nicht zu verlieren

Lasst mich einfach hier sitzen und Yakisoba essen
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In „Lasst mich einfach hier sitzen und Yakisoba essen“ erzählt Kikuko Tsumura von einer Frau, die nach einem Burnout ihren Job kündigt und sich auf die Suche nach einem ruhigeren Leben macht. Sie möchte ...

In „Lasst mich einfach hier sitzen und Yakisoba essen“ erzählt Kikuko Tsumura von einer Frau, die nach einem Burnout ihren Job kündigt und sich auf die Suche nach einem ruhigeren Leben macht. Sie möchte arbeiten – aber bitte ohne Stress, ohne Druck und ohne das Gefühl, sich selbst dabei zu verlieren. Was folgt, ist eine Reise durch verschiedene ungewöhnliche Jobs, schräge Begegnungen und Situationen, die manchmal fast wie ein Traum wirken.

Die Erzählerin bleibt namenlos, aber ihre Gedanken sind sehr nahbar. Sie beobachtet viel, denkt nach, zieht sich zurück – und genau das macht sie so interessant. Die Sprache ist ruhig und klar, manchmal traurig, manchmal überraschend witzig. Besonders schön ist, wie die Autorin es schafft, die kleinen Dinge des Alltags groß wirken zu lassen.

Die surrealen Elemente wirken nicht übertrieben, sondern wie ein Spiegel für das, was die Erzählerin innerlich bewegt. Es geht um Orientierungslosigkeit, um das Gefühl, nicht mehr in die Welt zu passen, und um die Frage, wie man trotzdem weitermacht.

Was mir besonders gefallen hat: Die Jobs, die die Protagonistin ausprobiert, sind so ungewöhnlich wie charmant. Die Atmosphäre in den Büros ist oft angenehm, die Ideen kreativ – und jedes Mal war ich ein bisschen traurig, wenn sie wieder weiterzieht. Man möchte sie festhalten, ihr sagen: Bleib doch einfach hier sitzen und iss deine Yakisoba.

Ein Buch über Erschöpfung, Selbstschutz und die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Für alle, die sich schon mal gefragt haben, ob es nicht auch mit weniger Stress und mehr Ruhe gehen könnte.

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