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Veröffentlicht am 24.05.2018

Ein bunter Sommerroman

Wenn's einfach wär, würd's jeder machen
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Inhalt: Damit hatte die beliebte Musiklehrerin Annika nicht gerechnet: Aus heiterem Himmel wird sie von ihrer Traumschule im Hamburger Elbvorort an eine Albtraumschule im absoluten Problembezirk versetzt. ...

Inhalt: Damit hatte die beliebte Musiklehrerin Annika nicht gerechnet: Aus heiterem Himmel wird sie von ihrer Traumschule im Hamburger Elbvorort an eine Albtraumschule im absoluten Problembezirk versetzt. Nicht nur, dass die Schüler dort mehr an YouTube als an Hausaufgaben interessiert sind - die Musical-AG, die Annika gründet, stellt sich auch noch als völlig talentfrei heraus. Aber wenn's einfach wär, würd's schließlich jeder machen. Annika gibt nicht auf und wendet sich hilfesuchend an Tristan, ihre erste große Liebe und inzwischen Regisseur. Von nun an spielt sich das Theater jedoch mehr vor als auf der Bühne ab, und das Chaos geht erst richtig los

Meine Meinung:
Das Cover ist eine schöne bunte Mischung, die perfekt zum Sommer passt. Und dazu einlädt sich mit diesem Buch in die Sonne zu setzen und darin zu versinken.
Der Schreibstil der Autorin ist so flüssig und lässt sich sehr leicht lesen, da möchte man gar nicht mehr aufhören. Eine leichte Lektüre um dem Alltag zu entfliehen.
Trotzdem werden immer wieder schwierige Themen angesprochen. Zum einen das Mobbing, dem Annika in ihrer Kindheit ausgesetzt war und dem sie sich nun endlich stellt. Zum anderen die Situation an Brennpunktschulen, in die diese Kinder hineingeboren werden. Bei vielen Probelmen können selbst die Lehrer nicht helfen, das muss Annika in dem Buch auch schmerzlich lernen.
Annika war mir zu Beginn des Buches nicht ganz so sympathisch, viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht richtig nachvollziehen. Aber das hat sich im laufe des Buches gegeben und ich habe richtig mit ihr auf die Musical Aufführung hingefiebert. Sie ist an ihren Aufgaben gewachsen und mehrmals über ihren Schatten gesprungen. Das hat alles gut zueinander gepasst.
Tristan konnte mich nicht begeistern, er ist mir zu streng mit den Kindern umgegangen. Sein ganzes Auftreten hat mich nicht überzeugen können.
Dafür war ich sehr von Sebastian überzeugt. Wie sich die Liebesgeschichte mit Annika entwickelt hat, hat einfach sehr gut gepasst. Und sich auch völlig richtig angefühlt.
Die Kinder sind teilweise etwas überspitzt und sehr selbst reflektiert dargestellt, aber es passt sehr gut in die Handlung. Sie machen das Buch zu dem was es ist und verleihen ihm Farbe.
Die Aufführung mit der Ansprache von Heaven-Tanita muss genial gewesen sein.
Für mich ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung für laue Sommerabende. Es bringt alles mit, was leichte Lektüre zum Abschalten haben muss.

  • Cover
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Lesespaß