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Laurin_tanzt

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2026

Familie auf Abwegen

Verlorene Schäfchen
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Gestaltung:
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Schon das harmlos wirkende Cover mit der Schäfchenwolke und gleichzeitig dem Sonnenstrahl, der auf das unscheinbare Haus fällt, hat meine Neugier geweckt. Das helle Gelb im Hintergrund ...

Gestaltung:
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Schon das harmlos wirkende Cover mit der Schäfchenwolke und gleichzeitig dem Sonnenstrahl, der auf das unscheinbare Haus fällt, hat meine Neugier geweckt. Das helle Gelb im Hintergrund lässt das Buch im Regal leuchten und zieht definitiv Aufmerksamkeit auf sich.

Inhalt:
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"Die drei kleinen Flynns – Abigail, Louise und Harper – kamen alle nicht mehr zum Gottesdienst. Sie gingen sonntags nicht in die Kirche und schwänzten mittwochs die Schulandacht in der Kapelle der Sacred Daughters Preparatory School. Sie fälschten Atteste der Schulkrankenschwester: Zahnschmerzen, Frauenleiden, Schleudertrauma, Magenverstimmung nach dem Verzehr von saurer Milch. Sie fehlten bei der Schulaufführung der Arche Noah und wurden später auf dem Parkplatz gesehen: ein Löwe, ein Fuchs und ein Dachs, die sich eine Zigarette teilten. [...]. Dabei gab es streng genommen keine Entschuldigung mehr für Fehlzeiten, seit die Kirche die digitale Andacht eingeführt hatte. Father Andrew galt wegen seines konstruktiven Umgangs mit der Digitalisierung und seiner Flexibilität, was die Messe anging, als eine Art Vorreiter in seinem Amt. Alle Gotteshäuser mussten sich den Veränderungen anpassen – Rabbi Hoffman bot sogar einen mobilen Beschneidungsservice an: Schnipp schnapp – Mohel auf Rädern. Doch die Töchter der Flynns, tatsächlich die ganze Familie, waren einfach abgesprungen" (ebook S. 12f)

Die Familie Flynns war einst festes Mitglied in der Gemeinde, doch irgendwann gehen sie nicht mehr in die Kirche und jedes Familienmitglied bricht mindestens eins der 10 Gebote. Der Pater der Gemeinde sieht sie als "verlorene Schäfchen". Doch sie sind nicht die Einzigen, denn letztendlich hat jeder in der Gemeinde etwas zu verbergen...

Mein Eindruck:
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»Wir alle machen Fehler, Father«, sagte der Mann. »Heilige und Sünder. Der Unterschied besteht darin, wie wir mit diesen Fehlern umgehen, wie gut wir sie verstecken und wie erfolgreich wir dafür sorgen, dass sie verborgen bleiben.« (ebook, S. 175)

Ich hatte die Leseprobe gelesen und war sofort fasziniert von dem Sprachstil. Dieser makabere, pointierte Humor entspricht genau meinem Geschmack. In einer spannenden Story über die abtrünnige Familie Flynn packt die Autorin alle wichtigen Gesellschaftsthemen der heutigen Zeit in eine spannende Satire, die durch genaue Beobachtungsgabe glänzt und die Makel der Menschen gezielt aufdeckt und auf die Spitze treibt.
Manche Szenen sind schon etwas heftig und in derber Sprache geschildert, aber bevor beim Lesen die Stimmung kippt, schafft Madeline Cash es immer, durch eine trockene Bemerkung einen wieder nach oben zu holen. Ich will nicht zu viel von der Handlung verraten und wie in jeder Satire ist vor allem das Ende wie ein Feuerwerk an konstruierten Ereignissen.

"Catherine fühlte sich grotteneinsam. Und wahrscheinlich war es ihre Aufgabe, sich selbst zu finden, aber viel lieber wäre ihr, wenn es jemand anderes für sie täte." (ebook, S. 188)

Obwohl die Figuren alle sehr starke und klischeehafte Charaktere haben, habe ich keine Distanz zu ihnen verspürt. Stellenweise offenbart die Autorin die Gefühlswelt ihrer Figuren, sodass ich, obwohl ich die Handlungen nicht immer gutheißen und nachvollziehen konnte, mit allen mitgefiebert und mitgefühlt habe. Und letztendlich sind und bleiben sie sich als Familie verbunden. Egal welche Fehltritte sie begangen haben, sie sorgen und kümmern sich umeinander.

Ich kann gar nicht alle Themen aufzählen, die hier behandelt werden und will nicht zu viel spoilern, aber angefangen von jugendlichen Terroristen, die Macht reicher Leute und ihre seltsamen Visionen bishin zu "alltäglicheren" Problemen wie Ehebruch und Machtmissbrauch in der Kirche sind viele aktuelle Themen dabei.
Die Kapitel sind kurz, die Handlung spannend und bis zum Schluss konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ich habe nur schweren Herzens von den Flynns Abschied genommen und das Ende scheint (leider) final. Ich hoffe, dass die Autorin noch mehr Bücher in der Art schreibt. Mich hat sie mit diesem Roman eindeutig als Fan gewonnen!

Fazit:
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Pointierte Gesellschaftssatire anhand einer abtrünnigen Familie mit Spannung und viel schwarzem Humor - Ich liebe diese Familie!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2026

Penelopes erstes Abenteuer auf der Anaximander-Schule

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter
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Gestaltung:
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Da ich das E-Book gelesen habe, kann ich leider zur Hardcoverausgabe nicht viel sagen. Aber das Cover gefiel mir schon mal sehr gut!

Inhalt:
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"»Ihr habt Talent!«, verkündet ...

Gestaltung:
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Da ich das E-Book gelesen habe, kann ich leider zur Hardcoverausgabe nicht viel sagen. Aber das Cover gefiel mir schon mal sehr gut!

Inhalt:
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"»Ihr habt Talent!«, verkündet sie, nachdem das Echo ihres Lachens um uns herum verebbt ist. »Und ihr seid stark. Hier an der Anaximander werden wir diesen Talenten ihren Feinschliff verleihen und euch stärker machen, als ihr es euch je habt träumen lassen. Ihr werdet wachsen im Angesicht der Weisheit und des strategischen Denkens Athenas, des Mitgefühls und der Großzügigkeit Aphrodites, der Klugheit und des Beschützerinstinkts Poseidons, der Stärke und Loyalität des Hades und der unvergleichlichen Macht des Zeus. Man wird euch testen. Man wird euch prüfen. Und ihr werdet triumphieren, denn das ist der Weg der Anaximander.« "(S. 52f)

Penelope und ihr Bruder Paris sind mit ihren Eltern auf dem Weg zur Anaximander, ein Internat, dessen Häuser nach griechischen Göttern benannt sind und auf der sie nach ihren Talenten gefördert werden sollen. Penelope ist perfekt vorbereitet auf das Haus der Athenas, auf das auch ihre Eltern gegangen sind. Doch dann stolpert sie von einem Missgeschick ins nächste und wird zu allem Übel dem Haus Aphrodites zugeteilt! Rosa, Glimmer und Spaß sind gar nicht nach ihrem Geschmack! Doch unverhofft findet sie neue Freunde und beginnt zu verstehen, dass die Götter sich für sie etwas Besonderes ausgedacht haben.

Mein Eindruck:
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Dies war mein erstes Buch der Autorin, die zuvor im Fantasy-Genre bereits einige Bestseller verfasst hat. Bisher hatten die Beschreibungen ihrer Bücher mich nicht angesprochen, aber diesmal war ich neugierig: Eine Mischung aus Spannung, Humor und Fantasy ist ganz mein Ding!
Kaum hatte ich angefangen zu lesen, war ich gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es gibt zwar viele Bücher, die in ähnlichen Settings stattfinden, aber die Einfälle zur Kombination der Elemente waren hier mal erfrischend anders. Am meisten haben mir die eigenwilligen Musen gefallen und das Haus der Aphroditen!
Penelope ist mir sehr sympathisch. Sie ist eigentlich darauf getrimmt, sehr ordentlich und fleißig zu sein, erkennt aber durch ihre "falsche" Zuordnung nach und nach, dass es genauso wichtig ist, Freundschaften zu knüpfen und Spaß zu haben.
Der Plot bezüglich der Prüfungen der Götter war spannend und detailreich beschrieben, dennoch war die Handlung für mich nicht ganz schlüssig. Vor allem die Tatsache, dass Penelope mit Hera nichts anfangen konnte, obwohl sie sonst alles über die griechischen Götter wusste, war nicht überzeugend. Und auch die Geschichte mit PT ließ bei mir am Ende noch ein paar Fragen offen. Daher gebe ich einen Punkt Abzug.
Insgesamt hat mir der Reihenauftakt jedoch sehr gut gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzung!

Fazit:
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Tolle Mischung aus griechischer Mythologie, Spannung und Humor. Das Ende war leider nicht ganz schlüssig - Ich bin gespannt auf Teil 2!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2026

Mit Bus Otto nach England

OTTO fährt los – Eine Reise nach England
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Inhalt:
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Otto ist ein Reisebus. Diesmal fährt er mit Vater Martin und den Kindern Freda und Arthur nach England, um Martins Schwester dort zu besuchen. So erlebt Otto ein weiteres Abenteuer: er ...

Inhalt:
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Otto ist ein Reisebus. Diesmal fährt er mit Vater Martin und den Kindern Freda und Arthur nach England, um Martins Schwester dort zu besuchen. So erlebt Otto ein weiteres Abenteuer: er erkundet den Eurotunnel, erlebt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Londons und jagt zusammen mit Sherlock Holmes einen Keksdieb. Und nebenbei lernt er auch gleich ein paar englische Ausdrücke.

Mein Eindruck:
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Dies ist der 5. Band, war aber meine erste Otto-Geschichte. Insgesamt gefiel mir die Idee mit dem vermenschlichten Reisebus sehr gut. Er hat Augen und kann sprechen und fühlen, was für Kinder sehr ansprechend ist. Da die Reihe ab einem Alter von 4 Jahren gedacht ist, passt es auch gut, dass das Buch auf jeder Seite bunt und liebevoll illustriert ist. Besonders hat mir die Karte der Reiseroute zu Beginn gefallen.
Leider wurde nicht erklärt, wer oder was Otto genau ist oder ob er immer mit anderen Personen startet, man wurde direkt in die Geschichte geworfen vom ersten Satz an. Hier hätte ich mir ein paar einleitende Sätze gewünscht.
Generell fand ich die Idee der fantastischen Reise gut, in der die Verfolgungsjagd des Keksdiebs mit Sherlock Holmes dafür verwendet wurde, die Sehenswürdigkeiten Londons näher zu bringen und eine Prise Spannung und Humor einzuflechten. Auch kleine Suchaufgaben, bei denen bestimmte Dinge im Bild ausfindig gemacht werden sollten, sind für die junge Zielgruppe sehr gut geeignet.
Allerdings fehlten mir bei einigen englischen Begriffen weitere Erläuterungen und ich bezweifle stark, dass Kinder in dem Alter den erwähnten Meisterdetektiv kennen. Sie sollen ihn aber suchen, bevor seine Person kurz erläutert wird. Überhaupt setzt das Buch sehr stark darauf, dass der erwachsene Vorleser den Kindern einiges von sich aus erklärt.
Natürlich ist das generell beim Vorlesen so, dass man mit Kindern in den Dialog treten sollte über die Geschichte. Aber hier wären doch einige weitere Erörterungen hilfreich gewesen. Zum Beispiel zur Aussprache der englischen Wörter, einige Übersetzungen fehlten oder mehr über die (fiktive) Figur Robin Hood.

Fazit:
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Erste Eindrücke von England für kleine Leser mit einer Prise Spannung und Humor, aber einigen Schwächen – ggf. eher ab Grundschulalter

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Tyl und die Adlerreiter

Eagle Rider 1. Deine Kraft findet dich
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Das Cover gefiel mir gut. Die Farben waren leuchtend und der Junge auf dem Adler scheint direkt auf den Betrachter zuzufliegen. Da bekommt man gleich Lust auf das Abenteuer!
Im ...

Gestaltung:
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Das Cover gefiel mir gut. Die Farben waren leuchtend und der Junge auf dem Adler scheint direkt auf den Betrachter zuzufliegen. Da bekommt man gleich Lust auf das Abenteuer!
Im Innenteil dagegen sind zwar viele Zeichnungen, aber sie sind alle in düsteren Grautönen gehalten und die Zeichenart fand ich furchtbar!

Inhalt:
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Tyl hatte schon immer das Gefühl, zu nichts gut genug zu sein. Sein älterer Bruder ist der Liebling des Vaters und wert genug, als Ritter ausgebildet zu werden. Tyl hingegen wird nach Auszug des Bruders vom Vater weggeschickt, der sich eine neue Familie sucht. Tyl ist im Wald ganz alleine und großen Gefahren ausgesetzt. Als er von Wölfen bedroht wird, naht Rettung in Form des Adlers Eylo, den er zuvor verletzt gefunden und geheilt hatte.
Eylo bringt ihn zu den Adlerreitern, die gegen den bösen Lord und seine Falkenreiter kämpfen. Wird Tyl sich mutig genug erweisen, ihnen zu helfen, das Land zu retten?

Mein Eindruck:
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"An Aufstehen war nicht zu denken. »Oh nein, bitte nicht«, flehte Tyl. Es war zwar niemand außer ihm da, aber er schickte ein Stoßgebet in den Himmel. Wenn er sich jetzt auch nicht mehr bewegen könnte, standen seine Chancen, das hier zu überleben, mehr als schlecht. Sein Vater und sein Bruder hatten mit allem recht gehabt. Er war einfach zu nichts nutze. Nach einem Tag im Wald war er bereits ausgeraubt und verletzt. Und all sein Wissen über die Natur, essbare Beeren und Nüsse konnte er nicht einsetzen, wenn er nicht mehr laufen konnte. Tyl setzte sich wütend und mutlos auf und seufzte angestrengt. Wie sehr hatte er sich eine Bestimmung gewünscht, wie Titus sie bereits gefunden hatte. Er selbst hatte nichts. Sogar weniger als nichts. Nicht mal eine dämliche Bestimmung." (S. 35)

Das Titelbild hatte mich angesprochen und auch die Beschreibung klang gut. Das Buch ist für Kinder ab 8 Jahren geschrieben. Insofern ist es in Ordnung, dass die Sätze und die Kapitel kurz gehalten werden. Dennoch habe ich bereits andere Bücher für diese Altersgruppe gelesen, die weniger hölzern geschrieben waren und in denen mehr erläutert wurde.
Dass das Ganze im Mittelalter spielt, kann man nur erahnen, denn die Zeit wird nicht explizit genannt und auch die Beschreibung lässt dies nur wenig erahnen. Dass Tyl von seinem Vater schlecht behandelt und einfach aus dem Haus geschmissen wird, ist für Kinder ebenfalls nicht nachvollziehbar. Die Handlung erläutert hier den Hintergrund und generell die Lebensweise der Menschen zu wenig, sodass man kein Verständnis für die Situationen der Figuren und ihre Motivation zu handeln, aufbringen kann.
Die Freundschaft zu dem Adler ist eine schöne Erzählung und auch das Abenteuer mit den Adlerreitern und der Feindesfigur ist gut aufgebaut. Auf diese Weise liest sich das Buch spannend von Anfang bis Ende. Allerdings waren viele Fragen am Schluss ungeklärt. Es bleibt zu hoffen, dass die Antworten in den Folgebänden erfolgen.
Die Kampfszenen sind fesselnd beschrieben, aber für zartbesaitete junge Leser schwer auszuhalten. Die Idee fand ich sehr gut, die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

Fazit:
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Düsteres Fantasy-Mittelalter-Abenteuer mit spannender Handlung, die nichts für zartbesaitete Leser ist.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.06.2026

Weibliche Gewalt in (toxischen) Beziehungen

Gelbe Monster
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Gestaltung:
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Die Farbgestaltung mit dem Monster hatte mich zunächst an ein Kinderbuch denken lassen. Aber ein Monster als Symbol für kindliche Ängste und die Farben Lila, gelb und schwarz ...

Gestaltung:
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Die Farbgestaltung mit dem Monster hatte mich zunächst an ein Kinderbuch denken lassen. Aber ein Monster als Symbol für kindliche Ängste und die Farben Lila, gelb und schwarz für eine Gefühlsmischung aus Wut, Trauer, Neid gemischt mit einem Hauch Feminismus, sind sehr passend gewählt. Definitiv macht dieses Cover neugierig!

Inhalt:
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"Charlie war der tiefsitzenden, grundlegenden Überzeugung, dass alles an ihr falsch war. Seit der Pubertät hatte sie immer wieder den Versuch unternommen, sich zu ändern und ein besserer Mensch zu werden. Sie wollte Shakira werden, sie wollte Helene aus der 9b werden, oder die Hauptfigur aus einer Serie, die alle in der Oberstufe sich anschauten, eine unbändige, schöne Teenagerin fatale mit glorifiziertem Drogenproblem.
So blieb es auch während des Studiums: Charlie wollte nahezu alle Frauen sein, die sie sah, nur nicht sich selbst; ihr Selbst war faul, hässlich und schaffte es nicht mal, das Pfand wegzubringen."(S. 19)

Die Mathematikstudentin Charlie fühlt sich immer schon als Außenseiterin. Als sie sich in Valentin verliebt, scheint alles perfekt. Sie fühlt sich schöner und als ein besserer Mensch. Doch dann läuft irgendetwas schief und schließlich sitzt Charlie mit einer verbundenen Hand und einem blauen Auge in der U-Bahn und ist auf dem Weg zum Antiaggressionstraining. Was ist passiert? Wird es Charlie gelingen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen?

Mein Eindruck:
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"Sie sagte, von Gustav wisse sie, dass Valentin sich total als Opfer in der Beziehung darstellen würde, »Das ist so typisch« , fluchte sie, »sich verhalten wie ein komplettes Arschloch und dann mit der Wut der Freundin nicht umgehen können und sagen, sie würde immer so ausrasten und sei so manipulativ. Das ist so unmöglich, das ist so sexistisch von ihm. Als dürfe eine Frau nicht auch mal wütend werden.«" (Ella zu Charlie, S. 169)

Das Thema an sich hätte mich erst gar nicht angesprochen, aber das Titelbild hatte mich neugierig gemacht und diese Neugier brachte mich dazu, mal kurz ins erste Kapitel reinzulesen. Und ab da konnte ich dann einfach nicht mehr aufhören, bis zum Ende. Das Buch hatte definitiv eine Sogwirkung auf mich!
Im Klappentext hieß es, die Autorin erzähle die Geschichte "klug und mit Witz". Den Witz konnte ich nicht feststellen, allerdings beschreibt sie alles mit einem feinen Gespür für die menschlichen Bedürfnisse und für tägliche Situationen und das hat den Reiz beim Lesen für mich ausgemacht.
Die Handlung ist in sofern fesselnd, weil sie zwischen Gegenwart und Rückblenden hin und her springt und man wissen möchte, wie Charlie in die Anfangssituation in der U-Bahn hineingeraten ist. So entfaltet sich das Geschehen erst nach und nach vor dem Leser. Da alles aus Charlies Perspektive beschrieben ist, kann man sich gut in sie hineinversetzen und ich konnte ihr Handeln dadurch größtenteils nachvollziehen. Valentins Perspektive und seine Motivation bleiben leider etwas blass. Ich kann gut verstehen, dass sein Verhalten häufig provokant auf sie gewirkt haben muss. Ich war beim Lesen auch des Öfteren versucht, ihn zu schütteln und zu sagen: "Was ist los mit Dir?" Auch wenn die Gewaltausbrüche von Charlie nicht sein dürften, so empfand ich auch sein Verhalten nicht korrekt und vermutlich hat er ebenfalls Probleme mit seinem Selbstwert. Daher entwickelt sich die Beziehung für beide leider in eine ungünstige Richtung.
Auch wenn ich Charlies Ausraster missbillige, so schwingt in der Erzählung immer wieder mit, dass manchmal Frauen durch das Verhalten von Männern dahin getrieben werden und sich nicht anders zu wehren wissen als körperlich. Diese Täter-Opfer-Umkehrung finde ich problematisch und hat mich nachdenklich zurückgelassen.
Leider wurde das Thema von Charlies problematischer Beziehung zu ihrer Mutter immer mal wieder kurz angerissen, aber nie ausgeführt, obwohl es scheinbar eine der Ursachen für Charlies Minderwertigkeitsgefühle darstellte. Hier hätte ich eine erklärende Episode gut gefunden. Das Ende hinterlässt ein mulmiges Gefühl bei mir, vor allem, weil es realistisch ist.
Insgesamt gefiel mir das Buch sehr gut und es macht auf ein wichtiges gesellschaftliches Problem aufmerksam und regt zum Nachdenken über Beziehungen und das Thema Grenzen setzen an.


Fazit:
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Fesselnd geschriebener Roman über weibliche Gewalt, toxische Beziehungen und den gesellschaftlichen Umgang zwischen den Geschlechtern

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