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Veröffentlicht am 22.12.2025

Das eine Ende einer Reihe, mit so viel Potenzial, dass es mehr als zwei Bücher gebraucht hätte.

The Last Wish of Bristol Keats
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Danke an Lesejury, dass ich dieses Buch im Rahmen einer Leserunde lesen durfte.

"The Last Wish of Bristol Keats" ist das Ende einer Reihe mit so viel Potenzial, dass sie meiner Meinung nach mehr als nur ...

Danke an Lesejury, dass ich dieses Buch im Rahmen einer Leserunde lesen durfte.

"The Last Wish of Bristol Keats" ist das Ende einer Reihe mit so viel Potenzial, dass sie meiner Meinung nach mehr als nur zwei Bücher gebraucht hätte. Band 1 habe ich absolut geliebt, weshalb ich mich sehr auf dieses Finale gefreut habe.

Wir beginnen genau dort, wo Band 1 aufgehört hat. Da ich den ersten Teil vor etwa einem Jahr gelesen habe, hat es etwas gedauert, bis ich wieder einen Bezug zu allen genannten Charakteren aufbauen konnte. Wer allerdings direkt nach Band 1 mit Band 2 weitermacht, wird den nahtlosen Übergang lieben.

Auch die Charaktere sind so, wie man sie aus dem ersten Buch kennt.
Wir erleben gemeinsam mit Bristol ein echtes Wechselbad der Gefühle. Ich war schnell wieder in der Geschichte drin und habe den Anfang sehr genossen – tatsächlich bin ich zunächst nur so durch die Seiten geflogen! Der Schreibstil ist wie eh und je der Autorin treu geblieben, und Elfheim wurde erneut wunderschön beschrieben.

Leider habe ich im Verlauf des Buches öfter gemerkt, dass die Autorin beim Storytelling etwas sparen musste. Häufig wurden nur kurze „Snippets“ gezeigt, bevor direkt zum nächsten Punkt übergegangen wurde. Das hat meinen Lesefluss an manchen Stellen etwas gestört, auch wenn es sicher nicht jeden stören wird.

Zwischen Bristol und Tyghan gab es viele Hürden, und mehr als einmal dachte ich, sie würden sich trennen – aber nein. Meistens zeigten sie Verständnis füreinander und sprachen sich mehr oder weniger aus. Allerdings gab es auch einige deplatzierte intime Szenen, die anscheinend dazu dienten, Konflikte beiseitezulegen. Eine einfache Aussprache hätte mir an diesen Stellen deutlich besser gefallen – das fand ich etwas schade.

Gleichzeitig kämpft Bristol innerlich mit vielem: mit ihrer ungeklärten Art, dem Zwiespalt zwischen ihrer Liebe zu ihren Eltern und dem Unmut, den sie ihnen gegenüber wegen all der Lügen und Unwahrheiten empfindet, und mit ihrer Liebe zu Tyghan, der offen gegen ihre Eltern vorgeht. Man spürt richtig, wie sie manchmal kurz davor ist, daran zu zerbrechen – und gleichzeitig zeigt, wie stark sie eigentlich ist. Besonders schön fand ich, wie deutlich man merkt, dass Bristol über sich hinauswächst.

Auch Tyghans Zwiespalt kommt gut rüber: Er will Bristol nicht verletzen, weiß aber, dass er es trotzdem tun wird, sobald er die Gerechtigkeit walten lässt.

Auch die Nebencharaktere kamen nicht zu kurz und bekamen teilweise eigene Storylines. Ich finde es immer schön, wenn Nebencharaktere mehr sind als nur Randfiguren, die auftauchen, wenn man sie gerade braucht. Das macht Mary E. Pearson in ihren Büchern besonders gelungen.

Zudem hatte ich dennoch oft das Gefühl, dass zu viele Handlungsstränge aufgebaut wurden, die am Ende – da es nur eine Dilogie ist – nicht ganz reibungslos aufgelöst werden konnten.
Vieles ging mir zu schnell, sowohl die Konflikte als auch die Handlung und deren Auflösungen. Manche Szenen hätte ich gerne länger ausgekostet, da mich das viel zu schnelle Tempo manchmal aus der Geschichte herausgezogen hat.

Dennoch gab es auch Momente, die ich unglaublich schön und teilweise sehr rührend fand. Ohne zu spoilern: Wer das Buch liest, wird vermutlich wissen, welche ich meine 😉

Nichtsdestotrotz ist es ein solides Buch, das in mir die unterschiedlichsten Emotionen ausgelöst hat und bei dem ich mir gut vorstellen kann, dass es vielen LeserInnen gefallen wird.

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Der Finale Band war leider der Schwächste

Tale of the Heart Queen
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Leider hat dieses Buch meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllt und mich ziemlich enttäuscht zurückgelassen.
Ich hatte echt gehofft, dass der 4. Band nochmal ein richtiges Highlight wird und mir zeigt, ...

Leider hat dieses Buch meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllt und mich ziemlich enttäuscht zurückgelassen.
Ich hatte echt gehofft, dass der 4. Band nochmal ein richtiges Highlight wird und mir zeigt, dass meine Befürchtung falsch ist, dass die Reihe von Buch zu Buch schlechter wird.
Aber leider hat es genau das bestätigt – sowohl was den Plot angeht als auch die Ausarbeitung.

Nadirs Charakter war für mich in diesem Band nicht wie der, von den Büchern davor. Er wirkte leider nur noch wie eine Hülle seiner selbst, mit der Prämisse, alles, was ihn ausmacht, einfach aufzugeben, nur damit Lor glücklich ist. Es gab keine Kompromisse, sondern immer nur dieses Gefühl von: „Ja, liebste Lor, ich mache das alles nur für dich. Es ist offiziell meine Entscheidung, aber eigentlich dreht sich alles nur um dich.“
Das hat mich echt frustriert, denn ich hätte es spannender gefunden zu sehen wie beide andere Lösungen finden müssen oder wenigsten Diskussionen führen, um zu zeigen dass sie vllt. kurzfristig anderer Meinung sind.

Auch die Nebencharaktere konnten mich diesmal einfach nicht überzeugen. Irgendwie passierte gleichzeitig viel zu wenig und viel zu viel, was mich total verwirrt hat. Es fühlte sich so an, als hätte die Autorin die Handlung von zwei Büchern in eines gequetscht und dann alles so kurz wie möglich gehalten, damit es noch reinpasst. Versteht ihr, was ich meine? Generell waren die Gespräche so wie die Geschehnisse aller beteiligten in meinen Augen ziemlich eindimensional.

Es ist einfach so schade, weil ich mich wirklich auf dieses Buch gefreut hatte.

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Veröffentlicht am 30.12.2020

Leider ziemlich langatmig

A single night
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Das äußerliche Erscheinungsbild (Cover) ist wunderschön gestaltet und ich finde es wirklich toll. Auch die Inhaltsangabe war vielversprechend und selbst die ersten Seiten zogen mich in den Bann.

In diesem ...

Das äußerliche Erscheinungsbild (Cover) ist wunderschön gestaltet und ich finde es wirklich toll. Auch die Inhaltsangabe war vielversprechend und selbst die ersten Seiten zogen mich in den Bann.

In diesem Buch geht es um Liberty, auch Libby genannt. Auf einer Veranstaltung trifft sie Jasper. Sie verbringen eine Nacht zusammen und am nächsten Morgen ist er weg. Libby tut alles, um ihn zu vergessen, trifft ihn aber nach einer Zeit wieder.

Die Kapitel sind wahnsinnig lang und zunächst dachte ich, ich hätte nicht gemerkt ein neues Kapitel angefangen zu haben. Jeder, der denkt: "Ich lese nur noch bis zum nächsten Kapitel", wird es schwer haben das Buch demnächst aus der Hand zu legen.Ein Kapitel hatte mindestens 30 Seiten, was meiner Meinung nach viel zu viel ist.
Der Inhalt wirkte, wie schon erwähnt, viel versprechend und die ersten Seiten ließen sich gut lesen. Das war es dann aber auch. Die Protagonisten hatten keine tiefe und auch wie sie miteinander umgegangen sind war für mich teils unverständlich.
Ihre Charaktere waren sehr oberflächlich und ich konnte mich in keinen der beiden hineinversetzten. Es wirkte alles in allem einfach nicht harmonisch, weder ihre Beziehung noch die Geschehnisse im Buch an sich. Auch die vermeintlichen Höhepunkte im Buch waren sehr flach, vorhersehbar und -wenn ich das so sagen darf- schlecht.
Schade, ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut.
Nachdem ich die Hälfte von dem Buch gelesen hatte, musste ich mich wirklich zwingen es zu beenden. Schön fand ich die Freundschaft zwischen Libby und ihren Mitbewohnerinnen und auch deren Charakter. Deswegen habe ich mich entschlossen der Reihe eine weitere Chance zu geben. Nur enttäuschte mich das erste Buch leider ziemlich.

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