schonungslos aufwühlend
Mit beiden Händen den Himmel stützenDas hier ist wirklich kein leichtes Buch. Die Autorin berichtet schonungslos von einer Kindheit, zwischen zu vielen Freiheiten, Straftaten und meiner Meinung nach ziemlichen Abgründen. Ich habe mir nicht ...
Das hier ist wirklich kein leichtes Buch. Die Autorin berichtet schonungslos von einer Kindheit, zwischen zu vielen Freiheiten, Straftaten und meiner Meinung nach ziemlichen Abgründen. Ich habe mir nicht leicht getan an diesem Buch dranzubleiben, weil es mich beim Lesen doch sehr mitgenommen hat. Lilli Tollkien schafft es durch ihre eindringliche Erzählweise aufzuwühlen und zu verstören. Gerade, dass es eine autobiografische Erzählung ist, verhindert, dass man einfach abschaltet und es nur als ausgedachte Geschichte abtut.
Eine sehr authentische und verletzliche Erzählung, die einem Bilder in den Kopf setzt, die man nicht so schnell wieder loswerden wird. Mir haben nach dem Lesen ein bisschen die Worte gefehlt. Auf der einen Seite bin ich beeindruckt von der Autorin, aber eben auch verstört und ich war froh, als ich es weglegen konnte. Ganz losgelassen hat es mich aber nicht. Wenn man mit diesen Themen umgehen kann, sollte man sich auf jeden Fall selbst ein Bild davon machen.