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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannender Serienauftakt

Venezianische Verwicklungen
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Luca Brassonis erster Fall führt uns in die Kunstszene von Venedig. Ein deutscher Kunstprofessor wird gefoltert und ermordet aufgefunden. Seine junge Assistentin schwebt in Lebensgefahr. Kommissar Luca ...

Luca Brassonis erster Fall führt uns in die Kunstszene von Venedig. Ein deutscher Kunstprofessor wird gefoltert und ermordet aufgefunden. Seine junge Assistentin schwebt in Lebensgefahr. Kommissar Luca und sein Kollege Goldini finden raus, dass die beiden deutschen ein Bild von Picasso in Bezug auf dessen Echtheit begutachten sollten.

Weitere Morde folgen und das Liebesleben von Luca bleibt auch nicht unerwähnt.


Es handelt sich um ein interessanten und recht spannenden ersten Teil einer Reihe der für sich gesehen abgeschlossen ist. Wir lernen Luca und sein Privatleben kennen, somit erfahren wir einiges über seine Affäre mit der verheirateten Chefsekretärin Maria und der Anbahnung einer Beziehung mit der Gerichtsmedizinerin. Es ist eine abwechslungsreiche Beschreibung der Lösung des Falles und seines komplizierten Privatlebens.


Der Fall kommt jedenfalls nicht zu kurz, die spannende Frage bleibt bis zum Schluss offen, ist der Picasso echt und warum musste der Professor tatsächlich sterben.

Es handelt sich um einen angenehmen Krimi ohne viel Blut und Brutalität in einem wunderschönen beschriebenen Venedig.


Ich bin schon auf die weiteren Fälle von Luca und die Klärung seines Liebeslebens gespannt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Langatmiger Diebstahl von Kaffeebohnen

Der Kaffeedieb
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Der Kaffeedieb, ein historischer Roman der einem noch vieles beibringt, unter anderem die Erfindung des U-Bootes, woher die Geschichten um Aladin stammen und wie die im 18 Jahrhunderten versendeten Briefe ...

Der Kaffeedieb, ein historischer Roman der einem noch vieles beibringt, unter anderem die Erfindung des U-Bootes, woher die Geschichten um Aladin stammen und wie die im 18 Jahrhunderten versendeten Briefe chiffriert und kontrolliert wurden.

Ein interessantes Buch, das leider einige Längen aufweist. Die ersten beiden Teile sind zu der Hauptstory nebensächlich und meines Erachtens zu lang. Wir lernen viele Personen kenne, was auf Grund der Namen und der alten Sprache, in der das Buch geschrieben ist, doch sehr anstrengend ist. Nachdem man sich daran gewöhnt hat und auch das ein oder andere mal schmunzeln konnte, geht dann endlich die eigentliche Geschichte um den Diebstahl der Kaffeepflanze los. Obediah, ein Engländer, der aufgrund der politischen Lage und einigen kleineren Gaunereien ausgewandert ist, wird zur Hauptfigur. Der intelligente und gewiefte Obediah stellt sich eine Mannschaft aus 5 Personen zusammen und organisiert den Raubzug. Trotz einiger Rückschläge scheint das ganze zu gelingen.

Wie bereits geschrieben, ist das Buch sehr anstrengend zu lesen und zeitweise mit sehr langatmigem Ausschmücken gestaltet. Bis die eigentliche Geschichte beginnt und mich fesseln konnte, muss man schon etwas Geduld beweisen. Die Abschnitte die sich mit der Reise von Obediah befassen, machen dann einiges weg, so dass man schon wissen möchte, ob diese geheimnisvolle Mission erfolgreich beendet wird. Zu dem sollte man sich darauf gefasst machen, dass den Dieben das Schicksal immer wieder positiv in die Hände spielt, gerade am Schluss wird das schon sehr unglaubhaft und wirkt etwas übertrieben.
Positiv sind die ganzen Kleinigkeiten die der Autor mit in die Geschichte eingebunden hat und wie darin noch einiges lernen können. Alles in allem eine gute Story, die meines Erachtens ein bisschen Geduld zum lesen braucht.

Veröffentlicht am 16.09.2017

Super Thriller

Böse Seelen
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Böse Seelen – ein neuer Fall um Kate Burkholder und für mich der Erste. Ich war ab der ersten Seite gefesselt und trotz dessen das es sich hier schon um den 8. Fall handelt kam ich mir nicht so vor als ...

Böse Seelen – ein neuer Fall um Kate Burkholder und für mich der Erste. Ich war ab der ersten Seite gefesselt und trotz dessen das es sich hier schon um den 8. Fall handelt kam ich mir nicht so vor als würden mir irgendwelche Informationen fehlen, im Gegenteil alles wird am Anfang als nette Einleitung erklärt und somit ein super Einstieg als neuer Leser.
Kate wird gebeten als verdeckte Ermittlerin sich in einer Amisch-Gemeinde umzuhören. Der tot einer 15-jährigen und einige Gerüchte machen dies erforderlich. Als ehemaliges Mitglied einer Amisch Gemeinde ist sie die perfekte Person für diese Arbeit. Weil sie die Werte und Eigenarte der Amisch-Gemeinde kennt sie sieht keine große Gefahr, jedoch merkt sie schnell dass sie diese Gemeinde mit ihrem Bischof sehr unterschätzt hat. Sie bringt sich nicht nur einmal in Gefahr hat aber jedesmal Glück der Eiskälte zu entfliehen.

Die Seiten lesen sich nur so hinweg, der Schreibstil hat mich absolut gefesselt und viele schöne Lesestunden beschert. Ich konnte das Buch gar nicht weg legen, es wurde nach keinem Kapitel so das man mal eine Pause einlegen möchte. Viel zu schnell waren die letzten Seiten angelangt und der Fall hat sich noch sehr interessant und spektakulär aufgeklärt. Ich werde aufjedenfall weitere Bücher der Autorin lesen.

Veröffentlicht am 16.09.2017

Interessanter Thriller

Totenstarre
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Totenstarre – ein gemütlich angehender Thriller. Wir bekommen die Geschehnisse sehr genau und Detailgetreu erzählt und es wird durch diese Art von Schreibstil sehr viel Spannung erzeugt. Einerseits wartet ...

Totenstarre – ein gemütlich angehender Thriller. Wir bekommen die Geschehnisse sehr genau und Detailgetreu erzählt und es wird durch diese Art von Schreibstil sehr viel Spannung erzeugt. Einerseits wartet man immer darauf, dass irgendetwas passiert aber man befindet sich beim lesen immer an den aktuellen Plätzen und Entwicklungen.
Da ich die Serie um Kay Scarpetta nicht komplette kenne, kommt es einem zeitweise so vor, als würden einem gewisse Informationen fehlen. Jedoch bekommen wir als Leser einiges erklärt, so dass man das Buch lesen kann, ohne wichtige Vorinformationen zu haben.
Durch den Klappentext des Buches bekommen wir schon vieles verraten und müssen uns erst durch viele Geschehnisse lesen bis wir endlich dorthin kommen. Was meines Erachtens nicht all zu schlimm ist und dem Buch nicht wirklich schadet. Das Ende ist absolut mitreißend und fesselnd. Alles wird geklärt, alles macht Sinn und der Leser bekommt einen perfekt gelösten Fall.

Veröffentlicht am 14.09.2017

Landschaftsroman

In tiefen Schluchten
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In tiefen Schluchten – ein Kriminalroman aus dem Süden Frankreichs hält leider nicht was außen drauf steht. Für mich fällt dieses Buch gar nicht in das Genre „Krimi“. Ein Roman würde da viel besser passen. ...

In tiefen Schluchten – ein Kriminalroman aus dem Süden Frankreichs hält leider nicht was außen drauf steht. Für mich fällt dieses Buch gar nicht in das Genre „Krimi“. Ein Roman würde da viel besser passen. Was in dem Buch absolut überhand nimmt sind die Beschreibungen der Landschaft. Seitenweise bekommen wir die Gegend in der Tori, die Hauptperson, unterwegs ist beschrieben und ihre Handlungen. Sie trinkt eine Menge Kaffee in dem Buch und mir persönlich war diese Aufzählungen von unwichtigen Details zu viel. Nach dem man die ersten 150 Seiten geschafft hat, könnte man annehmen, dass doch noch ein Krimi in dem Buch steckt. Wir haben einen vermissten Tourist und einen Toten. Auch die Tatsache das weitere Tote folgen rettet das Buch nicht. Auch wie der Tourist von Tori gefunden wird sehr einfach. Sie fällt in die gleiche Grube und dank ihrem neuen Therapie-Hund werden beide gerettet. Leider plätschert die ganze Geschichte so dahin, dass das bisschen Spannung das erzeugt wird leider durch schnelle Aufklärung wieder abflaut. Sogar die Liebesgeschichte die das ganze noch etwas interessant gestaltet hätte, wird am Ende einfach so laufen gelassen. Die Aufklärung der Mord für einen Krimi sehr unspektakulär.
Leider kein Buch das mich überzeugen könnte. Für Krimi-Freunde die es eher sehr gediegen mögen und auf Landschaftsbeschreibungen stehen bestimmt ein Highlight.