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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2020

Langatmigkeit auf mehreren Zeitebenen

Die Tochter des Uhrmachers
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Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine ...

Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt …
Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben?

Der Roman spielt auf mehreren Zeitebenen, was ich eigentlich gerne mag. Leider konnte ich mich die ganze Handlungen über weder mit der Vergangenheit noch mit der Gegenwart identifizieren. Die Idee der Geschichte fand ich gut, aber mir hat etwas Fesselndes gefehlt.

Auch mit den Charakteren konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Die Vergangenheit ist sehr überladen und in der Gegenwart hat Elodie mich manchmal ziemlich genervt. Wenn sie etwas nicht tun möchte, dann soll sie es lassen... Das Ende hatte ich mir anders ausgemalt und irgendwie hat eine angenehme Auflösung der Dinge gefehlt.

Im Großen und Ganzen sicher ein unterhaltsames Buch. An einigen Stellen jedoch langatmig. Ich möchte nicht von dem Buch abraten, denn es hat mich nur persönlich einfach nicht überzeugt.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.12.2020

Eine Abenteuergeschichte

VIKING - Eine Jomswikinger-Saga
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Norwegen im Jahre 993: Hilflos muss der junge Torstein zusehen, wie fremde Krieger seinen Vater brutal ermorden. Ihm selbst gelingt die Flucht, und er findet ein neues Zuhause auf den Orkney-Inseln. Doch ...

Norwegen im Jahre 993: Hilflos muss der junge Torstein zusehen, wie fremde Krieger seinen Vater brutal ermorden. Ihm selbst gelingt die Flucht, und er findet ein neues Zuhause auf den Orkney-Inseln. Doch ein ruhiges Leben ist ihm nicht bestimmt: Weil er sich in die falsche Frau verliebt, muss er erneut fliehen. Nach monatelanger Irrfahrt verschlägt es ihn zurück in seine Heimat. Und dann ist endlich klar, was das Schicksal für ihn vorgesehen hat: In der großen Seeschlacht bei Svold, wo die skandinavischen Reiche um die Vorherrschaft im Norden kämpfen, steht Torstein unerwartet dem Mörder seines Vaters gegenüber – der jetzt Norwegens Königskrone trägt …

Das Cover und der Titel haben mich direkt angesprochen. Beides ist sehr passend gewählt. Die Geschichte ist auf der Ich-Perspektive geschrieben, was die ganze Handlung sehr interessant macht. Auf diese Weise baut man eine starke Verbindung zur Hauptperson Torstein auf. Der Erzählstil ist an sich angenehm, jedoch an einigen Stellen etwas langatmig.

Die Charaktere sind schön gestaltet. Torstein lernt man natürlich am besten kennen und mir gefallen am meisten seine Tierliebe und sein Kampfgeist. Er musste viel durchmachen und musste lange für sein Glück kämpfen. Bjørn ist mir auch ans Herz gewachsen auch, wenn ich manchmal die Augen verdreht habe als er mal wieder weggegangen ist. Aufgrund der Erzählperspektive kann man sich in Charaktere wie beispielsweise Sigrid nicht besonders gut hineinversetzen. Da Torstein nicht der emphatischste Typ ist, versteht man das Handeln der Charaktere manchmal nicht besonders gut.

Zusammenfassend ein empfehlenswerter Roman. Der Kampf um Rache, Macht und Liebe wird an vielen schönen Orten und natürlich auf See ausgetragen. Mir persönlich haben ein wenig mehr Spannung und Intensität gefehlt.

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Veröffentlicht am 30.10.2020

Die Gabe der Sattlerin

Die Gabe der Sattlerin
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Um einer Vernunftehe zu entgehen, flieht die junge Sattlerstochter Charlotte aus ihrem Heimatdorf. Zuflucht findet sie im Hofgestüt Marbach, wo der württembergische Herzog Carl Eugen die edelsten Pferde ...

Um einer Vernunftehe zu entgehen, flieht die junge Sattlerstochter Charlotte aus ihrem Heimatdorf. Zuflucht findet sie im Hofgestüt Marbach, wo der württembergische Herzog Carl Eugen die edelsten Pferde der Welt züchtet. Damit sie bleiben darf, muss Charlotte einen prunkvollen Sattel für seinen Lieblingshengst fertigen. Doch die Zeit dafür ist knapp bemessen, zumal ein Regimentsarzt, eine Räuberbande und der Sohn des Gestütsleiters für gefährliche Verwicklungen sorgen. Kann Charlotte sich in ihrem neuen Leben behaupten?

Das Cover passt super zum Titel und zum gesamten Roman. Auch der Schreibstil ist sehr flüssig. Außerdem habe ich sehr viel gelacht.

Charlotte ist eine starke junge Frau, die viele Hürden meistert. Besonders gefallen hat mir ihre Bindung zu Pferden. Auch das Sattlerhandwerk wurde sehr authentisch dargestellt und passt zu ihr.

Ganz toll fand ich die Person von Friedrich Schiller. Dieser wurde super in die Geschichte integriert. Er ist ein sehr sympathischer, etwas verpeilter, junger Mann. Die Idee mit den Räubern fand ich grandios.

Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Roman. Er hat mich nicht so sehr gefesselt, wie ich zu Beginn gedacht habe. Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine sehr schöne Geschichte mit tollen Charakteren. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 14.09.2020

Die Edelstein-Trilogie

Rubinrot - Saphirblau - Smaragdgrün. Liebe geht durch alle Zeiten
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Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16- jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London ...

Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16- jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Ihr wird schnell klar, dass sie selbst das größte Geheimnis ihrer Familie ist, und dass man niemandem raten sollte, sich zwischen den Zeiten zu verlieben!

Die Cover und die Gestaltung des Schubers sind schön. Auch die Titel passen perfekt in das Gesamtbild. Der Schreibstil ist fesselnd und detailliert, sodass man sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen kann.

Gwendolyn ist ein taffes Mädchen, das sich in einer Welt behaupten muss, die sie bisher noch nicht kannte. Ihre Cousine Charlotte ist keine gute Mentorin und muss sich erst einmal damit abfinden, dass sie nicht die einzige Zeitreisende ist. Es kommt wie es kommen musste, Gideon tritt in das Leben der Mädchen und sie verlieben sich beide in ihn. Alle müssen Missionen in der Vergangenheit ausführen und miteinander zurechtkommen. Dabei dürfen niemals das Zeitgefüge und die Handlungen aus dem Gleichgewicht gebracht werden! Diese Geschichte erstreckt sich über die drei Bände Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün.

Ich habe diese Trilogie verschlungen! Der Autorin gelingt es, einen Spannungsbogen zu halten und eine wunderbare Welt zu erschaffen. Liebe, Gefahr, Hass - für alle ist etwas dabei!
Übrigens: Die Filme sind auch sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 14.09.2020

Der dritte Band der Henkerin

Das Schicksal der Henkerin
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Sie will ein Leben retten - und muss dafür töten.
Melisande lebt in Rottweil und führt mittlerweile ein ruhiges Leben mit ihrem Mann und ihren Kindern. Ihre Vergangenheit als Henkerin scheint vergessen ...

Sie will ein Leben retten - und muss dafür töten.
Melisande lebt in Rottweil und führt mittlerweile ein ruhiges Leben mit ihrem Mann und ihren Kindern. Ihre Vergangenheit als Henkerin scheint vergessen zu sein. Jedoch erhält sie einen Brief von ihrem Bruder Rudger, welcher eigentlich tot ist. Dieser soll unschuldig im Kerker von Esslingen sitzen und Melisande nimmt alle Gefahren auf sich, um ihn zu befreien...

Das Cover ist sehr ansprechend und der Titel ist passend gewählt. Es gibt bereits zwei Vorgänger, jedoch kann man dieses Buch auch unabhängig davon lesen, da es viele Rückblenden gibt. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Sie schreibt detailliert und hält durchgehend einen Spannungsbogen aufrecht. Nach jedem Abschnitt möchte man unbedingt wissen, wie es weitergeht und es passieren viele unerwartete Dinge. Zum Ende hin wusste ich nicht so recht, wie wieder alles gut werden sollte...

Melisande ist eine starke Frau, die für ihre Familie kämpft. Als ehemalige Henkerin ist sie nicht zimperlich und versteht sich auch gut mit dem Umgang von Kräutern.

Gertrud und Antonius sind die Kinder von Melisande und Wendel. Diese bringen sich ebenfalls in große Gefahr, als sie bemerken, dass ihre Mutter verschwunden ist. Dadurch entsteht eine Parallelgeschichte, welche gleichzeitig Wendel auf den Plan bringt, nach ihnen zu suchen. Von Wendel hatte ich zunächst kein gutes Bild, jedoch hat sich das im Laufe der Zeit geändert.

Bezüglich Rudger hat sich meine Meinung über ihn ebenfalls geändert, ich war jedoch von Beginn an skeptisch...

Auf der Adlerburg wird Melisande ebenfalls mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Burckhart Wolff ist widerlich und böse. Er hat es auf Ottmar de Bruce und Niklas angesehen. Was eine Wendung, dass Melisande nun für die Familie de Bruce kämpft!

Zusammenfassend ist dies ein sehr schöner Abschluss der Henkerin-Reihe. Liebe, Emotionen, Kampf - für jeden etwas dabei! Das Buch ist perfekt für die Lektüre zwischendurch.

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