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Veröffentlicht am 29.01.2020

Starker Anfang, schwaches Ende...

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
3

Tess Hjalmarsson ist die Leiterin der Cold Case Abteilung. Sie nimmt sich all den alten Fällen auf, die nicht aufgeklärt wurden. Doch dann wird sie und ihr Team zu einem aktuellen Fall herangezogen, der ...

Tess Hjalmarsson ist die Leiterin der Cold Case Abteilung. Sie nimmt sich all den alten Fällen auf, die nicht aufgeklärt wurden. Doch dann wird sie und ihr Team zu einem aktuellen Fall herangezogen, der Spuren aufweist auf eben so einen Cold Case Fall. Sie und Ihr Team, darunter Marie, engste Kollegin, Lundberg ohne Vornamen, Ola Makkonen ein erfahrener Ermittler und die kürzlich hinzugestoßene Raffaela Cruz versuchen den neuen Fall aufzuklären und auch die Zusammenhänge von der vor 26 Jahren verschwunden Annika ermitteln. Was haben beide Fälle gemeinsam? Überwacht wird das ganze vom Polizeichef Per Jöns und unterstütz von dem Profiler Carsten Morris.


Immer tiefer geraten sie in den Fall aber auch in den Cold Case Fall Annika.


Der Thriller „Cold Case von Tina Frennstedt ist der erste aus ihrer Feder. Er beginnt mit einem Sturm und dabei ein Verbrechen. Danach kommt das Cold Case Team ins Spiel. Immer wieder gibt es später zusätzlich Rückblicke von Annika und was sie erlebt hatte.

Unterteilt sind die einzelnen Kapitel in Tag und Datum. So kann man die Ermittlungsarbeiten gut verfolgen und auch die Fortschritte bzw. den Stillstand.

Die Mitwirkenden sind gut dargestellt, alle realistisch und das Gefühl kommen hier echt rüber. Was mich allerdings stört – und nein, ich habe nichts gegen homosexuelle Beziehungen – ist eben, dass Tess Frauen lieben. Und hier kommt auch das Private zu Wort und dessen Beziehung. Einmal die jetzige, aber auch die verlorenen, der Tess hinterher trauert.

Carsten Morris ist ein wenig undurchsichtig. Er war eine Zeitlang psychisch krankgeschrieben. Warum und weshalb bleibt hier im Dunkeln. Und er ist auch nicht lange mit im Team, denn das scheint er nervlich nicht zu verkraften. Da hätte man ein wenig ausbauen können und den Leser nicht so im Dunkeln lassen sollen.

Der Spannungsbogen --- ja, er ist vorhanden von Anfang an irgendwie, steigern tut er sich jetzt nicht unbedingt, aber er hält sich, so dass man in der Mitte des Buchs es nicht mehr aus der Hand legen kann. Aber -- jetzt kommt das Aber – amerikanischer Krimis lässt grüßen. Aktion reich, oberflächlich und ganz nach ZDF-Manier Ende offen!! Peng!! Also das Ende hat ja so viele Fragen offengelassen. Nun ja, da ja die Autorin Tina Frennstedt an einen zweiten teil schon schreibt, habe ich die Hoffnung, dass dort die Fragen geklärt werden.

  • Spannung
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 05.08.2019

Starker Anfang, spannende Mitte, aber etwas gewöhnungsbedürftige Ende

Perfect Mistake
0

Adele ist zur Hochzeit ihres Vaters eingeladen und kehrt so in ihrer Heimatstadt zurück. Dort trifft sie auf Pete, ihre damalige große Liebe. Doch diese war einseitig, da der Altersunterschied doch zu ...

Adele ist zur Hochzeit ihres Vaters eingeladen und kehrt so in ihrer Heimatstadt zurück. Dort trifft sie auf Pete, ihre damalige große Liebe. Doch diese war einseitig, da der Altersunterschied doch zu groß war. Außerdem hat sie damals einen großen Fehler begangen….
Nun sind 7 Jahre vergangen und sie trifft ihn wieder. Pete ist inzwischen der Geschäftspartner ihres Vaters.
Und schon keimen bei Adele die Gefühle wieder auf. Wird es diesmal etwas mit den Beiden?

„Perfekt Mistake ist für mich ein Roman, den ich sonst nicht in dem Genre lese. Doch ich habe mich diesmal drauf eingelassen und bin nicht enttäuscht worden. Oder fast nicht enttäuscht.
Ich bin schnell in die Geschichte reingekommen und konnte dieser gut folgen. Immer wieder gibt es hier Rückblicke, was damals vor 7 Jahren passiert ist.
Und was mich beeindruckt hat, ist die gewisse Spannung in dem Roman. So dass ich kaum das Buch aus der Hand legen konnte. Außerdem geht es hier an manchen Stellen verdammt prickelnd zu ?.
Der Schreibstil ist flüssig und somit gut lesbar. Die Hauptperspektive ist aus der Sicht von Adele. Durch ihre Erzählung lernt man die Mitwirkenden Personen gut kennen. Die hier vorhandenen Gefühle, Gedanken und das Erlebte kann man gut nachvollziehen und sich hineinversetzten. Alle Personen kommen hier sehr realistisch rüber.
Allerdings ist es nicht unbedingt eine Geschichte für welche, die etwas mit Scham zu tun hat. Denn hier geht es stellen weise ordentlich zur Sache mit entsprechenden Wörtern oder Aussagen. Mir persönlich hat es gut gefallen.
Das Ende.. okay, das Ende hat mich dann doch überrascht. Weil es erstens so plötzlich war. Dann wieder so zackzack zu Ende gebracht worden ist und irgendwie dadurch so abgehackt wirkt. So als wollte die Autorin Kylie Scott das Buch unbedingt zu Ende bringen. Das war für ich ein wenig enttäuschend, nachdem so Power in der Geschichte war.
Das Cover finde ich sehr schön. Ein Paar das sich bei Sonnenuntergang (?) umarmt und man merkt die Gefühle zueinander. Sehr stimmig das ganze!
Mein Fazit. „Perfekt Mistake“ von Kylie Scott ist echt lesenswert. Der Schluss allerdings gewöhnungbedürftig. Ich denke aber, dass ich mir mal die anderen Bücher von der Autorin anschauen werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl
Veröffentlicht am 28.11.2018

etwas an Potential fehlt hier - vor allem am Ende

Deine letzte Stunde
0

Raquel kommt als Aushilfelehrerin in die Heimatstadt ihres Mannes German, Novariz in Galicien. Sie beide haben eine schere Zeit hinter sich, zwei Fehlgeburten, etliche Umzüge und den Tod von ihrer Mutter ...

Raquel kommt als Aushilfelehrerin in die Heimatstadt ihres Mannes German, Novariz in Galicien. Sie beide haben eine schere Zeit hinter sich, zwei Fehlgeburten, etliche Umzüge und den Tod von ihrer Mutter bzw. seines Vaters. In Novariz wollen sie einen Neuanfang wagen. Zumal German schon 2 ½ Jahren als Schriftsteller erfolglos und somit arbeitslos ist. Hier in seiner Heimat hat er die Chance im familieneigenen Restaurant neu Fuß zu fassen. Doch dunkle Geheimnisse belasten die scheinbare heile Ehe.

Und dann gibt es noch für Raquel mit ein paar Schülern Probleme an der neuen Schule. Außerdem was ist mit ihrer Vorgängerin, Viruca, der Selbstmord begangen haben soll, passiert?

Mein Eindruck:

Die Geschichte gibt einen Einblick in das Leben von der Aushilfelehrerin Raquel und deren Ehemann German. Sie beschreibt den Alltag von ihr und die Arbeit an der neuen Schule. Dabei lässt ihr der Selbstmord von der Vorgängerin Viruca keine Ruhe. Sie beginnt mit Nachforschungen. Zusätzlich machen ihr ein paar Schüler das Leben schwer. Und dunkle Geheimnisse belasten die Ehe.

Immer tiefer gräbt sie sich in das Leben von Viruca und die Angriffe der Schüler werden immer persönlicher.

„Deine letzte Stunde“ fängt somit einer harmlosen Erzählung an wie der Umzug oder das Einleben in der neuen Heimat. Trotzdem fangen kurz darauf die Probleme an – an der Schule aber auch Privat. Raquel muss neben den dunklen Geheimnissen und stöbern in der Vergangenheit von Viruca auch gegen die Schüler ankämpfen.

Seite für Seite baut sich hier dadurch eine Spannung auf. Der Schreibstil ist flüssig Anschaulich lassen sich die Kurzen Kapitel gut lesen, so dass man sich die Szenarien bildlich vorstellen kann. Den Charakteren sind realistisch dargestellt ohne viel Schnickschnack. Man spürt hier die Verzweiflung, die Angst und Wut, aber auch Freude und Glück.

Doch jeder hat irgendwo sein Geheimnis und so kann man nicht aufhören zu lesen, weil man hinter diesem kommen möchte.

Das Ende des Buches... Nunja, das hat mich jetzt so garnicht überzeugt. So weit hergeholt und irgendwie nicht passend für diese ganze Geschichte. Es kommt mir vor, als würde der Autor ds Buch schnell zu Ende bringen wollen. Warum? Teilweise ist es auch so unlogisch von der Handlung der Personen, dass man nur den Kopf schütteln kann. Ist Geld den so wichtig?

Das Cover finde ich dagegen wieder gelungen mit der Tafel. Schlicht und einfach gehalten und doch wirkungsvoll durch den einen Satz.


Alles im allen ein spannender Krimi, der aber mehr Podiental haben könnte. Vor allem mit dem Ende. Letztenendlich ist es eine Geschichte, die zwar einen fesselt, aber die schon oft erzählt worden ist.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 15.11.2017

Ist Maja wirklich schuldig?

Quicksand: Im Traum kannst du nicht lügen
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Im Traum kannst du nicht lügen der schwedischen Autorin Malin Persson Giolito.



Das Buch beginnt mit der beginnenden Verhandlung in der Sache Der Staat gegen Maria Norberg. Sie wird beschuldigt an dem ...

Im Traum kannst du nicht lügen der schwedischen Autorin Malin Persson Giolito.



Das Buch beginnt mit der beginnenden Verhandlung in der Sache Der Staat gegen Maria Norberg. Sie wird beschuldigt an dem Amoklauf an ihrer Schule mit beteiligt gewesen zu sein. Nach ein paar Seiten will man unbedingt wissen, was den wirklich passiert ist und ob Maja wirklich schuldig ist.

Die Autorin Malin Persson Giolito greift ein heikles Thema auf und geht damit in die Tiefe der einzelnen Protagonisten. Hier kommen die Ängste, Emotionen und Gedanken hervor, die solch eine Tat mit sich bringt.

Maja steckt voller Wut und man fragt sich, warum dieses. Auch gegen ihre Eltern ist sie wütend und man hat das Gefühl, sie mag diese nicht so. Auch kommt die Protagonistin am Anfang ein wenig menschenverachtend rüber. Aber umso mehr in dem Buch liest, umso mehr versteht man den Zorn und die Haltung gegenüber andere Menschen von Maja. Auch eine gewisse Schuld lässt diese Gefühle zu.

Der Roman ist in mehreren Abschnitten aufgeteilt, worin einmal das Klassenzimmer, wo die Tat gegangen worden ist vorkommt. Aber auch die Hauptverhandlung und das Frauengefängnis ist hier Thema. Und selbstverständlich Sebastian und Maja mit einem eigenen Abschnitt.

Dann wird das jetzige Leben beschrieben und das Leben danach, bzw. wie es soweit kommen konnte, der Amoklauf. Immer wieder mit Rückblenden, was gewesen ist.

Sehr gut sind auch die Nebenprotakonisten wie ihre Freundin Amanda oder Samir, der Lehrer Christer, die aber trotzdem eine wichtige Rolle spielen.

Man gerät immer tiefer in die Beziehung von Sebastian und Maja und irgendwie ist Maja auch ein Opfer trotz ihrer Schuld.


Es gibt viele Bücher über Amoklauf und alle sind auf ihre Art gut. Doch dieser unterscheidet sich, weil er aus der Sicht einer "Täterin" geschrieben ist. mit all den Facetten und Gefühlen und Gedanken.


Das Cover sagt mir jetzt nicht so zu. Es scheint ein Schwimmbad zu sein, aber ehrlich ist mir nicht so ganz klar, was es mit der Tat zu tun hat. Vielleicht weil es im "reichen" Milieu abspielt und gehört ein privater Pool dazu? Wegen der Partys, die stet stattfanden? Keine Ahnung.
Ich finde „In Traum kannst Du nicht lügen“ ein sehr spannender Roman. Spannungsbogen ist von Anfang an da, denn man möchte wissen, wie es so weit gekommen ist und was mit Maja ist. Jedenfalls hat der Roman nordischen Krimipreis verdient. Ich habe gedacht, es ist sogar ein Hinweis – bewu0ßt oder unbewusst – auf einen anderen Amoklauf Roman zu lesen darin (S. 60). 19 Minuten seit dem Anschlag. Es gibt einen Roman, der heißt 19 Minuten von Jodi Picoult.

Veröffentlicht am 17.11.2016

der erste Teil mit Ackermann war weitaus besser

Ich bin der Zorn
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Ethan Cross und „Ich bin der Zorn“ ist nun der vierte Bandeiner Reihe mit Ackermann. Bisher habe ich nur den ersten Teil gelesen und fand diesen sehr spannend und fesselnd.
Der vierte Teil ist also mein ...

Ethan Cross und „Ich bin der Zorn“ ist nun der vierte Bandeiner Reihe mit Ackermann. Bisher habe ich nur den ersten Teil gelesen und fand diesen sehr spannend und fesselnd.
Der vierte Teil ist also mein zweites Buch von diesem Autor.
in diesem Teil geht es um ein Zukunftsgefängnis, dem Gefängnis-Experiment in Foxbury, das hauptsächlich von Computerprogrammen etc. kontrolliert wird. Doch wie es bei einen Thriller so ist, geht hier na klar einiges schief und die Insassen haben die Überhand. Ackermann Junior, Serienkiller, soll dem Bundesermittler Marcus Williams helfen, wer den der psychopatische Killer ist, der die Wärter erpresst. Dabei verfolgt Derr Judaskiller größere Ziele als nur ein paar Morde.
Der Anfang dieses Buches war eigentlich ganz okay, wenn auch verwirrend, weil so viele Protagonisten mitgewirkt haben. Falls man die vorigen Bände schon gelesen hat, kennt man den ein oder anderen schon.
In der Mitte kommt dann auch etwas Spannung auf und man kann das juch nicht aus der Hand legen. Doch zum Ende hin wird dieser Thriller mehr und mehr zum Aktionsbuch.
Vor allem die Eigenarten der Protagonisten, wie Markus sein Halsknackerei oder Maggies Gezicke gingen mir echt auf den Nerv. Auch dass Ackermann total der Übermensch darstellt, nervte.
Hier ging es nicht mehr um das Psychologische eines Thrillers sondern vielmehr um Action und Brutalität. Bruce Willis, Sylvester Stallone und Co lassen grüßen. Außerdem hatte ich, wie einige hier, das Gefühl, Schweigen der Lämmer ist abgekupfert worden.
Mir hat dieser Teil nicht so gefallen. Wie gesagt, Zuviel Action, Zu viel Gewalt und zu wenig Thriller. Ich habe ja noch Teil 2 und teil 3 hier von Ethan Cross liegen und bin gespannt, ob diese besser sind.
Jedenfalls werde ich kein weiteres Buch mit Ackermann Junior lesen.
Auch sollte man vorher zumindest den ersten Teil von der Reihe kennen, damit man hier einigermaßen durchblickt bei den vielen Leuten. Aber ganz ehrlich, mir hat das auch nicht geholfen und ich hätte besser Teil 2 und Teil 3 vorher gelesen.

  • Cover
  • Figuren
  • Spannung
  • Handlung
  • Psychologie