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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2021

Catherine Shepherd – ein Garant für spannende Thriller

Der böse Mann: Thriller
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Wieder einmal bin ich von Catherine Shepard begeistert. Der böse Mann hat mich gefesselt und immer wieder auf falsche Spuren gelenkt. Es hat mir wirklich große Freude bereitet das Buch zu lesen. Laura ...

Wieder einmal bin ich von Catherine Shepard begeistert. Der böse Mann hat mich gefesselt und immer wieder auf falsche Spuren gelenkt. Es hat mir wirklich große Freude bereitet das Buch zu lesen. Laura ist mir einfach sympathisch und ich begleite sie gerne bei ihren Ermittlungen.

Bei ‚Der böse Mann‘ handelt es sich um den 6. Band der Laura Kern Reihe. Man kann das Buch unabhängig von den Vorgängerbänden lesen, aber wer spannende Thriller (-reihen) mag wird es nicht bereuen mit Band 1 (Krähenmutter) zu beginnen.
Aber nun zurück zum Buch: es wird eine tote Frau gefunden, jung, hübsch, mit frisch lackierten Nägeln. Die Nachricht in ihrer Tasche versetzt die Ermittler in Aufruhr, denn drauf steht geschrieben ‚ich bin die Zweite‘. Somit steht fest: es ist ein Serienmörder am Werk und der Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Doch die drängendste Frage bleibt: wer ist das erste Opfer?

Mein Fazit: Spannung, Spannung und nochmals Spannung.

Veröffentlicht am 13.07.2021

Großartige Geschichte zweier Frauen

Der Windhof
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Köln heute: Mel versucht ihren Alltag in den Griff zu bekommen. Ihre große Liebe ist verstoben und sie ist nun Witwe, mit nicht mal 30 Jahren. Nur schwer schafft sie ihren Tagesablauf beizubehalten, denn ...

Köln heute: Mel versucht ihren Alltag in den Griff zu bekommen. Ihre große Liebe ist verstoben und sie ist nun Witwe, mit nicht mal 30 Jahren. Nur schwer schafft sie ihren Tagesablauf beizubehalten, denn die tiefe Trauer bestimmt ihr Leben. Ein Unfall ihrer Großmutter Lene zwingt Mel dazu Köln zu verlassen und in ihre Heimat, den Westerwald zu reisen um Lene zu pflegen. Das Leben hat Lene hart gemacht, schon als Kind fand Mel ihre Großmutter eher gruselig als herzlich. Nun sind die beiden Frauen gezwungen, Zeit miteinander zu verbringen.
Westerwald in den 30ern: die 17Jährige Lene kommt auf dem Windhof an. In der Fremde muss sie nun ein Leben bestreiten, dass sie sich so nie gewünscht hat.
Da ich zu Beginn sehr mit Mel gelitten habe fand ich ihre Entwicklung im Buch ganz großartig. Auch in ihr steckt eine starke Frau. Man muss sich nur die Chance dazu geben. Auch das anfängliche, zögerliche Beschnuppern der beiden Frauen wurde sehr feinfühlig beschrieben. Wenn man dann beim Lesen das Gefühl bekommt, den Windhauch an den Füßen zu spüren, der gerade durch den Windhof fegt, dann liest man nicht nur ein Buch, sondern man ist mitten in der Geschichte angekommen und wird ein Teil von ihr.

"Der Windhof" von Sonja Roos hat mich emotional tief berührt und ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

Veröffentlicht am 05.07.2021

Ist das Buch moralisch verwerflich? Definitiv!

Sex/Life
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Man darf das Leben nicht zu ernst nehmen, genauso wenig wie dieses Buch. Dann hat man seinen Spaß an BB und die Geschichten um ihre Eroberungen, die sie in ihrem supergeheimen Tagebuch niederschreibt. ...

Man darf das Leben nicht zu ernst nehmen, genauso wenig wie dieses Buch. Dann hat man seinen Spaß an BB und die Geschichten um ihre Eroberungen, die sie in ihrem supergeheimen Tagebuch niederschreibt. Doch so supergeheim bleibt es nicht, denn ihr Mann Ken liest heimlich mit. Lange bleibt das von BB nicht unentdeckt, und sie nutzt das Wissen, ihr vergangenes Liebesleben aufzuhübschen um ihren Mann in die richtige Richtung zu lenken.
Ist das Buch moralisch verwerflich? Definitiv!
Aber ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert. Zum einen, weil BB einen ausgeprägten Hang zur Übertreibung hat. Zum anderen, aufgrund der witzigen Beschreibungen und kreativen Worterfindungen. Außerdem hat B. B. Easton einen herrlich leichten Schreibstil, welcher das Buch einfach und schnell lesen lässt. Wie der Titel schon verrät, wird das Sexleben in jeglicher Couleur betrachtet und als Leser fühlt man sich in dieser voyeuristischen Position gut aufgehoben. Denn auch hier ist B. B. schonungslos ehrlich.
Ich kann verstehen, dass das Buch die Vorlage für eine Serie gab. Ich fand es witzig zu lesen und es hat mich ein paar Stunden gut unterhalten. Daher gibt es für "Sex/Life" von B.B. Easton 4 Sterne.

Veröffentlicht am 01.07.2021

Ein Leben zwischen Krieg und Vertreibung

Ihr letzter Tanz
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Nahr wächst als Palästinenserin in Kuwait auf, ihr Vorfahren mussten vor langer Zeit aus ihrer Heimat flüchten. Doch auch in ihrem Geburtsland bleibt sie eine Fremde. Eigensinnig verrennt sie sich in der ...

Nahr wächst als Palästinenserin in Kuwait auf, ihr Vorfahren mussten vor langer Zeit aus ihrer Heimat flüchten. Doch auch in ihrem Geburtsland bleibt sie eine Fremde. Eigensinnig verrennt sie sich in der Vorstellung, in einer Ehe ihr Glück zu finden, was jedoch zum Scheitern verurteilt ist. So rutscht Nahr in die Prostitution. Bei einer Reise in das Land ihrer Vorfahren – Palästina- lernt Nahr den politisch aktiven Freiheitskämpfer Bilal kennen, und schließt sich dem Widerstand an.
Ich fand es besonders spannend über die arabische Kultur, das Leben und auch die Vertreibung zu lesen, die hier in der westlichen Welt unvorstellbar sind. Das Schicksal von Nahr hat mich sehr ergriffen, ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob die Geschichte wohl auf wahren Begebenheiten beruht, denn die Erzählung ist so realistisch und emotional, dass sie mich wirklich tief bewegt hat. Wie die Willkür von Kriegen und Mächtigen das Leben zerstören, das man sich zu erträumen gehofft hatte ist grausam.
„Ihr letzter Tanz“ von Susan Abulhawa ist ein politisches Buch über das Leben einer vertriebenen Palästinenserin von ihren Jugendjahren bis ins Alter.
Gut zu wissen: Auf Seite 459 beginnt ein Glossar, welches die arabischen Begriffe erklärt. Ich habe es bei ca. der Hälfte entdeckt und finde es super und hilfreich.

Für mich ist eine Geschichte, für viele tausende Menschen die Realität. Ich habe „Ihr letzter Tanz“ mit großem Interesse gelesen und kann das Buch mit 5 Sternen jedem empfehlen.

Veröffentlicht am 28.06.2021

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart, tiefsinnig und ergreifend

Eine Liebe in der Provence
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Wie der Titel schon verrät, entführt uns Tania Schlie mit ihrem Werk "Eine Liebe in der Provence" in das schöne Frankreich. Marita begleitet Hanna in die Ruhe und das Idyll jenes Hauses in der Provence, ...

Wie der Titel schon verrät, entführt uns Tania Schlie mit ihrem Werk "Eine Liebe in der Provence" in das schöne Frankreich. Marita begleitet Hanna in die Ruhe und das Idyll jenes Hauses in der Provence, in der Hanna glückliche Stunden als Kind verbracht hatte. Die Freundinnen fliehen nicht nur vor dem schlechten Wetter Hamburgs, sondern sie wollen auch Abstand von ihrem Leben gewinnen. Zwischen den Olivenbäumen werden alte Erinnerungen wachgerufen, die zu lange tief vergraben waren.
Die Autorin Tania Schlie kenne ich schon von „Der Duft von Rosmarin und Schokolade“ und ich freue mich, endlich wieder ein Buch von ihr gelesen zu haben. Bei den beiden erzählten Zeitsträngen hat mich besonders die Vergangenheit ergriffen. Eine starke Frau, die ihren Weg, trotz widriger Umstände, geht. Aber auch Hanna entwickelt sich in der Gegenwart zu einer starken Frau.
Es ist so spannend und tiefgründig geschrieben, dass ich mich gedanklich mitten in der Geschichte befand und unbedingt wissen musste, was als nächstes geschehen mag. Deswegen hatte ich die 400 Seiten auch sehr rasch gelesen. Glücklich und zufrieden lässt mich das Buch zurück.

Ich empfehle "Eine Liebe in der Provence" gerne weiter und vergebe 5 Sterne für diesen tollen Titel.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere