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Veröffentlicht am 29.07.2021

- Anders sein und stolz darauf sein können -

In all seinen Farben
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,,In all seinen Farben“ von George Lester ist mein erster Roman, der sich mit dem Thema LGBTQ+ beschäftigt. Sicherlich waren meine Erwartungen deshalb auch höher als sonst, in der Hoffnung, in die Gedankengänge ...

,,In all seinen Farben“ von George Lester ist mein erster Roman, der sich mit dem Thema LGBTQ+ beschäftigt. Sicherlich waren meine Erwartungen deshalb auch höher als sonst, in der Hoffnung, in die Gedankengänge eines homosexuellen und an Drag Queen interessierten Jungen zu blicken. Und ich kann vorwegnehmen: Dem Autoren ist dies auch in großen Teilen gelungen, zumal kein Sachbuch zu erwarten war.
Der Klappentext klang bereits vielversprechend und nach einer Textstelle, die man zitieren und auch aufhängen würde. Dies würde ich als einen großen Pluspunkt hervorheben, da sich auch im weiteren Verlauf des Buches eben solche inspirierenden Sätze abzeichnen (Beispiele hierfür sind S. 249 und S. 290 und weitere).
Dennoch hat sich später für mich herausgestellt, dass das Buch literarisch nicht allzu anspruchsvoll ist und doch sehr, wie ich immer gern zu sagen pflege, zwanghaft jugendlich erscheint. Das war mit das Einzige, was ein negatives Licht auf die Charaktere warf.
Insgesamt erschien mir Robin jedoch sehr selbstbewusst und auch seine inneren Konflikte, - Ist er mein Freund, mein Feind? Kann ich ihm vertrauen? - kamen gut zum Vorschein und wurden fein ausgearbeitet.
Das Buch konnte meinerseits schnell durchgelesen werden, (2 Tage) und war somit eine leicht und gut verständliche Lektüre.
Letztlich hat mir das Buch daher gut gefallen, jedoch, wie oben beschrieben, eher zum „Berieseln“ lassen. Das fand ich etwas schade.
Die Haupthandlung und das wunderschöne Cover sind aber wirklich sehr schön geworden und ein absolutes Highlight.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
Veröffentlicht am 05.06.2021

Ein bittersüßer Tod, ein Urlaub und ein Dorf, dessen Schein trügt

Adria mortale - Bittersüßer Tod
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Es lässt sich viel Positives zu dem Buch sagen, aber erst einmal: Hier werden wir Zeuge (bzw. Zeugin) einer wunderschönen Geschichte, die in den 1950er Jahren in dem Dörfchen Pesare del Monte piccolo Cattolica ...

Es lässt sich viel Positives zu dem Buch sagen, aber erst einmal: Hier werden wir Zeuge (bzw. Zeugin) einer wunderschönen Geschichte, die in den 1950er Jahren in dem Dörfchen Pesare del Monte piccolo Cattolica spielt. Da bereits in vielen anderen Rezensionen auf die Haupthandlung eingegangen wurde, möchte ich nun in erster Linie meine Meinung und meine Eindrücke zu dem Buch darstellen. Und ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige Person bin, die sich nicht nur darüber freut, den Namen des Ortes aussprechen zu können, sondern auch erfreut darüber ist, diese Story gelesen zu haben. Es lässt sich für mich festhalten, dass die Autorin dem Zauber Italiens, wie er uns auf dem Cover begegnet, gerecht geworden ist. Eindrucksvoll beginnt sie von dem Flug eines Vogels über das Dorf zu schreiben, den Urlaub von Sonja und Elke zu beschreiben und schließlich auch über den Mord. Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen und ich möchte ihn positiv hervorheben. Meine Erwartungen an das Buch wurden erfüllt, wobei ich für nachfolgende Leser*innen Folgendes festhalten möchte: Das Buch ist sicherlich nicht für jeden was, wobei man auch betonen sollte, dass es sich um einen Kriminalroman und keinen Thriller (o. Ä.) handelt. Daher kommen die Ereignisse etwas langsamer in Gang, doch die Lage spitzt sich im Laufe der Handlung doch schnell zu und gewinnt an Spannung. Das Buch sollte sich daher für alle eignen, die auf einen eher ruhigen Kriminalroman setzen und nicht genau in die Brutalität eines Mordes blicken wollen. Wer sich gern auf Spurensuche begibt und kein Problem hat, sich viele Namen zu merken, ist hier ebenfalls SEHR GUT bedient (damit hatte ich ein wenig zu kämpfen, doch am Ende wird alles nochmal sehr verständlich dargestellt :). Auf wen diese Kategorien eher nicht so zutreffen, der könnte es etwas schwer beim Lesen haben, aber gegen ein Reinschnuppern spricht ja nichts...;) Zudem gibt es noch so viel mehr zu dem Buch zu sagen, aber ich bin dafür, dass man sich in erster Linie eine eigene Meinung dazu bilden sollte... Einzig der Fakt, dass sich die Handlung leider nach Beginn kaum noch um Sonja und Elke dreht - ich habe sie sehr lieb gewonnen- ist etwas schade. Das Hauptaugenmerk scheint eher auf Federica gerichtet zu sein, was aber in Anbetracht der nötigen Ermittlungen zu verkraften ist. :D Von mir auf jeden Fall eine Empfehlung, gerade auch deshalb, weil die Autorin meine Meinung zu dem Buch immer mehr positiv beeinflussen konnte, was auch dem gelungenen Ende und den ausgeschmückten Charakteren zuzuschreiben ist. Wunderbar und ganz vielen Dank für dieses Leseerlebnis!

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