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Veröffentlicht am 15.03.2025

Wenn ein anderer dich wirklich sieht

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Brook möchte aus ihrem Leben in England fliehen und entscheidet sich zu ihrem Zwillingsbruder Scott nach Auckland zu fliegen. Sie erzählt jedem, dass sie ein Auslandssemester dort machen möchte und verschweigt, ...

Brook möchte aus ihrem Leben in England fliehen und entscheidet sich zu ihrem Zwillingsbruder Scott nach Auckland zu fliegen. Sie erzählt jedem, dass sie ein Auslandssemester dort machen möchte und verschweigt, was sie wirklich belastet. Als sie in der WG ihres Bruder ankommt muss sie erkennen, dass einer der Mitbewohner ausgerechnet ihr One-Night-Stand aus dem Flugzeug ist!
Ryker ist nicht nur ein WG Mitbewohner. Er ist auch Scott´s bester Freund und Teamkollege in der Uni Rugbymannschaft.
Beide rennen vor etwas in ihrer Vergangenheit davon und müssen erkennen, Problemen kann man nicht davon rennen, man muss sich ihnen stellen. Und gerade sie sehen wirklich den anderen, können füreinander da sein. Wäre da nicht Scott´s Regel, dass seine Schwester tabu ist für die Spieler der Mannschaft.


Für mich eine perfekte Sports Romance! Eine Geschichte mit toller Tiefe.
Ich mag den Schreibstil sehr, die Handlung finde ich wirklich gelungen und ganz begeistert bin ich von den Charakteren. Sie haben Tiefe, sind vielschichtig und ich mag es ihre Entwicklung hier zu verfolgen.
Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln von Brook und Ryker erzählt.
Der Zusammenhalt des Teams, nicht nur auf dem Feld, kommt wunderbar rüber und durch die unterschiedlichen Charaktere finde ich die Handlung auch witzig und unterhaltsam.
Es werden hier aber auch ernste Themen angesprochen, mit denen sich hier Brook und Ryker auseinandersetzen müssen. Dadurch entsteht Tiefe, die für mich gut umgesetzt wurde.

Brook hat ein tragischer Ereignis nicht verarbeiten und bisher mit niemanden darüber gesprochen. Daher hat sie ihr Medizinstudium abgebrochen und fühlt sich einfach verloren, ist nicht sicher, wie es mit ihr weitergehen soll. Sie lügt sowohl ihre Eltern wie auch ihren Bruder an. Wie sie sich Ryker öffnet, anfängt wieder über Zukunft und was sie möchte nachzudenken hat mir gut gefallen.
Ryker hat niemandem erzählt, welches dunkle Geheimnis ihn seit seiner Kindheit belastet. Nur Brook gegenüber öffnet er sich, erkennt, dass er sich seinen Dämonen stellen muss und diese nicht weiterhin seine Zukunft bestimmen dürfen.
Die Chemie zwischen beiden gefällt mir gut. Vor allem wie es mit ihnen anfängt und es dann darum geht zu verschweigen, was sie miteinander hatten und sich dabei immer besser kennen lernen, den anderen wirklich sehen, gegenseitig füreinander da sind und so auch Gefühlt für den anderen entstehen.

Für mich ein wirklicher toller Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und ich bin schon sehr gespannt, wie es in der Reihe nun weiter geht.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Ein Doppelmord in der Nähe des Buckingham Palace und Saboteur in den Reihen der Queen

Die Tote trug Diamanten
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1957 stellt die junge Queen Elizabeth fest, dass es wohl einen Saboteur in ihren eigenen Reihen gibt. Als sei das nicht schon unangenehm genug, ereignet sich in der Nähe des Buckingham Palace auch noch ...

1957 stellt die junge Queen Elizabeth fest, dass es wohl einen Saboteur in ihren eigenen Reihen gibt. Als sei das nicht schon unangenehm genug, ereignet sich in der Nähe des Buckingham Palace auch noch ein Doppelmord. Eine junge Frau nur mit ihrer Unterwäsche bekleidet und auf dem Kopf eine teure Tiara wird auf einem Bett gefunden und auf dem Boden liegt ein strangulierter Mann.
Dieser Skandal sorgt nicht nur für viele Schlagzeilen, sondern auch viele Spekulationen. Die Polizei arbeitet mit Hochdruck daran, dieses Verbrechen aufzuklären. Als Prinz Philip, der selbst in der Nähe des Geschehens war angibt er sei ja Daheim gewesen ist seiner Frau bewusst, dass sie als falsches Alibi genommen wird.
Sie selbst fängt an Erkundigungen einzuholen, da ihr aber Grenzen gesetzt sind, schaut sie sich in ihrem engsten Umfeld um und erkennt, das Joan, eine Typistin, mehr als qualifiziert ist, ihr bei den beiden Fällen zu helfen.


Das ist mein erster Band dieser Reihe.
Mit gefällt sehr gut, wie hier nicht nur der Flair der damaligen Zeit so wunderbar eingefangen wird, sondern auch wie wunderbar hier mit echten Geschehnissen um die Queen hier eine Geschichte erschaffen wird.
Mir hat sehr gefallen, wie die Queen auf der einen Seite als junge Monarchin beschrieben wird, die pflichtbewusst ist und das Wohl ihres Volkes so wichtig ist, auf der anderen Seite erleben wir aber auch die Privatperson. Mich hat die Erzählweise dazu überzeugt.
Gelungen fand ich es auch, wie echte Geschehnisse hier in diese fiktive Handlung mit eingebunden wurden.

Joan hat mir als Charakter hier besonders gut gefallen. Sie, die keinen adligen Hintergrund hat und sich trotz allem durchsetzt, der Queen so treu zur Seite steht hat mir sehr gut gefallen. Ich hoffe sie kommt in Zukunft auch in der Reihe vor, da ich ihren Scharfsinn sehr gemocht habe.

Einen großen Spannungsbogen gab es hier nicht. Es gibt zwar zwei unterschiedliche Dinge zu klären, für Joan werden ihre Ermittlungen auch gefährlich, aber passend zum Königshaus geht es hier sehr gesittet zu und mehr das wer, wie und warum mit dem Flair der High Society steht hier im Vordergrund der Handlung.

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Der Erlkönig und seine Wilde Jagd und wie eine Müllerstochter sich gegen ihn auflehnt

Gilded – Die Versuchung des Goldes (Gilded 1)
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Serilda hat es in ihrem kleinen Dorf nicht leicht. Ihr Vater rettete einst eine Göttin und bat sie darum eine junge Frau aus dem Ort zu seiner Frau zu machen und mit einem Kind zu segnen. So kam es und ...

Serilda hat es in ihrem kleinen Dorf nicht leicht. Ihr Vater rettete einst eine Göttin und bat sie darum eine junge Frau aus dem Ort zu seiner Frau zu machen und mit einem Kind zu segnen. So kam es und Serilda sieht man die Gabe die sie durch an, weil sie Glückräder in ihren Augen trägt. Nicht das sie vom Glück gesegnet ist, da alles, was im Dorf schief läuft dieser ungewöhnlichen jungen Frau angelastet wird. Sie liebt es Geschichten zu erzählen und vor allem sind ihre eher düster angelegt.
Als eins nachts der Erlkönig und seine Wilde Jagd mal wieder unterwegs ist entschließt sich Serilda zwei Waldmädchen vor ihnen zu retten und versteckt sie. Auf die Frage der Erlkönigs, was sie im Winter nachts draußen zu suchen hat denkt sich Serlida wie so oft eine Geschichte aus und behauptet, in dieser Nach sei das Winterstroh am besten zu sammeln, das sie zum Goldspinnen benötigt. Nie hätte sie damit gerechnet, beim nächsten Mond vom Erlkönig in seine Burg einbestellt zu werden, wo er von ihr verlangt Stroh in Gold zu spinnen, oder ihr Leben zu verlieren. In ihrer Verzweiflung zeigt sich ein junger Mann, dessen Magie aus allem Gold erschaffen kann, also auch Stroh zu Gold spinnen kann. So gerne er ihr auch helfen möchte, verlangt seine Magie aber nach einem Preis und so wird Serilda in eine düstere Geschichte gezogen, wie sie sich selbst nicht besser hätte ausdenken können.


Mir gefallen sowohl der Schreibstil, sowie auch die Idee der Geschichte und deren Umsetzung.
Hier werden ganz wunderbar Sagen und Märchen miteinander verwoben.
Es ist aber alles sehr düster und auch brutal. Der Erlkönig und alle Wesen die Teil seiner Wilden Jagd sind kennen kein Erbarmen, sind Grausam und Gewaltätig. Neben all diesen düsteren Anteilen, gibt es aber ganz wunderbar eingewoben aber auch Licht und Hoffnung.
Wie Rumpelstilzchen hier umgearbeitet wurde hat mir gut gefallen.

Serilda finde ich einen spannenden Charakter. Sie hatte es nie leicht in ihrem Dorf, wird ausgegrenzt und hat keine Freunde, ist aber ein guter und hilfsbereiter Mensch. Sie hilft in der Dorfschule aus und ist ganz wunderbar zu den Kindern dort, wie sie mit ihnen umgeht und ich mag es wie sie jeden in seiner Art bestärkt und bekräftigt und wie sie ihnen immer Märchen erzählt. Sie liebt es Geschichten zu erzählen und bringt sich damit schon mal selbst in Nöte, aber trotzdem bleibt sie sich selbst treu.
Sie hat Mut und ist Selbstlos. Zu lesen wie sie als junge Frau nicht vor dem Erlkönig, seiner Grausamkeit und seinen Drohungen einknickt und kämpft hat mir gut gefallen.

Gild, der junge Mann, der Gold spinnen kann, finde ich unglaublich toll angelegt und hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Rumpelstilzchen zu ihm umzuschreiben finde ich eine tolle Idee und gibt dem ganzen eine wunderbare neue Wendung, da Gild einfach nur ein toller Charakter ist. Er kann seine Magie nicht ohne Gegenleistung erbringen, auch wenn er für Serilda gerne eine Ausnahme machen würde.

Auch die anderen Charaktere die hier auftauchen finde ich wirklich gut gelungen und in eine sehr spannende Geschichte verpackt.

Wer nichts gegen düstere und brutale Märchenadaptionen hat, sollte hier auf jeden Fall einmal rein schauen.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Mich konnte die Geschichte nicht abholen

The Stars are Dying
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Die Geschichte hört sich mega spannend an und ich habe mich sehr auf den Roman gefreut.
Selbst nach über 600 Seiten ist mir diese Welt und ihre Zusammenhänge immer noch nicht wirklich klar. Worldbuilding ...

Die Geschichte hört sich mega spannend an und ich habe mich sehr auf den Roman gefreut.
Selbst nach über 600 Seiten ist mir diese Welt und ihre Zusammenhänge immer noch nicht wirklich klar. Worldbuilding kam mir hier zu kurz um die Rassen, wie alle zueinander stehen, warum es Regeln gibt, … wirklich begreifen zu können. Generell fand ich vieles einfach sehr vorhersehbar, auch wenn bis zum Ende im Raum stand wer Astraea und Nyte in Wahrheit sind, war mir es von Anfang an klar und das es so lange gedauert hat, bis sie es endlich begriffen hat, habe ich als anstrengend empfunden.
Auch die Charaktere konnten mich überhaupt nicht überzeugen. Sie sind mir viel zu flach und man hat keine Entwicklung. Kann daran liegen, da sie teilweise kurz auftauchen, dann wird für zig Seiten kein Wort und kein Gedanke mehr an sie verschwendet und dann werden sie wieder in die Handlung eingebunden.
Die Prüfungen die hier bestanden werden müssen fand ich sehr einfach gehalten und konnten mich im Vergleich zu anderen Romanreihen mit so einem Thema nicht überzeugen.
Hier wurden gegen Ende dann noch unglaublich viele Aspekte, die man von anderen Fantasyreihen kennt, mit hineingeworfen, das es mir zu übertrieben vorkam. Plötzlich haben wir Gestaltenwandler, Personen mit Flügel, Drachenei, …

Astraea hat keine Erinnerungen mehr, was vor fünf Jahren passiert ist. Man möchte Mitleid und Nachsicht mit ihr haben, aber sehr bald ging sie mir einfach nur auf die Nerven. Sie macht sich auf der einen Seite extrem klein, kann keine Prüfung selbständig bestehen und dann kommt kurz durch das sie stark ist, wechselt aber fast im selben Moment dann wieder in eine Jungfrau in Nöten. Sie wurde psychische und psychisch in von Hector der sie fand und vor einem Vampir rettete missbraucht in den letzten fünf Jahren, ihr ist das auch bewusst, aber dann will sie daran glauben das er sie geliebt hat. Damit hatte ich extreme Probleme.
Nyte kommt dunkel und düster rüber, der aber immer für sie da ist, sie rettet, wenn es nötig ist. Richtig überzeugen konnte er mich aber auch nicht.
Die erotischen Szenen der beiden habe ich oft eher als unpassend in der Handlung empfunden und so wie die beiden miteinander umgegangen sind, fand ich sie auch nicht überzeugend.

Die Idee hört sich spannend an, Potential ist auch da, aber leider kann mich diese Umsetzung nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Wie Peter Pan den jungen James in Hook verwandelte

Hooked – Dunkles Nimmerland
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In diesem Band wird erzähle, wie Peter Pan sich einst einen Gegner wünschte, der ein Piratenkapitän ist. Durch seine Fähigkeiten zieht er den jungen Seefahrer James aus seiner Welt hinein nach Nimmerland ...

In diesem Band wird erzähle, wie Peter Pan sich einst einen Gegner wünschte, der ein Piratenkapitän ist. Durch seine Fähigkeiten zieht er den jungen Seefahrer James aus seiner Welt hinein nach Nimmerland und nimmt an ihm all die Veränderungen vor, die seiner Meinung nach nötig sind. Auch soll sein neuer Gegner Hook nicht in der Lage sein ihn jemals zu besiegen. So erschafft er Hook.
Vor 22 Jahren hat es Hook endlich geschafft aus Nimmerland in unsere Welt zu flüchten und lebt in London. So ganz ist er aber nie von Nimmerland los gekommen und so ist er nicht nur James, sonder Hook lauert immer unter der Oberfläche. So gelingt es Peter´s Monster auch James in London aufzuspüren und fängt an Jagd auf ihn zu machen.
In London trifft James nicht nur auf Wendy Darling, nein auch auf ihre Tochter Jane die sie einst aus Peter´s Fängen befreite. So steht der finale Kampf mit dem Monster von Nimmerland bevor und dafür muss James zum letzten Mal zu Hook werden, um einen Chance zu haben alles wieder ins Gleichgewicht zu bringen.


Dies ist eine düstere Geschichte mit einem spannenden neuen Aspekt.
Peter Pan ist nicht der nette und süße Junge, nein hier hat er eine mächtige Macht, die er nutzt um eine Welt ganz nach seinen Vorstellungen zu erschaffen, ganz egal was es andere kostet. Hier erfahren wir, wie aus dem netten jungen Mann James Hook geformt wurde, weil Peter sich das so wünschte. Tausende Male musste Hook es ertragen teils auf sehr schmerzhafte Art zu sterben, nur um dann wieder aufzutauchen alles wieder von Anfang an ertragen zu müssen. Sein verzweifelter Kampf einen Ausweg zu finden, dieses grausame Nimmerland hinter sich zu lassen ist gut geschrieben und man bekommt einen sehr guten Eindruck von dem Charakter.

Es gibt Zeitsprünge innerhalb der Geschichte, da wir sowohl die Vergangenheiten in Nimmerland erfahren, aber auch innerhalb von London wir die Geschichte aus mehreren Jahren beschrieben. Das kann teilweise etwas verwirrend sein, wird aber immer gut gekennzeichnet.
Auch wird die Geschichte teilweise aus unterschiedlichen Blickwickeln erzählt.

James/Hook finde ich wird hier gut erzählt vor allem das er eigentlich gar kein Bösewicht ist, sondern gegen seinen Willen dazu gemacht wurde und nur verzweifelt versucht dem zu entfliehen. Spannend war das er in London nie ganz James sein konnte, sonder Hook immer unter der Oberfläche gelebt hat.
Jane hat ihre Erlebnisse auf Nimmerland nach immer nicht überwunden, vor allem nicht das sie beim Tod von Timothy dabei war und nichts dagegen unternehmen konnte. Ihr Verhältnis zu ihrer Mutter ist seitdem angespannt.

Für mich ein guter Roman, der einen bekannten Geschichte eine ganz andere Wendung gibt.
Abzug gab es von mir, da ich schon andere Peter Pan Adaptionen gelesen habe und auch welche über Hook, die mir mehr zugesagt haben, mich von der Handlung her mehr überzeugt und gefangen genommen haben. Daher vergebe ich hier 3 Sterne.

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