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Veröffentlicht am 10.11.2024

Millennium, Visionen, bestialische Morde – spannender Reihenauftakt

Die Vernehmung
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Inhaltsangabe Verlag:
Berlin, November 1999: Das Millennium steht kurz bevor. Doch während sich die Menschen nichtsahnend auf die Neujahrsfeier vorbereiten, sitzt eine Zeugin im Vernehmungszimmer. Ivonne ...

Inhaltsangabe Verlag:
Berlin, November 1999: Das Millennium steht kurz bevor. Doch während sich die Menschen nichtsahnend auf die Neujahrsfeier vorbereiten, sitzt eine Zeugin im Vernehmungszimmer. Ivonne Becker hat einen Mord beobachtet und möchte nur mit einer Person über ihre Beobachtungen sprechen – mit Hauptkommissarin Lisa Seifert. Als die junge ambitionierte Polizistin die Vernehmung beginnt, wird schnell klar, dass es sich hier nicht um einen Standardfall handelt, denn Ivonne Becker gibt an, einen Mord gesehen zu haben, der noch nicht geschehen ist.
Während Lisa krampfhaft versucht, sich einen Reim auf die Geschehnisse zu machen, kämpft der Verhaltensanalyst Jan Theurer damit, ein Täterprofil zu erstellen. Mehrere Obdachlose wurden brutal ermordet, aber es gibt keine Spur. Frustriert über den Stillstand in seinen Ermittlungen kommt ihm die Anfrage einer anderen Direktion genau recht, denn genau diese bringt ihn auf eine Spur und zu Lisa Seifert. Obwohl sich Jan offiziell nicht in diesen Fall einmischen soll, beginnt er insgeheim mit Hauptkommissarin Seifert zusammenzuarbeiten. Als der durch Ivonne vorhergesehene Mord schließlich geschieht, während sie in der Vernehmungszelle sitzt, gerät Lisa in einen Strudel aus Wahrheit und Lügen, der sich immer schneller zu drehen beginnt. Die Zeitungen haben von der Zeugin erfahren, taufen sie »Die Todesbringerin« und setzen die Polizei mit ihrer Berichterstattung unter Druck. Der Schlüssel liegt darin, die Zeugin zu durchschauen, denn die Wahrheit liegt im Vernehmungsraum und die Einzigen, die sie ans Tageslicht bringen können, sind Seifert und Theurer. Sie müssen das Rätsel schnell lösen, denn die nächsten Opfer stehen bereits fest.

Meine Inhaltsangabe:
Berlin 1999, die Leute spielen verrückt, weil das Millennium und damit nach Meinung einiger Menschen der Untergang der Welt bevorsteht. Lisa Seifert, junge aufstrebende Hauptkommissarin, wird zu einer seltsamen Zeugenaussage zitiert. Ivonne Becker, die ausschließlich mit Lisa sprechen will behauptet, einen bestialischen Mord gesehen zu haben, allerdings als Vision. Die Polizei tut das als Spinnerei ab, bis der besagte Mord dann tatsächlich geschieht. Und es bleibt nicht bei dem einen, andere, ebenfalls von Ivonne vorhergesagte Morde lassen nicht lange auf sich warten. Diese hat ein bombenfestes Alibi, saß sie während der Tat doch im Vernehmungsraum der Polizei. Jan Theurer, Verhaltensanalyst, bekommt Wind von den Morden und stellt einen möglichen Zusammenhang zu den brutalen Morden und Verstümmelungen an vier Obdachlosen fest. Gemeinsam mit Lisa versucht er, weitere Morde zu verhindern und analysiert die jüngsten Verbrechen und Ivonne, die eine Schlüsselfigur zu sein scheint.

Mein Eindruck:
Mir gefällt schon mal die Zeit gut, in der diese Thrillerreihe spielt, weil dort doch technisch gesehen noch einiges anders war bzw. in den Kinderschuhen steckte. Und auch die Handlung ist sehr spannend, weil recht vielseitig. Man rutscht so zwischen Morden, Vernehmungen, Visionen und Fallanalysen hin und her und streift dabei auch noch die jeweiligen Privatleben von Seifert und Theurer. Und man stellt sich die Frage: hat sie jetzt Visionen oder nicht? Der Autor schafft es also, eine gute Spannung aufzubauen und den Lesenden ein Stückweit in die Irre zu führen. Zudem ist der Schreibstil sehr gut zu lesen, es geht rasant zu, die kapitelweisen Wechsel zwischen den Sichtweisen von Seifert und Theurer sorgen für Abwechslung. Teileweise ging es mir aber ein wenig zu flott, ich hätte gern hier und dort ein bisschen tiefer nachgebohrt und mehr erfahren und auch die Figuren blieben nicht ganz, aber doch ein bisschen zu blass für meinen Geschmack. Irgendwie konnte ich nicht so recht warm werden mit ihnen und fand den einen oder anderen vielleicht auch ein bisschen klischeebehaftet. Die Story hat mich dennoch bei der Stange gehalten und ich musste einfach wissen, wie sich alles zuträgt und vor allem, wie die Auflösung ist. Insofern war ich durchaus gefesselt: 3,75/5 Sterne, da ich dreiviertel Sterne doof finde, runde ich auf 4 auf.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Schräg, skurril und absolut zauberhaft!

Was man von hier aus sehen kann
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Inhaltsangabe Verlag:
Irgendwo im Westerwald - Mariana Lekys weiser und warmherziger Bestsellerroman über ein Dorf in der Provinz und seine skurrilen Bewohner
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den ...

Inhaltsangabe Verlag:
Irgendwo im Westerwald - Mariana Lekys weiser und warmherziger Bestsellerroman über ein Dorf in der Provinz und seine skurrilen Bewohner
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.
›Was man von hier aus sehen kann‹ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan …

Meine Inhaltsangabe:
Die kleine Luise lebt mit ihren Eltern im Westerwald. Da ihr Papa sich entschieden hat, dass er die Welt in sein Leben lassen muss und fortan die Erde bereist und ihre Mama sich mehr um ihren Blumenladen und ihr Verhältnis zum Eisdielenbesitzer kümmert, verbringt Luise die meiste Zeit bei ihrer Oma Selma. Und am allerliebsten zusammen mit ihrem allerbesten Freund Martin, den sie auf jeden Fall heiraten wird, wenn sie beide mal groß sind. Auch der Optiker ist immer mit dabei, ist er doch heimlich schon sein ganzes Leben lang in Selma verliebt, wagt es aber nicht, ihr das zu sagen. Selma hat eine zweifelhafte Gabe: immer, wenn sie von einem Okapi träumt, stirbt innerhalb von 24 Stunden jemand aus dem Dorf. Nur wer, ist nicht klar. Das bringt die Dorfbewohner allesamt in Aufregung, kann es doch nahezu jeden treffen. Wen es dann aber trifft, damit hat niemand gerechnet und dieser Tod bringt so manches Leben aus dem Tritt.
Jahre später, Luise ist erwachsen, lebt immer noch im Dorf und begegnet bei der Suche nach Hund Alaska im Wald dem Buddhisten Frederik, der eigentlich in Japan lebt und schon wieder wird ihr Leben durcheinandergewirbelt.

Mein Eindruck:
Was für ein skurril-wunderbar-schräg-warmherzig-lustig-trauriges Buch. Der Schreibstil ist speziell, philosophisch, witzig und außergewöhnlich und ich musste mich da erst mal kurz dran gewöhnen. Doch dann offenbarte sich mir eine Geschichte, die mich völlig in ihren Bann gezogen hat. Es geht um nichts Geringeres als um die Liebe. Die Liebe zwischen besten Freunden, Liebespaaren und Familien, Mensch und Tier. Um erfüllte, enttäuschte, verzweifelte, unerwiderte, betrogene, heimliche Liebe. Und es geht um den Tod und um das Leben und wie schwer es manchmal ist, damit zurechtzukommen.

»Selma wollte mit uns über den Tod sprechen, aber wie ließen sie nicht, als sei der Tod ein entfernter Verwandter, der sich schlecht benommen hatte und den man deswegen ignorierte. Ich sah Selma im Rückspiegel an, sie lächelte. „Ihr benehmt euch wie Kinder, die glauben, dass keiner sie sieht, wenn sie sich die Augen zuhalten“, sagte sie.« (Seite 266)

Ein Buch, das verzaubert und bereichert, das urkomisch und tieftraurig gleichzeitig ist und das mich mit einem warmen Gefühl im Bauch zurücklässt. Ich liebe die Figuren allesamt, so schräg sie auch sind. Diese Figuren zusammen mit der Story verbreiten einfach ein absolutes Wohlfühlgefühl, regen zum Nachdenken an, bringen mich zum Lachen und sie geben irgendwie so viel von sich preis, was sie vielleicht lieber für sich behalten hätten. Das macht sie allzu menschlich und sehr greifbar. Wirklich ganz toll, was Leky da hingelegt hat. Außergewöhnlich und sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Ich feiere es! 5/5 Sterne.

Das Buch wurde inzwischen auch verfilmt. Recht gut sogar, muss ich sagen, allerdings ist das Buch natürlich deutlich umfassender, tiefgehender, wie ja eigentlich immer.

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Veröffentlicht am 08.11.2024

Adventskalenderbuch mit Krimis aus Deutschland, Österreich, Schweiz

Winter, Weihrauch, Wasserleiche
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Inhaltsangabe Verlag:
Alle Jahre wieder kommt die Grausamkeit - auch in diesem Jahr bringen wir den Nervenkitzel in die bedächtige Vorweihnachtszeit. »Winter, Weihrauch, Wasserleiche« ist die Fortsetzung ...

Inhaltsangabe Verlag:
Alle Jahre wieder kommt die Grausamkeit - auch in diesem Jahr bringen wir den Nervenkitzel in die bedächtige Vorweihnachtszeit. »Winter, Weihrauch, Wasserleiche« ist die Fortsetzung des beliebten mörderischen Adventskalenders mit 24 weihnachtlichen Kurz-Krimis nach den Spiegel-Bestsellern »Lametta, Lichter, Leichenschmaus« und »Rentier, Raubmord, Rauschgoldengel«!
Sie möchten das Fest der Liebe mit Ruhe und Besinnlichkeit begehen? Nein? Dann lassen Sie sich von 24 renommierten Krimi-Autoren und -Autorinnen die Adventszeit verdüstern. Begeben Sie sich auf eine blutige Reise quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz und freuen Sie sich auf Schauergeschichten in allen Facetten: von grausam bis heiter ist in diesem Adventskalender alles dabei.

Meine Inhaltsangabe:
24 Kurz-Krimis mit winterlich-weihnachtlichem Bezug, doch keinesfalls weichgespült oder cosy, werden hier von folgenden Autoren/-innen zum Besten gegeben: Hilde Artmeier, Wolfgang Burger, Carine Bernard, Mathias Berg, Katja Bohnet, Wulf Dorn, Andreas Eschbach, Christiane Franke, Cornelia Kuhnert, Thomas J. Fraunhoffer, Andreas Gruber, Marc Hofmann, Thomas Kastura, Regine Kölpin, Fanny König, Christoph Lode, Iny Lorentz, Kirsten Nähle, Alexander Oetker, Isolde Peter, Sonja Rüther, Florian Schwiecker, Eva Siegmund, Michael Thode, AlexWagner, TomZai
Schauplätze sind Stuttgart, Berlin, Nordheide, Freising, Bayerischer Wald, Kempten, Nieder- und Oberösterreich, Amrum, Ostfriesland, Speyer, München, Wien, Wilhelmshaven, St. Gallen, Schweizer Alpen, Köln, Frankfurt/Oder, Rattingen, Würzburg.

Mein Eindruck:
Von einigen der hier beteiligten Autoren/-innen habe ich schon Bücher gelesen, andere kenne ich zumindest vom Namen her. Die Krimis gehen von klassisch über historisch bis hin zu dystopisch. Am besten hat mir die Geschichte „Der Nikolaus ist tot“ von Thomas J. Fraunhoffer gefallen, in der es zwar auch blutig zugeht, aber immer ein gewisser Humor durchblitzt, den ich von seinen anderen Büchern schon kenne und sehr mag. Es gab auch eine oder zwei Geschichten, die mir jetzt so nicht wirklich zugesagt haben, dennoch überwiegt der Lesespaß auf jeden Fall. So kann man sich die Adventszeit vom 1. bis 24. Dezember ganz ohne Schokolade herrlich düster mit Mord und Totschlag versüßen. Die Geschichten umfassen zwischen 10 und 24 Seiten (die meisten haben aber 16 bis 22 Seiten) und eignen sich somit gut, um täglich eine davon zu lesen. Gefällt mir sehr gut, daher sehr gut 4/5 Sterne und eine Empfehlung an alle Krimiliebhaber, die noch ein Buch für die Adventszeit suchen.

Weitere Anthologien aus dieser Krimi-Reihe mit weihnachtlichen Kurzgeschichten sind:

• Rentier, Raubmord, Rauschgoldengel
• Lametta, Lichter, Leichenschmaus
• Makronen, Mistel, Meuchelmord
• Kerzen, Killer, Krippenspiel
• Plätzchen, Punsch und Psychokiller
• Türchen, Tod und Tannenbaum
• Stollen, Schnee und Sensenmann
• Süßer die Schreie nie klingen
• Glöckchen, Gift und Gänsebraten
• Maria, Mord und Mandelplätzchen

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Die augenzwinkernden wahren Geschichten hinter den verschiedenen Klassikern

Memento Monstrum (Bd. 3)
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Inhaltsangabe Verlag:
Opa Dracula wird stolze 590 Jahre alt. Und dieser Geburtstag soll auf einer Urlaubsreise mit Familie und Freunden gebührend gefeiert werden. Mit von der Partie sind nicht nur Yeti, ...

Inhaltsangabe Verlag:
Opa Dracula wird stolze 590 Jahre alt. Und dieser Geburtstag soll auf einer Urlaubsreise mit Familie und Freunden gebührend gefeiert werden. Mit von der Partie sind nicht nur Yeti, Werwolf Archie und Zombie van Helsing, sondern natürlich auch Draculas drei Enkel Rhesus, Vira und Globinchen. Egal, wo die Reisegesellschaft landet, die drei sorgen für jede Menge Chaos – ob zwischen zerstrittenen Elfen und Trollen in Island, beim Chupacabra in Südamerika oder in der Nähe von Tokio, wo der sagenumwobene König der Monster sein Unwesen treibt. Der langersehnte 3. Band im Kinderbuch mit Opa Dracula und seinen Enkeln.

Meine Inhaltsangabe:
Opa Vlads 590. Geburtstag steht bevor. Eigentlich will er den nur in Ruhe auf dem Sofa verbringen, doch sein bester Freund Werwolf Archie hat ihn, die Familie und engsten Freunde zu einem Geburtstags-Überraschungsurlaub eingeladen. Mehrere Tage, mehrere Orte. Stopp Nr. 1 ist Island, wo sie auf Trolle und Elfen stoßen, deren Anführer jeweils die zerstrittenen Zwillingskinder von Romeo und Julia sind. Stopp Nr. 2: Mexiko! Hier treffen sie El Chupacabra und erfahren seine wahre Geschichte. Der 3. Und letzte Stopp führt die Gruppe nach Japan, wo sie den sehr traurigen Godzilla kennenlernen, der ihnen seine Leidensgeschichte erzählt. Zwischendurch wird natürlich ordentlich Geburtstag gefeiert.

Mein Eindruck:
Das diesmal die Illustrationen nicht mehr aus Wiebke Rauers Feder stammen, sondern von Alexandra Langenbeck sind, bemerkt man gar nicht, was ich schlicht großartig finde, da die Zeichnungen schon immer DER Hingucker waren. Überhaupt ist auch dieser 3. Band optisch mal wieder eine echte Glanzleistung. Die Story ist furchtbar witzig und ungeheuerlich genial. Wie man auf die Idee kommt, die Geschichten von Romeo und Julia, El Chupacabra und Godzilla so herrlich und komplett neu zu erzählen! Ich habe mich SO amüsiert! Und musste sehr viel lachen. Doch es wäre nicht Memento Monstrum, wenn nicht auch ganz warmherzige, liebenswerte Szenen dominieren. So wird allen Ungeheuern, die ja eigentlich gar keine sind, überaus nett geholfen. Und das Miteinander zwischen Vlad, seiner Familie und den Freunden ist auch einfach nur herzerwärmend. Ich mag die Wortkreationen zudem sehr. So wird hier z.B. nicht übernachtet, sondern natürlich übertagt und es gibt kein Frühstück, sondern ein Abendstück. Alles liest sich so flüssig und ich will gar nicht aufhören damit. Schön auch jetzt wieder, dass die Geschichten, die innerhalb der Geschichte erzählt werden, in einer anderen Schriftfarbe gedruckt sind. Für mich eine perfekte 3. Fortsetzung und ich hoffe auch noch sehr viel mehr davon. Es gibt schließlich noch genug Monster, Ungeheuer und Legenden, die Vlad & Co. treffen können. 5/5 Sterne und eine volle Empfehlung. Die Kenntnis der Vorgängerbände ist nicht wirklich notwendig, ich würde sie trotzdem vorher lesen, weil sie einfach toll sind!

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Windhund Ringo, Kaninchen Moffat und ganz viel lustiger Gruselspaß

Ringo und die Vampirkaninchen
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Meine Inhaltsangabe:
Whippet (Windhund) Ringo liebt sein Leben als Butler an der Seite seines Herrn Mr. Constantin in ihrem Schloss in den Karpaten. Sie können zwar nicht miteinander sprechen, verstehen ...

Meine Inhaltsangabe:
Whippet (Windhund) Ringo liebt sein Leben als Butler an der Seite seines Herrn Mr. Constantin in ihrem Schloss in den Karpaten. Sie können zwar nicht miteinander sprechen, verstehen sich aber doch und sind sich selbst genug. Das dachte Ringo zumindest, bis eines Tages ein Geschenk für Mr. Constantin ankommt von dessen früherer Lebensgefährtin: ein Paket, aus dem das flauschige Kaninchen Moffat herauskommt. Mr. Constantin ist sofort verliebt in Moffat (vielleicht deswegen so sehr, weil es von seiner von ihm noch immer geliebten Verflossenen kommt) und verwöhnt den kleinen Flauschepelz nach Strich und Faden. Ringo ist eifersüchtig und will Moffat am liebsten sofort an den Kragen. Da spielt es ihm in die Karten, als er eines Tages entdeckt, dass Moffat eventuell gar nicht der ist, der er zu sein scheint. Kann er ihn jetzt loswerden?

Mein Eindruck:
Außergewöhnliche Illustrationen treffen auf eine außergewöhnliche Geschichte. Ein bisschen schräg und skurril, aber sehr lustig. Wie Ringo mit seiner Yoga-Entspannungs-App versucht, sich davon abzuhalten, dem verhassten Moffat sofort den Garaus zu machen, ist einfach zu ulkig und wie er immer eifersüchtiger wird nur allzu menschlich. So ist es klar, dass wir hier nicht nur eine lustige Gruselgeschichte vor uns haben, sondern diese auch mit schönen Botschaften angefüllt ist. Die Vampirkaninchen sind schon etwas gruselig, aber doch immer noch kindgerecht und mit Humor unterlegt (sie tanzen z.B.), so dass auch die Kleinen keine Albträume davon haben werden. Die Auflösung ist dann ganz anders, als ich vermutet habe und ich musste so lachen (ich sage nur: es knatterte). Vorurteile, Akzeptanz, Eifersucht, Liebe, Zusammenhalt sind hier Themen, die in dieser bunten, gruselspaßigen Geschichte zum Tragen kommen. Untermalt mit vielen super passenden, das Gelesene unterstreichenden Illustrationen, die komplett in Sonderfarben (lila, schwarz, orange, weiß) gestaltet sind. Einfach mal was anderes und sehr unterhaltsam. 5/5 Sterne. Wer noch Bücher für die Herbstzeit sucht, rund um Halloween oder einfach so zum Gruseln für die Kleinen, dem lege ich Ringo und die Vampirkaninchen ans Herz.

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