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Veröffentlicht am 14.07.2025

Eine vorhersehbare "Liebes"geschichte

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Positiv zu sagen ist, dass die Umgebung sehr schön beschrieben wurde und man sich Hawaii sehr gut vorstellen kann, auch wenn man noch nie dort war. Auch der Schreibstil ist angenehm zu lesen.

Die Geschichte ...

Positiv zu sagen ist, dass die Umgebung sehr schön beschrieben wurde und man sich Hawaii sehr gut vorstellen kann, auch wenn man noch nie dort war. Auch der Schreibstil ist angenehm zu lesen.

Die Geschichte konnte mich allerdings nicht wirklich abholen. Ich hatte das Buch in zwei Tagen durch, was zum Großteil daran liegt, dass einfach wenig passiert. Die Figuren bleiben oberflächlich, es geschieht nichts spannendes und sie eiern einfach ein paar Wochen rum, obwohl der Ausgang von Anfang an klar ist.

Louisa und Vince lernen sich auf Hawaii kennen, wo er ein Hostel eröffnet und sie sich nach einer Verletzung auf ihr Tennis-Comeback vorbereitet. Mir ging die Entwicklung zwischen beiden viel zu schnell. Es ist sofort klar, dass sie sich mögen, der erste Kuss kommt auch super schnell, dann gibt es ein, zwei kleine Hindernisse, aber nichts von Tiefe oder Bedeutung. Auch über das Innenleben Louisas erfährt man erstaunlich wenig, obwohl das Buch aus ihrer Perspektive erzählt wird.

Mir war überhaupt nicht klar, was sie beiden (abgesehen von sexueller Anziehung) aneinander finden. Sie sprechen kaum miteinander, und wenn, geht es zu oft nur darum, wer wie heiß in welchen Klamotten aussieht. Ich weiß nicht, wo andere Rezensent:innen hier eine Charakterentwicklung sehen? Wenn überhaupt, entwickelt Louisa sich zurück, weil sie bereit ist, für einen Typen ihr komplettes Leben umzuwerfen.

Auch die restlichen Figuren sind alle sehr klischeehaft gezeichnet. Alle Typen sind natürlich hotte Surferboys und die Mäsels superhübsch. Individuelle Charaktere sucht man vergeblich.

Am Ende wird noch schnell eine absolut unauthentische dramatische Story des männlichen Protagonisten eingeschoben, beide sind ein paar Seiten traurig, bis sich die ach so unüberwindbar erscheinenden Probleme in Luft auflösen. Ich mag es einfach nicht, wenn die Prinzipien sofort über Bord geworfen werden, obwohl die Protagonist:innen sich erst seit ein paar Wochen kennen. Das sollte sich niemand in der Realität zum Vorbild nehmen - schon gar nicht, wenn ganze Karrieren daran hängen. Ja, (zum ersten Mal) verliebt sein ist krass. Aber es kann auch ganz schnell schiefgehen, wenn man - ohne sich richtig zu kennen - so schnell so krasse Kompromisse eingeht.

Mich konnten schon die letzten Bände aus der vorherigen Reihe der Autorin nicht überzeugen. Das Buch wirkt leider wie schnell runtergeschrieben, ohne dass die Figuren und ihre Gefühle richtig durchdacht wurden.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Wichtiges Thema, kommt (zu) langsam in Fahrt

Death. Life. Repeat.
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Das Buch behandelt eine sehr wichtige Thematik, die (leider) viele Jugendliche betrifft. Ich finde aber, dass es in der Geschichte zu lange dauert, bis man versteht, was das eigentliche Problem ist. Als ...

Das Buch behandelt eine sehr wichtige Thematik, die (leider) viele Jugendliche betrifft. Ich finde aber, dass es in der Geschichte zu lange dauert, bis man versteht, was das eigentliche Problem ist. Als "Lehre" kann man mitnehmen, dass man hinschauen und etwas sagen sollte, wenn Leute sich falsch verhalten und dass man Fehlverhalten anspricht und sich nicht von den vermeintlich Coolen einschüchtern lässt. Ohne zu viel zu spoilern geht es vor allem um toxische Männlichkeit, se*ualisterte Gewalt, Alkohol- und Drogenmissbrauch.

James Spencer, genannt Spence, erlebt immer wieder denselben Freitag, an dessen Ende seine Mitschülerin Clara nach einer Party bei Spences (bestem) Freund Anthony tödlich verünglückt. Jetzt versucht er natürlich, dies zu verhindern, den Lauf des Tages zu verändern und den "Schlüssel" zu finden, damit endlich der Samstag anbricht.

Dabei erfährt er an jedem neuen Freitag so einiges über seine Klassenkamerad:innen, insbesondere über Anthony. Mir persönlich hat es zu lange gedauert, bis man erfährt, was eigentlich Sache ist. Es wird zu lange drumherum geredet und am Ende geht es dafür dann sehr schnell und ist irgendwie unbefriedigend.

Gestört hat mich persönlich vor allem die Sprache. Gerade am Anfang ist diese sehr elliptisch und vor allem viele Verben werden gekürzt, was in Verbindung mit den kurzen Sätzen sehr abgehackt klingt. Auch fand ich die Sprache oft unauthentisch. Wahrscheinlich liegt es an der Übersetzung, aber so reden Jugendliche nicht. Auch die Dialoge wirken oft merkwürdig, teilweise ergeben sie auch irgendwie keinen Sinn, was es schwer macht, der Story zu folgen. Da müsste man ins Original schauen, ob einfach falsch übersetzt wurde, weil es zu oft sehr holprig klingt. Dazu kommen sehr viele Rechtschreibfehler.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Habe etwas anderes erwartet

Anna O.
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"Anna O." war anders, also ich dachte. Nicht unbedingt schlecht - aber durch die starke Werbekampagne hatte ich sehr hohe Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden.

Anna schläft seit 4 Jahren - seit ...

"Anna O." war anders, also ich dachte. Nicht unbedingt schlecht - aber durch die starke Werbekampagne hatte ich sehr hohe Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden.

Anna schläft seit 4 Jahren - seit dem Tag, an dem sie angeblich ihre zwei besten Freunde umgebracht hat. Nun soll sie vor Gericht gestellt werden. Das geht natürlich nur, wenn sie wach ist. Also wird sie in eine Schlafklinik verlegt, in der der Psychologe Dr. Benedict Prince arbeitet. Er ist auf das sogenannte Resignationssyndrom spezialisiert. Also der Tiefschlaf nach einem traumatischen Ereignis.


Was ich ganz spannend fand, war, dass aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde und sich das Bild so ganz langsam zusammengesetzt hat. Auch Annas Tagebucheinträge waren interessant zu lesen.

Dafür, dass ihr langer unerklärlicher Schlaf als Hauptthema angepriesen wurde, war das "Mysterium" um Annas Schlaf und ihr Aufwachen aber dann erstaunlich unspektakulär und stand auch nicht im Fokus. Auch fand ich nicht, dass Ben eine "gewagte Theorie" hatte, wie man sie aufwecken könnte.

Stattdessen werden Methoden eingesetzt (Gerüche, Musik, Fernsehen), die aus jeder mittelmäßigen Krankenhausserie bekannt sind.

Der Autor wollte hier meiner Meinung nach einfach zu viel. In jedem Kapitel werden nur immer mehr Fragen aufgeworfen und man wird als Leser:in nicht geschickt auf falsche Fährten geführt, sondern einfach maximal verwirrt.

Von Ben über seine Ex-Frau Clara über Annas Familie, Ärztinnen und Pflegerinnen ... jede:r hat irgendwas mit dem Fall zu tun.

Am Ende gab es zwar eine Aufklärung, diese war mir persönlich aber viel zu langatmig und es gab eigentlich keine Thrillerelemente. Und selbst nach der Aufklärung waren noch viele Fragen offen.

Das Buch ließ sich an sich gut lesen, man muss sich aber schon konzentrieren, weil so viel passiert und man nie weiß, was davon noch wichtig sein könnte. Darum nur 2,5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Solider Thriller

Schönes Mädchen - Alle Lügen führen zu dir
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Was geht in dem Haus der reichen Dame Elspeth McKenzie vor sich?

Also Una ihre Stelle als Gesellschafterin für die alte Dame antritt, kommt ihr ziemlich schnell ziemlich viel seltsam vor. Warum gibt Elspeth ...

Was geht in dem Haus der reichen Dame Elspeth McKenzie vor sich?

Also Una ihre Stelle als Gesellschafterin für die alte Dame antritt, kommt ihr ziemlich schnell ziemlich viel seltsam vor. Warum gibt Elspeth sich viel gebrechlicher als sie eigentlich ist? Warum ist ihre Tochter Kathryn so biestig zu ihr? Warum gibt es in dem gesamten riesigen Haus kein einziges Familienbild?

Das Buch war gewohnt kurzweilig geschrieben, wenn auch der Schreibstil mir manchmal etwas "altbacken" vorkam. Verschiedene Formulierungen oder "Jugendsprache", die niemand in den letzten 30 Jahren benutzt hat, haben mich manchmal irritiert, das kann aber natürlich an der Übersetzung liegen.

Die Story an sich entwickelt sich langsam, wird aber nie langweilig. Es gibt einige Protagonist:innen, die sich irgendwie verdächtig verhalten und es werden geschickt verschiedene Fährten gelegt, die aber nie unglaubwürdig erscheinen. Vor allem der "Cut" (will nichts spoilern) kam für mich unerwartet und hat Spannung hineingebracht. Die Auflösung hat mir auch gefallen.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Schön zu leseb

Charlotte & Ben
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Ein schönes Jugendbuch für zwischendurch, das von Charlotte und Ben handelt, die 2000 km voneinander entfernt leben aber zusammen Online-Scrabble spielen. Beide sind sehr intelligent und nicht gerade die ...

Ein schönes Jugendbuch für zwischendurch, das von Charlotte und Ben handelt, die 2000 km voneinander entfernt leben aber zusammen Online-Scrabble spielen. Beide sind sehr intelligent und nicht gerade die beliebtesten an ihrer Schule.

Ich habe ein bisschen etwas anderes erwartet, aber ich fand es schön, dass beide in ihrem eigenen Leben jeweils etwas Neues lernen/mitnehmen können.

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