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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2025

Interessanter Jugendthriller, aber verschenkt Potenzial

Mind Games
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Die Grundidee des Buches hat mir super gefallen und der Beginn der Geschichte war auch total spannend. (Zum konkreten Inhalt gibt es schon genug andere Rezensionen).

Meiner Meinung nach wurde ab der Hälfte ...

Die Grundidee des Buches hat mir super gefallen und der Beginn der Geschichte war auch total spannend. (Zum konkreten Inhalt gibt es schon genug andere Rezensionen).

Meiner Meinung nach wurde ab der Hälfte die Handlung aber zu schnell "abgearbeitet". Es wurde teilweise schwierig, der Geschichte zu folgen, weil immer mehr Fantasy-Elemente hinzukamen, die wenig erklärt, sondern eher als gegeben dargestellt wurden und die man sich schwer merken konnte. Viele technische Dinge, Bezeichnungen etc. - auch die ganze virtuelle Welt mit dem Nullraum, den verschiedenen Spielwelten etc. blieb irgendwie recht abstrakt.

Ich denke, wenn dieses Buch nicht so komprimiert, sondern wieder eine Trilogie geworden wäre, hätten viele Elemente besser ausgearbeitet werden können.

Und das Ende (da muss ich zahlreichen anderen Rezensent:innen zustimmen) wurde dann viel zu schnell abgehandelt. Es kamen überhaupt keine Emotionen rüber, alles was das Buch über aufgebaut wurde, war super schnell abgehakt. Es wirkte eher wie eine Nacherzählung und am Schluss blieb ein komisches "ist halt so".

Hier wurde viel Potenzial verschenkt, das hätte ein richtig gutes Buch werden können.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Teils gewöhnungsbedürftiger Stil, aber hat mir gut gefallen

Tick Tack
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Es geht um die 15-Jährige Mette, hochintelligent aber unglücklich (ob "normal" teenagermäßig oder tatsächlich depressiv lässt sich nicht so ganz sagen). Sie hat schon einige Therapeut:innen und einen missglückten ...

Es geht um die 15-Jährige Mette, hochintelligent aber unglücklich (ob "normal" teenagermäßig oder tatsächlich depressiv lässt sich nicht so ganz sagen). Sie hat schon einige Therapeut:innen und einen missglückten Selbstmordversuch hinter sich, der ihr online zweifelhaften Ruhm eingebracht hat. Erzählt wird abwechselnd aus ihrer Perspektive und der von Jo, dem 26-jährigen Bruder einer Klassenkameradin des Bad Godesberger Elitegymnasiums. Jener möchte Mette noch berühmter machen (warum, erfährt man ganz am Ende) und beginnt, ihr bei ihren Videos zu helfen, Skripte zu schreiben etc. Das ganze 2020/21 - vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.

Ich mochte das Buch - einen Stern Abzug gibt es nur deshalb, weil mir persönlich ein "Mittelteil" gefehlt hat.

Die Autorin schreibt eindringlich aus Sicht der zwei jungen und sich von aller Welt missverstandenen Protagonist:innen die Gefahren, die in Onlineforen, Telegram-Gruppen, Tiktok etc. lauern.

Gefallen haben mir auch die eher alltäglichen Streitereien zwischen den Eltern und den jungen Erwachsenen - das kennt wahrscheinlich jede:r. Man denkt, man hat den totalen Durchblick und alle anderen kapieren es nicht ... :D

Besonders gefallen haben mir auch die Ortsbeschreibungen, weil ich selbst in der Nähe aufgewachsen bin und die Beschreibungen sowohl von bad Go als auch den Kölner Vierteln sehr akkurat waren.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Gar nicht mein Fall

Archer's Voice. Die geheime Sprache der Liebe
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Das war echt nicht mein Buch, ich verstehe nicht, warum es so gehyped wird?! Nachdem ich einige andere Bewertungen gelesen habe, bin ich sicher, dass es nicht an mir, sondern vor allem am schlimmen Schreibstil ...

Das war echt nicht mein Buch, ich verstehe nicht, warum es so gehyped wird?! Nachdem ich einige andere Bewertungen gelesen habe, bin ich sicher, dass es nicht an mir, sondern vor allem am schlimmen Schreibstil (der nur zum Teil der Übersetzung geschuldet ist) und der flachen, mehr als unglaubwürdigen Story liegt. Mich hat SO viel gestört, dass ich gar nicht weiß, wie ich das in eine halbwegs zusammenhängende Rezension packen soll, also kommen hier meine größten Aufreger.

Bitte, bitte liebe Autor:innen SCHREIBT NICHT ÜBER TRAUMATA, WENN ES SCHLECHT GEMACHT IST. Sowohl Bree als auch Archer sind total langweilig und eindimensional, es wirkt so, als wären ihre traumatischen Backstories nur dazu da, um ihnen irgendwie einen Hauch von Persönlichkeit zu verleihen, ansonsten sind ihre Charaktere überhaupt nicht greifbar und bleiben flach. Wie damit umgegangen wird, finde ich aber fast schon fahrlässig. Er „heilt“ ihre PTBS, nur weil sie einmal bei ihr schläft? Wo waren Gespräche, die über „mir ist die schlimme Sache xx passiert“ hinausgehen? Was finden die beiden aneinander?? Bei mir kamen gar keine Gefühle rüber, ich fand beide mit der Zeit nur noch nervig und in ihren Handlungen nicht nachvollziehbar.

Es ist eben nicht so, dass man nur einmal neben der „Liebe des Lebens“ schlafen muss, und plötzlich sind alle Probleme wie durch Zauberhand gelöst. Die beiden hätten Therapie gebraucht, statt sich in eine co-abhängige Beziehung zu stürzen.

Die Story selbst ist total repetitiv, eigentlich passiert kaum etwas und man hätte das Ganze locker auf weniger als der Hälfte der Seiten erzählen können. Wer möchte denn dutzende Male lesen, wie sie aufsteht, duscht, einen Tee trinkt, zum Imbiss radelt, die Theke abwischt, zurück radelt, duscht, zu Archer radelt, sie vögeln. Manchmal füttert sie noch ihren Hund - der tat mir oft echt leid, vernachlässigte fiktive Tiere kann ich gar nicht haben. Aber ansonsten PASSIERT EINFACH NICHTS.

Es ist völlig unklar, was sie aneinander finden, es war null Connection spürbar, eigentlich geht es permanent nur darum, wie hot sie ihn findet und die beiden haben ständig Sex. Die Szenen waren auch einfach nur unangenehm zu lesen und es gab viel zu viele (die sich viel zu ähnlich waren). Warum „rammt“ er denn ständig? 😩

Dazu kommt Bree teilweise wirklich komisch rüber, weil sie sich einerseits fragt, ob er überhaupt von seinem Onkel aufgeklärt wurde, es andererseits aber auf eine weirde Art toll findet, ihm sexuelle Dinge „beizubringen“.

Es ist generell fragwürdig ist, wie eine Beziehung auf Augenhöhe sein kann, wenn der Typ angeblich seit 20 Jahren das Grundstück nie verlassen hat, seit 7 fast in vollkommener Isolation lebt und keinerlei Erfahrungen mit Frauen hat. Er ist doch überhaupt nicht fähig, eine „normale“ Beziehung zu irgendeinem anderen Lebewesen aufzubauen. Es ging auch alles VIEL zu schnell. Die Geschichte spielt innerhalb von ein paar Monaten und wie sich die beiden in der Zeit verhalten ist einfach nur ungesund. In so kurzer Zeit kann man niemanden vollständig kennen, egal wie sehr es sich danach anfühlen mag.

Die Wortwahl hat mich sehr oft gestört. Von permanenten gleichbleibenden Beschreibungen seiner „whiskeyfarbenen“ Augen, die irgendwann „bernsteinfarben“ wurden, über die ständige Erwähnung, wie „maskulin“ Archer ist (natürlich hat er ein Eightpack, vom Steine schleppen, klar) und auch sonst sind es eigentlich nur seine Muskeln, die ihn auszeichnen, denn Bree sorgt ja sofort dafür, dass Haare und Bart abkommen, geht ja gar nicht, dass der Mann sein „prächtiges“ Gesicht versteckt.“ Die Adjektive waren durchgehend das, was ich als „cringe“ bezeichnen würde. „Mein armer stummer Junge“??

Außerdem haben mir die häufigen frauenfeindlichen Beschreibungen nicht gefallen. Auch, wenn bspw. Travis' Mutter Tori echt keine nette Person ist, müssen Worte wie „Weib“ oder „Teufelin“ echt nicht sein.

Ich habe soo soo viele unmögliche Stellen markiert, die Wortwahl mag hier zum Großteil der Übersetzung geschuldet sein, aber es gab keine Seite, auf der ich nicht über irgendwelche Formulierungen gestolpert bin. Hier nur eine kleine unvollständige Auswahl:

- Imbiss? Im Original heißt es wohl „Diner“, das kann man doch so lassen. Imbiss klingt so nach ranziger Pommesbude.

- Ständig klappt ihr die Kinnlade herunter (erstens: wie sieht das aus? Frage ich mich bei dieser Formulierung immer. Und zweitens: Wie oft passiert sowas? Bei Bree alle zwei Tage).

- „Ich saugte ihren Anblick in mich auf. Selbst in ihrem Elend war sie wunderschön“ (S. 124) Ihh.

- Archer wird permanent entweder als „maskulin“ oder „mein (armer) stummer Junge“ beschrieben.

- ständigt guckt er „scheu“.

- schon in Kapitel 14 wird ihr klar, dass sie "endlich sicher" ist - sie kennt den Tpen gar nicht!! Vielleicht ist er ein Psychopath?!

- S. 186-187 lest selbst, da wurde mir kurz übel.

- Seine Augen sind alle 5 Seiten „whiskeyfarben“, später dann ein dutzend Mal „bernsteinfarben“.

Sein „prächtiges“ Gesicht oder „prächtiger“ Schwanz.

- Sowas wie „zwischen ihren Schenkeln stoben heiße Funken“ / „vor Wonne“ / ihr Herz „schwoll an“

- „Brat mir einer einen Storch“ (S. 250)

- „als wollte er mich bestrafen“ (S. 293)



Das Zusatzkapitel wurde dann offenbar gar nicht mehr lektoriert. So viele Fehler, die Gebärdensprache ist zum Großteil nicht mehr kursiv gedruckt, wer hat da gepennt?

Alles in allem für meinen Geschmack zu kitschig, zu repetitiv und zu ereignislos. Am Ende wird noch schnell unglaubwürdig etwas Dramatik reingequetscht, das war es dann aber auch. Leider kein Tiefgang, was die beiden aneinander finden, außer traumabonding, war mir schleierhaft.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Solider Thriller

Pray - Meine Rache findet euch
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Ich habe das Buch als erstes aus der Reihe gelesen - dies ist aber recht problemlos möglich. Man lernt die Charaktere natürlich erst neu kennen, es werden aber zwischendurch wenn nötig kurze Rückblicke ...

Ich habe das Buch als erstes aus der Reihe gelesen - dies ist aber recht problemlos möglich. Man lernt die Charaktere natürlich erst neu kennen, es werden aber zwischendurch wenn nötig kurze Rückblicke gegeben (aber auch nicht zu viel, sowas würde mich als Leserin, die die anderen Bände kennt, nerven.

Es wird sehr spannend abwechselnd aus Sicht der beider Ermittler Rick Bentz und Reuben Montoya, der Tochter von Bentz (Kristi) sowie dem oder den Verdächtigen geschrieben.

Ein totgeglaubter Mörder scheint wieder da zu sein. Hat er es diesmal auf Kristi abgesehen, die seine Geschichte in einem ihrer Bestseller-True Crime-Bücher veröffentlicht hat? Vieles scheint dafür, aber genausoviel dagegen zu sprechen.

Bentz und Montoya, aber auch Kristi selbst, die gerade ihren Ehemann durch die Hand des Mörders verloren hat, machen nun Jagd auf ihn.

Teilweise fand ich die Sprache etwas holprig und steif, dies kann natürlich an der Übersetzung liegen.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Zog sich sehr

Das Waldhaus
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Das Buch hat leider mMn null Thrill. Es war mit viel gutem Willen ein mittelmäßig spannender Roman, der aber auch mit der Hälfte der Seiten ausgekommen wäre.

Die Mutter der Protagonistin Hannah wurde ...

Das Buch hat leider mMn null Thrill. Es war mit viel gutem Willen ein mittelmäßig spannender Roman, der aber auch mit der Hälfte der Seiten ausgekommen wäre.

Die Mutter der Protagonistin Hannah wurde vor 23 Jahren umgebracht, als sie noch ein Teenager war - der:die Täter:in wurde nie geklärt. Seitdem schlägt Hannah sich mehr schlecht als recht im Leben durch und hat ein krasses Alkoholproblem entwickelt. Nun kehrt sie in ihr Elternhaus zurück, um ihren dementen Vater zu pflegen. Dieser verwechselt sie immer öfter mit der Mutter und scheint etwas über den Tod seiner Frau zu wissen.

Der Plot klang eigentlich sehr spannend. Die Geschichte kommt aber leider gar nicht in Fahrt, es geht eigentlich nur um Familienverstrickungen, der entfremdete Bruder und die Nachbarn mischen auch mit und jeder hat irgendwie etwas zu verbergen. Das Ganze wird aber so langatmig erzählt, dass es irgendwann nur noch nervig ist. Hannah stolpert durch die Geschichte, ist die halbe Zeit betrunken und wirkt komplett lebensunfähig. Sie verdächtigt reihum jeden mal, dabei verstrickt sich die Geschichte aber in so viele unwichtige Details, die nichts mit der Haupthandlung zu tun haben, dass das Lesen einfach nur anstrengend ist.

Dazu sind sämtliche Charaktere einfach nur unsympathisch und die Story insgesamt absurd.

Die Auflösung war dann leider auch weder spannend noch überraschend.

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