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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2025

Neuartig und spannend

Untergang der Welten
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In diesem Science-fiction-Roman leben Kalgira und Brandan auf dem Planeten Valderan, der am anderen Ende des Universums liegt, in einer Zivilisation, die fortschrittlich ist und mit ihren Gütern und Bodenschätzen ...

In diesem Science-fiction-Roman leben Kalgira und Brandan auf dem Planeten Valderan, der am anderen Ende des Universums liegt, in einer Zivilisation, die fortschrittlich ist und mit ihren Gütern und Bodenschätzen sorgsam handelt. Es gibt Geburtenkontrolle und die Kinder werden in diesem Gesellschaftssystem von Mentoren großgezogen und nach dem Ende ihrer Ausbildung als Erwachsenen in ihre Aufgaben für die Gesellschaft entlassen.

Das politische System wurde nach dem letzten großen Krieg erschaffen, um den Frieden zwischen den Nord- und den Südvölkern zu wahren.

Doch einige Zeit, nachdem Kalgira und Brandan erwachsen geworden sind, kommen neue Bedrohungen auf ihren Planeten zu, denen gerade auch sie sich stellen müssen.

In diesem Buch wimmelt es von neuartigen Wesen und Umständen und dennoch erinnert auch vieles an unsere eigene Welt, angefangen bei der Weltkarte von Valderan (vorne im Buch sehr schön farbig abgedruckt), die wie eine „verkürzte“ Erde aussieht und doch auch ganz Neues beinhaltet.

Dies hat der Autor als promovierter Physiker und Physiklehrer aber auch genauso gewollt, denn das Buch strotzt nur so von eingebauten physikalischen Gesetzen, die den Lesenden „so ganz nebenbei“ nahegebracht und im Anhang in einem Glossar erklärt werden. Da es sich um dasselbe Universum handelt, gelten natürlich auch die gleichen physikalischen Gesetze wie auf unserer Erde, auch wenn es hier zwei Sonnen und zwei Monde gibt und damit auch die Zeiteinheiten andere sind.

So ist dieses Erstlingswerk des Autors ein sehr interessantes Buch, das den Lesenden neben spannender Science-fiction auch noch die Welt der Physik nahebringt.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Sei freundlich zu Fremden, sie können Freunde werden

Mein Freund, der Pomiok
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Dieses Bilderbuch zeigt, wie einfach es sein kann, mit jemandem, der einem völlig fremd ist, einen wunderschönen Tag zu verbringen und sich anzufreunden.

Ein Junge steigt auf einen Berg und begegnet einem ...

Dieses Bilderbuch zeigt, wie einfach es sein kann, mit jemandem, der einem völlig fremd ist, einen wunderschönen Tag zu verbringen und sich anzufreunden.

Ein Junge steigt auf einen Berg und begegnet einem kleinen Riesen, einem Pomiok. Zuerst sind sie sich fremd, haben sogar Angst voreinander. Doch dann verständigen sie sich ohne zu reden und erleben einen verspielten Tag miteinander – der Beginn einer Freundschaft.

Die Autorin lässt ihre Freundschaft-unter-Fremden-Geschichte in der realen Welt mit einem Fantasiewesen spielen. Vielleicht ist das für Kinder sogar so, dass der Andere ein geheimnisvolles Wesen ist, das man entdecken und mit dem man entdecken kann, sogar ohne die Sprache des anderen zu beherrschen. So werden Hürden und Vorurteile mühelos überwunden.

Dabei sind ihre Texte sehr kurzgehalten, meist ist es pro Seite nur ein Satz. Die ausdrucksstarken Bilder sind oft doppelseitig, mal einseitig und selten kleiner gehalten. Der ganz eigene Malstil der Illustratorin verstärkt die Fantasie in der Geschichte – „irgendwie real, aber irgendwie auch nicht“. Die Zeichnungen sind stets schwarz umrandet und bunt gemalt, teilweise verwaschen. Es gibt – da die Geschichte oben auf einem Berg spielt – oft einen weiten Himmel und Details am Boden, wie Blumen, Gräser, Haare, etc.

Ein besonderes Bilderbuch, dessen Geschichte sehr anspricht, in das ich mich aber erst einmal einlesen und „einsehen“ musste.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Völlig abgedreht!

Earthventure in Las Vegas
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Diese Urlaubsreise hat es in sich: Nicht so sehr für die erfolgreiche, mit drei Männern verheiratete Geschäftsfrau Ulionk vom Planeten Angrodan – sie findet alles herrlich -, sondern viel mehr für ihren ...

Diese Urlaubsreise hat es in sich: Nicht so sehr für die erfolgreiche, mit drei Männern verheiratete Geschäftsfrau Ulionk vom Planeten Angrodan – sie findet alles herrlich -, sondern viel mehr für ihren Fremdenführer Josh in Las Vegas, der mit der Organisation ihrer Wünsche heillos überfordert ist.

Doch irgendwie kommen er und „Uli“ aus jedem Schlamassel brüllend komisch wieder heraus und sie bekommt trotzdem alle ihre Wünsche erfüllt und noch darüber hinaus. Mehr wird nicht verraten, denn ein Spoiler zerstört hier komplett den Lesespaß! Ach, eins noch: Zucker und Süßigkeiten spielen hier eine zentrale Rolle!
Zu jeder Mahlzeit und zwischendurch!

Wer lustige, etwas abgedrehte Science fiction á la „Per Anhalter durch die Galaxis“ mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

Ein völlig abgedrehtes Alien-Abenteuer! Totale Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Was heißt hier das beste?

Das beste Tier der Welt
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Welches Tier ist das Tollste? Ist es das größte, das stärkste, das schnellste oder geht es um etwas ganz anderes?

Das Buch handelt von zwei Freundinnen, von denen die eine auf dem Weg nach Hause eine ...

Welches Tier ist das Tollste? Ist es das größte, das stärkste, das schnellste oder geht es um etwas ganz anderes?

Das Buch handelt von zwei Freundinnen, von denen die eine auf dem Weg nach Hause eine Schnecke findet. Diese ist für sie das tollste Tier der Welt und das kann ihr auch ihre Freundin mit vielen guten Argumenten nicht ausreden.

Die Idee des Buches finde ich sehr schön: In den kleinen Dingen das Besondere zu sehen, sie genauso zu achten wie die großen und sich an ihnen zu erfreuen.

Die Zeichnungen dazu sprechen mich allerdings nicht an. Die Illustratorin nutzt kräftige Farben für ihre Bilder. Die Kinder haben dabei eine dunkelpinke, bzw. das andere Mädchen eine grüngelbliche Hautfarbe und sind meist fast zweidimensional gehalten. Straßen und Gebäude sind oft nur farblich umrandet dreidimensional dargestellt oder einfarbig – manchmal auch nur teilweise – ausgefüllt. Natur ist bunt, aber auch hier mit „unnatürlichen“ Farben kombiniert (Baumstämme in rot und rosa, Schnecke in hellblau mit rotem Haus, etc.). Die Bilder wirken wie extra einfach gehalten.

Auf den ersten drei Doppelseiten findet sich kein Text, so dass nur die Illustrationen auf den Leser wirken. Danach ist der Text kurz, aber eindrücklich, die Bilder fast immer doppelseitig gehalten. Die zwei vorletzten Doppelseiten kommen wieder ohne Text aus. Die letzte Doppelseite beinhaltet den längsten Text, in dem das eine Mädchen in sein Tagebuch schreibt und damit die Intension des Buches erklärt wird.

Ein Bilderbuch mit einer tollen „Message“, aber - für mich – gewöhnungsbedürftigen Illustrationen.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Wichtige Themen

Weißes Licht
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In seinem bewegenden Roman schreibt der Autor über zwei Männer, die sich seit Studienzeiten kennen, und eine Frau, die der eine nun heiraten will, während der andere sich auch in sie verliebt.
Sie entscheidet ...

In seinem bewegenden Roman schreibt der Autor über zwei Männer, die sich seit Studienzeiten kennen, und eine Frau, die der eine nun heiraten will, während der andere sich auch in sie verliebt.
Sie entscheidet sich für den anderen, der dadurch aufblüht, während der andere sich zwar erneut verliebt – und das mehrmals -, aber nie ganz von ihr loskommt und „verdorrt“.
Das Buch ist in fünf Teile eingeteilt. Der erste schildert die Umstände der Hochzeit (Planungen, JungesellInnenabschiede, Kennenlernen, …) etwas langatmig.
Der zweite, dritte und vierte Teil nehmen dann mehr Fahrt auf, hatten für mich aber immer noch ihre Längen. Der fünfte Abschnitt greift den Anfang wieder auf und schildert den Tag der Hochzeit noch einmal, diesmal aus Sicht der Frau.
Der Autor schildert das Leben seiner Protagonisten über ungefähr fünfzig Jahre und verwebt dieses persönliche Erleben gekonnt mit der Entwicklung ihrer Umwelt im Klimawandel. So verbindet der Autor geschickt die privaten Katastrophen mit der Klimakatastrophe, was der Erzählung eine bedrückende Atmosphäre verleiht und das Weiterlesen beeinträchtigt.
Die Geschichte springt auch in der Zeit mal vor, mal zurück, ohne das dies gekennzeichnet wird. Es erschließt sich erst beim Weiterlesen.
Alles in allem ein nicht leicht zu lesendes Buch mit einigen Längen über wichtige Themen, mit denen sich eigentlich jeder auseinandersetzen sollte.

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