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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2026

Glamberhaft

Marnie Mitternacht. Ein mottenstarkes Abenteuer (Band 3)
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Ein Campingausflug steht auf dem Programm. Voller Vorfreude campen die drei Minitiere Marnie, Flávio und Stella unter freiem Himmel und schlafen abends gemütlich zusammen in einer Blüte. Doch am nächsten ...

Ein Campingausflug steht auf dem Programm. Voller Vorfreude campen die drei Minitiere Marnie, Flávio und Stella unter freiem Himmel und schlafen abends gemütlich zusammen in einer Blüte. Doch am nächsten Morgen wachen sie in einem Blumenstrauß auf, mitten in einem Menschenhaus. Nun heißt es, einen Weg zurück zu den anderen zu finden. Sie treffen auf neue Freunde und Feinde und erleben ein unerwartetes Familienwiedersehen.
Das Trio bleibt sich treu: Flavio übertrieben dramatisch, Stella kämpferisch und mutig, Marnie hält alles zusammen. Und Mjam Mjam? Natürlich mal wieder nur am Futtern.
Auch der Naturschutz-Gedanke und die Wichtigkeit der Insektenvielfalt werden fließend ins Abenteuer eingebaut.
Die Geschichte wurde der Tochter (6) vorgelesen. Sie mochte sie sehr, vor allem die Illustration mit dem Ria-Verweis hat sie begeistert entdeckt. Schön fand ich, dass sie anhand der Bilder schon eigene Schlussfolgerungen gezogen hat, wie es weitergeht und ganz stolz war, dass sie richtiglag.

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Veröffentlicht am 06.08.2026

Großes Abenteuer, kleine Spannung

Wir gegen die Wildnis
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Die Schwestern Amy (8) und Vivian (11) sowie ihr Cousin Owen (12) sind mit ihren Eltern in den Bergen Kaliforniens wandern. Zur Belohnung dürfen sie eine Nacht lang ganz allein an einem See campen. Doch ...

Die Schwestern Amy (8) und Vivian (11) sowie ihr Cousin Owen (12) sind mit ihren Eltern in den Bergen Kaliforniens wandern. Zur Belohnung dürfen sie eine Nacht lang ganz allein an einem See campen. Doch in der Nacht löst ein Erdbeben einen Felssturz aus und der Rückweg zu den Eltern ist verschüttet. Die Kinder sind nun auf sich allein gestellt und müssen einen langen und gefährlichen Umweg nehmen.
Diese Ausgangslage klingt nach einem großen Abenteuer, das leider nicht ganz rüberkommt. Die Kinder haben unterschiedliche Vorlieben und Sorgen, aber man kann nicht mit ihnen mitfiebern. Amy fand ich teilweise anstrengend und Owen zu passiv. Der Erzählstil ist ziemlich neutral, es gibt keine echten Spannungsbögen oder aktive Dramatik. Ein Perspektivwechsel war irgendwie da und dann auch wieder nicht. Die Wandernamen und die Dialoge waren ebenfalls nur mittelmäßig.
Ist der goldene Bär letztlich echt oder nur Einbildung?

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Veröffentlicht am 02.08.2026

Drachenschuppen und Herzklopfen

When Dealing With Dragons. Drachengold
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Das Leben der Menschen ist eng mit den Drachen und den außergewöhnlichen Metallen aus ihren Schuppen verbunden. Die Tiere werden für Reitrennen und vor allem zur Metallgewinnung eingesetzt, meist auf Kosten ...

Das Leben der Menschen ist eng mit den Drachen und den außergewöhnlichen Metallen aus ihren Schuppen verbunden. Die Tiere werden für Reitrennen und vor allem zur Metallgewinnung eingesetzt, meist auf Kosten ihres eigenen Wohls. Eine artgerechte Behandlung erfahren sie dabei nur selten.
Je nach Stand können Menschen mehr oder weniger Metalle schmieden bzw. manipulieren und somit alles Mögliche aus Metall erzeugen.
Farren ist Kupferschmiedin und Tochter eines Tierarztes. Gemeinsam betreiben sie einen Gnadenhof für Drachen: große Scheunen mit viel Platz, in denen ausgediente oder kranke Drachen ein neues Zuhause finden. Als James, der Sohn eines einflussreichen Silberschmieds und erfolgreiche Drachenjockey, bei einem Rennen abstürzt, rettet Farren ihm das Leben. Da er sich erholen muss, kommt er als eine Art „Lehrling“ auf den Hof ihrer Familie.
Farren ist von der neuen Situation alles andere als begeistert, denn sie kann James nicht ausstehen. Er mag sie dagegen schon länger, gibt sich aber betont cool. Über weite Strecken dreht sich einiges im Kreis: seine jahrelange, verborgene Zuneigung und die Angst vor einer Abweisung sowie ihre vermeintliche Abneigung.
Die gemeinsame Pflege und Begeisterung für Drachen bringt sie einander näher. Nach und nach springt der Funke auch auf Farren über.
Natürlich dürfen die gierigen Bösewichte, die es auf Metall abgesehen haben, nicht fehlen. Zum Schluss gibt es Aktion und Drama.
Insgesamt ist es eine unterhaltsame Geschichte, die jedoch keine großen Überraschungen bereithält. Es gibt einige Längen, einige Geheimnisse und ein wenig Romantik. Der Enemies-to-Lovers-Verlauf folgt einem sehr bekannten Muster, das mit Drachen und magischen Elementen schön verpackt ist. 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.07.2026

Lesenswert

Die magische Bibliothek der Buks 3: Der Phantánasische Schlüssel
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Auch der dritte Band überzeugt mit gewohnt wortgewandten, temporeichen und humorvollem Stil. Die Kids sind diesmal schön weit auseinander, jeder mit seinem eigenen Abenteuer. Finn und Geraldine wollen ...

Auch der dritte Band überzeugt mit gewohnt wortgewandten, temporeichen und humorvollem Stil. Die Kids sind diesmal schön weit auseinander, jeder mit seinem eigenen Abenteuer. Finn und Geraldine wollen nur kurz ein Pony holen und landen in einer Geschichte ohne Ausweg, mitten in der Odyssee.
Nola findet eine neue Freundin namens Rikki, die aber nicht mit offenen Karten spielt. Mira traut sich mutig ins Buchspringen und Thommy ist mit seiner Bestimmung und den plötzlichen Auftauchen der Eltern beschäftigt Und die Buks? Überall gleichzeitig, mit Chaos, tröstenden Wörtern und mutigen Aktionen. Und es gibt sogar Nachwuchs.
Es gibt tolle Details und Anspielungen: der Mini-Rant über Bürokratie, Sherlock mit seinen herrlich unnötigen Kommentaren oder Internetseite benannt nach einem Fluss. Für jüngere Leserschaft werden wahrscheinlich nicht viele Verweise klar, dafür unterhält es die ältere Generation sehr gut!

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Veröffentlicht am 20.06.2026

Kurioses der Natur

Supermond und Kugelblitz
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Irgendwo hat man immer mal was Kurioses gehört oder gelesen. Nun ist alles in einem Buch zum Staunen zusammengebündelt: außergewöhnliche Naturphänomene aus Weltraum, Wetter, Pflanzenwelt und Tierreich, ...

Irgendwo hat man immer mal was Kurioses gehört oder gelesen. Nun ist alles in einem Buch zum Staunen zusammengebündelt: außergewöhnliche Naturphänomene aus Weltraum, Wetter, Pflanzenwelt und Tierreich, ein gelungener Querschnitt.

Die Texte sind knapp gehalten. Kurze Absätze erklären was, wo, wie und warum ohne ins Detail zu gehen oder es unnötig kompliziert zu machen. Die Tiefe variiert von Thema zu Thema, was für einen Überblick aber vollkommen ausreicht.
Schön ist, dass das Buch zwischen abgeschlossenen Phänomenen der Vergangenheit und wiederkehrenden Naturereignissen unterscheidet. Manche Dinge sind einmalig und werden sich so schnell nicht wiederholen, dafür gibt es andere, wie Nordlichter oder ein blauer Mond, die man vielleicht irgendwann selbst erleben kann.
Die Illustrationen sind gut gestaltet und ansprechend auf den Doppelseiten verteilt. Allerdings wirken die Farben insgesamt etwas gedeckt, als läge ein leichter dunkler Filter über den Bildern.
Es ist ein passendes Buch für zwischendurch: für zufällige Entdeckungen, kleine Wissenshäppchen und immer wieder neues Staunen. Bei uns liegt es dauerhaft neben dem Sofa oder im Auto, genau richtig für einen spontanen Blick hinein.

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