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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2026

Lesenswert

Die magische Bibliothek der Buks 3: Der Phantánasische Schlüssel
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Auch der dritte Band überzeugt mit gewohnt wortgewandten, temporeichen und humorvollem Stil. Die Kids sind diesmal schön weit auseinander, jeder mit seinem eigenen Abenteuer. Finn und Geraldine wollen ...

Auch der dritte Band überzeugt mit gewohnt wortgewandten, temporeichen und humorvollem Stil. Die Kids sind diesmal schön weit auseinander, jeder mit seinem eigenen Abenteuer. Finn und Geraldine wollen nur kurz ein Pony holen und landen in einer Geschichte ohne Ausweg, mitten in der Odyssee.
Nola findet eine neue Freundin namens Rikki, die aber nicht mit offenen Karten spielt. Mira traut sich mutig ins Buchspringen und Thommy ist mit seiner Bestimmung und den plötzlichen Auftauchen der Eltern beschäftigt Und die Buks? Überall gleichzeitig, mit Chaos, tröstenden Wörtern und mutigen Aktionen. Und es gibt sogar Nachwuchs.
Es gibt tolle Details und Anspielungen: der Mini-Rant über Bürokratie, Sherlock mit seinen herrlich unnötigen Kommentaren oder Internetseite benannt nach einem Fluss. Für jüngere Leserschaft werden wahrscheinlich nicht viele Verweise klar, dafür unterhält es die ältere Generation sehr gut!

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Veröffentlicht am 20.06.2026

Kurioses der Natur

Supermond und Kugelblitz
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Irgendwo hat man immer mal was Kurioses gehört oder gelesen. Nun ist alles in einem Buch zum Staunen zusammengebündelt: außergewöhnliche Naturphänomene aus Weltraum, Wetter, Pflanzenwelt und Tierreich, ...

Irgendwo hat man immer mal was Kurioses gehört oder gelesen. Nun ist alles in einem Buch zum Staunen zusammengebündelt: außergewöhnliche Naturphänomene aus Weltraum, Wetter, Pflanzenwelt und Tierreich, ein gelungener Querschnitt.

Die Texte sind knapp gehalten. Kurze Absätze erklären was, wo, wie und warum ohne ins Detail zu gehen oder es unnötig kompliziert zu machen. Die Tiefe variiert von Thema zu Thema, was für einen Überblick aber vollkommen ausreicht.
Schön ist, dass das Buch zwischen abgeschlossenen Phänomenen der Vergangenheit und wiederkehrenden Naturereignissen unterscheidet. Manche Dinge sind einmalig und werden sich so schnell nicht wiederholen, dafür gibt es andere, wie Nordlichter oder ein blauer Mond, die man vielleicht irgendwann selbst erleben kann.
Die Illustrationen sind gut gestaltet und ansprechend auf den Doppelseiten verteilt. Allerdings wirken die Farben insgesamt etwas gedeckt, als läge ein leichter dunkler Filter über den Bildern.
Es ist ein passendes Buch für zwischendurch: für zufällige Entdeckungen, kleine Wissenshäppchen und immer wieder neues Staunen. Bei uns liegt es dauerhaft neben dem Sofa oder im Auto, genau richtig für einen spontanen Blick hinein.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Ab nach Peru!

Flauschi und Schnuff büxen aus
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Das Meerschweinchenpaar Flauschi und Schnuff lebt wie eine Menschenfamilie in einem gemütlichen Stall. Während Schnuff mit seinem ruhigen Zuhause vollkommen zufrieden ist, träumt Flauschi von Abenteuern ...

Das Meerschweinchenpaar Flauschi und Schnuff lebt wie eine Menschenfamilie in einem gemütlichen Stall. Während Schnuff mit seinem ruhigen Zuhause vollkommen zufrieden ist, träumt Flauschi von Abenteuern und von Peru, der Heimat wilder Meerschweinchen. Als die Familie genau dorthin in den Urlaub fährt, schmuggelt sich Flauschi heimlich in den Koffer und ergreift die Initiative. Schnuff bemerkt das Verschwinden seiner Freundin, überwindet seine Ängste und reist ihr nach.
Im Paradies lässt es sich gut gehen und sie lernen viele neue Artgenossen kennen.
Die Geschichte wird durchgehend in Reimform erzählt. Es ist bunt und fröhlich. Echte Gefahren oder größere Hindernisse, die es zu überwinden gilt, gibt es kaum. Die Verfolgung wirkt fast mühelos und alles fügt sich reibungslos zusammen. Es ist genau richtig für die kleinen Zuhörer: eine unbeschwerte, positive Grundstimmung.
Dazu tragen auch die farbenfrohen Illustrationen bei. Die Bilder sind lebendig, warmherzig und voller kleiner Details.
Mit einem charmanten Meerschweinchenpaar, flüssigen Reimen und zuckersüßen Illustrationen sorgt die Geschichte zuverlässig für gute Laune. Wer ein leichtes, positives Abenteuer ohne große Dramatik sucht, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Katzenohren, Geister und ein bröckelndes Schloss

Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss
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Der Zauberer West ist tot und muss nun als Geist schnell einen Nachfolger finden, sonst droht seinem Schloss große Gefahr. Ein großes Turnier soll es richten. Zehn männliche Kandidaten treten gegeneinander ...

Der Zauberer West ist tot und muss nun als Geist schnell einen Nachfolger finden, sonst droht seinem Schloss große Gefahr. Ein großes Turnier soll es richten. Zehn männliche Kandidaten treten gegeneinander an. Die Aufgaben sind spannend und unterhaltsam, von schräg bis gefährlich ist alles dabei. Doch im Hintergrund lauert eine echte Bedrohung …
Faye ist nicht die Auserwählte. Sie ist nicht die Heldin der Prophezeiung. Sie ist die Tochter des Gärtners und trotzdem steckt sie überall drin. Mit Katzenohren und Schwanz (danke, Zauberer West!) hält sie das Schloss zusammen, löst Probleme, die niemand sonst sieht und hat dabei mehr Köpfchen als so mancher Turnierteilnehmer. Sie ist sehr sympathisch und erfrischend anders.
Die Schlossbewohner sind ein tolles und abwechslungsreiches Team: Der Zauberer hat seine Launen, der Kater hütet seine Geheimnisse und Faye bringt alle gut zusammen. Auch die Außenstehenden (Gäste und Teilnehmer) bringen guten Schwung hinein.
Es ist eine gut geschriebene Geschichte mit einem tollen Cover.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Hoffnung in der Dunkelheit

Flora Brimble und der verlorene Frühling
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Um Flora Brimble herum ist alles grau und bedrückend. Ihre einzige Freude ist das Schreiben. Sie erfindet Geschichten über ein mutiges Mädchen namens Harriet. Als ihr Vater erkrankt und der Frühling ausbleibt, ...

Um Flora Brimble herum ist alles grau und bedrückend. Ihre einzige Freude ist das Schreiben. Sie erfindet Geschichten über ein mutiges Mädchen namens Harriet. Als ihr Vater erkrankt und der Frühling ausbleibt, macht sie sich auf die Suche nach der Maikönigin, die den Frühling zurückbringen soll. Auf ihrer Reise wird sie von dem schrägen Kobold Grisold und dem sprechenden Eichhörnchen Parzival begleitet … und bald auch von Harriet selbst. Doch die böse Hexe Ych will die Welt in Dunkelheit hüllen. Der Rettungsplan ist alles andere als einfach und das Ziel scheint manchmal in weite Ferne zu rücken.
Die Geschichte hat ihre eigene Atmosphäre: düster, rätselhaft und mit einem Hauch Magie. Die Grenzen zwischen den Ebenen (Realität vs. Fantasie, Geschichte in Geschichte) verschwimmen. Das wirkt interessant, aber auch anspruchsvoll.
Flora und Harriet sind ein Gegensatzpaar.
Und obwohl das Buch jeder von ihnen eine eigene Hälfte widmet, bleibt eine Distanz zurück. Es ist irgendwie nicht gelungen, so richtig mitzufiebern oder eine echte Sympathie für eine der beiden aufzubauen.
Der Schreibstil und das Tempo waren recht gewöhnungsbedürftig: Stellenweise waren sie passend und unterhaltsam, oft aber auch komplex und langatmig. Es lag also teilweise schwer im Magen.
Die Geschichte ist vielleicht nicht für jeden das Richtige, aber die passende Zielgruppe könnte damit zufrieden sein.

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