Profilbild von Lil147

Lil147

Lesejury Profi
offline

Lil147 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lil147 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2025

Quatsch ohne Ende

Waschbär Willi Wunderquatsch - Die Erfindung der Trompetenwurst und weitere verrückte Abenteuer
0

Willi, der Waschbär, wohnt gemütlich im Schuhkarton im Park, umgeben von Freunden, Ideen und jeder Menge Quatsch. Mit ihm wird es garantiert nie langweilig: Es gibt Wettkämpfe, Partys, geniale Erfindungen ...

Willi, der Waschbär, wohnt gemütlich im Schuhkarton im Park, umgeben von Freunden, Ideen und jeder Menge Quatsch. Mit ihm wird es garantiert nie langweilig: Es gibt Wettkämpfe, Partys, geniale Erfindungen und verrückte Einfälle am laufenden Band. Willi ist tollpatschig, spontan und ein bisschen verpeilt, aber immer liebenswert. Mangojoghurt ist bei ihm auf Vorrat in der Badewanne und Handstand gehört zum Alltag.
Die Geschichten sind in sich abgeschlossen und eignen sich gut zum Vorlesen. Es wird viel gelacht, manches ist richtig schön schräg, manchmal aber auch schon ziemlich eklig (z. B. beim Popelmonster). Kaum hat man sich von einer verrückten Idee erholt, kommt schon die nächste um die Ecke. Das sorgt für jede Menge Spaß und Lachen, lässt aber kaum Zeit zum Durchatmen.
Inhaltlich steht der Quatsch ganz klar im Vordergrund: albern, fantasievoll und überdreht. Einen tieferen Mehrwert oder moralische Botschaft fehlt weitestgehend.
Für Kinder, die es verrückt und unsinnig mögen, passt es perfekt. Für ruhigere Zuhörer wird vielleicht Sinn und Struktur fehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2025

Reiht sich passend ins Genre ein

Secret Forest Academy. Avas Bestimmung
0

Als ein sprechender Bär Ava in Not rettet und sie zu einer magischen Schule (Forest Academy) begleiten möchte, ist sie zunächst misstrauisch. Doch ihre Neugier siegt, denn sie hofft, dort endlich mehr ...

Als ein sprechender Bär Ava in Not rettet und sie zu einer magischen Schule (Forest Academy) begleiten möchte, ist sie zunächst misstrauisch. Doch ihre Neugier siegt, denn sie hofft, dort endlich mehr über sich selbst und über ihre verschwundenen Eltern zu erfahren. Die Antworten lassen auf sich jedoch lange warten. Stattdessen gibt es nur Andeutungen und halbe Wahrheiten.
Während Ava nach und nach einige Fragen klären kann, bereitet sie sich gemeinsam mit ihren Mitschülern auf ihre magische Transformation vor und findet dabei ihr eigenes Seelentier. Es gibt treue Freundschaften (mit einem Hauch Romantik) und gemeine Mitschüler, die Ava das Leben schwer machen.
Die Handlung reiht sich in bekannte Muster des Fantasy-Academy-Genres ein: geheimnisvolle Schule, besondere Schülerin, verschollene Eltern. Es ist spannend und sympathisch erzählt, passend zur Zielgruppe. An manchen Stellen hat man jedoch das Gefühl, dass die Auflösungen bewusst hinausgezögert werden. Sobald Ava etwas wissen möchte, heißt es meist nur: „Warte ab, später.“
Der Schreibstil ist lebendig, flüssig und leicht zu lesen. Etwas störend wirkten allerdings einige jugendliche Ausdrücke wie „Digga“ oder „Alter“, die nicht ganz zur magischen Atmosphäre passen. 3,5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.09.2025

Eine bizarre Zwischenwelt

Immerland – Die Stadt der Ewigkeit
0

Mika hat eigentlich überhaupt keine Lust auf die Ferien bei seiner Oma. Irgendwo im Nirgendwo. Doch eines Nachts, während eines Gewitters, liegt die Großmutter plötzlich bewusstlos auf dem Boden. Mika ...

Mika hat eigentlich überhaupt keine Lust auf die Ferien bei seiner Oma. Irgendwo im Nirgendwo. Doch eines Nachts, während eines Gewitters, liegt die Großmutter plötzlich bewusstlos auf dem Boden. Mika greift kurzerhand zum Autoschlüssel, und ab da wird alles überdreht und irreal.
Zusammen mit Oma landet er in einer völlig anderen Welt. Die Logik löst sich auf, und die Geschichte gleitet in einen skurrilen Fiebertraum ab. Mika schließt sich einem Team an und nimmt an Robolympiade teil, nach dem Sieg wird er sogar zum Professor ernannt. Doch so einfach der Zutritt war, so schwer ist es, wieder herauszukommen.
Die Reise ist chaotisch, bekannt und doch fremd. Es tauchen viele ungewöhnliche Persönlichkeiten und Wesen.
Die Geschichte sprüht vor Einfällen, verliert sich aber in zu vielen Richtungen. Mika wirkt nicht besonders auffällig, es fällt schwer sich emotional mitreißen zu lassen. Das Ende ergibt auf eine seltsame Weise Sinn und doch bleibt ein unvollständiges Gefühl zurück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.09.2025

Spuren im Traum

Dreamslinger – Der Ruf des Drachen
0

Das abgeschottete Königreich Haguk in Korea öffnet erstmals seine Grenzen, um Dreamslinger aus der ganzen Welt zu einem Auswahlverfahren mit anschließender Ausbildung einzuladen. Auch Aria reist dorthin, ...

Das abgeschottete Königreich Haguk in Korea öffnet erstmals seine Grenzen, um Dreamslinger aus der ganzen Welt zu einem Auswahlverfahren mit anschließender Ausbildung einzuladen. Auch Aria reist dorthin, allerdings im Auftrag als Spionin. Die Kräfte der Dreamslinger kannte sie bis dahin nur als unkontrolliert und gefährlich, sodass es stets hieß, man müsse sie mäßigen und zügeln. In Haguk wird jedoch ein ganz anderer Umgang gepflegt. Statt sie zu unterdrücken, sollen die Dreamslinger ihre Kräfte verstehen, lernen und einsetzen und allmählich stellt sich alles, was Aria geglaubt hat, in Frage.
Worldbuilding entfaltet sich nach und nach, zunächst ist es jedoch schwierig einen Überblick zu gewinnen. Es gibt Traumbegleiter, die Schlafende Welt und die Göttlichen Drei…
Arias Entwicklung ist deutlich zu erkennen. Sie ist eine starke, aber auch verunsicherte Protagonistin, die lernen muss, sich von den Vorstellungen ihrer Eltern zu lösen und ihren eigenen Weg zu finden. Dafür hat sie sehr loyale Freunde an ihrer Seite bis zum Schluss.
Es gibt viel Handlung und noch mehr spannende sowie dramatische Wendungen und Enthüllungen. Einerseits sehr spannend, andererseits schon fast zu überladen.
Über die vielen fremden Begriffe stolpert man vielleicht zunächst, aber im Verlauf findet man gut in den Lesefluss.
Insgesamt ist die Geschichte sehr packend und unterhaltsam. Für die Fortsetzung bleiben noch genug Fragen offen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 26.09.2025

Ein gemeinsames Zuhause

Das Haus mit der kleinen roten Tür
0

Es ist ein stilles, liebevoll illustriertes Bilderbuch, das mit wenigen Worten eine tiefgehende Geschichte über Einsamkeit, Freundschaft und das Gefühl von Zuhause erzählt.
Zwei ruhige, zurückhaltende ...

Es ist ein stilles, liebevoll illustriertes Bilderbuch, das mit wenigen Worten eine tiefgehende Geschichte über Einsamkeit, Freundschaft und das Gefühl von Zuhause erzählt.
Zwei ruhige, zurückhaltende Charaktere: Olivia, die in einem Haus mit einer kleinen roten Tür lebt, und Maus, die allein in einem alten Baum wohnt. Als ein Schneesturm das Zuhause der Maus zerstört, versucht Olivia, ihr mit vielen kreativen Ideen ein neues Zuhause zu finden. Doch nichts scheint zu passen, bis sie Maus schließlich bei sich aufnimmt. Erst dann fühlt sich alles richtig an.
Die Geschichte kommt mit wenig Text aus, dafür sprechen hier vor allem die Bilder. Gerade das vorletzte Bild des Hauses mitten im Blumenmeer bleibt im Gedächtnis.
Die dünnen Klappen, öfter mal getarnt als Tür, waren beim Kind natürlich sehr beliebt. Es gibt viel zu entdecken (mit und ohne Klappen): Was verbirgt sich im Haus der Maus? Welche Bilder hängen an der Wand? Was befindet sich in den Schränken?
Die sanfte Erzählweise und ruhige Bildsprache geben die beiden Charaktere gut wieder: vorsichtig, freundlich, hilfsbereit. Zwei Wesen, die sich langsam annähern und miteinander ein neues Zuhause schaffen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere