Eine Abrechnung mit dem bequem gewordenen Bürgertum
ShitbürgertumDer Autor beschäftigt sich in diesem Sachbuch mit der Gesellschaft, die aus dem Wohlstand gewachsen sich bequem zurückgelehnt hat und aus den Lehnstühlen vorzugsweise vor dem Fernsehapparat nicht mehr ...
Der Autor beschäftigt sich in diesem Sachbuch mit der Gesellschaft, die aus dem Wohlstand gewachsen sich bequem zurückgelehnt hat und aus den Lehnstühlen vorzugsweise vor dem Fernsehapparat nicht mehr hervorbewegen mag. Während ein anderer Teil der Bevölkerung das Land kaputt macht. Nach Jahrzehnten Frieden wiegen sich die meisten in Sicherheit und möchten mit minimaler Anstrengung ein Leben in Luxus führen. Poschardt listet Dinge auf, die zum Nachdenken anregen und hält den Menschen einen Spiegel vor, der sich unangenehm anfühlt. Bereits in seinen beiden Vorworten geht er hart ins Gericht: »Das Shitbürgertum lebt vom Geld derjenigen, die es beschimpft, verachtet und zerstört.« Das Nicht-Shitbürgertum sieht zu.
Leider sind mir Teile des Buchs etwas zu hoch, die Sprache ist in verschachtelten Sätzen mit zahlreichen Fremdwörtern gespickt, sodass ich oft mehrmals lesen musste, um zu verstehen, was gemeint ist. Zudem setzt der Autor ein Grundwissen von geschichtlichen Ereignissen und Personen heraus, das ich zwar teilweise besitze, jedoch trotzdem einige der genannten und zitierten Personen googeln musste. Aber er schreibt nichts, was nicht der Wahrheit entspricht. Die provokanten Äußerungen bieten hoffentlich eine gute Grundlage zum Nach- und Umdenken Ich persönlich hätte mir an manchen Stellen eine einfachere Ausdrucksweise und ein paar Erklärungen mehr gewünscht, vor allem auch eine Perspektive für die Zukunft. Nach Beendigung de Buches habe ich nun auf jeden Fall ein mulmiges Gefühl, was uns erwarten wird.