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Veröffentlicht am 26.03.2026

Mehr Weihnachten, als Halloween, aber nicht weniger mitreißend

The Nightmare Before Kissmas
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Nicholas Claus, kurz Coal, ist der Kronprinz von Weihnachten und soll das Familiengeschäft seines Vaters Santa Claus übernehmen.
Doch in einer Welt, wo die Wichtigkeit eines Feiertages an Freude gemessen ...

Nicholas Claus, kurz Coal, ist der Kronprinz von Weihnachten und soll das Familiengeschäft seines Vaters Santa Claus übernehmen.
Doch in einer Welt, wo die Wichtigkeit eines Feiertages an Freude gemessen und durch Kapitalismus und Erpressung erzwungen wird, hat Coal kein Interesse daran, dieses Erbe anzutreten.
Doch nach einem großen Skandal seinerseits, welcher das Ansehen von Weihnachten gefährlich ins Wanken brachte, hat sein Vater beschlossen, dass das Werben um die Prinzessin von Ostern, ihn in die richtige Bahn lenken wird. Das es sich dabei um seine beste Freundin handelt, die von der Idee genau so wenig begeistert ist, scheint seinen Vater wenig zu stören.
Und wäre all das für Coal nicht schon schlimm genug, taucht auch noch ein Mitstreiter auf, der ebenfalls um Prinzessin Iris Hand anhalten will. Hex Hallow, Prinz von Halloween. Jener Mann, den Coal vor zwei Jahren hinter einem Pub geküsst und danach nie wieder gesehen hatte. Und plötzlich sind alle Gefühle wieder da.

Die Idee die Feiertage als Königshäuser in einer modernen Welt darzustellen, hat mir sehr gut gefallen. Und die Message dahinter, dass wir uns mehr auf Familie und Tradition, statt auf Konsum, besinnen sollten, war mehr als deutlich.
Die Liebesgeschichte zwischen Coal und Hex fand ich super. Am Ende wurde es etwas spicy, aber es war nicht zu überdreht wie ich erst befürchtet hatte.
Jedoch hätte ich mir mehr Halloween-Vibes gewünscht und etwas mehr Präsens vom Haus Halloween. Allgemein dachte ich, dass es mehr um den Gruselfeiertag geht, statt um Weihnachten. Aber nachdem ich das akzeptiert hatte, kam ich mit der Story ganz gut zurecht. Und man fängt an den Weihnachtsmann unsympathisch zu finden. Nur als Vorwarnung.

Ich empfehle das Buch all jenen, die von Weihnachten nie genug bekommen können und der Meinung sind, dass Zuckerstangen und Kürbisse eine perfekte Kombi sind.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2026

Stellen wir uns einmal vor…

Die Iden von Rom
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Im Jahre 44 v. Chr. wurde Gaius Iulius Caesar von seinen eigenen Senatoren während den Iden des März ermordet. Danach fiel die Republik Rom in sich zusammen.
Jeder kennt das aus seinem Geschichtsunterricht.

Doch ...

Im Jahre 44 v. Chr. wurde Gaius Iulius Caesar von seinen eigenen Senatoren während den Iden des März ermordet. Danach fiel die Republik Rom in sich zusammen.
Jeder kennt das aus seinem Geschichtsunterricht.

Doch was wäre gewesen, wenn Caesar dieses Attentat überlebt hätte?

Diese Frage stellt sich Michael Peinkofer in seinem neuen Roman.

Wir begleiten Caesar, wie er die Geschicke Roms lenkt und zu seinem Vorteil nutzt, um an nie enden wollenden Ruhm zu gelangen.
Aber wir tauchen auch in die Gedankenwelt diverser anderer Figuren ein. Wie Marcus Iunius Brutus, einer von Ceasars engsten Vertrauten oder auch der schönen Kleopatra, die Ceasar einst den Kopf verdrehte.

Man kann bei den vielen Namen, die in dieser Geschichte auftauchen, schon mal schnell den Überblick verlieren. Doch eine Auflistung aller Charaktere findet sich gleich zu Beginn des Buches, was sehr hilfreich ist und das Lesen erleichtert.
Zudem sind die Kapitel recht kurz gehalten und jeweils aus der Sicht einer anderen Person geschrieben, was den Lesefluss ziemlich auflockert, aber auf keinen Fall unterbricht.
Dieses Buch ist jedoch nichts für Zartbesaitete. Zwar hat Ceasar den Mordanschlag in dieser Geschichte überlebt, trotzdem fließt hier mehr als genug Blut aus den Buchseiten. Schließlich befinden wir uns in einer Zeit in der Gewalt und Folter zum Vergnügen des Volkes praktiziert wurde. Und das nicht zu knapp.

Wer Lust bekommen hat einen Einblick in das Leben der antiken Römer zu bekommen und gerne Geschichten über blutige Intrigen und Machtspielchen liest, den kann ich das Buch wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Wenn heiße Schokolade auf Irish Whiskey trifft.

Go Luck Yourself
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Der erste Band der Royals & Romance Reihe “The Nightmare before Kissmas” war eines meiner Highlights des letzten Jahres. Umso gespannter war ich nun auf den zweiten Teil und wurde nicht enttäuscht.

Diesmal ...

Der erste Band der Royals & Romance Reihe “The Nightmare before Kissmas” war eines meiner Highlights des letzten Jahres. Umso gespannter war ich nun auf den zweiten Teil und wurde nicht enttäuscht.

Diesmal geht es um Kristopher Claus, von allen nur Kris genannt, welcher der zweite in der Thronfolge des Königshauses Weihnachten ist und somit der jüngere Bruder von Coal, den wir schon aus Band eins kennen und auch wieder mit am Start ist. Genauso wie unseren allseits geliebten Halloweenprinzen Hex, sowie die beste Freundin, die man sich nur vorstellen kann, Osterprinzessin Iris.

Kris fühlt sich schon seit einiger Zeit nicht mehr wirklich als Teil der Weihnachtsgesellschaft und mit der Uni läuft es auch nicht so toll. Das nagt sehr an seinem ohnehin schon angeknacksten Selbstbewusstsein.
Doch als ein Abfall der Weihnachtsfreude verzeichnet wird und es sich offenbar um Diebstahl handelt, sieht Kris seine Chance zu beweisen, dass er doch für seinen Feiertag nützlich sein kann. Er soll dafür in die Abläufe des Hauptverdächtigen den St. Patricks Day eingeschleust werden und Beweise für den Diebstahl sammeln. Dumm nur, dass der Kronprinz Lochlann Patrick Kunststudent auf seiner Uni ist und die beiden nicht gut auf einander zu sprechen sind. Doch zwischen Saufgelage und Wohltätigkeitsveranstaltungen kommen sich die beiden ziemlich nahe.
Da ist Chaos vorprogrammiert…

Sara Raasch hat einfach eine sehr witzige Art zu schreiben, weshalb ich mehrmals beim Lesen laut auflachen musste.
Die Dynamik der beiden Hauptcharaktere ist einfach genial.
Doch neben dem ganzen Humor und natürlich auch dem Spice, den wir mehr zum Ende der Geschichte erleben, aber ganz anders ist als in Band eins, werden auch schwere Themen aufgegriffen, die der Story eine Menge Tiefe geben. Ein äußerst toxisches Familienumfeld und die damit einhergehenden Selbstzweifel und sogar Angststörungen sind nur ein Teil davon.

Trotzdem ist Go Luck Yourself sehr gelungen, weshalb ich etwas traurig war, als ich erfahren habe, dass es sich hierbei lediglich um eine Dilogie handelt. Ich hätte so gerne mehr aus diesem Universum gelesen. Vielleicht überlegt es sich die Autorin nochmal.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Mein zweites Buch von Michiko Aoyama und ich bin wieder völlig begeistert.

Matcha-Tee am Montag
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Wir befinden uns in Japan/Tokyo und sind unterwegs zum Cafè Marble Anfang Januar. Leider müssen wir feststellen, dass das Cafè Montags geschlossen hat. Doch glücklicherweise ausgerechnet heute ein Matcha-Event ...

Wir befinden uns in Japan/Tokyo und sind unterwegs zum Cafè Marble Anfang Januar. Leider müssen wir feststellen, dass das Cafè Montags geschlossen hat. Doch glücklicherweise ausgerechnet heute ein Matcha-Event stattfindet.
Im Laufe des Buches schlüpfen wir in verschiedene Charaktere und lernen einen Teil ihres Lebens kennen. Vom Partner, der sich Sorgen, um seine Beziehung macht, über eine Schneiderin, die ihre Kreationen in Frage stellt, bis hin zur Enkelin, die die Großmutter von ihrer Liebe zum Kamishibai überzeugen will. Ja selbst in die Gedanken einer Katze schlüpfen wir hinein.

Die Kapitel lesen sich wie Kurzgeschichten und doch sind sie alle miteinander verbunden, da eine zufällige Begegnung eine Nächste mit sich zieht, woraus meist etwas Wunderschönes entsteht.

Und auch wie sich der Kreis schließt, als sich das letzte Kapitel mit dem Ersten verbindet, ist sehr gelungen. Mit viel Feingefühl wurde eine zwar ruhige, aber doch bewegende Atmosphäre geschaffen.

Es erinnert stark an Aoyamas Roman Donnerstags im Cafè unter den Kirschblüten und wer dieses Buch bereits gelesen hat, wird gewisse Parallelen zu ihrem aktuellen Werk entdecken.

Ich empfehle das Buch all jenen, die nach Entschleunigung suchen oder vielleicht gerade an einer Weggabelung stehen und sich unsicher sind, was für sie richtig ist.
Denn dieser Roman zeigt uns, dass es oft die kleinen Dinge im Leben sind, die unsere Zukunft bestimmen.

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