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Veröffentlicht am 07.10.2025

Miesepetriger Unternehmer trifft diebische Nachbarin

Morbidly Yours
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Der menschenscheue Bestatter Callum hat nicht nur mit dem Verlust seines Großvaters zu kämpfen, sondern auch mit den gestellten Bedingungen in seinem Testament. Um das Familienunternehmen zu behalten, ...

Der menschenscheue Bestatter Callum hat nicht nur mit dem Verlust seines Großvaters zu kämpfen, sondern auch mit den gestellten Bedingungen in seinem Testament. Um das Familienunternehmen zu behalten, muss er bis zu seinem 35. Geburtstag geheiratet haben. Die Texanerin Lark ist Animationsdesignerin und versucht in Galway - Irland einen Neustart auf beruflicher und emotionaler Ebene. Sie zieht in das Haus neben Callums Bestattungsinstitut und ein falsch zugestelltes Paket startet ihre ungewöhnliche Freundschaft.



Der Titel und das Cover des Buchs haben mich neugierig gemacht und auch der Job des Protagonisten löste eine gewisse Faszination in mir aus. Ich hatte noch nie zuvor von der Autorin gehört und wollte ihrer Geschichte eine Chance geben.
Leider hatte ich bereits mit dem Einstieg in die Handlung so meine Probleme. Ich benötigte unglaublich viel Zeit, um ein Kapitel mit einem Umfang von ca. zehn Seiten zu beenden und wurde weder mit den Figuren, noch mit dem Humor warm. Den Schreibstil habe ich allgemein als holprig empfunden, auch ab dem Zeitpunkt, an dem ich einen besseren Zugang zu der Geschichte gefunden habe. Dieses Gefühl führte ich nach ein paar Kapiteln auf die Menge an Schreib- bzw. Tippfehlern zurück und der Tatsache, dass manche Sätze in größeren Textpassagen einfach nicht zum Rest passten. Vielleicht sind diese Probleme aufgrund der Übersetzungsarbeit entstanden, wer weiß.
Beide Hauptfiguren erschienen mir am Anfang nicht wirklich authentisch. Lark war mir zu erzwungen aufgedreht, tollpatschig und „quirky“ und auch Callum hat sich für meinen Geschmack ihr gegenüber zu schnell geöffnet. Im weiteren Handlungsverlauf wurde dieses Gefühl abgeschwächt, was unter anderem daran lag, dass man mehr über die Beiden erfahren hat und diese extremen Darstellungen weniger wurden.
An Lark hat mich weiterhin ihre Naivität und Gutgläubigkeit in ihrem Berufsumfeld gestört und ihre Entwicklungskurve fiel meiner Meinung nach schwächer aus als die von Callum. Besonders spannend fand ich die Einblicke in die Berufswelt von beiden, Lark als Creative Director eines Animationsfilms und Callum als Bestatter. Das sind keine Berufe, die oft in Büchern auftreten.
Der allgemeine Handlungsverlauf war leider größtenteils vorhersehbar, wobei mich freute, dass bestimmte kleinere Konflikte am Ende noch gelöst wurden und für Callums Problem nicht der offensichtlichste und häufiger thematisierte Lösungsweg genutzt wurde. Dennoch fand ich die Auflösung dieses juristischen Problems zu plötzlich und zu geradlinig bzw. unproblematisch in der Ausführung.
Vermutlich bin ich allgemein mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangetreten und wurde deshalb in gewissen Punkten enttäuscht. Es gab definitiv auch schöne Szenen, welche mir gefallen haben und auch wie mit der Trauer- oder Therapie-Thematik umgegangen wurde, fand ich wirklich gut. Doch eine emotionale Bindung konnte ich weder zu den Haupt- noch zu den Nebenfiguren aufbauen - mit Ausnahme eines gewissen Kollegen von Lark, auf den ich nur wütend sein konnte.
Aus diesen genannten Gründen, würde ich dieses Buch nur an Personen weiterempfehlen, die auf Galgenhumor, irische Einschübe, medizinische Einblicke und zum Teil morbide Ereignisse stehen. Mein Fall war es nicht, da mir einfach das gewisse Etwas gefehlt hat, um diese eigentlich spannende Idee zu etwas wirklich Besonderem zu machen. Es ist eine nette Story für Zwischendurch, mit der man an manchen Stellen eventuell zu kämpfen haben könnte und die in mir leider wenig Emotionen auslösen konnte.

(https://book-souls.com/2025/10/07/morbidly-yours-von-ivy-fairbanks/)

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Homebound

The Brightest Colours
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Die Freundschaft zwischen Parallel-Sänger Roan und Make-Up-Artist Mia reicht so weit zurück, wie sie denken kann. In keiner Situation hat sie ihn verlassen. Nicht bei dem Umzug nach London, wo er mit Damian ...

Die Freundschaft zwischen Parallel-Sänger Roan und Make-Up-Artist Mia reicht so weit zurück, wie sie denken kann. In keiner Situation hat sie ihn verlassen. Nicht bei dem Umzug nach London, wo er mit Damian zusammen seinen Traum verfolgte Musiker zu werden und noch weniger, als ihre Band weltberühmt wurde und ein Gerichtsprozess mit dem ehemaligen Label anstand. Für sie ist das selbstverständlich, genauso wie der Fakt, dass sie ihren Gefühlen für ihn nie nachgehen wird, um diese einzigartige Freundschaft zu schützen. Denn wer würde all das, was sie haben, für eine Liebe riskieren, die womöglich nur von kurzer Dauer ist?

Meine Meinung:
Als ich im Sommer vor zwei Jahren „The Perfect Fit“ von Kara Atkin gelesen habe, stand zweifellos für mich fest, mir so schnell wie möglich den zweiten Teil der Reihe zuzulegen. Ich wollte mehr erfahren, mehr über Mia und Roan, über die Entwicklung der Gerichtsverhandlungen und die anderen Charaktere. Doch es dauerte noch eine ganze Weile, bis ich endlich zu dem Buch griff, um es zu lesen und wieder in die familiäre Atmosphäre rund um die Band Parallel zu tauchen.
Den Schreibstil von Kara Atkin empfinde ich nach wie vor als angenehm und poetisch angehaucht. Besonders bei dieser Geschichte - zu Mia und Roan - hat sich jede Textpassage bedeutungsvoll angefühlt und ein hohes Maß an emotionaler Tiefe vermuten lassen. Ich war ehrlich überrascht, als ich in der Danksagung gelesen habe, dass Kara Schwierigkeiten beim Schreiben dieser Geschichte hatte, denn auf mich machte sie einen runden und gut geplanten wie umgesetzten Eindruck.
Mia mochte ich bereits im ersten Teil, weil dort deutlich wurde, was für eine gute Freundin sie für Ellie und all die anderen ist. Ihre Loyalität Roan und Damian gegenüber ist unermesslich, schließlich sind sie, wie Einblicke in ihre Vergangenheit untermalen, bereits seit vielen Jahren miteinander befreundet und zusammen aufgewachsen. Ihr Charakter erhält zusätzliche Tiefe, sobald Kara Mias innere Konflikte offen legt und im selben Atemzug die enge Beziehung zu Roan ausbaut.
Roan ist ein vielschichtiger Charakter, der versucht, mit der neu gewonnenen Freiheit in seiner Kreativität und seinem Auftreten klarzukommen. Er ist ruhiger als sein Bandkollege Damian und hat, ähnlich wie Mia, mit Lasten aus der Vergangenheit zu kämpfen.
Die Beziehung zwischen Mia und Roan ist von der hohen emotionalen Intelligenz der beiden geprägt. Sie sprechen eine eigene Sprache und verstehen sich auch ohne Worte. Ihr Einfühlvermögen ist beeindruckend und alles an ihrem gemeinsamen Auftreten hat sich authentisch und intensiv angefühlt. In keiner Szene kam mir ihr Verhalten aufgesetzt vor und ich bin Kara unendlich dankbar, dass sie den großen Konflikt des Buchs außerhalb ihrer Beziehung platziert hat. Das leider oft gewählte Missverständnis zwischen zwei Personen, um Drama zu generieren, hätte die besondere Bindung der beiden zerstört, zumal sie immer ehrlich zueinander waren.
Das allgemeine Tempo des Buchs kam mir ein bisschen langsam vor, was aber mehr an meiner eigenen Lesegeschwindigkeit als an Karas Erzählung lag, weshalb ich darin keinen Kritikpunkt sehe. Ich finde es außerdem ziemlich eindrucksvoll, wie gut Kara Julies Charakter und die Darstellung der Paparazzi und Presse gelungen ist. Die eingefügten Klatschblatt Artikel haben mich sämtliche Emotionen von Wut bis Frust empfinden lassen und ich frage mich, was aus einem Komplizen von ihr geworden ist, da keinerlei Folgen seinerseits erwähnt werden.
Abschließend möchte ich sagen, dass mir der zweite Teil der Reihe besser gefallen hat als der erste, eben weil Mia und Roan zwei ganz besondere Charaktere sind und ihre Beziehung perfekt auf ihre Persönlichkeiten abgestimmt wurde. Ich habe es sehr genossen, sie auf ihrem Weg zu begleiten und bin dankbar, dass es mit „The Finishing Touch“ noch einen weiteren Teil gibt und ich mich nicht schon jetzt von dieser familiären und liebevollen Gruppe verabschieden muss. Eine klare Empfehlung für all diejenigen, die tiefe Emotionen und authentische Charaktere suchen und sich gerne in Musik verlieren. 


(https://book-souls.com/2025/09/24/the-brightest-colours-von-kara-atkin/ )

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2025

Rosie-rot

Not in My Book
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Rosie liebt Liebesromane und träumt davon, Schriftstellerin zu werden, weshalb sie in New York Kreatives Schreiben studiert. Alles würde nach Plan laufen, wenn sie nicht ständig in hitzige Auseinandersetzungen ...

Rosie liebt Liebesromane und träumt davon, Schriftstellerin zu werden, weshalb sie in New York Kreatives Schreiben studiert. Alles würde nach Plan laufen, wenn sie nicht ständig in hitzige Auseinandersetzungen mit ihrem ebenso charmanten wie arroganten Kommilitonen Aiden geraten würde. In jeder Sitzung treffen die Genre gehobene Literatur und Romance, stellvertretend für die beiden, aufeinander und ziehen den ganzen Kurs in Mitleidenschaft, bis ihre Professorin ihnen ein Ultimatum stellt: Entweder sie schreiben gemeinsam ein Buch oder sie verlieren ihren Platz im Seminar. Zur Zusammenarbeit gezwungen, finden die Rivalen in ihrem Roman die Liebe, und während sich die Charaktere verlieben, zeigt sich auch in der Realität der schmale Grat zwischen Hass und Liebe auf …


Meine Meinung:
Mir wurde die Ehre zu Teil dieses Buch, nach einer sehr spontanen Bewerbung, im Rahmen einer Leserunde vor dem Erscheinungstermin lesen zu dürfen. Es war mir zuvor schon aufgrund des Covers aufgefallen, was ich schön herbstlich finde. Der Klappentext und die Widmung haben mich endgültig davon überzeugen können, es lesen zu wollen.
Bei „Not in my Book“ handelt es sich um das erste Buch von Katie Holt, von dem ich gehört und das ich gelesen habe. Die Dialoge fühlen sich lebendig an und sind von Ironie geprägt, während sich der Schreibstil fließend und schnell lesen lässt. Ich durfte mehr als einmal laut loslachen oder breit in mich hinein grinsen.
Mit dem herbstlichen Setting in New York und dem Seminar zum kreativen Schreiben an der Universität hat Katie Holt eine sehr gemütliche Atmosphäre geschaffen, die meine Sehnsucht nach dem Herbst zusätzlich steigern konnte. Besonders die erste Hälfte hat mir gefallen, da sich die Protagonisten auf Augenhöhe in hitzigen Streitgesprächen wiederfinden und die Spannung zwischen ihnen greifbar war. In der zweiten Hälfte haben mir besonders die Szenen rund um Weihnachten und Silvester gefallen, da wir dank ihnen einen tieferen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten geboten bekommen.
Rosie ist eine verträumte Romantikerin, die den Vorurteilen gegen das Romance-Genre entgegenwirken möchte. Sie ist in der Lage, aus jeder Situation etwas Positives zu ziehen, hat aber mit hohen Ansprüchen an sich selbst und vielen Unsicherheiten zu kämpfen. Aiden ist ein großer Fan von gehobener Literatur, der im Schatten zweier erfolgreicher Eltern aufgewachsen ist und bedauerlicherweise viel zu wenig Zuneigung erhalten hat. Aiden und Rosie haben sich beide in ihrem Verhalten größtenteils authentisch angefühlt.
Meine einzigen Kritikpunkte an diesem Buch gelten diesen kleinen Szenen, in denen sie sich nicht entsprechend ihres Charakters verhalten haben und dem zum Teil künstlich hervorgerufenen Dramas gegen Ende der Handlung. Mir wurde zu oft erwähnt, dass Aiden kein Fan von Romantik war, zu oft von Rosie an der Aufrichtigkeit seiner Gesten gezweifelt und zu oft bei ihm die Fehler gesucht, nicht nur in den Momenten, in denen es gerechtfertigt wäre.
„Not in my Book“ hat mir gut gefallen, mit Ausnahme weniger Szenen und Plotpunkte, besonders die ersten zwei Jahreszeiten der Handlung - Herbst und Winter - haben mich denken lassen, dass es ein Jahreshighlight für mich werden könnte. Ich kann es an Fans von hitzigen Diskussionen und Büchern, egal welchen Genres empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 18.07.2025

Von Fakten und Gefühlen

One song apart - London Hearts 1
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Zum Inhalt:
Quinn kommt ihrem Traum, Journalistin zu werden ein ganzes Stück näher, als sie einen Ausbildungsplatz beim renommierten Medienhaus Trinity Media ergattert. Hinzu kommt, dass sie ein Zimmer ...

Zum Inhalt:
Quinn kommt ihrem Traum, Journalistin zu werden ein ganzes Stück näher, als sie einen Ausbildungsplatz beim renommierten Medienhaus Trinity Media ergattert. Hinzu kommt, dass sie ein Zimmer in einer der schönsten WGs Londons beziehen darf und sich neue Freundschaften erhofft. Doch ihr neues Leben wird bald vor echte Herausforderungen gestellt, denn Quinn wird der Redaktion eines Klatschmagazins zugeteilt, und ihre Chefin kann sie von Anfang an nicht leiden. Zu allem Überfluss veröffentlicht sie versehentlich eine falsche Geschichte über den beliebten Popstar Milo Brix, die seine Fans in Ärger versetzt und Quinns Job gefährdet. Doch als sie gezwungen ist, den echten Milo für ein Interview näher kennenzulernen, stellt sie sich die Frage, ob sie ihre Meinung über ihn nicht zu vorschnell gebildet hat…


Mein Eindruck:
Mir wurde die Ehre zuteil, das Buch vor seinem Erscheinungstermin im Rahmen einer Leserunde lesen zu dürfen. Weder von Lorena Schäfer, noch von Valentina Fast habe ich bisher ein Buch gelesen, doch ich war neugierig und freute mich auf eine neue Leseerfahrung. Es soll vier Bücher in der London Hearts Reihe geben, die jeweils von einem der WG Mitglieder handeln und wovon zwei von Valentina und zwei von Lorena geschrieben werden.
Lorena Schäfers Schreibstil ließ sich flüssig und schnell lesen, weshalb ich das Gefühl hatte, zügig voranzukommen. Dieser Effekt wurde zusätzlich durch die Kürze der Kapitel und die wechselnde Erzählperspektive zwischen Quinn und Milo unterstützt. Mit dem Setting des herbstlichen Londons und den Beschreibungen des WG Lebens am Willow Square hat Lorena eine gemütliche und herzliche Atmosphäre geschaffen, die mir gut gefallen hat.
Quinn ist eine Person, die ihr Leben durch Rationalität und Analysen leiten lässt und Gefühle eher ungern zulässt. Die Einblicke in ihre Ausbildung bei Trinity Media fand ich äußerst spannend und hätte mir hier und da ein bisschen mehr zu dem Thema gewünscht. Ihre WG Mitglieder und Freundinnen – Gemma, Pippa und Neve – durfte ich ausreichend genug kennenlernen, um ein Interesse an ihrer eigenen Story zu entwickeln und sie ins Herz zu schließen. Milo hat im Gegensatz zu Quinn einen besseren Zugang zu seinen Emotionen und ist ein talentierter Musiker, der viel Wert auf den Schutz seiner Privatsphäre legt und sein Leben auf eine bewusst bodenständige Art führt.
Zu Beginn fiel es mir ein bisschen schwer, mich in die Story hineinzufinden, da anfängliche Plots vorhersehbar und die Figuren noch recht oberflächlich waren. Mit der Zeit wurde es besser und besonders ab der Mitte des Buches kamen mir Quinn und Milo in ihrem Verhalten und ihren Gedanken authentischer vor. Die Vorhersehbarkeit der Plots hat sich jedoch nicht verändert.
Die letzten Kapitel haben sich ziemlich gehetzt und das Ende recht abrupt angefühlt, was im starken Kontrast zur vorherigen Geschwindigkeit stand und mir deshalb negativ auffiel. Auch das abschließende Drama hat sich für mich zu künstlich angefühlt, obwohl ich recht dankbar dafür war, dass dessen Auflösung nicht unnötig in die Länge gezogen wurde. Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, war, dass manche Aspekte, wie beispielsweise Quinns „Glück“ in ihrer Ausbildung, sehr oft wiederholt wurden. Das hat sich im Falle des Beispiels nach Naivität und privilegierter Quengelei angefühlt und Quinn somit ein paar Sympathie Punkte genommen.
An und für sich bietet „One Song Apart“ eine niedliche, vorhersehbare und zum Teil tiefgründige Geschichte über eine Journalistin und einen Musiker, die beide lernen, Vertrauen zu fassen. Ich habe es gerne gelesen, doch wirklich begeistern konnte es mich nicht.


(https://book-souls.com/2025/07/18/one-song-apart-von-lorena-schaefer-und-valentina-fast/)

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Die Trägheit der Idealisten

Fabian
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Zum Inhalt:

Dr. Jacob Fabian ist Germanist und arbeitet als Werbetexter in Berlin. Er stürzt sich in erotische Abenteuer, trinkt mit Reportern und versucht, im stürmischen Treiben der Großstadt an seinen ...

Zum Inhalt:

Dr. Jacob Fabian ist Germanist und arbeitet als Werbetexter in Berlin. Er stürzt sich in erotische Abenteuer, trinkt mit Reportern und versucht, im stürmischen Treiben der Großstadt an seinen Idealen festzuhalten. Doch die Stadt bewegt sich im Zickzack und die demokratischen Grundlagen der Weimarer Republik geraten zunehmend ins Wanken. Als Fabian die junge Anwältin Cornelia in einem Bildhaueratelier kennenlernt, verändert sich sein Leben und die beiden verlieben sich – doch ihre Liebe soll nicht von Dauer sein.


Mein Eindruck:

Ich habe in diesem Wintersemester ein Seminar zu Erich Kästner belegt und dafür dieses Buch gelesen, doch das Cover ist mir schon eine ganze Weile vorher gelegentlich in der Buchhandlung aufgefallen, weswegen es mich gefreut hat, es auf der Lektüreliste zu finden.

Besonders nach ‚Emil und die Detektive und Emil und die drei Zwillinge‘ und ‚Das fliegende Klassenzimmer‘ war ich gespannt darauf, wie anders Kästner für seine erwachsene Leserschaft geschrieben hat und ein Unterschied war definitiv erkennbar. Wo in seinen Kinderbüchern die Hoffnung und die Kraft des Guten einen großen Raum einnehmen, ist diese in ‚Fabian‘ so gut wie gar nicht zu finden. Mir ist bewusst, dass es sich um eine gesellschaftskritische Perspektive handelt und es gefiel mir, wie unverblümt er manche Umstände und Situationen geschildert hat. Doch irgendwie wurde die triste Atmosphäre, in der selbst die kleinste Flamme der Hoffnung sofort erlischt, nach einigen Seiten langweilig und fade. Sie deprimierte und frustrierte mich, da Fabian kein flacher, schlecht konstruierter Charakter ist. Er hätte die Umstände, die seinen Alltag geprägt haben, definitiv verändern können, wenn er es genug gewollt und die Energie dafür aufgebracht hätte.

Fabian hat interessante Ansichten in Bezug auf das Leben und die Gesellschaft, deshalb war es für mich nicht ganz verständlich, warum er tatenlos zugesehen hat, wo er doch genau wusste, was die Probleme sind. Das hat die Authentizität seiner Ideale für mich aufgehoben, denn er hat sich so verhalten, als wäre die Tatenlosigkeit zu bequem für ihn und die Aussicht auf Besserung seine Energie nicht wert. Es hat den Eindruck erweckt, er würde sich dieser Welt, die er kritisch betrachtet, nicht wirklich zugehörig fühlen – als wäre er ein unbeteiligter Beobachter.

Genau da hat Kästner meiner Meinung nach alles richtig gemacht, denn die Geschichte hat mich mehrmals zum Nachdenken angeregt. Gleichzeitig hat es sich für mich so angefühlt, als hätte er es sich mit diesem Werk zu leicht gemacht und als würde ein bedeutender Teil zur endgültigen Vollendung fehlen. Hier sollte ich erwähnen, dass ich die zensierte Version und nicht ‚Fabian oder Ein Gang vor die Hunde‘ gelesen habe. Vielleicht würde meine Einschätzung anders ausfallen, hätte ich diese Version gelesen – wer weiß.

‚Fabian‘ zu lesen war auf jeden Fall interessant, besonders im Hinblick auf den Kontrast zu seinen Kinderbüchern. Kästners Schreibstil strahlt eine gewisse Intelligenz aus, was mir sehr gut gefällt, doch in diesem Werk hat mir, wie bereits erwähnt, einfach etwas gefehlt, um es genauso gut finden zu können, wie die anderen Bücher, die ich bereits von ihm kenne. An Fans seiner Arbeit würde ich es auf jeden Fall weiter empfehlen.



(https://book-souls.com/2025/05/19/fabian-von-erich-kaestner/)

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