"Die Räuber" sind ein typisches Drama des Sturm und Drang. Dem "eigentlichen" Räuber Karl, der aus Protest gegen die Schwächen der Gesellschaftsordnung zum Anführer einer Räuberbande wird, steht sein Bruder Franz gegenüber, der auf hinterlistige, heuchlerische Art versucht, seine Umwelt zu täuschen und seine Machtansprüche zu verwirklichen. Am Ende müssen der Verbrecher aus Idealismus und der aus Eigennutz verbrecherisch Handelnde beide erkennen, dass ihre Wege falsch sind.
Dem Schauspiel ist die Vorrede von Schiller "Geschrieben in der Ostermesse 1781" vorangestellt.
Das Hamburger Leseheft enthält neben dem ungekürzten Text (mit seitenweiser Zeilenzählung) ein Nachwort, eine Zeittafel zu Friedrich von Schiller sowie umfangreiche Anmerkungen bzw. Worterläuterungen.
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Die Räuber hebt sich für mich deutlich von anderen Klassikern ab. Die Charaktere handeln ganz typisch für die Epoche, der es zuzuschreiben ist, nach ihren Gefühlen. Dadurch entsteht ein Konflikt, der mich ...
Die Räuber hebt sich für mich deutlich von anderen Klassikern ab. Die Charaktere handeln ganz typisch für die Epoche, der es zuzuschreiben ist, nach ihren Gefühlen. Dadurch entsteht ein Konflikt, der mich vollkommen überzeugt hat. Es mag zwar nicht realistisch wirken, aber das finde ich überhaupt nicht schlimm. Mir gefällt das ständige hin und her zwischen den Charakteren. Zudem hat jeder Charakter Eigenschaften erhalten, die deutlich zum Ausdruck kamen. Auch die Sprache hebt sich von anderen Werken ab, da sie nicht so zurückhaltend ist wie bei anderen oft und auch mal Kraftausdrücke verwendet werden. Mit diesem Werk hat sich Schiller gegen das gestellt, was geltend war, was diese Buch zu etwas besonderem macht.
Insgesamt finde ich, dass Schiller mit diesem Werk ein Meisterstück erschaffen hat. Es hebt sich einfach in jeder möglich Hinsicht von anderen Werken ab und ist noch heute lesenswert.
Karl wird aufgrund einer Täuschung und aus Protest gegen die Schwächen der gesellschaftlichen Ordnung zum Anführer einer „Räuberbande“ und findet sich kurze Zeit später in seiner Heimat wieder. ...
Zum Inhalt:
Karl wird aufgrund einer Täuschung und aus Protest gegen die Schwächen der gesellschaftlichen Ordnung zum Anführer einer „Räuberbande“ und findet sich kurze Zeit später in seiner Heimat wieder. Dort versucht sein Bruder Franz seinen Anspruch auf Macht durchzusetzen, indem er sich gegen die eigene Familie stellt und seine Umwelt mit hinterlistigen Lügen täuscht. So trifft der idealistische Verbrecher auf den Widerstand des eigennützigen und letztendlich müssen beide den Fehler ihres Handelns erkennen.
Mein Eindruck:
Ich habe bisher zwei Werke von Schiller gelesen und plane, in Zukunft weitere von ihm zu lesen, doch sein erstes Drama ‚die Räuber‘ konnte mich nicht wirklich überzeugen.
Es ist gut geschrieben, lässt sich trotz der schweren gesellschaftlichen und politischen Thematiken gut lesen und hat einige spannende Szenen zu bieten. Besonders der Konflikt zwischen den Brüdern Karl und Franz stellt einen bedeutenden Teil der Handlung dar und bildet auch die Ursache für viele Entscheidungen der beiden während der Handlung. Zwischen ihnen besteht ein starker Kontrast, den Schiller meisterhaft in ihrem Charakter und ihren Taten ausdrückt, was mir sehr gefallen hat. Allgemein hat dieses Buch viele spezielle Figuren zu bieten.
Neben den Brüdern gibt es noch die Figur Spiegelberg, der manipulativ, zielorientiert und egoistisch vorgeht und die Räubergruppe in vielen Situationen nicht sonderlich positiv zu beeinflussen weiß. Amalia, die einzige Frauenrolle in diesem Werk, ist beeindruckend. Ihr Mut und ihr Kampfgeist halten eine ganze Weile an, trotz der Mitteilung, dass ihr Geliebter gefallen ist. Sie ist clever genug, um hinter ein paar der Intrigen zu kommen und scheut sich nicht, ihre Meinung kundzutun.
Was mich wirklich überrascht hat, war das Ende. Ich hatte einige Wendungen der Handlung bis zu diesem Punkt vorhersagen können, doch mit dieser Heftigkeit hätte ich nicht gerechnet. Es fällt mir schwer, einen Standpunkt zu dem Ende zu formulieren, denn ich kann mich nicht darauf festlegen, ob es mir gefallen oder mich enttäuscht hat. Während des Lesens hatte ich immer wieder den Eindruck, dass mir etwas fehlt, doch ich konnte nicht herausfinden was.
Wenngleich dieses Buch nicht mein liebstes Werk von Schiller sein mag, hat es dafür, dass es sein erstes Werk ist, auf jeden Fall Respekt und Anerkennung verdient.
In dem Buch geht es hauptsächlich um Franz' Intrigen gegenüber seinem Vater. Franz ist verzweifelt und möchte unbedingt das alleinige Erbe von seinem Vater haben. Ein großes Ziel von ihm ist auch, Aufmerksamkeit ...
In dem Buch geht es hauptsächlich um Franz' Intrigen gegenüber seinem Vater. Franz ist verzweifelt und möchte unbedingt das alleinige Erbe von seinem Vater haben. Ein großes Ziel von ihm ist auch, Aufmerksamkeit zu bekommen und beliebter zu sein als sein Bruder Karl.
Mir hat das Buch nicht so gefallen, da ich die Figuren und deren Handlung für unrealistisch halte und sie daher nicht ganz nachvollziehen kann. Die Sprache war mir auch zu extrem, da unter anderem viele Ausrufe verwendet wurden.
Die Aggressivität hat mir auch nicht gefallen und ist ziemlich unrealistisch, denn die Figuren haben nur nach ihren Gefühlen gehandelt und nicht darüber nachgedacht, was sie machen.
Dieses Drama ist eher für Leute, die die alte Geschichte mögen und mit unerwarteten und aggressiven Handlungen trotzdem noch Spaß am Lesen haben. Außerdem sollte man auch mit der veralteten Sprache und dem Drehbuchstil zurechtkommen.