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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2025

Aufregende Zeitreise

Die Inselschwimmerin
1

Evie hat ihre Heimatinsel Orkney nach einem dramatischen Vorfall mit ihrer Schwester Liv verlassen. Als sie erfährt, dass ihr Vater schwer krank ist, kehrt sie widerwillig zurück. Dort wie sie herzlich ...

Evie hat ihre Heimatinsel Orkney nach einem dramatischen Vorfall mit ihrer Schwester Liv verlassen. Als sie erfährt, dass ihr Vater schwer krank ist, kehrt sie widerwillig zurück. Dort wie sie herzlich von Freya empfangen. Doch mit der Rückkehr kommen auch die alten Erinnerungen und Konflikte wieder hoch. Evie muss sich ihrer Vergangenheit stellen und sich selbst.

Das Cover des Buches hat mir sofort gefallen, es hat mich direkt angesprochen. Leider bin ich mit dem Schreibstil nicht ganz warm geworden. Das liegt wahrscheinlich einfach daran, dass ich persönlich andere Erzählweisen gewohnt bin. Etwas klarer und strukturierter. Besonders schwer habe ich mich mit den Perspektivwechseln getan: Mal war ich in Evies Gedanken, im nächsten Moment bei Freya .. das hat mich manchmal verwirrt.

Anfangs war ich skeptisch wegen der drei Zeitebenen, doch überraschenderweise hat mir genau das richtig gut gefallen! Die Kapitel waren detailliert geschrieben, man konnte gut in die verschiedenen Zeiten und Sichtweisen eintauchen. Ein großes Highlight für mich war die Beschreibung der schottischen Landschaft! Da kam bei mir sofort wieder Fernweh auf. Ich freue mich schon auf meine nächste Reise nach Schottland!

Evies Schwester Liv ist ein wirklich schwieriger Charakter .. an manchen Stellen war ich regelrecht schockiert, wozu Menschen fähig sein können. Es wurden auch zwei sehr wichtige Themen angedeutet, auf die aber leider nicht weiter eingegangen wurde. Das fand ich sehr schade, denn genau dort hätte das Buch noch mehr Tiefe gewinnen können.

Trotzdem hat mich die Spannung rund um das zentrale Geheimnis richtig gepackt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich wollte immer weiter lesen, um mehr über die Figuren und das Geschehen zu erfahren.

Was mich allerdings enttäuscht hat: Der Titel „Die Inselschwimmerin“ hat für mich kaum eine Verbindung zur eigentlichen Handlung. Die Schwimmgruppe wurde nur am Rande erwähnt. Dabei hätte dieses Element so viel Potenzial gehabt! Insgesamt hatte die Geschichte starke Ansätze, aber in der Umsetzung hat für mich nicht alles zusammengepasst.

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 17.04.2025

Gefühlvolle Rückkehr und zweite Chance

Inselglück auf Umwegen
0

Joris führt seit Jahren ein erfolgreiches Food Truck Business in Kalifornien – fernab seiner Heimat und noch weiter entfernt von seinem Vater, zu dem das Verhältnis mehr als schwierig ist. Doch als dieser ...

Joris führt seit Jahren ein erfolgreiches Food Truck Business in Kalifornien – fernab seiner Heimat und noch weiter entfernt von seinem Vater, zu dem das Verhältnis mehr als schwierig ist. Doch als dieser operiert werden muss, sieht sich Joris gezwungen, auf die Insel zurückzukehren und das Familienrestaurant zu übernehmen – ein Ort, den er längst hinter sich gelassen hatte.

Zurück auf dem Festland trifft er auf seine einstige große Liebe Lena, die nach wie vor im Familienhotel aushilft und mit ihrer warmherzigen, selbstlosen Art das Herz jedes Lesers gewinnt. Sie stellt stets das Wohl anderer über ihr eigenes, obwohl sie selbst große Träume hegt – Träume, die sie zugunsten der Familie auf Eis gelegt hat.

Die Geschichte wechselt einfühlsam zwischen den Perspektiven von Joris und Lena, was es besonders leicht macht, sich tief in die Handlung hineinzuversetzen. Ich liebe es, wenn man als Leser beide Seiten versteht – ihre Gedanken, Zweifel und Gefühle miterleben darf.

Was mich besonders berührt hat, ist das Wiedersehen der beiden: Es ist ehrlich, unkompliziert und voller echter Emotionen. Trotz der vielen Jahre Abstand spürt man sofort, dass zwischen Lena und Joris noch immer eine starke Verbindung besteht. Beide sind gereift, was sich in ihren Gesprächen zeigt – tiefgründig, reflektiert und ohne unnötige Dramen.

Die Geschichte zeigt auf wunderschöne Weise, dass Liebe auch nach langer Zeit Bestand haben kann, wenn man bereit ist, sich aufeinander einzulassen. Lena und Joris sind einfach füreinander bestimmt – das spürt man mit jeder Seite.

Das Ende hat mein Herz erfüllt. Es hätte kein schöneres für die beiden geben können. Ein wundervolles Buch über zweite Chancen, Familienbande und die große Liebe, die manchmal einen Umweg nimmt – aber genau zur richtigen Zeit zurückkehrt.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2025

KURZE UND ROMANTISCHE LIEBESGESCHICHTE

Always Been You - Herzklopfen in Blossomville
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Olivia kehrt nach zwölf Jahren in ihre kleine Heimatstadt Blossomville zurück – gezwungenermaßen, denn eine familiäre Angelegenheit ruft sie dorthin. Doch nicht jeder freut sich über ihr Wiedersehen. Als ...

Olivia kehrt nach zwölf Jahren in ihre kleine Heimatstadt Blossomville zurück – gezwungenermaßen, denn eine familiäre Angelegenheit ruft sie dorthin. Doch nicht jeder freut sich über ihr Wiedersehen. Als sie jedoch ihrem Ex-Freund Grayson begegnet, nimmt ihr Besuch eine unerwartete Wendung …

Achtung, möglicher Spoiler!

Olivia hat in New York hart für ihre Karriere als Anwältin gearbeitet und ist eine äußerst ehrgeizige, zielstrebige Frau. In Blossomville hielt sie nur noch der Kontakt zu ihrer Tante. Doch als diese verstirbt, muss Olivia zur Testamentseröffnung zurück in die Kleinstadt – und sich damit auch ihrer Vergangenheit stellen.

Besonders berührt hat mich ihre Begegnung mit Debbie, ihrer früheren besten Freundin. Debbie war für mich eine der schönsten Figuren im Buch. Sie empfängt Olivia mit offenen Armen – als wäre sie nie fort gewesen. Und genau so fühlte es sich auch an: als würden die beiden einfach dort weitermachen, wo sie aufgehört haben. Eine echte Freundschaft eben.

Und dann ist da noch Grayson …
Grayson ist ein Mann mit einem großen Herzen. Er bleibt durchgehend liebevoll und sympathisch, und jedes Aufeinandertreffen mit Olivia strahlt Harmonie aus – fast so, als wären die zwölf Jahre nie vergangen.

Das Kleinstadtleben wurde in diesem Roman absolut authentisch eingefangen. Ich konnte mir jedes Gebäude bildlich vorstellen und hatte das Gefühl, selbst in Blossomville zu sein – als würde alles direkt vor meinen Augen geschehen. Das verdanke ich dem wunderbaren Schreibstil der Autorin. Wer „Gilmore Girls“ liebt, wird spätestens bei der humorvollen Stadtratssitzung das charmante Kleinstadtflair genießen.

Zugegeben, die Handlung war für mich vorhersehbar, aber das habe ich bewusst in Kauf genommen. Es ist ein schöner, kurzweiliger Liebesroman für zwischendurch, den ich sehr genossen habe. Nun freue ich mich auf die nächsten beiden Bände von Michelle Pietsch und bin gespannt, wessen Traum als Nächstes in Blossomville wahr wird!

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 10.02.2025

DIE MAUER UM MEIN HERZ IST STABILER DENN JE

Bradwood Studios
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Alexandra studiert Schauspiel an der Bradwood Academy und hat echtes Talent. Sie bekommt viele Rollen, darunter eine wichtige Hauptrolle in einer bekannten Serie. Ihr Agent Jack, der in seinem Job sehr ...

Alexandra studiert Schauspiel an der Bradwood Academy und hat echtes Talent. Sie bekommt viele Rollen, darunter eine wichtige Hauptrolle in einer bekannten Serie. Ihr Agent Jack, der in seinem Job sehr erfolgreich ist, hat ihr diese Chance verschafft – nicht ganz uneigennützig, denn ihr Erfolg könnte ihm eine Beförderung bringen. Doch dann kommt da diese unerwartete Anziehung zwischen ihnen ins Spiel...


Alexandra ist ehrgeizig und gut organisiert. Ihre Mutter sowie ihre beiden Mitbewohnerinnen und besten Freundinnen, Sophie und Eloise, stehen immer hinter ihr. Als sie den Vertrag mit Jack unterschreibt, sichert er ihr direkt eine große Rolle – und sie macht ihre Sache großartig. Was sie nicht erwartet hätte: Die starken Gefühle, die sie plötzlich für Jack entwickelt.

Jack Hastings ist ein angesehener Agent in der Filmbranche und arbeitet für die Bradwood Studios. Seine Karriere könnte einen ordentlichen Schub bekommen, wenn Alexandra erfolgreich wird. Die beiden verstehen sich von Anfang an gut, aber mit der Zeit wird ihre Beziehung immer intensiver – vielleicht zu intensiv, um noch professionell zu bleiben.

Ich mochte die lockere, natürliche Dynamik zwischen den beiden zu Beginn. Besonders Alexandras emotionaler Kampf hat mich mitfühlen lassen – man spürt, wie schwer es ihnen beiden fällt. Trotz Hindernissen schaffen sie es, zusammenzuhalten, was sie als Charaktere wachsen lässt.


Insgesamt fand ich den Roman sehr schön und nicht übertrieben dramatisch. Es war eine angenehme Liebesgeschichte, die ich entspannt zwischendurch lesen konnte – sei es in Pausen oder beim Sport. Und trotzdem war ich immer schnell wieder mitten im Geschehen.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Sensationelle Fortsetzung!

Iron Flame – Flammengeküsst
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Violet ist mit ihrer mutigen Art und ihrem scharfen Verstand eine absolute Spitzenprotagonistin. Immer wieder hat mich ihr Charakter aufs Neue begeistert. Ihr innerer Konflikt, dieses große Geheimnis vor ...

Violet ist mit ihrer mutigen Art und ihrem scharfen Verstand eine absolute Spitzenprotagonistin. Immer wieder hat mich ihr Charakter aufs Neue begeistert. Ihr innerer Konflikt, dieses große Geheimnis vor allen anderen zu bewahren und sich gleichzeitig emotional zu distanzieren, tat mir unendlich leid. Ihr Schmerz und ihre Stärke waren durchweg greifbar.

Xaden hat mich schon im ersten Band fasziniert, und ich bin froh, dass er sich in diesem Teil treu geblieben ist. Seine unerschütterliche Kontrolle – die einzig und allein Violet durchbrechen kann – macht ihn zu einem faszinierenden Charakter. Die Art, wie er unermüdlich um sie kämpft, ohne auch nur eine Sekunde zu zweifeln oder aufzugeben, war einfach wunderschön.

Die Liebe zwischen Violet und Xaden war für mich das absolute Highlight. Jede ihrer gemeinsamen Szenen habe ich in vollen Zügen genossen. Besonders Xadens durchdachte und tiefgründige Worte haben mein Herz immer wieder zum Schmelzen gebracht. Cat sorgte mit ihrem Auftritt für genau das richtige Maß an Drama, das verhindert hat, dass die Beziehung der beiden zu kitschig oder vorhersehbar wurde.

Das erste Band hat mir jedoch deutlich besser gefallen. Das liegt wahrscheinlich an dem Trope Enemies to Lovers, der dort noch gegeben war. Trotzdem konnte ich auch das zweite Buch kaum weglegen und habe mich jedes Mal aufs Neue darauf gefreut, weiterzulesen.

Die bildhafte Beschreibung der Welt hat es mir als Fantasy-Neuling leicht gemacht, in die Geschichte einzutauchen. Alles war so detailliert und intensiv beschrieben, dass ich mich selbst wie eine Kadettin gefühlt habe, die die letzten zwei Jahre an der Seite der Charaktere verbracht hat.

Das Ende war ein absoluter Nervenkitzel! Es hat nicht nur mit einer unvorhersehbaren Wendung überrascht, sondern auch mit einem offenen Ausgang, der mich umso gespannter auf den dritten Band warten lässt. Ich habe keine Ahnung, was mich erwarten wird – und genau das macht die Vorfreude umso größer.

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