Der dritte Teil der Trilogie um Bernhard Sommerfeldt vereint neben ausreichend Spannung genauso manche Skurrilität, Humor und unglaublichen Wendungen. Ich kann es nicht glauben, dass jetzt dies das Ende ...
Der dritte Teil der Trilogie um Bernhard Sommerfeldt vereint neben ausreichend Spannung genauso manche Skurrilität, Humor und unglaublichen Wendungen. Ich kann es nicht glauben, dass jetzt dies das Ende der Trilogie sein soll! Bernd Sommerfeldt hat seine Frauke am Strand geheiratet und will eigentlich entspannte Flitterwochen mit ihr verbringen. Allerdings gestaltet sich der Verlauf anders als geplant und Bernhard befindet sich mit Frauke auf der Flucht vor Kopfgeldjägern, BKA und dem ostfriesischen Kommissaren Team um Ann-Kathrin Klaasen. Auch wenn sich in Teil 2 schon ein mögliches Ende von Bernhard Sommerfeldt abzeichnete, hatte er doch alle sehr gekonnt getäuscht und war nun zwischen Odenwald und Spessart mit Frauke unterwegs. Dabei streut er sehr gekonnt Fehlinformationen über seinen Aufenthalt, gibt Tipps über Kriminelle weiter, die ihm auf den Fersen sind und sorgt damit nicht nur für Verwirrung unter seinen Verfolgern, sondern auch bei der Polizei und den BKA-lern. Wie in jedem Buch überzeugt Klaus-Peter Wolf wieder mit einer unglaublich rasanten Geschichte, die ausreichend Spannung und Humor bereit hält. Im letzten Teil fiebert man förmlich mit und ahnt vielleicht, was passieren könnte. Die Darstellung der einzelnen Charaktere, deren Denken und Handeln zum Teil sowas von skurril erscheint, als auch die verworrenen Spielchen von Bernhard Sommerfeldt mit Ann-Kathrin Klaasen, Frank Weller, Rupert, dem BKA und den Kopfgeldjägern sorgen für ein interessantes und spannendes Lesevergnügen. Der Schreibstil ist flüssig, präzise Beschreibungen lockern die Spannung auf und bringen die Geschichte am Ende auf einen unerwarteten Höhepunkt, den man angesichts der Kenntnisse über Bernhard und Frauke erst einmal verdauen muss. Das Cover ist sehr passend gestaltet und gibt der Trilogie einen gewissen Wiedererkennungswert. Also, dieser 3.Band absolute Empfehlung für alle Klaus-Peter Wolf Krimifans! Und insgeheim hoffe ich, dass uns der Autor mit einem „Nachtragskrimi“ überraschen wird.
Das Hörbuch zum Filmstart von Stromberg – Büro ist mehr als richtig arbeiten, ist Comedy auf höchstem Niveau, für alle die, die erstens Stromberg lieben und zweitens für die. die übertriebene Satire, ...
Das Hörbuch zum Filmstart von Stromberg – Büro ist mehr als richtig arbeiten, ist Comedy auf höchstem Niveau, für alle die, die erstens Stromberg lieben und zweitens für die. die übertriebene Satire, Witz und Sarkasmus a la Stromberg mögen und verstehen. In dem Hörbuch begegnen uns alte Bekannte, Wegbegleiter von Stromberg in der Capitol, die jetzt Redezeit erhalten und über ihre Zeit nach der Capitol berichten und wie es ihnen ergangen ist. Die Hauptrolle übernimmt wieder Christoph Maria Herbst (Bernd Stromberg) in unverkennbarer Darstellung eines überheblichen und arroganten ehemaligen Abteilungsleiters der Capitol, sehr redegewandt, manchmal etwas nuschlig, aber nie ohne den gewissen Unterton an Witz und Ironie. Weitere Sprecher sind Bjarne Mädel (Berthold "Ernie" Heisterkamp), Oliver Wnuk (Ulf Steinke) , Diana Staehly (Tanja Seifert) und Ralf Husmann (der Autor)). Jeder erzählt auf seine eigene Weise seine Zeit nach der Capitol. Was hatte Stromberg damals gesagt? „Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen!“ und genauso stellt sich nun dieses Hörbuch dar, es hat keinen Handlungsverlauf wie ein Buch oder der Film, es sind die Erzählungen und Episoden der Mitwirkenden, die für sich stehen, aber auch zusammengehören. Jeder spricht von seinem Werdegang, seinen Wünschen und Suchen nach neuen Herausforderungen, seinen (Un-)Fähigkeiten und Stolpersteinen. Tanja versuchte es in verschiedenen Bereichen mit der Buchhaltung, die sie nicht konnte, Ernie versuchte sich als Life-Coach und Stromberg hatte es sogar einige Jahre in die Politik verschlagen. Und wie der Titel schon aussagt, geht es im Wesentlichen um den Büroalltag. Es ist so eine Art Handbuch zum Arbeiten, Leben, Überleben und Verstehen im Büro. Tipps von A wie Homeoffice bis Z wie Soft Skills steht unter dem Titel, und so erlebt der Hörer Stromberg wie er Büro definiert, indem er typische Begriffe wie Networking, Inklusion..) frei übersetzt, wie Leserbriefe beantwortet werden und er wie selbstverständlich und selbstgefällig wieder Lebensweisheiten herausposaunt: „Als Chef hast du keine Freunde. Höchstens Fans oder Jünger.“ Alles in allem erschreckend authentisch, mit wahren Begebenheiten vielleicht vergleichbar, Klischees werden offensichtlich bedient und Humor muss man verstehen. Mir waren manche „Witze“ einfach zu heftig, ich konnte mich auch nicht in die Episoden „einleben“, aber das liegt daran, dass ich Stromberg schon in den Serien als übertrieben empfunden habe.
Inselmaschen von Erika Åberg sind eine wahre Liebeserklärung an ihre schwedische Heimat und dem Spiel von Maschen, die am Ende ein wunderschönes Strickwerk hervorbringen. Ich finde dieses Buch sehr gelungen, ...
Inselmaschen von Erika Åberg sind eine wahre Liebeserklärung an ihre schwedische Heimat und dem Spiel von Maschen, die am Ende ein wunderschönes Strickwerk hervorbringen. Ich finde dieses Buch sehr gelungen, denn Erika Åberg nimmt den Leser auf eine Reise zu den rauen Küstenlandschaften von Wales, den Färöer Inseln und den schwedischen Inseln Gotska bei Gotland mit. In jedem der 20 unterschiedlichen Strickanleitungen spiegeln sich die Landschaften, die einzigartige Natur ihrer Heimat und der Ideenreichtum von Erika wider. Ich bin begeistert, wie sie geschichtliche, malerische Landschaften, Flora und Fauna, Episoden, Porträts und ihr Wissen zu alledem gekonnt zwischen passenden Strickanleitungen einfließen lässt. Das Cover finde ich sehr geschmackvoll und passend gestaltet. Interessant finde ich die enge Verbindung von Mythologie und Märchen, die dank der mündlichen Überlieferung in den keltischen Kulturen noch heute zum Volksglauben zur Tradition gehören. Das ist nur ein kleiner Einblick in die unglaubliche Vielfalt des Buches. Natürlich geht es auch um Wolle, deren Herstellung und Verarbeitung. Faszinierende Aufnahmen und detaillierte Illustrationen geben dem Buch ein besonderes Aussehen und ist vielleicht auch ein Buch nicht nur für Strickerinnen. Die Projekte sind vielfältig, von anfängerfreundlich bis profihaft. Alle Anleitungen sind gut beschrieben und verständlich. Vielleicht ist das Buch auch Anregung für diejenigen, die noch unschlüssig sind, ob Stricken und das zum Thema Handarbeiten für sie etwas sind. Spätestens mit dem Buch wird man neugierig auf die Techniken und ansonsten ist das Buch mit seinen 136 Seiten abwechslungsreich und lesenswert. Und vielleicht lebt ja so eine teils vergessene Tradition alten Handwerks wieder auf. Viel Spaß beim Lesen und Nacharbeiten. Mein Projekt ist schon einmal angenadelt.
Mit „Entführung im Himmelreich“ werden die begeisterten Leser von dem bereits im letzten Jahr erschienenen Cosy-Krimi „Mord im Himmelreich“ wieder mit auf eine spannende und zugleich amüsante Ermittlungstour ...
Mit „Entführung im Himmelreich“ werden die begeisterten Leser von dem bereits im letzten Jahr erschienenen Cosy-Krimi „Mord im Himmelreich“ wieder mit auf eine spannende und zugleich amüsante Ermittlungstour der beiden Protagonisten Björn Kupernikus und seiner „Teuersten“ Annabelle Schäfer mitgenommen und mit Sicherheit nicht enttäuscht. Kupernikus lebt nun seit einigen Wochen auf dem Campingplatz „Himmelreich“ und ist durch seine Ermittlungsarbeit, die er hobbymäßig betreibt, (da er zu Zeiten seiner Schauspielkariere leider nie die Chance hatte, die Rolle eines Kommissars zu bekommen) zu einer festen angesehenen Instanz geworden. Er beginnt die Ruhe und die gemeinsamen Gespräche mit Annabelle (einer sehr klugen und sympathischen ehemaligen Lehrerin) zu genießen. Die kleine Hündin Pinguin, die er und Annabelle vom Paddleboard gerettet hatten, lebt nun bei ihm und sorgt dafür, dass Kupernikus regelmäßig seine Gassirunden am Templiner See geht. Nach wie vor zelebriert er den Genuss von exklusivem Kaffee, zubereitet aus Bohnen aus aller Welt. Und was gehört zu einem kompletten guten Frühstück? Frische Bäckerbrötchen vom Bäcker Mauske aus Caputh. Jeden Morgen kommt dieser mit seinem Lieferwagen auf den Campingplatz und bringt die bestellten Brötchen den Campern. Doch an jenem Tag ist alles anders. Die Schlange der wartenden Camper wird schon ungeduldig, weil sich Bäcker Mauske nicht blicken lässt. Und somit beginnt fast unbewusst die Rätselei für Kupernikus und den Leser, was denn passiert sein könnte. Nachdem Kupernikus und Pinguin den verlassenen Lieferwagen und die Schuhe vom Bäcker am See finden, ist klar, hier stimmt was nicht. Kommissar Fass übernimmt die Ermittlungen, tappt aber wie im Buch 1 mehr im Dunkeln. Viele Bekannte aus dem ersten Buch treffen wir hier wieder, zum einen Thiago, einen finnischen Brasilianer, der Mädchen für alles auf dem Campingplatz ist, Henriette, die kleine und recht vorlaute Tochter des Campingplatzbetreibers, Rettinghaus, einem Schauspieler aus Berlin und weiteren Campern. Kupernikus und Annabelle bilden wieder ein perfektes Ermittlerteam und haben neben dem mysteriösen Verschwinden des Bäckers noch andere äußerst verzwickte „Fälle“ zu lösen: ein eigenartiger Einbruch im Hausboot von Solveig (einer jungen Frau, die Kurse anbietet), das Verschwinden eines jungen Mannes, deren Freundin nun mittellos auf dem Campingplatz zurückbleibt, Streitigkeiten zwischen Bäcker und Metzger in Caputh und noch so einiges mehr. Auch dieses Buch hat die gleiche interessante Aufteilung in Kapitel, und Szenen wie Band 1 , die bei jeder neuen Szene zu Beginn den Schauplatz der Ereignisse, die Tageszeit sowie innen-außen benennt, ganz ähnlich wie bei einem Drehbuch. Auch sind die Ermittlungsansätze von Kupernikus gleich: drei Fragen, deren Antworten immer ein Stück näher zur Wahrheit führen. Während Kupernikus im Band 1 mir doch zeitweise kauzig vorkam, zeigt er diesmal eher seine charmante Seite, Viele Szenen lockern die Geschehnisse durch amüsante Schilderungen ungemein auf, wie der Besuch von Kupernikus bei den Eisenbahnerwitwen. Vom Schreibstil bin ich wieder voll überzeugt worden, sehr klar, bildhaft und detalliert. Es ist sehr unterhaltsam, die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, Witz und Humor kommen nicht zu kurz und werden dank der liebenswürdigen als auch der grummeligen Darsteller lebensnah vermittelt und lassen den Leser schmunzeln. Das Buch liest sich wunderbar schnell und man möchte es nicht aus der Hand legen, bevor man weiß, was passierte. War es nun eine Entführung oder sogar Mord? Das Buch hat ein schönes Wiedererkennungscover, bunt, den Templiner See im Hintergrund und Hündin Pinguin. Der Lieferwagen des Bäckers stimmt schon mal indirekt auf die Geschichte ein. Und nach diesem so turbulenten Krimi hoffe sehr, dass es noch mehr Fälle von dem gegensätzlichen aber sympathischen Ermittler Duo geben wird. Und zum Schluss gibt es noch die verführerischen Rezepte von Annabelle! Einfach Himmlisch!
Endlich ist er da, Band 2 über die Insel Tuga de Oro, deren Bewohner und der Haupt -protagonistin Charlotte Walker. Das farbintensiv und in geradliniger Form gestaltete Cover vermittelt ein Südseefeeling, ...
Endlich ist er da, Band 2 über die Insel Tuga de Oro, deren Bewohner und der Haupt -protagonistin Charlotte Walker. Das farbintensiv und in geradliniger Form gestaltete Cover vermittelt ein Südseefeeling, Sommer mit Kakadu und Strelitzien. Es passt hervorragend zu Band 1 „Willkommen auf Tuga“. Ich war schon sehr auf die Fortsetzung des Romans gespannt und wurde mit „Entscheidungen auf Tuga“ nicht enttäuscht.
Auch in diesem zweiten Buch erhält der Leser wieder faszinierende Einblicke in die Natur der tropischen Insel und lernt so manchen Bewohner und dessen Schicksal näher kennen. Am Status von Tuga hat sich nichts geändert, wenn auch unabhängig von Großbritannien, ist die Insel trotzdem auf Lieferungen von dort angewiesen, die auf Grund der territorialen Lage und der Abhängigkeit von Wetter und Meeresströmungen nur zweimal im Jahr per Schiff erreichbar ist. Emotional kommt auch die Geschichte nicht zu kurz. Als Leser fühlt man sich den Insulanern verbunden und würde gern helfen. Charlotte Walker, die ursprünglich zu Forschungszwecken für ein Jahr nach Tuga kam, ist mittlerweile eine angesehene Tierärztin und versucht somit den Bewohnern zu helfen. Im Band zwei erkennt man auch eine positive soziale Entwicklung von Charlotte, die zu Beginn ihrer Tätigkeit doch sehr zurückhaltend und eher schüchtern wirkte und eher Forschungsbesessen war.In der Krankenstation hat sie ein eigenes Behandlungszimmer erhalten, dass sie mit Hilfe von dem neuen Inselarzt Dan und einigen Helfern ausbaut. Ihr Forschungsjahr zu den Goldmünzschildkröten ging zu Ende und Charlotte verlängerte ihren Aufenthalt, weil sie zum einen ihren leiblichen Vater kennenlernte, den Bewohnern helfen wollte, sie nun endlich ihre Bestimmung gefunden hatte und sie ihre Liebe Levi gefunden hatte. Alles lief recht gut, als unerwartet und überraschend ihre Mutter aus London mit einer Segeljacht unter schwierigen Umständen und mit einem haltlosen Trick trotz der Anlandungsschwierigkeiten auf Tuga erscheint. Ihre Mutter, Lucinda Compton-Neville, eine sehr erfolgreiche Anwältin, wollte und konnte es nicht tolerieren, dass Charlotte auf der Insel bleiben wollte. Mit ihrem Erscheinen wollte sie ihre Tochter zur Rückkehr nach London bewegen. Aber damit beginnen Unannehmlichkeiten, Ausflüchte, schwierige Gespräche, eine emotionale Hin- und Hergerissenheit für Charlotte, sowie Uneinsichtigkeit, respektloses Verhalten, Rechthaberei und abfälliges Verhalten von Lucinda gegenüber ihrer Tochter Charlotte und den Bewohnern Tugas. Ein Mutter-Tochter-Verhältnis was nicht schwieriger sein könnte. Es geschehen aber noch reichlich Abenteuer mit Inselbewohnern, vor allem mit Anni Gos , die ihren gleichaltrigen Familienfreund Alex dos Santos sehr vermisst, und auch kein Verständnis dafür hat, dass er nach London auf ein Internat zum Lernen gegangen ist. Seine schwerkranke Mutter wurde auch zu einer Operation nach London gebracht und erholt sich nun dort für einen längeren Zeitraum. Katie, die Exverlobte vom Inselarzt Dan, die extra wegen ihm nach Tuga auswanderte, hat auch ihren Lebensmittelpunkt auf Tuga gefunden. Und so erfahren wir neben schwierigen Mutter-Tochter-Verhältnissen, auch schöne Begebenheiten der Inselbewohner. Sie nehmen uns mit in den schwierigen Alltag, zeigen aber auch, wie eng der Zusammenhalt und die Hilfe untereinander ist. Ich möchte nichts weiter von den Erlebnissen und den Bewohnern vorab verraten, ich finde der Leser sollte sich selbst ein Bild von der einzigartigen Natur, von den Menschen, ihren Berufen, ihrem Erfindergeist und dem harten Leben machen. Hilfreich ist es, den ersten Band zu lesen. Zu Beginn des ersten und auch bei diesem werden die handelnden Personen namentlich genannt und deren Status beschrieben. Bei den doch recht vielen Namen, wer wie zu wem gehört, ist es eine Hilfe, den Roman leichter lesen zu können.
Der Schreibstil ist etwas flüssiger als im ersten Roman. Einfach und verständlich.
Auch wenn Tuga eine fiktive Insel in der Südsee ist, lässt sich das Leben der Inselbewohner nachvollziehen. Die weiterführende Geschichte hat mir gut gefallen, es ist wieder eine Mischung aus Fernweh, aus den tagtäglichen Sorgen der Inselbewohner, aber auch der Fröhlichkeit und des Charmes dieser Menschen. Themen wie Nachhaltigkeit, Minimalismus, Erhaltung der Natur und die Aufgabe die Artenvielfalt zu erhalten und keine invasiven Tiere und Pflanzen auf der Insel zu beheimaten werden auch in der Geschichte angesprochen.
So wie der erste Roman bei mir viele Fragen offenließ, deren Antworten ich dann übrigens im zweiten Roman bekam, so endet auch dieser. Charlotte ist glücklich auf Tuga. Der Leser ist aber bereits über neue Tatsachen informiert, die mit Sicherheit dann im hoffentlich bald folgenden dritten Roman fortgeführt werden.