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Veröffentlicht am 23.08.2020

King of London oder eher King of my heart

King of London
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Das ist das erste Buch von Louise Bay, welches ich gelesen habe und ich bin nicht enttäuscht.

Ich habe das Buch ziemlich schnell durchgelesen und fand es sehr gut. Ein bis zwei Sachen haben mich leicht ...

Das ist das erste Buch von Louise Bay, welches ich gelesen habe und ich bin nicht enttäuscht.

Ich habe das Buch ziemlich schnell durchgelesen und fand es sehr gut. Ein bis zwei Sachen haben mich leicht gestört, weswegen ich dem Buch 4,5/5 Sternen geben würde.

Fangen wir mit dem Cover an. Ich finde, dass das Cover sehr gut zum Buch passt, da es teilweise Hayden (den Protagonisten) widerspiegelt bzw. seine Lebensweise im Bezug auf seinen Beruf.
Dazu zählen die Londoner Gebäude im Hintergrund (schließlich ist er der King of London und wohnt da) und der halb abgeschnittener Mann im Anzug.
Durch die ausgewählten dunklen Farben (grau und schwarz) wirkt alles edler und passt perfekt zum Business Aspekt. Die weiße Schrift mit der Krone verstärkt diesen Eindruck und führt einen ins Geschehen ein, da das Business von Hayden (neben der Liebesgeschichte) im Vordergrund steht.
Wenn man den Umschlag aufklappt, zieren dort weitere Gebäude aus London das Cover, auch hier mit den Grautönen.
Ich persönlich bin ein riesen Fan davon, wenn auf dem aufgeklappten Umschlag sich Zitate, Abbildungen etc, befinden und da das auch hier vorhanden ist, war ich umso mehr begeistert.

Von der ersten Seite war ich im Geschehen drin und konnte sehr gut in das Geschehen eintauchen. Hätte ich bei der Leserunde nicht teilnehmen dürfen, hätte ich es mir auf jeden Fall in meinem Buchladen gekauft.

Die Kapitel sind nicht allzu lang, was mir sehr gefällt, da somit die Geschichte nicht in die Länge gezogen wird. Das führt dazu, dass man das Buch nicht weglegen und immer weiterlesen möchte.
Der Wechsel der beiden Sichten ist sehr passend gewählt, sowie der Einblick in ihre Sicht-und Denkweise.

Bereits der Einstieg in die Geschichte war sehr passend, da dieser nicht all zu lang gezogen wurde und man sofort wissen möchte, wer der Maulwurf ist und was es auf sich hat, mit dem mysteriösen Cannon. (Das ist kein Spoiler, da dass in dem ersten Kapitel direkt angesprochen wird).

Hayden hat mich sofort begeistert und hat sich in den ersten Seiten bereits in mein Herz geschlichen.
Er ist super sympathisch, höfflich und ein angenehmer Mensch. Er macht sich nichts aus dem Reichtum anderer oder von ihm selber (In der Geschichte merkt man schnell, dass das sehr überraschend ist, da die meisten Gäste auf dem Schiff sehr eitel sind und er ist sehr gegenteilig zu den anderen).
Was mir besonders gefällt ist, dass er sehr Abwechlungsreich ist. Er bleibt immer höfflich und nett, ist aber auch gleichzeitig ein kleiner Chameur und hat einige schmutzige Gedanken, die sehr amüsant sind.

Direkt am Anfang merkt man, dass er sehr zielstrebig und professionell ist in seinem Beruf und desto süßer finde ich es, als er in den ersten Kapiteln eine kleine Verwandlung mitmacht (ausgelöst durch Avery, zu der ich gleich auch noch komme).
Er wird offener in vielen Bereichen seines Lebens, blüht viel mehr auf und erweitert seine Sichtweise auf die Welt.
Was besonders süß ist, dass er so gut wie gar nichts mit seinen Reichtum anfangen kann, da er ziemlich verwirrt war über den Service am Bord des Schiffes (Wenn ihr die Szene liest, dann wisst ihr direkt, warum das so schnuggelig ist).

Da ich nicht all zu viel verraten möchte, werde ich nicht allzu ins Detail gehen, welche Szenen ich besonders gut finde.
Verraten werde ich jedoch, dass Hayden wirklich viel für Avery macht und das ist wirklich herzzerreißend. Vieles was er sich vorgenommen hat, schmeißt er für sie übers Bord (Achtung: wortwörtlich) und tut vieles damit sie glücklich wird. Glaubt mir, danach wünscht ihr euch einen Hayden.

Jetzt habe ich jedoch genug über den Protagonisten geredet. Kommen wir nun zur Protagonistin Avery, von der wir alle uns eine oder zwei Scheiben abschneiden können.

Avery ist eine tolle Protagonistin mit einer wirklich aufopferungsvollen Sichtweise, die man gut nachvollziehen kann. Oftmals schüttelt man bei vielen Handlungen oder Gedanken von Protagonistinnen den Kopf, bei ihr ist es jedoch nicht der Fall.
Sie ist eine sehr starke Frau, die sehr bewunderungsvoll ist, da nicht viele fast alles aufgeben würden, für ihre Familie (Auch hier will ich nicht zu viel verraten, deswegen gehe ich nicht allzu ins Detail).
Sie stellt alles an erster Stelle und sich selbst erst an zweiter Stelle, was sie sehr sympatisch macht. Dadurch zeigt sie ihre Willensstärke, da sie auch an die Konsequenzen denkt und nicht überstürzt handelt. (Dies tut jedoch auch Hayden und das macht es nur noch besser, da es zeigt, dass sie für ihn wichtig ist. Es ist für in kein Spiel oder eine Ablenkung.)


Ich bin ein total großer Fan ihrer Beziehung, da beide sich gegenseitig verbessern und aus ihrem Schneckenhaus rausholen. Man fiebert jede Seite mit, da sich die Beziehung langsam aufbaut und nicht nur von sexueller Natur ist. Sie befinden sich Gedanklich auf einer ähnlichen Wellenlänge und man merkt von Anfang an, dass alles sehr echt zwischen den Beiden verläuft. Hayden denkt bereits an die Zukunft und wie sie es mit der Entfernung regeln können und Avery setzt vieles aufs Spiel. Von beiden Seiten kommt etwas und das ist etwas sehr schönes, da jeder was gibt aber auch nehmen kann und beide lernen viel vom anderen.

Allgemein ist die Entwicklung der Beziehung aber auch als Individuum sehr toll mitzubekommen und beide wachsen einen sehr ans Herz.

Das einzige was ich zu bemängeln hätte ist, dass das Ende leider ein bisschen zu kurz gekommen ist, im Bezug auf den Maulwurf. (Kleiner Spoiler: Es wurde ziemlich schnell aufgedeckt, die Konsequenzen wurden sehr kurz gehalten, was ich teilweise Schade finde, da sie sich dadurch ja erst kennengelernt haben).


Wie man wahrscheinlich aus der Rezension entnehmen kann, bin ich sehr begeistert von diesem Buch und ich empfehle es auf jeden Fall weiter.
King of London kann man auch sehr gut zwischen durch lesen und holt einen sehr gut aus einer Leseflaute raus.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 16.06.2020

Halbwegs enttäuschend

Finding Back to Us
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Als ich in meinem Buchladen des Vertrauens war und "Finding back to us" und "Feeling close to you" sah, musste ich diese Bücher haben.
Das Cover hat mich sehr angesprochen. Es ist schlicht, jedoch harmonieren ...

Als ich in meinem Buchladen des Vertrauens war und "Finding back to us" und "Feeling close to you" sah, musste ich diese Bücher haben.
Das Cover hat mich sehr angesprochen. Es ist schlicht, jedoch harmonieren die Farben und gerade das Muster hat mir gefallen.
Auf Bookstagram habe ich nur gute Meinungen von dem Buch gehört und somit war der Kauf beschlossen.

Vorab kann ich sagen, dass es weiterhin in meinem Regal steht und ich nicht nur enttäuscht war. Es gab sehr witzige Szenen, die mich zum lachen gebracht haben, traurige, die mich weinen ließen und tiefe Gespräche, die mich zum nachdenken erregt haben.

-Spoiler Warnung-

Ich glaube der Grund, warum das Buch mich so aufgeregt hat, lag an der Sichtweise der Protagonistin. Viele Jahre hat sie ihren Stiefbruder gehasst, da jeder dachte, er hätte Schuld am Tod ihres Vaters gehabt. Ich verstehe ihre Wut und ihren Hass, aber als sie seine Mutter gefragt hat, was er im Haus macht und warum sie ihn nicht hasst, da ist mir fast der Kragen geplatzt.
Wenn, war der Tod des Vaters ein Unfall und ich würde nie daran denken, dass eine Mutter sein Kind deswegen hasst.
Knapp 400 Seiten hat sie ihn gehasst und als sie die Wahrheit erfahren hat (Der Vater war Medikamentenabhängig und hat den Unfall gebaut), da war der Hass auf ein Mal weg.
Neun Jahre Hass haben auf einmal nicht existiert und den Fehler in ihrer Sichtweise hat sie nicht ein Mal überdacht.
Sie konnte sich an den Unfall nicht erinnern und wäre ich an ihrer Stelle gewesen, dann hätte ich alles hinterfragt.
Als dann raus kam, dass ihr Vater den Unfall verursacht hat, hat sie das einfach hingenommen und meinte: Ja, meinem Vater muss ich verzeihen und alles ist Friede-Freude-Eierkuchen. Und da war für mich Schluss!
Neun Jahre den Stiefbruder hassen dafür, aber beim Vater das hinnehmen und sagen ja ist ja nicht so schlimm und jeder macht Fehler.
In dieser Hinsicht konnte ich die Protagonistin leider nicht verstehen.
Das ist ein Buch, da verstehe ich die Sichtweise des Love interests mehr.
Die Idee war wirklich gut, aber die Umsetzung hat sich zu wünschen lassen.


Ich glaube mit der Meinung bin ich ziemlich alleine, da ich nur positives über dieses Buch gehört habe, aber ich musste mir die Kritik von der Seele schreiben.

Das Buch ist nicht schlecht, man kann es lesen und bestimmte Szenen würde ich auch rereaden, aber umgehauen hat es mich nicht.

Ich lese wirklich viel Young and New Adult und liebe viele Bücher die andere gar nicht mögen, aber dieses Mal ist das andersrum.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere