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Veröffentlicht am 16.06.2020

Halbwegs enttäuschend

Finding Back to Us
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Als ich in meinem Buchladen des Vertrauens war und "Finding back to us" und "Feeling close to you" sah, musste ich diese Bücher haben.
Das Cover hat mich sehr angesprochen. Es ist schlicht, jedoch harmonieren ...

Als ich in meinem Buchladen des Vertrauens war und "Finding back to us" und "Feeling close to you" sah, musste ich diese Bücher haben.
Das Cover hat mich sehr angesprochen. Es ist schlicht, jedoch harmonieren die Farben und gerade das Muster hat mir gefallen.
Auf Bookstagram habe ich nur gute Meinungen von dem Buch gehört und somit war der Kauf beschlossen.

Vorab kann ich sagen, dass es weiterhin in meinem Regal steht und ich nicht nur enttäuscht war. Es gab sehr witzige Szenen, die mich zum lachen gebracht haben, traurige, die mich weinen ließen und tiefe Gespräche, die mich zum nachdenken erregt haben.

-Spoiler Warnung-

Ich glaube der Grund, warum das Buch mich so aufgeregt hat, lag an der Sichtweise der Protagonistin. Viele Jahre hat sie ihren Stiefbruder gehasst, da jeder dachte, er hätte Schuld am Tod ihres Vaters gehabt. Ich verstehe ihre Wut und ihren Hass, aber als sie seine Mutter gefragt hat, was er im Haus macht und warum sie ihn nicht hasst, da ist mir fast der Kragen geplatzt.
Wenn, war der Tod des Vaters ein Unfall und ich würde nie daran denken, dass eine Mutter sein Kind deswegen hasst.
Knapp 400 Seiten hat sie ihn gehasst und als sie die Wahrheit erfahren hat (Der Vater war Medikamentenabhängig und hat den Unfall gebaut), da war der Hass auf ein Mal weg.
Neun Jahre Hass haben auf einmal nicht existiert und den Fehler in ihrer Sichtweise hat sie nicht ein Mal überdacht.
Sie konnte sich an den Unfall nicht erinnern und wäre ich an ihrer Stelle gewesen, dann hätte ich alles hinterfragt.
Als dann raus kam, dass ihr Vater den Unfall verursacht hat, hat sie das einfach hingenommen und meinte: Ja, meinem Vater muss ich verzeihen und alles ist Friede-Freude-Eierkuchen. Und da war für mich Schluss!
Neun Jahre den Stiefbruder hassen dafür, aber beim Vater das hinnehmen und sagen ja ist ja nicht so schlimm und jeder macht Fehler.
In dieser Hinsicht konnte ich die Protagonistin leider nicht verstehen.
Das ist ein Buch, da verstehe ich die Sichtweise des Love interests mehr.
Die Idee war wirklich gut, aber die Umsetzung hat sich zu wünschen lassen.


Ich glaube mit der Meinung bin ich ziemlich alleine, da ich nur positives über dieses Buch gehört habe, aber ich musste mir die Kritik von der Seele schreiben.

Das Buch ist nicht schlecht, man kann es lesen und bestimmte Szenen würde ich auch rereaden, aber umgehauen hat es mich nicht.

Ich lese wirklich viel Young and New Adult und liebe viele Bücher die andere gar nicht mögen, aber dieses Mal ist das andersrum.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere