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Veröffentlicht am 22.07.2025

Hope Harbor ist immer wieder schön

Eine Pension zum Verlieben
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Schon zum 10. Mal war ich zu Gast in Hope Harbor, einer kleinen, ganz besonderen Stadt am Meer. In dieser Geschichte trifft man Vienna Price, die als Hotelmanagerin alles gab und die statt dem nächsten ...

Schon zum 10. Mal war ich zu Gast in Hope Harbor, einer kleinen, ganz besonderen Stadt am Meer. In dieser Geschichte trifft man Vienna Price, die als Hotelmanagerin alles gab und die statt dem nächsten Karriereschritt die Kündigung bekam. Ehe sie sich neu orientiert, besucht sie ihre Mutter Bev, die in Hope Harbor einen Buchladen eröffnet hat. Auf der Suche nach einer Unterkunft trifft sie in der Pension Strandblick auf Matt Quinn. Der Tierarzt braucht nach schweren Schicksalsschlägen eine kurze Auszeit und er vertritt für ein paar Wochen seine Schwester in deren Frühstückspension. Die Pension ist leider in einem desolaten Zustand, doch Vienna erkennt auch das Potential. Schaffen es Matt und Vienna der Pension neues Leben einzuhauchen? Und hält Hope Harbor auch für sie persönlich eine 2. Chance bereit?

Ich liebe die Hope-Harbor-Reihe und auch dieser neue Roman hat mich wieder bestens unterhalten. Schnell taucht man ein in die besondere Atmosphäre dieser Stadt mit ihren freundlichen, zugewandten Bewohnern . Mit Matt, Vienna und ihrer Mutter Bev hat die Autorin sympathische Charaktere erschaffen, die ich schnell ins Herz geschlossen habe. Matt kämpft mit den Schatten der Vergangenheit. Die zeitweilige Verantwortung für die kleine Pension seiner Schwester lenkt ihn zwar ab, aber erst als er sich öffnet ist ein Neubeginn möglich… Vienna und ihre Mutter könnten nicht gegensätzlicher sein, aber auch bei ihnen verändert sich viel… Gut gefiel mir auch die 2. Geschichte im Roman, in der es um Paige und Andrew geht, einen jungen Paar auf der Suche nach einen Neuanfang.

Gut gefiel mir, dass man diesmal häufiger auf Künstler und Taco-Koch Charley und die Möwen Floyd und Gladys trifft. Charleys Einfühlungsvermögen und seine Weisheiten und Denkanstöße berühren nicht nur die Protagonisten im Roman.

Der Schreibstil von Irene Hannon ist angenehm. Personen und Orte, Gefühle und Handlungen sind bildhaft beschrieben und gut vorstellbar. Wie gern wäre ich Gast in Hope Harbor, würde all die netten Bewohner kennen lernen und die Handlungsorte besuchen… Der Roman hat mir entspannte Lesestunden geschenkt und ich empfehle das Buch sehr gern weiter.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Tiefgehende Erzählung über eine besondere Reise

Bin am Meer
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Daniel möchte einfach nur eine kurze Auszeit und endlich seine 1. Meerforelle angeln. Damit die Reise ein Erfolg wird, bucht er einen ortskundigen Guide. Doch Leif zeigt ihm nicht nur die besten Angelplätze, ...

Daniel möchte einfach nur eine kurze Auszeit und endlich seine 1. Meerforelle angeln. Damit die Reise ein Erfolg wird, bucht er einen ortskundigen Guide. Doch Leif zeigt ihm nicht nur die besten Angelplätze, sondern lehrt ihn sehr viel mehr über das Leben und die Jagd. So wird die Woche Auszeit auf einer Insel in der Ostsee zu einer ganz besonderen Reise.

Ich liebe es am Meer zu sein und so hat mich das Cover sofort angesprochen. Auch im Buch findet man immer wieder passende Schwarz-Weiß-Fotos vom Meer, die jeweils am Beginn der acht Kapitel zu finden sind. Die Erzählung lässt sich sehr gut lesen und ich habe Daniel und Leif gern an den Strand begleitet. In Daniel kann man sich gut wiederfinden, seine Gedanken und sein Verhalten sind typisch für viele Menschen in der heutigen Zeit. Leif ruht dagegen in sich selbst und lebt im Einklang mit der Natur. Sein Verhalten und seine Beispiele und Geschichten haben mich berührt und zum Nachdenken angeregt. Ich habe die Erzählung langsam, Kapitel für Kapitel gelesen und mit immer wieder die Zeit genommen über das Gelesene nach zu sinnen. Auch wenn das Buch vorrangig „Eine Erzählung für Männer“ sein soll, so habe ich als Leserin doch so manche Anregung für mein Leben gefunden und vieles klingt in mir nach. Gern empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Wo ist Brigitte?

Ich verspreche, dich zu finden
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Moseltal, 1940: Der 13-jährige Dietmar und die 10-jährige Brigitte spielen Ritter und Prinzessin als sie aus der Ferne mitansehen müssen, dass ihre Eltern von der Gestapo abgeholt werden. Gemeinsam fliehen ...

Moseltal, 1940: Der 13-jährige Dietmar und die 10-jährige Brigitte spielen Ritter und Prinzessin als sie aus der Ferne mitansehen müssen, dass ihre Eltern von der Gestapo abgeholt werden. Gemeinsam fliehen die Kinder über Belgien nach England, wo Dietmar eine Tante hat. Doch dann werden die Kinder kurz nach der Ankunft in England getrennt. Seitdem ist Dietmar auf der Suche nach Brigitte...
London, 2017: Eines Tages erhält die Journalistin Quenby Vaughn einen ungewöhnlichen Anruf von Lucas Hough. Der Anwalt eines reichen Amerikaners, bittet sie, für seinen Mandanten eine seit 75 Jahren vermisste Person zu finden. Quenby lässt sich nur zögernd darauf ein, denn eigentlich recherchiert sie gerade einen spannenden Spionagefall aus dem 2. Weltkrieg. Doch dann ergeben sich unerwartet Verbindungen zwischen Brigitte und dem Spionagefall und Quenby ist mittendrin in der Suche und findet auch Teile ihrer eigenen Vergangenheit.

„Ich verspreche, dich zu finden“ ist der 2. Roman von Melanie Dobson, den ich las und er gefiel mir gut. Die Erzählung ist von Beginn an spannend. Besonders die Geschichte von Brigitte und Dietmar hat mich gefesselt und ich habe mit den Kindern gehofft, dass die Flucht gelingt. Was Brigitte danach durchlebt ist schon beim Lesen schwer zu ertragen und ich habe mitgelitten. Dietmars Geschichte kommt daneben fast zu kurz. Mit Quenby musste ich erst „warm“ werden. Im Laufe des Romans konnte ich mich aber immer besser in die hinein versetzen. Lucas war mir recht sympathisch. Er und Quenby wurden mit der Zeit ein sehr gutes Team.
Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitsträngen erzählt und wie bei einem Puzzle fügen sich die Teile erst nach und nach aneinander. So bleibt der Spannungsbogen hoch.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen und die einzelnen Charaktere wirken sehr authentisch. Mir gefällt gut, dass den Protagonisten ihr Glauben an Gott wichtig ist und sie daraus Kraft schöpfen.
Ich habe „Ich verspreche, dich zu finden“ sehr gern gelesen und kann den Roman weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Fannerl – die Geschichte einer starken jungen Frau

Das verstoßene Mädchen
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Innsbruck, 1881: Kaufmannstochter Fannerl führt ein behütetes Leben und möchte bald Johann heiraten. Doch dann stirbt unerwartet ihr Vater und für Fannerl verändert sich alles, denn die Mutter möchte sich ...

Innsbruck, 1881: Kaufmannstochter Fannerl führt ein behütetes Leben und möchte bald Johann heiraten. Doch dann stirbt unerwartet ihr Vater und für Fannerl verändert sich alles, denn die Mutter möchte sich bald neu verheiraten. Der neue Mann glaubt, dass Fannerls helle Haut und das weißblonde Haar Unglück bringen und so muss die junge Frau ihr Zuhause verlassen. Bei Wäscherin Franza im Sellraintal findet Fannerl Unterschlupf und wäscht fortan die Dreckwäsche der feinen Innsbrucker Bürger. Die Arbeit ist hart. Kann Fannerl sich dort ein neues Leben aufbauen? Und wird sie Johann je wiedersehen?

Mit „Das verstoßene Mädchen“ wagt sich Autorin Lotte Römer zum 1.Mal an einen historischen Roman und das gelingt ihr sehr gut. Die Geschichte von Fannerl hat mich von der 1. Seite ab in ihren Bann gezogen. Fannerl wächst behütet auf und ist voller Träume. Doch dann nimmt ihr Leben plötzlich eine krasse Wende und im Sellrainer Tal muss sie sich an ein einfaches und hartes Leben gewöhnen. Mir gefiel sehr gut wie Fannerl sich den Herausforderungen stellt und für sich und für die, die sie liebt, einsteht und kämpft. Auch Wäscherin Franza und die junge Rosie mochte ich sehr gern. Mit ihnen gemeinsam schafft Fannerl viel. Und auch Johann erweist sich als stark und charakterfest.
Der Roman lässt sich gut lesen, besticht durch schöne Beschreibungen, starke und liebenswerte Charaktere und gut recherchierte historische Fakten. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und vergebe verdiente 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Zwei Schwestern und der Apfelgarten am Meer

Der alte Apfelgarten
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Auf einer kleinen Farm an Schottlands Küste sind Bette und Nina aufgewachsen. Doch sie trennt nicht nur ein großer Altersunterschied, sondern auch eine gegensätzliche Lebensplanung. Während Bette als Anwältin ...

Auf einer kleinen Farm an Schottlands Küste sind Bette und Nina aufgewachsen. Doch sie trennt nicht nur ein großer Altersunterschied, sondern auch eine gegensätzliche Lebensplanung. Während Bette als Anwältin in London lebt und nie wieder einen Fuß auf die elterliche Farm setzen wollte, wohnt Nina mit ihrem 6-jährigen Sohn dort und hält alles am Laufen. Als der Vater stirbt vererbt er beiden Töchtern gemeinsam die Farm und einen Berg Schulden mit dazu. Bette, die eigentlich sofort zurück nach London wollte, bleibt eine Weile und versucht zu retten was möglich ist. Zufällig entdeckt sie einen alten Apfelgarten. Ist das die Rettung für die Farm?

Mit dem Roman „Der alte Apfelgarten“ habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt. Sie wird abwechselnd aus der Sicht beider Schwestern erzählt, so dass man Bette und Nina gut kennen lernt und versteht was sie bewegt. Beide Hauptcharaktere durchlaufen im Roman eine interessante Entwicklung. Bette merkt wie sehr sie Heimat und Familie vermisst hat, Nina beginnt die große Schwester zu verstehen. Am meisten mochte ich aber Ninas kleinen Sohn Barnaby, er ist ein richtiger kleine Held.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen, Personen, Orte und Situationen sind bildhaft beschrieben. Mehrfach nimmt die Geschichte eine überraschende Wende, besonders kurz vor dem Ende wird es noch ein mal spannend. Ich habe so sehr mit Nina und Bette gehofft, dass sie die Farm behalten können… Und ich würde sehr gern den alten Apfelgarten besuchen an Schottlands Küste besuchen.
Mir hat der Roman entspannte Lesestunden geschenkt. Gern empfehle ich das Buch weiter.

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