Mit einigen Längen am Anfang
Mortal Engines - Krieg der StädteAuch mich hat der Kinofilm "Mortal Engines" dazu bekommen, vor dem Kinobesuch noch die Romanvorlage zu lesen. Die Dystopie, in der die Städte sich in der Luft fortbewegen und gegenseitig aufressen, klang ...
Auch mich hat der Kinofilm "Mortal Engines" dazu bekommen, vor dem Kinobesuch noch die Romanvorlage zu lesen. Die Dystopie, in der die Städte sich in der Luft fortbewegen und gegenseitig aufressen, klang sehr vielversprechend.
Der Anfang des Buches gestaltetesich jedoch als sehr zäh, weil es schwierig ist, in die Welt und die Personen hineinzukommen. Unsere Protagonisten sind alle sehr jung, noch nicht einmal Teenager, was natürlich den Ton der Geschichte bestimmt. Dieser ist sehr gewöhnungsbedürftig und es hat mich eine ganz Weile (über 100 Seiten) gekostet, um mich damit abzufinden. Der Schreibstil ist ganz eigen und hat mich streckenweise an "Die Brautprinzessin"erinnert, weil er vor Humor überquillt aber gleichzeitig nüchtern und oberflächlich und emotionslos ist.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Tom, Hester und Katherine. Tom wächst in London als Historiker-Lehrling auf und vergöttert den großen Historiker Valentine. Hester hingegen hasst diesen Mann, der ihre Eltern ermordet hat und trachtet ihm nach dem Leben. Katherine ist Valentines Tochter und versucht, hinter die Geheimnisse ihres Vaters zu kommen.
Das Buch ist schlussendlich ganz anders gewesen, als ich es mir vorgestellt habe. Zum einen kindlciher, zum anderen aber auch grausamer, was eine komische Mischung ist. Die Geschichte besitzt in der ersten Hälfte viele Längen und zieht sich, doch die letzten 100 Seiten machen all das wett und glänzen mit viel Action und Spannung. Am besten ist es vermutlich, man geht an dieses Buch ohne große Erwartungen heran und lässt sich überraschen.