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Lust_auf_literatur

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Ein poetisches Kunstwerk

Chimäre
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Dieser Roman ist eigentlich gar kein Roman, sondern ein poetisches Kunstwerk. Ein wunderschönes Kunstwerk, das sich meinem Verständnis nicht vollständig erschließt, genauso verzaubernd wie das rätselhafte ...

Dieser Roman ist eigentlich gar kein Roman, sondern ein poetisches Kunstwerk. Ein wunderschönes Kunstwerk, das sich meinem Verständnis nicht vollständig erschließt, genauso verzaubernd wie das rätselhafte und wunderschöne Cover.

Die österreichisch-schweizerische studierte Germanistin und Philosophin Sarah Kuratle wurde für ihre Lyrik und Prosa bereits mehrfach mit Preisen und Arbeitsstipendien ausgezeichnet und gilt als einzigartige Stimme in der österreichischen Literatur.

Auch für mich war des Lesen ihres lyrischen und atmosphärischen Romans einzigartig in seiner Poetik und seiner Rätselhaftigkeit.

Kuratle erschafft ein endzeitartiges, düsteres Setting. Auf einer Insel lebt eine kleine Gemeinschaft aus Lehrern und Schülern und versucht, Pflanzen, Samen und Wissen zu bewahren während auf dem Rest der Welt die Umweltzerstörung die Natur weitgehend vernichtet hat.
Aber die Insel ist mitnichten ein Ort der Glückseligkeit, sondern ebenfalls befalllen und durchdrungen von menschlicher Verdorbenheit.
Deswegen hat Alice die Insel verlassen und sucht nun auf dem Festland nach ihrer Identität. Sie wurde als kleines Kind von ihrer Mutter auf die Insel gebracht und lebte dort als Alois.
Sie hat ihren Freund Gregor auf der Insel zurückgelassen, der seit Alois Fortgang ebenfalls mit sich selbst und seinem Leben auf der Insel zu kämpfen hat.

Kuratle erzählt wechselweise aus der Perspektive von Alice und Gregor. Ich beobachte die beiden, wie sie unabhängig von einander neue Beziehungen suchen und eingehen und wie sie doch mit einem unsichtbaren Band immer miteinander verbunden bleiben.

Doch ich will den Roman nicht so sehr an seiner Handlung festmachen, denn das ist ein eher hilfloses Unterfangen meinerseits. Ja, es gibt den roten Faden einer Geschichte, dem ich grob folgen kann, aber der Roman lebt vielmehr von seinen poetischen und lyrischen Worten und Sätzen, die so viel Ungesagtes andeuten:

“Ein Freund seiner Mutter zog ihn auf seinen Schoß, da war er sieben Jahre alt. Es war, als nähme ihn der Mann in Besitz. Gregor hing an ihm wie eine Puppe, die Fäden verwirrt.”

Viele der Sätze resonieren in mir, lösen bei mir unabhängig vom Kontext Gefühle aus und bringen etwas zart in mir zum Klingen, das ich sonst gerne lieber mit lauterer Musik übertöne.

“Aber etwas bleibt verhärtet, er steht auf, über die Jahre wird es mehr. Bis jeder Körper, er lächelt, abstirbt.”

Kuratles Roman arbeitet mit Wort- und Satzassoziationen, erschafft Stimmungsbildern und einen einzigartigen melancholischen Sound. Ich verspüre starke und traurige Vanitas-Vibes und habe den Geruch der feuchten brauen Blättern des Herbstes in der Nase.
Ob es vielleicht in der Welt von Alice und Gregor noch einen Keim von Hoffnung gibt, ob die Möglichkeit auf ein neues Leben besteht, bleibt für mich rätselhaft und meinem Wunschdenken überlassen.

Wenn du Freude an poetischer und kunstvoller Sprache hast und dich gerne an die besonderen Romane wagst, dann ist „Chimäre“ eigentlich ein Must-Read für dich.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Irritierend und realitätsauflösend

Die echtere Wirklichkeit
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In einer anderen Rezension zu einem Roman von Raphaela Edelbauer hatte ich die Österreicherin, die bereits mehrfach für den Deutschen Buchpreis nominiert war und den Österreichischen Buchpreis gewonnen ...

In einer anderen Rezension zu einem Roman von Raphaela Edelbauer hatte ich die Österreicherin, die bereits mehrfach für den Deutschen Buchpreis nominiert war und den Österreichischen Buchpreis gewonnen hat, als „Literarisches Genie“ bezeichnet.
Dementsprechend gespannt war ich natürlich auf ihren neuen Roman.
Und dementsprechend war ich mental auf eine fordernde Lektüre eingestellt.
Denn die Romane von Edelbauer kann ich quasi nicht im herkömmlichen Sinn lesen und verstehen. Ich durchlebe sie in einem Rausch traumhafter Verwirrung und Desorientierung.
Auch bei „Die echtere Wirklichkeit“ habe ich wieder das Gefühl permanenter intellektueller Überforderung. Ihr neuer Roman ist hochgradig philosophisch, gesellschaftskritisch und stellt die aktuellen Fragen unserer Zeit.

Ihre Protagonistin heißt Byproxy oder bürgerlich Petra, und ist eine junge Frau, die im Rollstuhl sitzt. Natürlich wählt Edelbauer nicht irgendwelche Namen, sondern alles hat Bedeutung. Und manchmal eben auch nicht.
Byproxy hat sich einer philosophischen Aktivismusgruppe angeschlossen, die aus dem Untergrund agiert und eine klare Agenda hat.

„Aletheia - das bedeutet auf Altgriechisch Wahrheit, es ist aber auch der Name einer mythologischen Person, der Göttin der Wirklichkeit, der Tochter des Zeus. Dieser Name ist Programm. Wir sind eine Gruppe, der der Verlust der Wahrheit in der Gesellschaft, der das Zeitalter der post-truth, wie man heute sagt, ein Dorn im Auge ist.“

Der Gegensatz von Wahrheit und Meinung, der in heute immer mehr verschwimmt, ist der zentrale Diskussionspunkt in Edelbauers Roman, und das philosophische und agitative Hauptanliegen von Aletheia.

Allerdings ist sich die Gruppe selbst nicht einig, ob sie ihre Ziele durch Kunstaktionen, Aktivismus oder Terrorismus erreichen will. Aufmerksamkeit oder Disruption?
Bis Byproxy zu der Gruppe stößt und sie auf die dilettantische Lächerlichkeit und Wirkungslosigkeit ihrer bisherigen Aktionen aufmerksam macht.

Die Figur Byproxy gefällt mir ausgesprochen gut. Edelbauer legt sie als Mensch mit Alexithymie an (sorry, aber wenn du Fremdwörter scheust, sind Edelbauers Romane nichts für dich).

„Man nennt einen Menschen, der wahlweise die Gefühlslagen, die in ihm herrschen, nicht benennen kann oder die Identifikation derselben durch eine allgemeine Dunkelheit verunmöglicht sieht, alexithym.“

Durch Byproxys dissoziatives Verhältnis zur sogenannten »normalen emotionalen Reaktion kommt Edelbauers trockener und zynischer Humor bestens zur Geltung.
Neben der politischen und gesellschaftlichen Ebene des Romans gibt es noch eine persönliche Ebene mit der Geschichte von Byproxy (und natürlich hängt alles mit allem zusammen).
In Rückblicken erzählt sie die bis in die Kindheit zurückreichende Beziehungsgeschichte zu Dorothee, die dann bei dem Autounfall, der der Grund für Byproxys Wirbelsäulenverletzung war, gestorben ist.
Diese Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen und mir die mesmerisierenden
Edelbauer-Vibes gegeben, die bei mir rund um den Aletheia-Erzählstrang nicht aufkommen wollten. Gerade die theoretischen Philosophierereien der Gruppe waren mir doch zu ausufernd und anstrengend.
„DAVE“ und „Das flüssige Land“ waren da in meiner Erinnerung tendenziell weniger langatmig, wenn auch gleichermaßen irritierend und realitätsauflösend.

Definitiv schreibt Edelbauer für eine intellektuell exklusive Leserschaft, ich möchte aber betonen, dass eine vollständige Durchdringung ihrer Texte gar nicht unbedingt notwendig ist und die Romane vielleicht auch gar nicht so konzeptioniert sind. Vielmehr gelingt es Edelbauer durch ihren einzigartigen Stil bei mir unbekannte Denkräume aufzustoßen und mich für einen Moment mental aufs nächste Level zu heben. Ich fühle mich dann kurz frei von Logik, chronologischen Abläufen und Realitäten. Ich fühle mich kurz schwerelos.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Anspruchsvoll, aber sehr atmosphärisch und sehr empfehlenswert!

Die Holländerinnen
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Der Roman „Die Holländerinnen“ von Dorothee Elmiger steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2025. Ich sehe ihn da sehr gerne und sehr berechtigt stehen, denn auch für mich war der Roman ein ...

Der Roman „Die Holländerinnen“ von Dorothee Elmiger steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2025. Ich sehe ihn da sehr gerne und sehr berechtigt stehen, denn auch für mich war der Roman ein mysteriöses und atmosphärisches Lesehighlight.

Eine Schriftstellerin hält einen Vortrag über ihr letztes Projekt: die Zusammenarbeit mit einem berühmten Theatermacher an einem unkonventionellen Vorhaben. Zusammen mit einer bunt zusammengewürfelten Ensemble und einem Mädchenchor reist die Gruppe ins Innere des Urwalds, um dort einen Kriminalfall zu atmosphärisch nachzufühlen und zu rekonstruieren.
Ich bin sehr überrascht als ich in dem Fall recht schnell das reale und mir aus True Crime Formaten bekannte Verschwinden zweier Holländerinnen im Dschungel Panamas wiedererkenne.
Und in der Tat verwendet Elmiger einige der realen und wenigen bekannten Details in ihrem Roman. Diese Details sind teilweise verstörend mysteriös und Elmiger fängt das Erschauern darüber perfekt in ihrem Roman ein.
Dabei bedient sie natürlich nicht den üblichen Voyeurismus, sondern beschreibt vielmehr das Grauen der Erzählerin, der fremdartigen und bedrohlichen Wildnis im Dschungel derart exponiert ausgesetzt zu sein.

Und die Wildnis findet sich nicht nur im Urwald, sondern auch in den anderen Geschichten, die die anderen Teilnehmner*innen der Theatergruppe beisteuern. Sie alle handeln von dem Gefühl von Bedrohung und dem alptraumartigen Verlust von Kontrolle. Den gleichen Kontrollverlust erlebt die Erzählerin während ihres Aufenthalts im Urwald.
Die Ziegengeschichte der Schweizerin hat Potential mich noch für längere Zeit zu verfolgen.

Der Erzählstil ist durch die eigentlich durchgehend verwendete indirekte Rede der Erzählerin und die damit eingebetteten Geschichten in der Geschichte ziemlich anspruchsvoll, wie ich fand. Aber genau dadurch erzielt Elmiger einen irisierenden Effekt. Die Perspektive der Erzählenden verschmilzt miteinander und es wird schwierig die Identität der einzelnen Erlebenden genau auszumachen.
Den gleichen Identitätsverschmelzung mit den Holländerinnen erlebt die Erzählerin während sie durch den Dschungel läuft.

Das Verschwinden der Holländerinnen ist bis heute nicht aufgeklärt.


Das Cover mit dem alles überwuchernden und verschlingendem Dschungel ist perfekt gewählt und ich war doch überrascht, was sich hinter dem Titel „Die Holländerinnen“ verbarg.
Der anspruchsvolle Erzählstil kann herausfordernd sein, aber macht den Roman zusammen mit der einzigartigen Kombination aus realen und fiktionalen Geschichten zu einem großartigen Stück Literatur, das mich sehr fasziniert und irgendwie auch gegruselt hat.

Anspruchsvoll, aber sehr atmosphärisch und sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Bittersüß

Bittersüß
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Wenn sich ein 57-jähriger berühmter Schriftsteller für die 23-jährige Mitarbeiterin seines Buchverlages interessiert, die seit Jahren aus der Ferne für ihn und seine Arbeiten schwärmt, ist das keine Kontaktanbahnung ...

Wenn sich ein 57-jähriger berühmter Schriftsteller für die 23-jährige Mitarbeiterin seines Buchverlages interessiert, die seit Jahren aus der Ferne für ihn und seine Arbeiten schwärmt, ist das keine Kontaktanbahnung auf Augenhöhe.
Wenn dann dieser verheiratete Schriftsteller eine Affäre mit der jungen Frau beginnt, von der natürlich niemand etwas wissen darf und in der er komplett die Bedingungen diktiert, ist das selten der Beginn einer wundervollen happily ever after Liebesgeschichte.

Wir wissen das.
Charlie, die Protagonistin in Hattie Williams‘ Roman, ahnt das auch, aber ihre Beziehung zu Richard, dem berühmten Schriftsteller ist natürlich anders. Er interessiert sich wirklich für sie und ihre fachliche Meinung. Denkt sie.

„Er war verheiratet.
Plötzlich blickte ich mit seinen Augen auf mich. Ein junges, naives Ding, das an seinen Lippen hing und auf seinen Wunsch bereitwillig die Beine breit machte, weil es unbedingt von diesem großartigen Mann genommen werden wollte. Ich schüttelte den Gedanken ab. Nein. So war es nicht.“

Natürlich ist es genau SO.

Wir wissen das.
Der Roman von Hattie Williams fesselt mich aber nicht auf Grund der vorhersehbareren Entwicklung von Charlies Affäre, sondern mit psychologischer Genauigkeit. Die britische Autorin beschreibt nachvollziehbar und nachfühlbar, warum sich die junge Charlie dermaßen emotional in die Beziehung zu dem älteren Mann verstrickt.
Sie beschreibt, welche Verlustängst die mental instabile junge Frau quälen.

Für mich als erwachsener und (relativ) stabiler Mensch lesen sich ihre Naivität und Unsicherheit teilweise schmerzhaft und wecken ungute Erinnerungen an mein jüngeres Ich.

„Ich wollte locker und unkompliziert rüberkommen, ihm nicht zeigen, wer ich eigentlich war, ein nervöses Mädchen, das es allen recht machen wollte.“

Auch wenn ich die ganze Zeit weiß, wie sich die Geschichte entwickeln wird, war „Bittersüß“ für mich ein schöner Pageturner, den ich super gerne gelesen habe. Gerade die Einblicke in die Verlagsbranche haben mir sehr gefallen. Williams, die vor vielen Jahren nach einer Karriere als Musiker eher zufällig in der Branche gelandet ist und mittlerweile ein Literaturfestival ins Leben gerufen hat, bringt hier vermutlich auch viele eigenen Erfahrungen mit ein.

Mir hat auch die Leichtigkeit sehr gut gefallen, mit der Williams von dieser Beziehung erzählt, die das Potential hat, einen jungen Menschen zu zerstören. Ich finde, sie ordnet Charlies Verhalten und ihre Beziehung zu Richard sehr gut ein und zeigt deutlich die Mechanismen des großen Alters- und Machtgefälles.

„Bittersüß“ hat mich auf ansprechenden Niveau wirklich super gut unterhalten und ich würde mir auch ohne Zögern den zweiten Roman „BEGINNING. MIDDLE. END“ holen, den die Londoner Autorin bereits auf ihrer Webseite angekündigt hat.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Einfach Mega!

Gym
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Der Roman war ja MEGA! Also mega unterhaltsam, mega zugespitzt und mega gesellschaftskritisch!
Der neue Roman von Verena Keßler hat mir also mega gefallen.

Warum ich so penetrant das Wort Mega benutze? ...

Der Roman war ja MEGA! Also mega unterhaltsam, mega zugespitzt und mega gesellschaftskritisch!
Der neue Roman von Verena Keßler hat mir also mega gefallen.

Warum ich so penetrant das Wort Mega benutze? Nicht nur arbeitet Keßlers Ich-Erzählerin und Protagonistin seit neuesten im MEGA GYM, sondern auch sonst spielen Superlative eine wichtige Rolle.
Keßler nimmt auf satirische und überspitzte Art das Neoliberale Credo unserer Leistungsgesellschaft unter die Lupe.

Du kannst alles schaffen, wenn du nur hart genug arbeitest. Und wenn du nichts schaffst, bist du ein Weichei. Ohne Fleiß kein Preis und so weiter.

Nirgends zeigt sich dieses Credo und der heutige Optimierungswahn stärker als im Fitnessstudio, heute wahrscheinlich öfter auch Gym genannt.

Keßlers arbeitslose Erzählerin auf Bewährung hat den Job im Mega Gym allerdings nur durch einen Schwindel bekommen, der sie später natürlich einholt.
Das Arbeitsumfeld dort ist angenehm und familiär und mit einem Einsteigerinnen Trainingsplan fängt die Erzählerin selbst an zu trainieren.
Erfreut stellt sie fest, dass sich bald körperliche Erfolge einstellen.

„Ich hatte alles unter Kontrolle. Mein Körper war zu meinem Projekt geworden, und das Projekt lief hervorragend.“

Im Laufe des Romans erfahre ich auch immer mehr über den vorherigen Job der Hauptfigur und die Gründe für ihren beruflichen und mentalen Abstieg vor ihrer Arbeit und der Body Transformation im Mega Gym.
Es ist ein klares Muster erkennbar.

Die Erzählerin hat die Leistungsmaxime unserer Gesellschaft komplett verinnerlicht. Sie versucht verzweifelt ihre inneren Minderwertigkeitsgefühle durch Leistung in den Griff zu bekommen.

„Was glaubst du, wer du bist.
Nimm dich nicht so wichtig.“

Wie so viele von uns. Stress und Burnout als absolutes Status Symbol der Highperformerelite.

Sowohl narrativ als auch stilistisch treibt Keßler die Geschichte mit einem erfreulichen Turbo voran bis zur parallelen Kulmination der beiden Erzählzeiten. Keßlers Roman ist satirisch und absolut on point.
Einfach Mega!

Du suchst einen gesellschaftskritischen und knackigen Roman, den du nicht aus der Hand legen willst? „Gym“ it is!

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