Ein berührender Roman über Glaube, Mut und Zusammenhalt im Dresden der 30er Jahre – voller Hoffnung trotz Gefahr und Propaganda
Uns führt der MutVon der ersten Seite an hat mich die Geschichte um die Otto Kaiser AG mitten ins Herz getroffen. Man taucht nicht nur in das Dresden der 30er Jahre ein, sondern auch in die Welt einer Familie, die trotz ...
Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte um die Otto Kaiser AG mitten ins Herz getroffen. Man taucht nicht nur in das Dresden der 30er Jahre ein, sondern auch in die Welt einer Familie, die trotz wirtschaftlicher Not und politischer Bedrohung versucht, ihre Würde zu bewahren. Was mich besonders berührt hat: wie stark der Glaube in diesem Buch eine Rolle spielt – nicht aufdringlich, sondern wie ein unsichtbarer Halt, der durch jede Szene hindurchschimmert.
Die Figur des Max Dietrich ist für mich das Herzstück der Geschichte. Obwohl er arbeitslos und vom Leben gezeichnet ist, strahlt er eine unglaubliche Lebensfreude und Zuversicht aus. Sein Vertrauen in Gott, seine fröhliche Art und seine Offenheit stecken an – nicht nur die anderen Figuren, sondern auch mich als Leserin. Gerade weil er mit seiner Hilfsbereitschaft oft in Schwierigkeiten gerät, wirkt er so echt, so menschlich. Man spürt, dass sein Glaube nicht bloße Worte sind, sondern gelebte Überzeugung, die ihn in jeder Entscheidung begleitet.
Auch die Familie Kaiser selbst hat mich bewegt: ihre inneren Konflikte, die Eifersucht, die Missverständnisse – all das macht sie greifbar. Besonders Emma, die jüngste Tochter, ist mir ans Herz gewachsen. Sie steht zwischen Pflicht und Gefühl, zwischen einem Verehrer, der Sicherheit verspricht, und ihrem eigenen Herzen. Ihr Ringen ist so nachvollziehbar, dass man beim Lesen regelrecht mit ihr mitfiebert.
Was ich sehr schätze: Der Roman zeigt nicht nur, wie zerstörerisch Propaganda wirken kann, sondern setzt auch ein starkes Gegengewicht. Die Freundschaft zwischen Emma und ihrer jüdischen Schwägerin Elisabeth ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass Vertrauen und Glaube stärker sind als Hass und Hetze.
Am Ende bleibt für mich das Gefühl, eine Geschichte gelesen zu haben, die Mut macht – auch für heute. Ein Buch, das zeigt, wie wichtig es ist, am Glauben festzuhalten, selbst wenn die Welt um einen herum ins Wanken gerät. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil in die Hand zu nehmen.
Ein berührender Roman über Glaube, Mut und Zusammenhalt im Dresden der 30er Jahre – voller Hoffnung trotz Gefahr und Propaganda.