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Veröffentlicht am 14.05.2021

Der Sebastian Club ermittelt wieder- ein Orchester in Not

Die letzte Sinfonie
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Obwohl sich der Sebastian Club vorgenommen hat, den Fall des ermordeten Clubmitglieds Professor Brown aufzuklären und seinen hinterlassenen merkwürdigen Hinweisen nachzugehen, haben sie es zeitgleich mit ...

Obwohl sich der Sebastian Club vorgenommen hat, den Fall des ermordeten Clubmitglieds Professor Brown aufzuklären und seinen hinterlassenen merkwürdigen Hinweisen nachzugehen, haben sie es zeitgleich mit einem Todesfall des Boston Orchestras zu tun. Doch je mehr sie in den Fall eintauchen, desto merkwürdiger wird dies, denn scheinbar war der Trompeter nicht sehr beliebt und hat sich viele Feinde gemacht. Genau dieses Katz- und Maus-Spiel mit dem Mörder ist total interessant aufgebaut, weil das Orchester ihre Veranstaltungen nicht absagen kann und die Ermittlung sich bis nach Karlsbad erstreckt, wo sogar der Club selber in Gefahr gerät.
Immer wieder denkt man, jetzt schon aufgelöst? und dann kommt das nächste und wieder eine andere Wendung, so als wenn der Mörder sich über sie lustig macht.
Was mir gefällt, ist zum einen wieder das Cover, das Wiedererkennungswert für diese Reihe hat, zum anderen aber auch, weil die Ermittlungen immer aus der jeweiligen Perspektive eines der Mitglieder erzählt wird, inwieweit sie gerade in den Ermittlungen stecken, was sie empfinden, aber auch wie ihr Privatleben gerade verläuft- so hat jeder eine eingebaute eigene Geschichte und man lernt den Club dadurch noch besser kennen und weiß, wie so jeder arbeitet und was seine Spezialgebiete sind.
Auch die romantische Seite zwischen Crispin und "Freddie" wird weitererzählt, denn eigentlich ist ein weibliches Mitglied eher untypisch.
Ein wenig hat mir dieses gewisse Etwas in dem Fall gefehlt - es wird zwar ermittelt und es passieren etliche Zwischenfälle, aber es irgendwie wurde durch die vielen Clubsitzungen mehr geredet, als dass wirklich was passiert ist, so dass der Spannungsbogen ein wenig auf der Strecke blieb.
Leider war es auch schwierig im Ebook, trotz der unterschiedlichen Kapitel, dem Stoff zu folgen, weil einige Übergänge so abrupt waren, dass man erstmal überlegen musste, warum wird hier jetzt gesprungen. Das hat den Schwung der Story etwas genommen.
Trotzdem mag ich die Geschichten über den Sebastian Club und freu mich auch schon auf weitere. Der Schreibstil ist unterhaltsam, Momente werden gut eingefangen und mit dem Ergebnis rechnet man überhaupt nicht.

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Veröffentlicht am 11.05.2021

wenn man wirklich frei sein will

Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen
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Schon das Cover hat mich neugierig gemacht, denn man braucht nicht unbedingt Gesichter, um etwas spezielles auszudrücken und die Farben sind schön gewählt. Dann noch die Kurzbeschreibung dazu und da konnte ...

Schon das Cover hat mich neugierig gemacht, denn man braucht nicht unbedingt Gesichter, um etwas spezielles auszudrücken und die Farben sind schön gewählt. Dann noch die Kurzbeschreibung dazu und da konnte ich gar nicht anders als es zu lesen zu wollen und es hat mich wirklich überrascht.

In einer Zeit, wo es um mehr Freiheiten auch für Frauen geht, gelingt es Annabelle, ihr Wissen in Oxford vertiefen zu können. Auf diesem Wege begegnet sie eher überraschend Sebastian Montgomery. Wie die Autorin sowohl den großen Wissensdurst und die klugen Gedankengänge herausarbeitet, die sie aus einem Leben helfen, das ihr bisher nur Nachteile brachte, gemischt mit den unterschiedlichen Gefühlen zwischen Annabelle und Sebastian sind absolut genial. Besonders wenn Annabelles Argumente wirklich schlagkräftig sind und teilweise auch sehr lustige Diskussionen entfachen- das hat die ganze Geschichte noch lebendiger gemacht.
Als Leser spürt man die aufkommenden Gefühle, dieser Kampf im Zweiklassendenken, dieser Wunsch geliebt zu werden - man konnte jede Emotion sofort mitempfinden, und man konnte sogar dieses Kribbeln und diese besonderen Momente selbst spüren.

Kleiner Kritikpunkt war die plötzliche Wendung am Ende, das war mir etwas zu abrupt, auch wenn ich es die ganze Zeit schon gehofft habe. Aber weil davon das komplette Buch ja aufbaut, kam der Sinneswandel doch eher überraschend und die ganzen Folgen etwas unter.
Ebenso wie Sebastian sich gegenüber seinem Bruder verhält, gefiel mir an vielen Stellen leider nicht so- auch wenn er ein Draufgänger war, aber das rechtfertigt noch nicht, so zu reagieren und alles zu übersehen, was an Argumenten und Erklärungen kommt. Genauso wie das Verhalten der neuen Freundinnen von Annabelle, die zwar jede auf ihre Weise sehr liebenswert und auch besonders sind, aber wenn es drauf ankommt, auch schnell verschwunden sind und Annabelle sich selbst überlassen haben, auch wenn sie hinterher versucht haben, dann Wiedergutmachung durch verschiedene Aktionen zu leisten und auf ihre Vorsicht aufgrund ihrer Herkunft verweisen.

Ansonsten ist es ein abwechslungsreicher, romantischer Debütroman, und wie ich sehen konnte, werden die Freundinnen auch noch ihre eigenen Geschichten erhalten. Cover, Schreibstil, Geschichte - schön entwickelt und ausgearbeitet-mit einer besonderen und überraschenden Prise Romantik.

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Veröffentlicht am 30.03.2021

spannend, mitreißend, berührend

An den Ufern des Cypress Creek
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Toller finaler Band der O´Shea Geschwister – im letzten Teil darf Caleb seine eigene Geschichte erzählen. Es ist eher Zufall, dass er in Mississippi auf seine irischen Geschwister trifft, die sich in den ...

Toller finaler Band der O´Shea Geschwister – im letzten Teil darf Caleb seine eigene Geschichte erzählen. Es ist eher Zufall, dass er in Mississippi auf seine irischen Geschwister trifft, die sich in den Vorgängerbänden schon hier niedergelassen haben, doch leider steht noch vieles zwischen ihnen, was bisher ungeklärt geblieben ist.
Cypress Creek ist ein Ort, wo Flusspiraten und skrupellose Männer ihr Unwesen treiben, Wegelagerer, die Reisende und neue Bewohner überfallen - sehr zum Leidwesen von Alanah und ihrer Familie, die dort leben müssen. Ihre Schwester hat schwer an den Folgen eines Übergriffs zu tragen und das wird in dem Band bildhaft umschrieben. Immer in Angst und Gefahr zu sein, während sich die Frauen alleine durschlagen müssen, da ihr etwas merkwürdiger Predigeronkel durch die Lande streift, um Menschen zur Reue zu bewegen.
Der Holzhandel nimmt Fahrt auf, Flößer werden gesucht, doch an gute Männer zu kommen ist schwer und die Übergriffe machen den O´Shea Geschwistern das Leben schwer. Außerdem ist der zum Tode verurteilter Mörder Micaiah Jones ausgebrochen und seine Art und Vorgehensweise hat die Autorin grandios ausgearbeitet. Dieser Band ist so mitreißend, aufgrund der vielen bildhaften Abläufe. Selbst wenn man von Holzflößen keine Ahnung hat, kann man sich das durch die Schilderungen wirklich gut vorstellen und wird regelrecht in die Geschichte gerissen.
Sehr bewegend fand ich Calebs treuen Gefährten und Freund Tiberius, der für mich trotz Nebenrolle ein besonderes Highlight dieser Geschichte ist. Die Stärke der Frauen und ihr Mut, trotz dieser wirklich gefährlichen Umstände tapfer ihr Leben zu bestreiten und sich sämtlichen Hindernissen zu stellen hat mich sehr berührt und das merkt man besonders an Alanahs unterschiedlichen Gebeten. Caleb ist für mich ein Mann, dem man anmerkt, dass er aus seinen Fehlern gelernt hat und es wieder gut machen möchte und wie rücksichtsvoll er mit den Frauen umgeht, hat mich auch sehr begeistert.
Trotzdem die Geschichte sehr spannend und manchmal etwas rau ist, erlebt man auch etliche rührende und lustige Momente und natürlich darf die Romantik auch im letzten Teil der Natchez-Serie nicht fehlen, die mich auch sehr begeistert hat, weil man diese Augenblicke durch ihre Erzählung richtig mitfühlen konnte.
Schade, dass die Reihe schon vorbei ist, Pam Hillman ist für mich eine starke Autorin, deren Geschichten so mitreißend und bewegend sind, dass man sie gar nicht aus der Hand legen mag.
Auch das Cover hat meinen Geschmack getroffen.
Einen Sternabzug gibt es, weil ich den Abschluss der Reihe im Epilog als finales Ende nicht ganz so schön fand und der Onkel irgendwie so ein Störfaktor in der Geschichte war, da bin ich nicht ganz mit warm geworden.

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Veröffentlicht am 30.03.2021

interessant, informativ, prima für Neueinsteiger

Weber's Gasgrillbibel
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Holzkohle oder Gas? Das muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Als Holzkohlegriller war die erste Weber-Grillbibel für mich eine Offenbarung. Heute, als Gasgriller, finde ich es gut, das Weber mit ...

Holzkohle oder Gas? Das muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Als Holzkohlegriller war die erste Weber-Grillbibel für mich eine Offenbarung. Heute, als Gasgriller, finde ich es gut, das Weber mit der Gasgrillbibel nachgelegt hat.
Beginnt das Buch mit einem Grundlagenkurs, also welchen Gasgrill, wie viele Brenner, welche Gasflaschengröße und welches Zubehör vorteilhaft wäre, über Pflegetips und Vorbereitung des Grills bis hin zu den Garzeiten des Grillgutes - auch in dieser Grillbibel wird nichts ausgelassen.
Nicht minder wichtig sind die Zubereitungshinweise und Rezepte für sämtliche Fleisch, Fisch, Gemüse und Obstsorten, da bekam ich schon beim Lesen Speichelfluss!
Selbst Pizza, Kuchen und Nachtischrezepte findet man in der neuen Grillbibel, d. h. mit guter Vorbereitung und der nötigen Zeit kann man ein mehrgängiges Essen zubereiten, dass den Gästen nachhaltig in Erinnerung bleibt.
Zusammenfassend kann ich sagen, ein rundum gelungenes Nachschlagewerk, dass bestimmt auch unter Gasgrillern seine Anhänger finden wird.

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Veröffentlicht am 19.03.2021

finaler Teil der Nikolaifleet-Trilogie

Die Frauen vom Nikolaifleet – Die Schätze der weiten Welt (Die Kolonialwaren-Saga 3)
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Der finale Teil der Nikolaifleet-Trilogie.
4 Generationen im Zeitraum von 1899 bis 1972. Lag der Kontor von Leonores Vater noch in den Kinderschuhen, so erlebt man hier im letzten Teil die große Entwicklung, ...

Der finale Teil der Nikolaifleet-Trilogie.
4 Generationen im Zeitraum von 1899 bis 1972. Lag der Kontor von Leonores Vater noch in den Kinderschuhen, so erlebt man hier im letzten Teil die große Entwicklung, was auch gut zum Titel passt- Schätze aus aller Welt. Leonore, Ada und Eliane haben als Frauen großartiges geschafft, denn in dieser Zeit als Frau ein Geschäft zu führen und ums Überleben zu kämpfen, ist nicht wirklich leicht gewesen. Man spürt die Stärke und Willenskraft, die hinter allen drei Frauen steht, jede auf ihre Weise. Und das finde ich an diesen Büchern besonders schön zu lesen, gerade weil das Schicksal oft ziemlich zugeschlagen hat und sie oft bereit sein mussten, ein gewisses Risiko einzugehen.
Verluste, sowohl geschäftlich als auch menschlich bringen einiges an Emotionen ins Buch. Mir hat in diesem Teil etwas mehr Spannung gefehlt, es lässt sich zwar flüssig lesen, aber gewisse Szenen sind schnell wieder abgeflaut, teilweise auch geschuldet durch die jeweiligen Zeitsprünge der einzelnen Kapitel. Im letzten Kapitel sogar ein ziemlich großer Sprung, der für mich leider etwas zu abgehackt wirkte und ich dieses Kapitel sogar zweimal überflogen habe, um sicher zu sein, dass ich richtig gelesen habe. Die Entwicklung am Ende hat mich doch etwas enttäuscht, da hab ich wesentlich mehr erwartet und traurig, dass die Geschichte so ein Ende gefunden hat, was für mich eher als Randnotiz wirkte.
So sehr ich mich auch für Ada und ihr Glück freue und es auch süß zu lesen ist, so ist es doch ein wirklich sehr merkwürdiger Zufall, und auch etwas unglaubwürdig.
Mir haben die Eindrücke der Marktbesuche gefallen, die für die Entwicklung des Geschäftes ein voller Erfolg waren und man sich richtig vorstellen konnte, wie dies im Feinkostladen präsentiert wurde.
Letztendlich ist es eine nette Geschichte, die sich auch gut und flüssig lesen lässt, aber an Spannung und Emotionen etwas verliert.
Konnte mich deshalb nicht ganz so überzeugen.

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