Spurensuche im Herzen Triests
AlmaFederica Manzon ist mit „Alma“ ein atmosphärisch geschichtlicher Roman gelungen.
Als die Protagonistin Alma zur Testamentseröffnung in ihre Heimat zurückkehrt, entfaltet sich eine Geschichte, die weit ...
Federica Manzon ist mit „Alma“ ein atmosphärisch geschichtlicher Roman gelungen.
Als die Protagonistin Alma zur Testamentseröffnung in ihre Heimat zurückkehrt, entfaltet sich eine Geschichte, die weit mehr über eine persönliche Rückkehr hinausgeht.
Der Roman lebt von der Zerrissenheit zwischen Ost und West.
Die Autorin verwebt das Erbe der Habsburger Kaffeehäuser geschickt mit der düsteren Geschichte des Jugoslawienkriegs.
Besonders stark ist die Dynamik zwischen Alma und Vili, ihre zerbrochene Liebe dient als Spiegel für die politischen Erschütterungen der Grenzregion.
Gelegentlich verliert sich der Erzählfluss in den sehr detaillierten Rückblenden, doch die sprachliche Eleganz macht das wett.
Ein lesenswertes Buch über Identität und die Last der Erinnerung.
Bist du bereit dich einzulassen auf eine andere Zeit?