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Veröffentlicht am 09.02.2018

Keine Weihnachtsgefühle

Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg
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Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg ist der 3. Teil einer Serie, aber der erste aus der Reihe, den ich gelesen habe. Ich war natürlich, so wie jedes Jahr, auch im Herbst 2017 auf der Suche ...

Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg ist der 3. Teil einer Serie, aber der erste aus der Reihe, den ich gelesen habe. Ich war natürlich, so wie jedes Jahr, auch im Herbst 2017 auf der Suche nach einem weihnachtlichen Roman, der mich auf die schönste Zeit des Jahres einstimmt und mit dem ich mich in meine Decke kuscheln kann.

Ich kenne also die Vorbände nicht, und daher auch nicht die die Figuren. die darin eine Rolle spielen. Daher musste ich mich überraschen lassen – vom Setting, von den Charakteren und auch vom Schreibstil der Autorin.

Es ist eine süße, eine niedliche Geschichte. Das kann man durchaus sagen und wenn man sich auf die Geschichte einlässt, kann man durchaus darin eintauchen.

Da in den ersten Kapiteln und auch zwischendurch immer wieder die Geschehnisse aus den ersten beiden Bänden zusammengefasst werden, kann man den Roman sehr gut lesen, ohne dass man die beiden vorherigen Bände kennt. Das ist ein großer Vorteil.

Das Setting der Geschichte fand ich sehr süß und ich würde den kleinen Ort sehr gern einmal sehen. Die Stimmung im Ort, mit all den Personen die sich gern mal einmischen und die immer wieder auftauchen, ist gut eingefangen.

Was mir gar nicht gefallen hat waren die Beschreibungen der Charaktere.

Die gingen mir beizeiten auf die Nerven. Allen voran Reuben. Diesen arroganten Kerl — oh Gott. Sein Gehabe und Getue, seine Art mit anderen umzugehen – und dabei ist es egal ob seine Freundin Kerensa oder Polly oder wer auch immer – die widerte mich einfach nur an.

Polly mit ihrer Art, einfach nicht nein zu sagen, sich alles aufhalsen zu lassen und dann doch zu jammern war mir genauso unsympathisch.

In die Story wurde alles, was nur irgendwie geht, hineingequetscht. Angst vor der Heirat, Unsicherheit wegen einem Baby aufgrund ihrer Familiengeschichte. Weihnachten mit Freunden, ein Weihnachtsmarkt, eine Papageientaucherauffangstation die geschlossen werden soll …. alles wurde in den einen recht dünnen Band hineingeschrieben. Dabei wirkte das ganze hektisch und aufgesetzt.

Alles in allem muss ich sagen, dass das Cover zwar richtig süß ist und Lust auf Weihnachten macht. Das Buch allerdings nicht.

Für mich war der 3. Band der Serie, mein erstes Weihnachtsbuch 2017, eine Enttäuschung. Ich kann leider nur 2 ½ von 5 möglichen Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 09.02.2018

Abenteuer im Erzgebirge

Abenteuer im Erzgebirge - Lilly und Nikolas im Weihnachtsland
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Dieses wunderbare Kinderbuch habe ich durch Zufall im Erzgebirge entdeckt und bin so auf einen tollen Verlag und eine gute Kinderbuch-Autorin aufmerksam geworden. In dem Buch „Abenteuer im Erzgebirge“ ...

Dieses wunderbare Kinderbuch habe ich durch Zufall im Erzgebirge entdeckt und bin so auf einen tollen Verlag und eine gute Kinderbuch-Autorin aufmerksam geworden. In dem Buch „Abenteuer im Erzgebirge“ nimmt uns die Autorin mit in das Weihnachtsland – ins Erzgebirge.

Die Geschwister Lilly und Nikolaus erkunden in diesem Buch zusammen das Erzgebirge, denn ihre Eltern machen dort mit ihnen Urlaub.

Und so sind wir dabei, wenn die beiden die Region um Annaberg-Buchholz, Schwarzenberg und den Fichtelberg erkunden. Wir sind dabei wenn sie selbst Räucherkerzen herstellen und mit der Schwebebahn fahren.

Natürlich spielt das Buch in der Adventszeit, es liegt Schnee und man spürt die Kälte förmlich. Aber man staunt auch mit den Kindern, wenn diese durch die weihnachtlich geschmückten Dörfer fahren, über die Schwibbögen und Pyramiden.

Das Buch ist eine gelungene Mischung aus einem Roman und einem Reiseführer für Kinder – aber auch die Erwachsenen werden gut unterhalten und können noch viel lernen.

Meine Familie stammt aus dem Erzgebirge und neben mir hat auch mein Vater das Buch gelesen. Sein Kommentar dazu sagt eigentlich alles aus: „Für meine Begriffe ist das ein sehr gutes Buch. Ich könnte das Erzgebirge meinen Enkelkindern nicht besser nahe bringen.“

Ich bin der gleichen Meinung: Das Buch ist wunderschön, beschreibt meine Heimat und deren Sehenswürdigkeiten so, dass man Lust bekommt hinzufahren. Und, das muss ich auch zugeben, ich habe in dem Buch auch einiges entdecken können, dass ich so nicht kenne und weiß nun, was ich mir das nächste Mal im Erzgebirge anschauen werde.

Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen und ich werde mir aus dieser Reihe auf jeden Fall noch weitere Bücher zulegen.

Veröffentlicht am 09.02.2018

Abenteuer rund um Dresden

Abenteuer rund um Dresden und das Elbsandsteingebirge - Lilly, Nikolas und die Schätze der Fürsten
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Von der Buch Berlin habe ich mir aus dem Verlag „Biber und Butzemann“ drei Reiseführer für Kinder mitgebracht und das Buch „Abenteuer rund um Dresden und die Sächsische Schweiz“ war das erste, das ich ...

Von der Buch Berlin habe ich mir aus dem Verlag „Biber und Butzemann“ drei Reiseführer für Kinder mitgebracht und das Buch „Abenteuer rund um Dresden und die Sächsische Schweiz“ war das erste, das ich gelesen habe.

Ich bin Dresdnerin, lebe seit über 30 Jahre hier (vorher war ich in Radebeul zu Hause) und dachte, ich kenne Dresden, die Umgebung und seine Sehenswürdigkeiten wie meine Westentasche. Dass das ein Irrtum war, habe ich beim Lesen des Buches gemerkt. Ich kenne zwar – vom Hörensagen – alle Sehenswürdigkeiten die darin beschrieben sind. Aber: ich kenne sie nicht so im Detail. Und ich wusste auch nicht, dass zum Beispiel das Schloss Moritzburg Führungen für Kinder anbietet, wo diese sich verkleiden können.

Diese und andere wunderbare und für Eltern sehr interessante Tipps sind in einer Geschichte versteckt, die zu Lesen mir als Erwachsenen schon sehr viel Spaß gemacht hat. Man merkt der Autorin Juliana Jacobsen hier an, dass sie zum einen sehr gut recherchiert hat und zum anderen viel Spaß daran hat, für Kinder zu schreiben. Die kindgerechte Sprache, der lockere Schreibstil und Art, Informationen in einen ansprechenden Text zu verpacken, kann bei mir punkten. Das Buch vermittelt viele Informationen rund um Dresden, über die Sehenswürdigkeiten und wie man sie am besten erreicht, ohne das Kind – den jungen Leser – damit zu überfordern.

Liebevolle gestaltete und detaillierte Zeichnungen runden dieses Buch ab.

Wie schon bei dem Buch „Abenteuer im Erzgebirge“ kann ich auch hier nur eine Empfehlung aussprechen. Für mich steht fest, dass der Urlaub 2018 von Reiseführer-Geschichten aus dem kleinen aber feiner Kinderbuch-Verlag begleitet werden.

Von mir für dieses Buch: 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 02.01.2018

Whisky-Krimi?

Tote trinken keinen Whisky (Ein Pippa-Bolle-Krimi 5)
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Du sollst dich nicht von Äußerlichkeiten täuschen lassen – sei es die Covergestaltung oder der Klappentext!

Meine Erwartungshaltung gegenüber „Tote trinken keinen Whisky“ war durch beides in die Irre ...

Du sollst dich nicht von Äußerlichkeiten täuschen lassen – sei es die Covergestaltung oder der Klappentext!

Meine Erwartungshaltung gegenüber „Tote trinken keinen Whisky“ war durch beides in die Irre geführt worden. So hielt ich Pippa Bolle für eine schrullige, mindestens Mittfünfzigerin vom Schlage einer Miss Marple. Auch sprach der Text auf der Rückseite nicht eindeutig, aber schon tendenziell eher für eine Krimikomödie.

Dass dem nicht so war, stellte sich schon auf den ersten Seiten heraus. So ist Pippa wohl eher eine Spätdreißigerin in Scheidung, die von ihrer roten Lockenpracht abgesehen eher zum Typ Normalo gehört.

Doch zur Geschichte: Pippa reist mit ihrem Bruder Freddy zur Hochzeit ihrer Freunde Duncan und Anita. Das Schottisch-Österreichische Paar erwartet Zwillinge und möchte vorher noch eine traditionelle Schottische Hochzeit feiern. Duncan tritt damit sein Erbe als Chef der Destilliere Wee Dram auf der Halbinsel Kintyre an.

Die Vorbereitungen werden von allerlei negativen Ereignissen gestört. Es ereignet sich eine Explosion in der Destille, bei der der Braumeister schwer verletzt wird. Bei der Überfahrt von Pippa nach Kintyre stirbt eine Frau auf ungeklärte Weise. Außerdem scheinen sich rund um Campbeltown Schmuggler zu verdingen, die es auf das Heiligtum der Schotten abgesehen haben: Den Whisky.

Alles ist sehr mysteriös und so mischen sich die Vorbereitungen der Hochzeit mit Recherchen, um die Zusammenhänge zwischen den Vorkommnissen zu finden.

Ein Stück weit ist dieses Buch eine großartige Werbebroschüre für ein tolles Land und eine besondere, mir bisher nicht besonders bekannte Region. Nebenbei wird eine Geschichte erzählt, die auch Anteile eines Krimis hat.

Die Region Campbeltown hat dabei viel schöne Landschaft, tollen Whisky und sehr interessante Einheimische zu bieten. Dazu kommen noch die Hochzeitsgesellschaft und einige Whisky Touristen.

Und das ist meiner Einschätzung nach ein großer Stolperstein. Zu viele Nebenprotagonisten und ihr, unstrittig wichtiger Anteil am Großen und Ganzen verwirren den Leser, der immer nur Abschnittsweise, aber nicht durchweg liest.

Es sind zu viele Nebenschauplätze, zu viele Erzählstränge. Ich ertappte mich vor allem im ersten Drittel oft dabei, ganz nach vorn zu Blättern, wo ein Personenregister kurz und knapp Aufschluss geben konnte. Diese rätselhaft formulierten Informationen musst man nur noch mit dem bisher gelesenen in Verbindung bringen und hatte meist einen Aha-Effekt.

Ich tue mich offensichtlich recht schwer mit der Bewertung hier. Schon recht schnell war mir klar, dass die Geschichte kaum mehr als 4 Sterne verdienen würde – zu wirr und anstrengend war sie erzählt.

Dazu kommt ein Ende, was in kürzester Art und Weise abgehandelt wird (vieles wird dann erst im Epilog aufgeklärt) und arg konstruiert wirkt.

So schwanke ich und lass am Ende als Whisky Liebhaber Gnade vor Recht ergehen und gebe 3,5 von 5 möglichen Sternen und eine bedingte Leseempfehlung.

Wer Schottland, Whisky und eine Geschichte mit vielen Erzählsträngen mag, kommt hier auf seine Kosten.

Leute mit begrenzter Lesezeit, die einen handfesten Krimi suchen oder eine moderne Miss Marple erwarten, sind anderswo besser bedient.

Veröffentlicht am 02.01.2018

Nelkenliebe

Nelkenliebe
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Nelkenliebe erzählt die Geschichte von Katharina und Arne; von ihrem Vater Gerd und dessen erster großen Liebe. Das Buch erzählt die Geschichte einer großen Liebe, die zum Scheitern verurteilt ist und ...

Nelkenliebe erzählt die Geschichte von Katharina und Arne; von ihrem Vater Gerd und dessen erster großen Liebe. Das Buch erzählt die Geschichte einer großen Liebe, die zum Scheitern verurteilt ist und nimmt uns mit nach Portugal.

Lissabon in den Siebziger Jahren – das ist Portugal in den Zeiten des Umbruchs, der sogenannten „Nelkenrevolution“ und in diesem Lissabon ist ein Teil der Geschichte angesiedelt. Beim Lesen des Buches erfährt der aufmerksame und interessierte Leser viel über die Zeit, die Diktator und das Leben der Menschen mit den Repressalien und den Ängsten.

Anja Saskia Beyer hat wieder zwei Dinge mit ihrem Buch „Nelkenliebe“ geschafft. Zum einen hat sie einen Roman geschaffen, dessen Sog unbeschreiblich ist. Einmal angefangen will man gar nicht mehr aufhören zu lesen, will immer tiefer und immer mehr in die Geschichte eintauchen.

Dazu hat sie es geschafft, den Hauptfiguren Charaktere zu erschaffen, die mitreisen und begeistern. Katharina, die alles für ihren geliebten Papa tun würde und nach Portugal reist, um seine erste große Liebe zu finden und ihm so seinen größten Wunsch zu erfüllen. Ihre Stärke und ihr Mut haben mich beeindruckt.

Arndt, ihr „Partner“ war mir von Anfang an unsympathisch und ich habe mich immer wieder gefragt, was sie eigentlich an ihm findet, was sie bei ihm hält. Sie passten meines Erachtens überhaupt nicht zusammen.

Nuno, der Portugiese – er nahm eine ganz besondere Rolle in der Geschichte ein und faszinierte mich auf Grund seiner beschriebenen Ausstrahlung ganz besonders.

Aber auch so viele andere Charaktere, die in dem Buch vorkommen, sind wunderbar gezeichnet. Detailreich und liebevoll, charakterstark und faszinierend – den ein oder andere würde ich gern mal persönlich kennenlernen.

Mein persönliches Highlight im Buch: die im Anhang befindlichen Rezepte. Und das hat mir richtig Lust darauf gemacht, mal dir portugiesische Küche auszuprobieren.

Von mir gibt es 5 von 5 möglichen Sternen für das letzte Buch des Jahres 2017