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Mari_Na

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2021

Lesen – arbeiten – durchstarten!

Power Hour
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Inhalt:

Das Buch „Power Hour“ von Adrienne Herbert handelt von einem Lebenskonzept, das es ermöglicht, (verborgene) Ideen endlich (!) in die Tat umzusetzen.

Meinung:

Das Buch lässt sich flüssig durchlesen. ...

Inhalt:

Das Buch „Power Hour“ von Adrienne Herbert handelt von einem Lebenskonzept, das es ermöglicht, (verborgene) Ideen endlich (!) in die Tat umzusetzen.

Meinung:

Das Buch lässt sich flüssig durchlesen. Es ist in verschiedene Abschnitte untergliedert und behandelt verschiedene Themen und Ansätze, die aber alle zur „Power Hour“ und zum Erfolg beitragen. Das Buch erlaubt, dieses ´lebendig´zu lesen. Adrienne Herbert regt selbst zum „Benutzen“ ihres Werkes ein – und auch ohne ihre Aufforderung konnte ich nicht widerstehen, wichtige Passagen anzustreichen und Gedanken zu einzelnen Punkten zu notieren.

Einige Ideen waren mir nicht neu, aber Adrienne Herbert hat diese in neue Zusammenhänge eingebettet und Gedankenanstöße gegeben. Sie nimmt sich für die einzelnen Themen Zeit und erklärt sie theoretisch fundiert und anschaulich. Sie gibt Praxisbeispiele und lässt eigene Erfahrungen mit einfließen. Statt nur von den positiven Aspekten zu berichten, spricht sie auch Ängste und Hindernisse an – und bietet Lösungsmöglichkeiten an. Hierbei wird man individuell abgeholt, je nachdem bei welchen Ängsten bzw. Hindernissen man sich angesprochen fühlt.

Fazit:

Insgesamt ist „Power Hour“ ein gutes Buch, das vor Augen führt, dass alles möglich ist, wenn man wirklich will, sich die Zeit nimmt und konsequent sein/e Ziele/e verfolgt. Das Ergebnis ist vielleicht nicht unmittelbar direkt eine eigene super funktionierende „Power Hour“, aber es regt zum Nachdenken und zur Selbstreflexion an. Lesen – arbeiten – durchstarten!

  • Thema
  • Cover
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 30.05.2021

Der Kampf um die Freiheit

Die Tänzerin vom Moulin Rouge
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Inhalt:
Das Buch „Die Tänzerin vom Moulin Rouge“ von Tanja Steinlechner handelt von der jungen Louise Weber, die in einer Wäscherei einen Knochenjob Ende des 19. Jahrhunderts verrichtet und aus dieser ...

Inhalt:
Das Buch „Die Tänzerin vom Moulin Rouge“ von Tanja Steinlechner handelt von der jungen Louise Weber, die in einer Wäscherei einen Knochenjob Ende des 19. Jahrhunderts verrichtet und aus dieser Welt in eine neue Welt – die schillernd-bunte Welt der Künstler – ausbricht – mit allen Konsequenzen.

Meinung:
Das Buch lässt sich im Kern flüssig durchlesen. Gleich zu Beginn wird man in Louises` Welt, die geprägt ist von Armut, hineingeführt. Im gesamten Verlauf erlebt man ihre persönliche und berufliche Entwicklung. Dennoch ist eine Identifikation mit ihrem Charakter nicht immer gegeben; das hat das Lesen, gerade in der Mitte langatmig gemacht.
Was mich irritiert hat, ist die neumodische Sprache aller, obwohl die Geschichte rund um das 19. Jahrhundert spielte. Das macht das Lesen zwar „einfacher“, nimmt aber auch etwas vom Zeitgeist. Auch die Erfindungen und Ereignisse der Zeitgeschichte wirkten so, als sollten diese unbedingt erwähnt werden, erfüllten aber keinen rechten Sinn. Selbst der kurze Auftritt von Freud hat lediglich eine kurze Wirkung. Dennoch wird in Louises` Geschichte deutlich, wie sehr die Kindheit das weitere Leben prägt.
Ein weiterer Punkt, der meinen Lesefluss gestört hat, war das Auftauchen verschiedenster Charaktere oder Stationen im Leben, die dann nie wieder erwähnt werden – und zu dem Zeitpunkt doch signifikant erschienen. Auch Zeitsprünge werden oft nur in kleinen Nebensätzen deutlich und lassen so manche Entwicklungen nicht direkt klar erscheinen.

Fazit:
Insgesamt ist „Die Tänzerin vom Moulin Rouge“ eine schöne Geschichte für diejenigen, die in neumodischer Sprache in das Frankreich des 19. Jahrhunderts blicken möchten. Man bekommt einen Einblick in die Künstlerszene zu dieser Zeit und kann sich auf die Entwicklung von Louise konzentrieren. Auch, wenn Tanja Steinlechner keine Biographie von Louise geschrieben hat, werden wichtige Stationen und Charakterzüge dieser historischen Figur deutlich.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 08.02.2021

Geheimnisse à la page

Die Pilotin
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Das Buch „Die Pilotin“ lässt sich nicht so einfach in eine Schublade stecken. Es ist ein Roman, der im Zweiten Weltkrieg und in der heutigen Zeit sowie phasenweise auch dazwischen spielt. Er lässt in einigen ...

Das Buch „Die Pilotin“ lässt sich nicht so einfach in eine Schublade stecken. Es ist ein Roman, der im Zweiten Weltkrieg und in der heutigen Zeit sowie phasenweise auch dazwischen spielt. Er lässt in einigen Passagen Romantikerherzen höherschlagen und sie auf anderen Seiten in die (grausame) Realität zurückholen. Geheimnisse – grausame, süße, leidenschaftliche, gefährliche Geheimnisse – sind das Kernstück des Buches.

Um diese zu entschlüsseln, springt Amelia Carr nicht nur in der Zeit, sondern wechselt auch die Erzählperspektiven. Das macht das Lesen unterhaltsam und lässt den Leser die verschiedenen Protagonisten besser verstehen ohne die Handlung zu unterbrechen. Verschiedene Handlungsstränge laufen zusammen, überschneiden sich und beeinflussen das weitere Geschehen. Vor allem werden häufig mehr Fragen aufgeworfen als zunächst beantwortet werden – und das macht das Lesen sehr spannend.

Wer auf der Suche nach einem spannenden und nur bedingt vorhersehbaren Roman ist, gespickt mit gesellschaftskritischen Momenten und den Einblick in die Lebensweise längst vergangener Zeiten, ohne den Bezug zur (grausamen) Realität verlieren zu wollen, der liegt mit „Die Pilotin“ genau richtig. Es handelt von Menschen, die alle ihre eigenen Stärken und Schwächen haben, Fehler gemacht haben und machen. Das Bild eines „perfekten“ Menschen gibt es hier nicht.

Insgesamt ein gutes Buch mit Höhen und Tiefen, versteckten Andeutungen, die Lust aufs Weiterlesen machen, aber mit teilweise etwas krassen Wendungen, die zu geballt kommen - aber eben auch oft unerwartet, was wiederum sehr spannend ist. Eine gelungene Mischung aus Romantik (teilweise mit einer Spur Kitsch), Spannung und Drama.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 10.10.2020

Stand by your woman

So sehen Siegerinnen aus
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Inhalt

Katrin Klewitz erzählt in ihrem Buch auf witzige, anschauliche und verständliche Art und Weise, wie man als Frau selbstbewusster auftritt, sich durchsetzt und Strategien, die aktuell noch als „männlich“ ...

Inhalt

Katrin Klewitz erzählt in ihrem Buch auf witzige, anschauliche und verständliche Art und Weise, wie man als Frau selbstbewusster auftritt, sich durchsetzt und Strategien, die aktuell noch als „männlich“ bewertet und bei Frauen auch heute noch oft ins „zickige“ oder „unartige“ abgewertet werden, für sich als Frau nutzt. Hierfür bedient sie sich anschaulicher Beispiele aus ihrem Leben und gibt regelrecht Anleitungen, wie man in gewissen Situationen auftreten kann. Katrin Klewitz spielt mit Vorurteilen, Klischees und dem gesellschaftlichen Bild der Frau – und dreht den Spieß um.

Meinung

Das Buch „So sehen Siegerinnen aus“ von Katrin Klewitz macht bereits durch Titel und Cover Lust darauf, das Buch zu lesen. Da sie sich auf das gesellschaftliche Bild der Frau und den damit verbundenen Werten und Vorstellungen bezieht, die inzwischen veraltet sein sollten, es aber immer noch nicht sind, fällt eine Identifikation leicht. Vielen Frauen dürften Vorurteile und Situationen bekannt vorkommen und das Buch zeigt Möglichkeiten auf, fragwürdige und seltsame Situationen zum einen zu erkennen und zum anderen zu verändern. Unbewusste Verhaltensmuster werden entlarvt, Kommunikationsstrategien beleuchtet und mehr oder weniger bekannte Situationen aufgezeigt. Die typischen Was-wäre-wenn-Gedanken werden hier aufgenommen und Lösungen für die Zukunft aufgezeigt. Die Autorin deckt viele Unstimmigkeiten in der Kommunikation und im Verhalten mit anderen auf, geht auf hierarchische Strukturen zwischen Frauen und Männern, aber auch zwischen Frauen ein und regt zur Reflexion des eigenen Handelns an, beispielsweise indem man sich zunächst mal bewusst macht, wie man beispielsweise durch eine kleine Veränderung der eigenen Position im Raum Einfluss auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung nehmen kann. Katrin Klewitz’s Schreibstil wirkt authentisch und ernst, ist mal zum Schmunzeln, aber auch zum Weinen und es macht daher Spaß das Buch zu lesen.

Fazit

Insgesamt erzählt Katrin Klewitz authentisch und unterhaltend. Sie bietet Lösungsmöglichkeiten für verschiedene Situationen und regt zum Nachdenken an. Durch die Vielfältigkeit aus eigenen Erzählungen und Lösungsmöglichkeiten lässt sich das Buch flüssig lesen und es kommt keine Langeweile auf. Inwiefern ihre Ratschläge auf die Situationen und auch die Persönlichkeit jeder einzelnen Leserin anwendbar und auch gewollt sind, muss jeder für sich entscheiden. Aber Inspiration bietet ihr Buch auf jeden Fall.

  • Thema
  • Cover
  • Erzählstil