Cover-Bild Die Pilotin
(28)
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Thema

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

11,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 624
  • Ersterscheinung: 29.01.2021
  • ISBN: 9783404183890
Amelia Carr

Die Pilotin

Roman .
Frühjahr 1942

Als Bruchpilotin landet die junge Amerikanerin Nancy im Zweiten Weltkrieg auf einer Wiese in der englischen Provinz - und mitten im Herzen ihres Vorgesetzten Mac. Da beide bereits gebunden sind, kämpfen sie gegen ihre Gefühle an ...

Sommer 2006

Nancy vertraut ihrer Enkelin Sarah ihre herzzerreißende Lebensgeschichte an. Was Sarah dabei erfährt, erschüttert die Fundamente der Familie. Es ist die Geschichte einer großen Liebe, die Sarah so tief beeindruckt, dass sie ihr eigenes Leben überdenkt ...

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2021

Eine Geschichte mit Höhen und Tiefen

2

Nancy wird im Frühjahr 1942 während des zweiten Weltkriegs als Pilotin für eine Elitetruppe, die aus Pilotinnen besteht, angeworben, um die britische Luftwaffe zu unterstützen. Sie reist dafür von ihrem ...

Nancy wird im Frühjahr 1942 während des zweiten Weltkriegs als Pilotin für eine Elitetruppe, die aus Pilotinnen besteht, angeworben, um die britische Luftwaffe zu unterstützen. Sie reist dafür von ihrem Geburtsort Florida nach England. Dort beginnt das größte Abenteuer ihres Lebens für sie. Sie trifft dort nämlich auf den Kampfpiloten und Ausbilder Mac und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Allerdings ist sie zu diesem Zeitpunkt schon verlobt und so nimmt das Schicksal seinen lauf...
Sommer 2006: Nancy ist mittlerweile eine alte Frau, die Familie aufgrund der vielen Geheimnisse entzweit. Doch Nancy verspürt den Drang vor ihrem Tod nochmal alles richtigzustellen und bittet deshalb ihre Enkelin Sarah ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen und nach Mac zu suchen.
Bei dieser Suche kommen viele Geheimnisse ans Licht, alte Wunden werden aufgerissen und das Familiendrama nimmt seinen Lauf...

Die Geschichte spielt abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit. In den Teilen, die in der Vergangenheit spielen geht es hauptsächlich um Nancys Leben als Pilotin im zweiten Weltkrieg und ihrer Beziehung zu Mac. In der Gegenwart werden dann nach und nach die Geheimnisse aufgedeckt.

Mir persönlich haben die Teile, die in der Vergangenheit spielen deutlich besser gefallen. Man bekommt einen interessanten und informationsreichen Einblick in die damalige Zeit und auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Insgesamt waren diese Teile sehr spannend, ohne diese wäre das Buch für mich nämlich ein totaler Reinfall gewesen.

Die Abschnitte des Buches, die in der Gegenwart spielten waren für mich aber leider oft der totale Reinfall, besonders gegen Ende hin. Es fehlte der Spannungsbogen und die Autorin hat sich oft in ausschweifende Details verloren. Auch konnte ich viele Entscheidungen der Protagonisten nicht nachvollziehen. Sie waren mir einfach nicht sonderlich sympathisch. Auch gab es meiner Meinung nach auch einfach viel zu viele Charaktere, aus deren Sicht erzählt wurde. einige davon wären für die Handlung nicht notwendig gewesen und haben das Buch nur unnötig in die Länge gezogen.
Auch haben mich die vielen Geheimnisse am Ende einfach nur noch genervt und viele Wendungen waren für mich mehr als unrealistisch, besonders auf den letzten Seiten. Hier wollte die Autorin scheinbar noch einmal alles irgendwie geradestellen und hat mit allen Mittel versucht noch ein Happy End für alle Beteiligten hineinzuquetschen.

Den Schreibstil der Autorin fand ich stellenweise sehr angenehm (Vergangenheit) , dann aber auch wieder s
langatmig (Gegenwart). Besonders gestört hat mich dabei der schnelle Wechseln zwischen den Perspektiven. Dadurch war ich oft verwirrt und musste erst noch einmal genau nachlesen, aus welcher Perspektive den jetzt genau erzählt wird.

Insgesamt hat mir das Buch so mittelmäßig gefallen. Wie oben schon gesagt fand ich die Schilderungen der Vergangenheit toll, die Gegenwart hat mich aber nicht überzeugt. Für mich waren es einfach zu viele Ereignisse, Geheimnisse und unrealistische Protagonisten auf einmal. In meinen Augen hätte man das Buch auch gut auf etwa 400 Seiten kürzen können und die ganzen unnötigen Details weglassen können. Dann wäre es sicher eine grandiose Geschichte geworden, so ist sie aber leider nur mittelmäßig.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 08.02.2021

Verliert den Navogationskurs

2

Sarahs große Leidenschaft ist die Fliegerei und die darf sie nach aller Herzenslust bei ihrer Großmutter Nancy in Florida ausleben. Doch der Sommer 2006 hält für sie eine Überraschung parat, denn Nancy ...

Sarahs große Leidenschaft ist die Fliegerei und die darf sie nach aller Herzenslust bei ihrer Großmutter Nancy in Florida ausleben. Doch der Sommer 2006 hält für sie eine Überraschung parat, denn Nancy bittet Sarah, dass sie bei ihrer Rückkehr nach England einen Mann ausfindig machen und ihm einen Fliegerorden zurückgeben soll, der sich seit Jahrzehnten in Nancy Besitz befindet. Und während Sarah auf Nancys Bitte hin den Spuren der Vergangnheit nachgeht, stößt sie auf eine unglaubliche Liebesgeschichte....


"Die Pilotin" von Amelia Carr ist ein Roman, der unglaublich viele Themen miteinander vereinen möchte - Historischer Roman, Romanze und Familiensaga. Leider gelingt es der Autorin nicht, den Ansprüchen der aufgezählten Genres gerecht zu werden und ihre Leser zu begeistern.

Hat der Leser schon zu Beginn einige Startschwierigkeiten, um in die Geschichte hineinzufinden, so zieht sich das Geholpere leider durch das komplette Buch wie ein roter Faden durch die Seiten und man verliert schnell den Überblick. Die Autorin bedient unglaublich viele Handlungsstränge, um ihren Ideen Platz zu verschaffen, aber das geht zu Lasten der Glaubwürdigkeit und der Spannung. Man erhält zwar einen detaillierten Einblick in die Ausbildung und den Einsatz der Pilotinnen, aber irgendwie fehlt das gewisse Etwas, um den Funken der Begeisterung hier überspringen zu lassen.

Auch finden sich, in meinen Augen, gewisse Ähnlichkeiten mit dem Film "Pearl Harbor" wieder und das Liebeschaos droht den Leser regelrecht zu erschlagen. Irgendwie hat man das alles schon mal gelesen und die ménage à trois wirkt ein wenig trivial.

Die Autorin bemüht sich, ihrem Buch den nötigen historischen Anstrich zu verpassen, in dem sie Erinnerungen und Lebensgeschichten wieder aufleben lässt, verliert dabei aber den Navigationskurs völlig aus den Augen. An manchen Stellen wird unglaublich dick aufgetragen und mit der Kelle aus dem Vollen geschöpft. Die Handlung büßt unglaublich viel an Authentizität, Einfühlungsvermögen und Empathie ein und ich lese nur noch quer, um endlich zum Ende zu kommen.

Die Figuren können leider alle nicht den Leser von sich überzeugen und wirken wie Statisten in ihrer eigenen Geschichte. Der Roman bietet unglaublich viele Möglichkeiten, den Leser abzuholen und ihm ein aufregende Zeitreise zu ermöglichen , doch hier wird leider unglaublich viel Potenzial verschenkt und der Leser klappt Buch völlig entnervt zu.


  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 09.02.2021

Geheimnisse die eine Familie Jahrzehnte prägten

1

Vorab möchte ich sagen, dass "Die Pilotin" wirklich sehr viel Potential hatte, es aber leider nicht ausgeschöpft hat.

Charaktere:
Die Charaktere im Buch waren interessant. Für mich persönlich gab es aber ...

Vorab möchte ich sagen, dass "Die Pilotin" wirklich sehr viel Potential hatte, es aber leider nicht ausgeschöpft hat.

Charaktere:
Die Charaktere im Buch waren interessant. Für mich persönlich gab es aber zu viele Protagonisten. Jeder Charakter wurde ausführlich vorgestellt, was zu einigen Längen geführt hat. Teilweise haben mich die ganzen Charakterkonstellationen verwirrt.

Handlung:
Die Grundidee der Geschichtewar sehr gut, definitiv. Die historischen Parts fand ich extrem informativ und interessant, diese hab ich gern gelesen. Die Parts aus der Gegenwart haben sich leider oft gezogen.
Es ist so viel gleichzeitig passiert. Für mich waren es zu viele Handlungsstränge, die mich immer wieder aus der eigentlichen Handlung herausgeworfen haben.

Spannung:
Hin und wieder gab es spannende Szenen und zum Ende hin einen spannenden Plottwist. Leider wurde am Ende Themen angesprochen, die aus dem Kontext gerissen waren bzw einen besseren Platz in der Mitte des Buches gefunden hätten.
Mit über 600 Seiten hat mich das Buch leider etwas erschlagen, da es total viele Längen gab, die man überwinden musste.

Schreibstil:
Der Schreibstil war in Ordnung. Meiner Meinung nach war er teilweise zu ausführlich.

Thematik:
Die Thematik fand ich gut. Eine Frau als Pilotin zur Zeit des 2. Weltkriegs ist besonders. Aber da hätte ich mir gewünscht noch mehr Fakten über den 2. Weltkrieg zu erfahren.
Auch die geheimnisvolle Familiengeschichte fand ich grundsätzlich gut.

Es gab einige Pluspunkte, aber dennoch leider mehr Minuspunkte. Wäre das Buch kürzer gewesen, hätte mir das Lesen eventuell mehr Freude bereitet.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 08.02.2021

Familiengeschichte mit vielen Geheimnissen und historischen Einblicken

1

Die junge, amerikanische Pilotin Nancy kommt im 2.Weltkrieg 1942 bei Flugzeugüberführungen in England zum Einsatz und kann für eine Spezialtruppe fliegen. Dort lernt sie Mac kennen und verliebt sich in ...

Die junge, amerikanische Pilotin Nancy kommt im 2.Weltkrieg 1942 bei Flugzeugüberführungen in England zum Einsatz und kann für eine Spezialtruppe fliegen. Dort lernt sie Mac kennen und verliebt sich in ihn, obwohl er ihr Vorgesetzter ist. Erst 2006 vertraut sie ihre Lebensgeschichte ihrer Enkelin Sarah an. Im Laufe der Zeit kam es zu einer Vielzahl von Familiengeheimnissen, die alle in Nancy vereint zu sein scheinen und die nur sie erklären kann…

Das Buch „Die Pilotin“ stammt von Amelia Carr. Aufgrund des gut gewählten Covers, wird sofort der Eindruck vermittelt, dass man es mit einem historischen Roman zu tun hat, der von einer Pilotin handelt. Dahingehend wird der Leser nicht enttäuscht. Die Geschichte wechselt zwischen Erzählungen aus der Vergangenheit sowie der Gegenwart. Dieser Wechsel ist gut gestaltet und man kommt sofort in die Geschichte rein. Der Schreibstil ist flüssig. Durch zahlreiche Beschreibungen nebenher, vor allem in den historischen Teilen zur Pilotinnenausbildung und deren Einsätzen im 2.Weltkrieg, erhält man auch viele Informationen zur damaligen Zeit und zu dieser besonderen Truppe. Außerdem wechseln die Kapitel zwischen verschiedenen handelnden Charakteren hin und her, die aber gut gekennzeichnet werden und dadurch immer wieder ganz eigene Einblicke in das Geschehen und Empfinden der Charaktere geben.
Für mich erscheinen besonders die historischen Teile des Romans am besten gelungen. Das Buch beginnt im ersten Drittel äußerst vielversprechend und man saugt förmlich alles zu Nancys und Macs Geschichte als Leser auf und gönnt ihnen ihre Begegnung von Herzen. Zusätzlich sind die Eindrücke, die hier zu der verrückten Kriegszeit vermittelt werden, unschlagbar. Ab dem zweiten Drittel des Buches schleichen sich langatmige Passagen hinzu, sodass ich persönlich Mühe hatte, an manchen Stellen weiter zu lesen. Das letzte Drittel ist dann geprägt von den zahlreichen Familiengeheimnissen, die dann endlich aufgeklärt werden, aber, nicht wirklich zu meiner vollsten Zufriedenheit. Auch im letzten Drittel gibt es einige langatmige Textstellen und ich habe mich hin und wieder dabei ertappt, dass ich stellenweise manches nur überflogen habe. Ich bin daher ein wenig zwiegespalten hinsichtlich des Buches. Ähnlich verhält es sich mit den Charakteren. Während Nancy eine außergewöhnliche Person ist und man ihren Lebensweg gut nachvollziehen kann, mischen sich einige Zweifel bei mir darunter, warum sie solange mit ihren Geheimnissen gelebt hat. Manches Mal war es mir zuwider, wie sie gehandelt hat und ich mag keine Personen, die nicht mit anderen über etwas Vorgefallenes sprechen können. Insbesondere auch Ellen hat mir als Charakter absolut nicht gefallen, weil sie ständig überreagiert hat. So bin ich also ebenso bei den Charakteren sehr zwiegespalten. Ein bisschen ärgere ich mich, dass dieser gute Beginn des Romans so verspielt worden ist. Das Potenzial war da, die Ausführung leider nicht so, wie ich mir das erträumt hatte. Die vielfach angepriesenen Familiengeheimnisse (die mir -Entschuldigung- einfach irgendwann auf den Keks gingen), haben mich nicht komplett vom Hocker gehauen. Ich habe immer darauf gewartet, dass noch etwas anderes, quasi ein richtiger Knaller passiert. Gleichzeitig habe ich mir oft gewünscht, dass die Autorin einfach mal auf den Punkt kommt und klare und prägnante Fakten schafft. Oft war es ein Wischi-Waschi (z. Bsp. bei Nancy… wie wird sie wohl reagieren, kann ich es ihr auch wirklich sagen, sie wird schockiert sein, aber ich muss es ihr sagen, wie stelle ich es bloß an, warum habe ich so lange gewartet, ich wollte sie doch aber schützen usw. usf.). Irgendwann wirkte das ganze Hin und Her, vor allem am Ende des Buches einfach nur aufgesetzt und so, als zögere die Autorin das Ende des Buches hinaus und es hat mich nur noch genervt. Hinzu kommen auch allerlei einschneidende Erlebnisse, von denen man vorher noch nie etwas gelesen hat, die manche Charaktere zum Ende nochmal komplett auf den Kopf stellen, sodass man sich wirklich fragen muss, ob die Vorstellungen, die man die ganze Zeit zu den Personen im Kopf hatte, eigentlich überhaupt noch passen können.

Mein Fazit: Ich bin enttäuscht von diesem Buch, weil es so vielversprechend angefangen hat und ich historische Romane jeder Art einfach liebe. Für die Idee vergebe ich aber durchwachsene 3 Sterne. Es ist leider ein Buch, dass man lesen kann, aber nicht muss. Vieles habe ich mir persönlich ganz anders gewünscht. Sehr schade!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 08.02.2021

Familien und ihre Geheimnisse

1

Das Buch "Die Pilotin" ist am 29.01.2021 im Luebbe Verlag erschienen und war das erste Werk, das ich von der Autorin gelesen habe. Zugleich war es auch meine erste Leserunde auf dem Portal Lesejury und ...

Das Buch "Die Pilotin" ist am 29.01.2021 im Luebbe Verlag erschienen und war das erste Werk, das ich von der Autorin gelesen habe. Zugleich war es auch meine erste Leserunde auf dem Portal Lesejury und ich habe mich sehr gefreut, dass ich für diesen Roman ausgewählt wurde.

Das Buch handelt von einer Familie und ihren Geheimnissen. Dabei stehen vor allem die mittlerweile 84-jährige Nancy und ihre Enkelin Sarah im Mittelpunkt. Es gibt zwei Perspektiven im Buch, einmal die Gegenwart (2006) und die Vergangenheit zur Zeit des 2. Weltkriegs. Nancy war Pilotin im 2. Weltkrieg und bittet gleich zu Beginn des Buches ihre Enkelin nach ihrer großen Liebe von damals - Mac - zu suchen. Im Verlauf der Geschichte erfährt man von verschiedene Geheimnissen in der Familie, die nach und nach Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden.

Für mich ist das zentrale Thema des Buches wie wichtig Kommunikation und Ehrlichkeit in Beziehungen und vor allem Familien sind und was passieren kann, wenn man jahrelang mit Geheimnissen lebt. Diese Botschaft wird von der Autorin aus meiner Sicht größtenteils sehr gut herausgearbeitet.

Aufbau des Buches - Handlung
Das Buch beginnt in der Gegenwart: Sarah, die eigentlich in England lebt, besucht ihre Großmutter Nancy in Florida. Beide sind sich sehr ähnlich und verstehen sich sehr gut. Sie teilen unter anderem die Liebe zum Fliegen. Ganz anders ist da Sarah's Mutter Ellen, die weder ein gutes Verhältnis zu Nancy (ihrer Mutter) hat noch mit dem Fliegen irgendetwas anfangen kann. Nancy war zur Zeit des 2. Weltkriegs in England als Pilotin im Einsatz und bittet Sarah bei ihrer Rückkehr nach einem Bekannten von früher zu suchen, dem sie etwas wiedergeben möchte. Außerdem lernt man Ritchie, den jüngsten Sohn von Nancy direkt zu Beginn kennen, der selbst auch seine Herausforderungen im Familienbetrieb - einer kleinen Fluggesellschaft - zu meistern hat.

Die beiden Perspektiven Gegenwart und Vergangenheit wechseln sich ab und sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Die Handlung gewinnt dadurch an Spannung. Die Erzähl-Perspektive wechselt sehr häufig, was ich am Anfang als ungewohnt, dann aber sehr passend für die Geschichte empfand. So lernt man die Charakter und ihre Beweggründe noch näher kennen.

Die Charaktere
In der Leserunde haben wir insbesondere über Nancy viel diskutiert. Sie ist ein Charakter mit Stärken und Schwächen. Eine starke Frau, die schon damals zur Zeit des 2. Weltkriegs eine besondere Position als Pilotin inne hatte. Sie ist eine Kämpferin - durch und durch. Aber sie hat auch ihre Schwächen und vor allem ihre Geheimnisse und damit macht sie es ihrer Familie zum Teil sehr schwer. Ich finde, dass das Ende sehr gut ihren Charakter widerspiegelt und von der Autorin wirklich eine passende Geschichte rund um diese Protagonistin geschaffen wurde. Möglicherweise kann man nicht jede Handlung von ihr nachvollziehen oder ihr gar Vorwürfe machen, doch diese Schwächen machen sie aus meiner Sicht sehr menschlich und nahbar. Dies war für mich etwas Besonderes im Buch.

Die anderen Charakter - Sarah, Ellen, Ritchie - aber auch Nebencharakter wie Monica sind aus meiner Sicht sehr treffend dargestellt und durch die verschiedenen Erzähl-Perspektiven kommen einen diese Charaktere ebenfalls näher.

Bewertung
Insgesamt ist "Die Pilotin" von Amelia Carr aus meiner Sicht ein sehr gelungener Roman. Mich hat er zum Nachdenken angeregt und ich musste auch die ein oder andere Träne verdrücken, aber ich hatte auch viele Stellen an den ich geschmunzelt habe.

Allerdings gibt es für mich auch zwei Punkte, die ich nicht gut so gut umgesetzt fand - aber das ist natürlich immer Ansichtssache. Zum einen war aus meiner Sicht das Ende etwas überfrachtet, hier wäre weniger mehr gewesen. Was mich am meisten gestört hat war eine Entscheidung, die am Schluss von Ellen und Sarah getroffen wurde und eigentlich die Fehler der Vergangenheit zu einem Stück wiederholt. Ich finde das spielt nicht sehr gut auf die zentrale Botschaft der Geschichte ein.

Insgesamt aber trotzdem ein sehr gutes Buch, das ich auf jeden Fall empfehlen kann, wenn man Romane mag, die sowohl in der Gegenwart und in der Vergangenheit spielen und in denen es um Familien und ihre Geheimnisse und Erlebnisse aus 3 Generationen geht.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema