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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2025

Wild, kunterbunt, informativ

Wilde Pflanzen essen
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Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß mit einem Buch, das Wissen vermittelt!

Survival Sieglinde (eigentlich Christine Rauch) verpackt ganz viel Wildpflanzen-Wissen in einen punkig-wild-fröhlichen ...

Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß mit einem Buch, das Wissen vermittelt!

Survival Sieglinde (eigentlich Christine Rauch) verpackt ganz viel Wildpflanzen-Wissen in einen punkig-wild-fröhlichen Stil und Ernestine hat das genial illustriert.
Nicht nur die Pflanzen, sondern auch die Autorin, die in immer wieder neuen Varianten ein Grinsen beim Betrachten hervorruft.

Ich war ja etwas skeptisch, ob die Illustrationen ein Foto ersetzen können, aber die Details der Wildpflanzen sind so super gezeichnet, das ich das jetzt für die viel bessere Alternative halte. Damit traue ich mir die Pflanzenbestimmung tatsächlich zu.
Es gibt als Bonus aber auch noch eine App von Kosmos mit den entsprechenden Pflanzenfotos.

Ich habe von den meisten Pflanzen noch nie etwas gehört, das Buch ist auch inhaltlich richtig spannend und divers. Es gibt krautige Pflanzen, Sträucher und Bäume und dann noch einen kleinen Rezeptteil.

Jede Pflanze hat eine Doppelseite bekommen- eine Seite für die detaillierte Illustration, die andere für die Informationen. Beispielsweise in welchen Monaten man welche Pflanzenbestandteile (Blätter, Knospen, Blüten, Früchte) erntet und was man damit machen kann.

Fazit: witzig und informativ, mit genialen Illustrationen und Reimen.

Veröffentlicht am 16.02.2025

Leider langweilig

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Anfangs fand ich die Geschichte witzig.
Ein Möchtegern-Schriftsteller, der im Wohnwagen seines Vaters lebt, an seiner Ex-Freundin hängt und Prokrastination de luxe praktiziert, eine ukrainische Putzfrau, ...

Anfangs fand ich die Geschichte witzig.
Ein Möchtegern-Schriftsteller, der im Wohnwagen seines Vaters lebt, an seiner Ex-Freundin hängt und Prokrastination de luxe praktiziert, eine ukrainische Putzfrau, die zwar noch Probleme mit Grammatik hat, aber schlau und pfiffig ist und der Vater, der als Casanova in einem Altenheim lebt und dort in Mission Herzenbrechen unterwegs ist.

Dazu ein kleines Mädchen, das einsam im Wald entdeckt wurde und eine Rahmenhandlung, die die Situation von Geflüchteten verdeutlicht.
Soweit, so gut.

Allerdings nutzen sich die ewigen Wiederholungen bezüglich der Charaktere dann ab und die schlimmen (zum Glück nur wenigen) Versuche des vermeintlichen Autors sein Buch voranzutreiben und Ausflüchte, warum die russischen Klassiker nicht gelesen wurden, nervten mich leider immer mehr.
Auch Svetlana, die zwar viel auf dem Kasten hat, aber in ihrer fehlerhaften Anwendung der deutschen Sprache plus Putzfrauenjob trotzdem irgendwie in einer Ecke landet und für mich zu sehr der Fokus darauf gelegt wurde (auch wenn sie die Heldin des Buches ist), das machte mir beim Lesen Bauchgrummeln. Es fühlte sich für mich falsch an.

Mein Hauptkritikpunkt ist aber die schleppende Handlung - es zog sich und war für mich irgendwann weder spannend noch besonders lustig.

Ganz abschreiben möchte ich die neue Buchreihe jedoch noch nicht, denn das Grundgerüst hat schon etwas. Und es gab durchaus auch witzige Stellen, das kann ich nicht abstreiten.
Vielleicht war das auch der Einsteigen & Ankommen-Band - und Band zwei geht dann in die Vollen?

Veröffentlicht am 04.02.2025

Der Funke sprang nicht richtig über

FREI – Bester Sommer (FREI 1)
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Sarah Welk ist für für mich ein Tausendsassa unter den Kinderbuchautorinnen.
Egal, was ich bis jetzt von ihr gelesen habe, sie hat mich immer überzeugt.
Eingestiegen bin ich mit der kleinen Tochter in ...

Sarah Welk ist für für mich ein Tausendsassa unter den Kinderbuchautorinnen.
Egal, was ich bis jetzt von ihr gelesen habe, sie hat mich immer überzeugt.
Eingestiegen bin ich mit der kleinen Tochter in "Ziemlich beste Schwestern", dann kam die "...mit Opa" Reihe und dann die Sachbücher zu Demokratie und Nachrichten.
Jetzt also ein Jugendbuch - und vielleicht liegt es auch daran, dass meine Messlatte bei Sarah Welk einfach richtig hoch liegt: aber so ganz begeistert wie sonst bin ich diesmal nicht.

Es geht um Joshua, 14 Jahre und ständig auf dem Sprung. Seine Mutter ist Künstlerin und nie lange an einem Ort. Joshua war schon gefühlt überall, an allen tollen Orten. Aber jetzt geht es nach...Rottloch. Ja, Rottloch ist genauso, wie es klingt. Ein kleines Nest im Nirgendwo.

Die Schule fährt moderne pädagogische Ansätze und gleich zum Start geht es in die Projektwoche. Gemeinsam mit ein paar Klassenkamerad*innen zum Überlebenstraining in den Wald. O.k., jetzt nicht ganz krass, Nahrung und Unterkunft ist vorhanden, aber mit langen Tagesetappen und eben alleine im Wald.

Da gibt es mehr Hindernisse als gedacht und die Gruppe entwickelt sich auch anders als erwartet.

Das war alles schön zu lesen und die Sprache fand ich richtig gut gewählt, passt zur Zielgruppe. Aber das ganz gewisse Etwas an Witz und Spannung und Entwicklung, das hat mir hier gefehlt. Ich habe keine echte Nähe zu den Figuren aufbauen können.
Es ist ein Reihenauftakt - vielleicht wird es noch!

Veröffentlicht am 03.02.2025

Camping-Krimi

Mord im Himmelreich
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Björn Kupernikus urlaubt mit seinem Uralt-Camper auf dem idyllischen Campingplatz Himmelreich. Doch statt einfach nur ein Käffchen nach dem anderen - frisch gebrüht aus seiner erlesenen Kaffeebohnensammlung ...

Björn Kupernikus urlaubt mit seinem Uralt-Camper auf dem idyllischen Campingplatz Himmelreich. Doch statt einfach nur ein Käffchen nach dem anderen - frisch gebrüht aus seiner erlesenen Kaffeebohnensammlung - zu genießen muss er gleich einen Hund retten.
Damit nicht genug - das SUP, auf dem der Hund am See ausgesetzt wurde, hat auf der Unterseite eine Leiche verborgen!

Kupernikus lernt die ortsansässige Künstlerin Annabelle kennen und zusammen stürzen sie sich als Hobbykommissare in die Verbrechensaufklärung.

Das ist ein Cosy Camping Crime und dementsprechend gemütlich geht es zu.
Den angekündigten Humor konnte ich für mich nicht so recht finden und die Figuren wie beispielsweise die überdrehte Künstlerin im Dauerfrohsinn und der unfähige Polizist waren mir oft zu viel des Guten.

Wirklich spannend war es auch nicht, aber das muss es in dem Genre auch nicht, das lebt vom Drumherum (finde ich).
Das Campingplatzambiente hat mir auch gut gefallen, den Campingplatz würde ich auch gerne besuchen.

Mein Fazit: hat noch Luft nach oben, für einen Campingurlaub aber eine feine Lektüre.

Veröffentlicht am 01.02.2025

albtraum in spanien

Die Villa
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Aoife wird heiraten und ihre Freundinnen feiern den Junggesellinnenabschied in Spanien. Eine traumhafte Villa für ein Wochenende, ein perfekt ausgearbeitetes Programm der ersten Brautjungfer und reichlich ...

Aoife wird heiraten und ihre Freundinnen feiern den Junggesellinnenabschied in Spanien. Eine traumhafte Villa für ein Wochenende, ein perfekt ausgearbeitetes Programm der ersten Brautjungfer und reichlich Alkohol. Ein spaßiges Wochenende erwarten die Freundinnen.

Tja. Dann geschieht das nackte Grauen, Aoife wird ermordert.

Drei Jahre später reisen die Freundinnen erneut nach Spanien, um Aoife zu gedenken.
Dani, eine der Mädels, möchte allerdings herausfinden, was damals wirklich geschah und Stück für Stück eröffnen sich Abgründe und der vermeintliche Überfall eines Einbrechers erscheint nicht mehr die einzige Tathergangsmöglichkeit zu sein.

Anfangs fand ich das Buch ja sehr vorhersehbar, für mich war schon nach wenigen Seiten alles klar. Nichtsdestotrotz hat das Buch einen stetig ansteigenden Spannungsbogen, der mich richtig gefesselt hat - obwohl für mich alles klar schien. Ob mein erster Eindruck richtig lag, das werde ich hier natürlich nicht spoilern.

Ich fand die Beschreibung der jungen Frauen und ihre Beziehung zur Braut sehr gelungen. Ich mochte sie zwar nicht alle, aber vor meinem Leseauge waren sie alle real.
Was ich auch super fand, das war die Beschreibung des Partyortes in Spanien samt der Junggesellinenabschiedspartys. Eine andere Welt, eine ganz eigene Konsumsparte, die sich so gar nicht kannte. Keine Ahnung, ob das in dem Ausmaß nur für Großbritannien so üblich ist oder auch bei uns hier in Deutschland und ich nur aus einer anderen Generation komme? Auf jeden Fall sehr interessant (und befremdlich) für mich.

Ich fand das Buch richtig spannend und das "Drumherum" auch sehr gelungen.
In die beschriebene Ecke Spaniens zieht es mich allerdings nun so gar nicht mehr...