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Veröffentlicht am 26.03.2020

Wundervolle, realistische, tiefgründige, aber auch witzige und romantische New Adult Geschichte ohne 0815 und Klischees

Small Town Kisses
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„Small Town Kisses - Morgan & Nate“ ist das neueste Buch von Christiane Bößel und der 1. Band der „Minot Love Story“ Reihe über die vier Geschwister Morgan, Donovan, Tristan und Parker.
In jedem Band ...

„Small Town Kisses - Morgan & Nate“ ist das neueste Buch von Christiane Bößel und der 1. Band der „Minot Love Story“ Reihe über die vier Geschwister Morgan, Donovan, Tristan und Parker.
In jedem Band steht eines der Geschwister und seine/ ihre Love Story im Zentrum, aber natürlich gibt es immer ein Wiedersehen mit den anderen Geschwistern.
In diesem 1. Band geht es um Morgan, die älteste der vier Geschwister und Nate.

Ich bin wie auch dei den vorherigen Büchern total begeistert von Christiane Bößels Schreibstil Sie schafft es bei jeder ihrer Bücher die Dinge genau auf den Punkt zu bringen, die Emotionen, Gefühle und Gedanken der Charaktere wunderbar darzustellen und einem in jedem Moment nahezubringen. Der Stil ist einfach toll zu lesen, flüssig, dem Alter der Charaktere angepasst ohne derb, künstlich jugendlich oder gezwungen zu wirken. Das Buch lässt sich in einem Rutsch runter lesen. Wie bei der Autorin üblich ist „Small Town Kisses - Morgan & Nate“ aus der Sicht von Morgan und Nate erzählt und lässt einen damit hautnah an den Gedanken, Gefühlen, Handlungen der Protagonisten teilhaben und diese nachvollziehen. Ich bin immer ein großer Fan davon, wenn beide Sichtweisen in einem Buch zum Tragen kommen und deshalb freut es mich um so mehr, dass Christiane Bößel in ihren Büchern immer beide Sichtweisen hat.

Morgan und Nate sind zwei wundervolle Protagonisten und Charaktere. Auf der einen Seite Morgan, die, weil ihre Mum abgehauen ist, alles tut um für ihre Familie da zu sein und sie zu unterstützen. Ja es geht sogar so weit, dass Morgan zu Beginn des Buches wirkt als hätte sie einen Teil ihrer Träume, ihres Lebens aufgegeben oder zumindest komplett zurückgestellt um die große Schwester, fast schon die Mum zu sein und den Laden daheim mit Hilfe ihres Dads am Laufen zu halten. Aber Morgan ist eine wundervolle, liebevolle, unglaublich starke junge Frau, die wirklich gelernt hat den Laden zu schmeißen und es hinzubekommen. Ja Morgan konnte nicht alles machen was sie wollte und sie steckt öfter zurück, aber sie ist dabei nie traurig, macht irgendwem Vorwürfe oder mag ihr Leben nicht.
Und dann ist da Nate: Grade von Florida in die Kleinstadt gezogen und will einfach einen kompletten Strich ziehen und was anders. Da denkt man jetzt vielleicht: Häh? Weibliche Protagonistin glücklich in der Kleinstadt und männlicher Protagonist will einen Neuanfang? Ja genauso ist es. Nate ist derjenige, der alles verändern will und raus muss, raus aus seinem bisherigen Leben, weg von daheim und dem was ihn so belastet und ein Teil seines Lebens ist.
Nate ist so gar nicht der von sich total überzeugte Bad Boy oder heiße Typ, den man sonst aus New Adult Büchern so kennt. Nein er ist unsicher, hadert mit seiner Situation, hat phasenweise ein wirklich angeknackstes Selbstbewusstsein und zeigt einem sofort, dass er ein Problem damit immer stark zu sein, weil das einfach nicht funktioniert bei ihm.
Nate ist so überhaupt nicht 0815 und Klischee als Protagonist und auch Morgan ist nicht die typische New Adult Protagonistin.

Die entstehende Beziehung zwischen Morgan und Nate geht ziemlich schnell und ist auch sehr schnell ernst. Es gibt kein ewig langes Hin und Her, Gezickt, Überlegungen, ob der andere einen toll findet oder all das. Und für mich war das genau richtig. Trotz der schnellen Beziehungsentwicklung war es nie zu viel, kitschig, überzogen oder unrealistisch. Nate und Morgan haben eine wundervolle Chemie miteinander und für mich waren sie zu jedem Zeitpunkt realistisch, packend, ergreifend und auch greifbar als Paar.

Ja es gibt ein Drama und ja es kommt nicht am Anfang und auch nicht erst am Ende des Buches. Das Drama/ die Probleme, die zwischen Morgan und Nate im Laufe des Buches entstehen und aufkommen sind zwingend notwendig und nicht extra an den Haaren herbeigezogen oder künstlich geschaffen. Was Nate Morgan gegenüber nicht ausspricht und sie im Unklaren darüber lässt, ist etwas sehr reales, wichtiges, keine Kleinigkeit, die man einfach mal so erzählt, etwas das das eigene Leben einfach unglaublich beeinträchtig. Nate kann da nicht aus seiner Haut und man kann ihm als Leser auch keinen Vorwurf machen. Deshalb ja das Drama/ die Probleme kommen und sie lassen sich nicht aufhalten, ändern oder in Luft auflösen. Christiane Bößel hat sich in diesem Buch ein wirklich nicht einfaches Thema ausgesucht und Nate dadurch zu jemanden gemacht, der einem unglaublich nahe geht, besonders wenn man aus eigener Erfahrung versteht was Nate durchmacht. Nates Situation ist einfach nur authentisch, realistisch und ehrlich ohne Kitsch, ohne Übertreibung, ohne Beschönigung.
Die drei Geschwister von Morgan: Donovan und Tristan die 15 Jährigen Zwillinge und die 13 Jährige Parker sind genauso wie jüngere Geschwister wirklich sind. Sie sind in einem Moment Zuckersüß und man will sie einfach nur Knuddeln und im nächsten treiben sie einen in die Verzweiflung, man will sie gegen die Wand klatschen und wünscht sich ein Einzelkind zu sein. Oh ja jeder, der eine älter Schwester oder Bruder ist hat auch so einen von Morgans jüngeren Geschwistern zu Hause sitzen.

Morgans Dad ist ein wirklich toller und liebevoller Charakter. Er ist durch und durch der wundervolle Dad, der einen Hang zu sehr guten Ratschlägen und Weisheiten hat. Und die jeweils besten Freund von Nate und Morgan sind auf ihre Art genau richtig. Sie sind tolle beste Freunde und passen einfach zu Nate und Morgan.

„Small Town Kisses - Morgan & Nate“ ist realistisch, mit Charakteren, die man selbst so kennt, mit einer Geschichte, die zeigt wie die schlimmen Sachen sind und trotzdem einer Menge Witz, Romantik, Stellen zum Schmunzeln und Kopfschütteln, Knistern, Sexy und Wohlfühlen. Eine Geschichte ohne Kitsch, ohne 0815 oder einem überzogenen Ende. Einfach eine richtig gute New Adult Geschichte, die ich nur empfehlen kann!

Anmerkung: Vielen Dank an ForeverUllstein, NetGalley und Christiane Bößel für das Rezensionsexemplar und das ich es lesen durfte. Meine Meinung hat dies in keiner Weise beeinflusst.

SmallTownKisses

NetGalleyDE

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2020

Wundervolle Story, die so viel mehr als nur eine Liebesgesichte ist und mit Ernst, Tiefgang und authentischen Charakteren überzeugt

All The Fucks We Give
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Meine Meinung:
Zuerst das Cover: Ich liebe dieses Cover einfach! Es ist wundervoll stimmig mit den Farben, dem Rauch und dem Titelschriftzug und zeigt direkt das dieses Buch nicht nur eine einfache Liebesgeschichte ...

Meine Meinung:
Zuerst das Cover: Ich liebe dieses Cover einfach! Es ist wundervoll stimmig mit den Farben, dem Rauch und dem Titelschriftzug und zeigt direkt das dieses Buch nicht nur eine einfache Liebesgeschichte ist. Das Cover ist genauso so stürmisch, aufwühlend, kräftig, aber auch sanft in den Farben, faszinierend wie die Geschichte dazu.

Der Schreibstil von Nina Kay ist wundervoll bildhaft, laut und ausdrucksstark, mit Szenen und Stellen, wo man die Gefühle greifen kann und es sich wie eine Filmszene für den Leser anfühlt. Aber sie ist auch an den richtigen Stellen leise, ernst, teilweise beängstigend realistisch und ergreifend.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Julien und Sasha geschrieben. Was ich immer besonders toll finde, weil so einfach beide Seiten wunderbar nachvollziehbar sind.

Julien und Sasha sind zwei unglaublich authentische, ausdrucksstarke, ehrliche, greifbare und nachvollziehbare Charaktere und Protagonisten. Sie sind komplett unterschiedlich, aber ergeben zusammen eine perfekte Einheit.
Julien ist oft laut, hat viel zu viel Wut in sich, hält sich auch in seiner Sprache nicht zurück und sehr offen und extrovertiert und ein total charmanter, einnehmender Charakter. Er ist der typische „Ich finde schnell Freunde und lerne schnelle neue Menschen kennen“ Typ. Trotzdem gibt es oft Streit mit seinem Bruder, oder auf der Arbeit und Julien wirkt irgendwie noch nicht angekommen und als fehlt ihm etwas wichtiges.
Sasha ist da das genaue Gegenteil: Alles an ihm wirkt schüchtern, leise, sanft, ja fast als würde er sich lautlos durch die Welt bewegen und möchte unsichtbar sein. Ein Teil davon wie Sasha zu Beginn des Buches ist, ist völlig normal für jemanden, der mit 19 sein Studium beginnt, von zu Hause ausgezogen ist und dann auch noch in einen Bundesstaat gezogen ist. Da geht es Sasha wie jedem, der etwas neues, unerwartetes anfängt und erstmal damit klarkommen muss, dass die Schule jetzt aus ist und der nächste große Schritt beginnt. Aber genau das ist auch einfach realistisch und dürfte gar nicht anders sein.
Bei all dem sind Julien und Sasha aber auch zwei zutiefst unperferkte Charaktere. Beide haben ihre Dämonen, Ängste, Gründe warum Julien immer so voller Wut ist und Sasha sich so klein und unsichtbar macht und Probleme hat mit dem Bus zu fahren. Sie sind einfach menschlich voller Probleme, Schwächen und wirklich heftigen Päckchen, die sie tragen und aushalten müssen. Aber sie sind dadurch eben so echt, authentisch und realistisch wie man nur selten zwei Protagonisten findet.

Als Julien und Sasha sich das erste Mal begegnen ist es im Gegensatz zu vielen typischen NA Büchern keine unrealistische Situation, etwas extra erzeugtes und weit hergeholtes. Nein ihre erste Benennung ist geradezu alltäglich und könnte jedem von uns so passieren. Und sie ist erstmal ruhig, gar nicht laut, auffällig oder gar ein Feuerwerk. Aber gleichzeitig ist sie für Julien eben doch etwas gewaltiges. Julien schafft es Sasha, der eigentlich fast unsichtbar ist in dieser Situation und bei der Einfachheit der Umgebung wie eine Naturgewalt wahrzunehmen und fast schon eine innere Explosion ein Emotionen, Gedanken, Überlegungen zu erleben.
Ich muss sagen, dass die erste Begegnung der zwei ganz klar zu meinen Lieblingsstellen im Buch gehört.

Dass Julien bisher nie über Männer als potenzielle Partner nachgedacht hat, ist zwar in Juliens Überlegungen, aber ob Sasha jetzt ein Mann ist oder nicht, macht nicht die Geschichte aus und ist für Julien auch nicht der springende Punkt.

Die Geschichte von Julien und Sasha ist eine Liebesgeschichte. Aber sie ist auch so viel mehr. Sie ist eine Geschichte über eigene Grenzen und die Überwindung davon, über Ängste, Dämonen und wie man lernt mit ihnen zu leben und umzugehen, über Freundschaft, die erste Liebe, Liebe. Mut, über wirklich ernste und schwierige Themen und das Liebe einem Stärke gibt, aber man selbst nach Hilfe fragen muss und gefestigt sein muss.
Für mich ist es jetzt schon ein Jahreshighlight und ich kann nur sagen: Lest es!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2019

Ein toller 4. Band, mit zwei fantastischen Protas und ein wunderschöner Reihenabschluss

Madison & Sam – A San Francisco College Romance
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Meine Meinung:

So jetzt ist er also da, der letzte Band der „A San Francisco College Romance“ Reihe. Ein bißchen wehmütig bin ich ja schon an die Geschichte von „Madison & Sam“ rangegangen. Aber es ist ...

Meine Meinung:

So jetzt ist er also da, der letzte Band der „A San Francisco College Romance“ Reihe. Ein bißchen wehmütig bin ich ja schon an die Geschichte von „Madison & Sam“ rangegangen. Aber es ist ein wirklich toller letzter Band geworden und Christiane Bößel hat auch hier wieder alles aufgefahren mit zwei wirklich fantastischen Protagonisten, einer wunderbaren Story und einem Ende, dass einen dieses Ebook zufrieden, mit einem Lächeln und dem Gefühl, dass man ein Rundum-Ende für alle Charaktere bekommen hat schließen lässt.

Also wie schon erwähnt ist „Madison & Sam“ der vierte und letzte Teil der „A San Francisco College Romance“ Reihe. Ihr könnt jeden Band unabhängig von den anderen lesen, auch wenn die Protagonisten aus den vorherigen Bänden als Nebencharaktere immer dabei sind. Und natürlich schließt dieser Band die Reihe ab und ist somit in Bezug auf die vorherigen Bände auch eine Art Spoiler wie das Leben der anderen Charakteren weitergeht.

Wie immer bin ich ganz begeistert von Christiane Bößels Schreibstil. Sie schafft es einfach die Dinge genau auf den Punkt zu bringen, die Emotionen, Gefühle und Gedanken der Charaktere wunderbar darzustellen und einem in jedem Moment nahezubringen. Wie auch die anderen Bände ist das Buch aus der Sicht von Madison und Sam geschrieben. Da bin ich immer ein großer Fan von, weil es so einfach noch toller ist sich in die Protagonisten hineinzuversetzen.

Was das Cover angeht passt auch dieser Band wieder perfekt zur Reihe und ist mit seinen Farben, Türkis/Blau und Lila, sogar mein zweites Lieblingscover der Reihe. Insgesamt gefallen mir die Cover der „A San Francisco College Romance“ Reihe total gut und ich finde sie sehr schön.

Die Geschichte von „Madison & Sam“ fängt ziemlich heftig an und man geht als Leser zusammen mit Madison durch eine wirklich harte Zeit. Aber genau das gehört zum Leben dazu und ist auch einfach unglaublich realistisch. Es gibt einfach diese schlimmen und traurigen Sachen, die uns passieren und wo man erst mal am Ende ist und wieder hochkommen muss. So ist Madison also zu Beginn des Buches schon eine ganz andere Madison, als man sie in Band 3 „Zane & Lennon“ kennengelernt hat. Die lebenslustige, fröhliche, entspannte junge Frau ist einer Version gewichen, die den Verlust von Vater und Bruder irgendwie verkraften muss und versucht stark für ihre Mutter und sich zu sein. Und dann entscheidet Madisons Mutter, dass sie nicht mehr stark sein kann und Madison steht von einem auf den anderen Tag ohne Eltern und Bruder da. Aber weil sie in Zane einen wirklich liebevollen, verständnisvollen, fürsorglichen und einfach „er ist genau richtig“ Cousin und Vertrauten hat, schafft sie es nach San Francisco in die WG der Jungs zu kommen und mit ihrem Kunststudium anzufangen. Dabei versucht Madison wieder die lebenslustige Madison von früher zu werden und auf diesem Weg trifft sie Sam.

Sam ist eine Frohnatur, ein reisewütiger Mensch, der nie lange an einem Ort bleibt und regelrecht so einen Aufbruchsinstinkt in sich drin hat. Aber er ist auch unglaublich fürsorglich wenn es um seine Oma und seinen Bruder geht. Überhaupt ist seine Oma einer der wichtigsten Menschen in seinem Leben.

Diese Begegnung mit Sam verändert Madison und Sam gleichermaßen. Was wie eine ungebundene, lockere Sommeraffäre beginnt und wirkt entwickelt sich zu so viel mehr. Aber Madison und Sam wären nicht Madison und Sam, wenn sie das sofort zugegen würden. So müssen die zwei sich also kennenlernen, wieder verlieren, erneut aufeinandertreffen und sich immer noch ziemlich dämlich anstellen bevor sie bereit sind ein Wagnis namens Beziehung einzugehen. Und auch dann sind Madison und Sam immer noch stark gefangen in ihren Ängsten, Drängen und vergessen das Reden das Einzige ist, was wirklich funktioniert.

Bei alle dem stehen den beiden und vor allem Madison Zane, Cole, Ethan und ihre jeweiligen Partner zur Seite. Bei Zane habe ich ja schon erwähnt, dass er einfach der perfekte Cousin ist. Madison und Zane haben ein wundervolles Verhältnis zueinander und ein ums andere Mal musste ich mich halb totlachen, wenn Zane seine Ratschläge raushaut oder ich wollte ihm komplett zustimmen in allem. Die anderen Jungs aus der WG sind genauso für Madison da, unterstützten sie, fangen sie auf und sind einfach Familie. Ja man kann sagen, dass unsre WG-Jungs, ihre Partnerinnen/ ner Madisons neue Familie sind.
Und auch Sam wird wie selbstverständlich Teil dieser Familie, als er und Madison endlich mal was auf die Reihe bekommen.

Tja und dann gibt es da noch einen Nebencharakter auf den ich jetzt nicht eingehen werde. Das müsst ihr einfach selbst lesen. ich sage nur: Ich bin komplett Zanes Meinung und wollte Madison schon sehr oft schütteln beim Lesen.

Insgesamt ist „Madison & Sam“ eine Geschichte bei der man als Leser mittendrin ist. Man trauert mit Madison, man wagt mit ihr einen Neuanfang, man lacht mit den Jungs, man verliebt sich in Sam, man verliebt sich in Madison, man fühlt sich geborgen und einfach Wohl beim Lesen. Es ist eine Geschichte voller Emotionen und Romantik, voller trauriger und schlimmer Momente, voller Momente, die einen über sich selbst nachdenken lassen, voller lustiger und schöner Momente. Kurzum: Eine Geschichte über das Leben, die Liebe, Trauer, Verlust und wie man gemeinsam alles schaffen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.11.2019

Eine fantastische Fortsetzung und Abschluss dieser spannenden, romantischen Dystopie mit Suchtfaktor

Resistance (Die Legende der Assassinen 2)
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Meinung:
„Resistance“ ist der 2. Band der „Legende der Assassinen Reihe“ von Amy Erin Thyndal und damit der Abschluss der Dilogie. Band 2 ist die direkte Fortsetzung von „Uprising“ (Band 1) und nicht unabhängig ...

Meinung:
„Resistance“ ist der 2. Band der „Legende der Assassinen Reihe“ von Amy Erin Thyndal und damit der Abschluss der Dilogie. Band 2 ist die direkte Fortsetzung von „Uprising“ (Band 1) und nicht unabhängig vom ersten Band lesbar.

Bei der Rezension von Band 1 habe ich ja schon vom Cover geschwärmt und geschrieben, dass ich auf Taschenbücher hoffe. Und mein Wunsch erfüllt sich. Das Taschenbuch von Band 1 ist schon erhältlich und das von Band 2 kommt die Tage. Ich freue mich total, dass man die beiden Bände bald gemeinsam in der Hand halten kann und dann die Cover betatschen kann .

Da das die Rezension zu Band 2 ist, sind Spoiler zu Band 1 nicht ausgeschlossen und unvermeidlich.

„Resistance“ startet wie auch „Uprising“ wieder mit dem Prolog, der uns ca. 310 Jahre in die Zukunft nach der Geschichte um Esme und Atair befördert. Wie schon bei Band 1 ist dieser Prolog ziemlich schockierend, baut eine unglaubliche Spannung auf und lässt einen sofort weiterlesen, weil man einfach wissen muss wie es weitergeht, wie es zu diesem Prolog kommt, was denn jetzt eigentlich mit Esme, Atair und der Apokalypse ist. Amy Erin Thyndal hat es geschafft mich sofort zu fesseln. Ich war schon beim Prolog komplett in der Geschichte, aber als es dann wieder zu der direkten Fortsetzung nach dem Ende von Band 1 ging, war ich innerhalb von Sekunden wieder in diesem unglaublich tollen dystopischen Setting mitten in New York.

Es geht wie gesagt direkt dort weiter, wo Band 1 aufgehört hat: man steht gemeineinsam mit Esme vor dem UN-Headquarter und ist auf einmal wieder inmitten vom Rest der verbleibenden Menschen in New York. Das war ein richtiger Wechsel des Settings und so ganz anders als im Hauptquartier der Assassinen aus Band 1. Auf einmal ist Esme und der Leser wieder unter ihresgleichen, unter Menschen und zwar nur unter Menschen. Kein Assassine weit und breit.

Durch den Settingwechsel kommen einige neue Charaktere zur Story hinzu. So lernen wir River, Shannon, Kayla, Lee und ein paar andere kennen. Und wir sehen Cade, der Esme in Band 1 geholfen hat wieder. Wie schon die Nebencharaktere aus Band 1, sind auch die neuen Charaktere der Autorin super gelungen und alle von ihnen sind wichtig für die Geschichte und jeder von ihnen bringt auf seine ganz eigene Art nochmal zusätzlich Spannung, Witz, Spass, Hintergründe in die Geschichte und passt einfach im Zusammenspiel mit den anderen.

Esme, die Protagonisten, hat sich ja schon in Band 1 viele Gedanken gemacht und versucht nicht nur alles Schwarz und Weiß zu sehen. Sie hat stark mit ihren aufkeimenden Gefühlen gekämpft und war immer im Zwiespalt, ob es nicht Verrat an der Menschheit wäre, wenn sie Gefühle für einen Assassinen zulässt. In Band 2 schafft Esme es sich weiterzuentwickeln, ihre Gefühle zu akzeptieren und wichtige Entscheidungen für sich zu treffen. Sie wird mutig und sicher in Bezug auf Atair und was sie für ihn fühlt und was er für sie fühlt.

Atair ist in seinen Gefühlen immer noch klar, ehrlich, unumstößlich und damit auch eine Konstante. An dem was Atair für Esme fühlt, sich für sie wünscht und gleichzeitig für sie beide hofft gibt es in keiner Sekunde einen Zweifel. Er ist ein sehr starker, fester, ehrlicher und auch treuer Charakter.

Die Loyalität, die den Assassinen über alles geht, ist auch in Band 2 immer noch ein ganz großes Problem. Und man muss sich immer fragen, wer eigentlich die Monster sind. Ob die Menschen nicht selbst schuld sind am Aufstand der Assassinen und ob es wirklich einen Unterschied gibt zwischen beiden.
Wie die Autorin damit umgegangen ist und ob es eine Lösung gibt, das verrate ich euch jetzt nicht. Sonst wäre ja der ganze Spass weg.

Und dann kam in Band 2 der Punkt, wo ich dachte: Ja endlich wieder zuhause! Ja so schön es auch bei den Menschen im UN-Headquarter war, so sehr habe ich mir als Leserin gewünscht, dass Esme und dadurch ich wieder zu Atair und den anderen Assassinen kommen. Ich habe nämlich Atair, Elle und vor allem Steve und Troy unglaublich vermisst und sie haben mir einfach gefehlt. Aber wie es zu diesem Wiedersehen mit allem kommt und was Steve und Troy dabei für eine Rolle müsst ihr auch selbst lesen

Tja und der Epilog: Ich möchte ihn gerne als einen Anfang für etwas neues sehen, als neuen Kreis, der sich dann auch irgendwann schließt. Klar würde ich total gerne die Geschichte von Aiden und Ivy lesen und würde mich sofort drauf stürzen, aber im Moment habe ich das erstmal so abgeschlossen und bin zufrieden mit dem Ende nach dem Epilog.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass „Resistance“ nochmal einen draufsetzt, die Geschichte perfekt fortsetzt und abschließt. Amy Erin Thyndal konnte mich mit Band 2 noch mehr begeistern, als schon mit Band 1 und hat mit ihrer Dilogie zwei tolle Bände geschaffen, die zwei wundervolle Protagonisten haben, super Nebencharaktere, die einem im Gedächtnis bleiben, Spannung, Romantik, Dystopie, aber auch Ernsthaftigkeit perfekt verbinden und somit ganz klar ein Highlight 2019 für mich geworden sind.

Veröffentlicht am 21.11.2019

Wie Valentin erkennt, dass sein fitnessverrückter Mitbewohner viel toller ist, als so ein Professor

Valentin
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KT:
„Die dichten Dichter dichten weiter!

Nichts läuft, wie es sollte. Valentin schafft es weder, seinen Roman zu beenden, noch Professor Südberg seine Liebe zu erklären. Dabei hat der Prof die schokoladigsten ...

KT:
„Die dichten Dichter dichten weiter!

Nichts läuft, wie es sollte. Valentin schafft es weder, seinen Roman zu beenden, noch Professor Südberg seine Liebe zu erklären. Dabei hat der Prof die schokoladigsten Augen aller möglichen Professoren! Selbst Valentins Kollegen, die dichten Dichter, können ihm nicht helfen.

Dann bekommt Valentin auch noch einen unerwünschten Mitbewohner: Jayson Käsebier. Breitschultrig, fröhlich und fitnessverrückt ist er alles, was Valentin nicht ist. Und ganz bestimmt nicht das, was er braucht, um sein Leben in Schwung zu bringen. Egal, wie hingezogen er sich zu Jayson fühlt. Jayson, der 80 Kilo stemmt und bei Filmen heult wie ein Kleinkind (aber nur an den schönen Stellen) ist garantiert der falsche Mann für einen intellektuellen Poeten wie ihn. Dumm nur, dass Jayson das ganz anders sieht …“

Meine Meinung:
„Valentin (Club der dichten Dichter 2)“ ist der zweite Band in der „dichten Dichter Reihe“ von Regina Mars. Aber keine Sorge, ihr könnt den „Valentin“ auch lesen, ohne den „Milan“ zu kennen. Aber schöner ist natürlich die Bücher einfach alle zu lesen. Und da bin ich auch gleich beim Thema: Ich habe mich total gefreut, dass Valentin sein eigenes Buch bekommen hat und der zweite in der Reihe sein darf. Ich war ja schon durch Band 1 neugierig auf ihn. Wie in Band 1 „Milan“ trifft man wieder die fröhliche Autorenstammtisch Runde und Valentin bekommt den ein oder anderen Rat bei einem guten Glas Wein. Aber die Geschichte von Valentin spielt diesmal auch viel an Valentins Arbeitsplätzen: Seiner Wohnung, weil er ja ein Buch schreibt und es da ja so einen neuen Mitbewohner namens Jayson Käsebier gibt und in der Uni, weil der Valentin ja studiert und da wäre ja noch ein gewisser Professor…

Valentin ist liebenswert, sehr pedantisch und ein bißchen feige in Bezug auf sein Buch und den Professor und total welpenhaft. Da denkt man die meiste Zeit im Buch: Ja der Valentin, der immer noch studiert, ewig an seinem Buch rumdoktert und einfach nicht mutig sein will. Aber dann überrascht einen Valentin mit Mut, dem Willen zu Handeln, nicht nur einen sondern richtig viele Schritte auf einmal voranzugehen und ja einfach kein Welpe mehr zu sein. Das ist schon unglaublich witzig, schön, süß und spannend mitzuerleben, wie Valentin über sich hinauswächst, erkennt was er wirklich will, den Mut fasst Nägel mit Köpfen zu machen und urplötzlich so erwachsen wie sein Alter anzeigt ist.

Jayson Käsebier, das ist ein toller Name oder? Also ich habe da schon den ersten Lachanfall bekommen. Regina Mars hat einfach ein Händchen für lustige, sprechende Namen. Ja der Jayson, der ist einfach der wundervollste Mitbewohner, den sich ein Mensch wünschen kann (ich weiß aus Erfahrung wovon ich rede). Und Jayson ist lieb, nett, charmant, so richtig zum knuddeln und lieb haben. Er ist so bemüht um ein tolles auskommen mit Valentin und möchte, dass dieser ihn mag und gibt sich dabei unglaublich viel Mühe! Das kann man nur bewundern und toll finden. Ich finde Jayson macht einfach alles richtig.

Und ja in diesem Fall ist es Valentin, den man manchmal schütteln will und denkt: Ernsthaft Valentin, wie dumm bist du eigentlich gerade! Nicht falsch verstehen, ich habe ja oben schon geschrieben wie sehr ich Valentin mag und er mich überrascht hat, aber erstmal ist er auch einfach ganz schön dumm in Bezug auf Jayson und hat ein Brett namens Professor Südberg vor dem Kopf. Aber auch bevor der Valentin mutig wird und versteht was Sache ist, gibt es schon tolle, lustige, süße, heiße Momente und Szenen zwischen Jayson und ihm.
Und am Ende, tja das müsst ihr selbst lesen, aber ich sage schonmal Einhörner und Zuckerwatte sind garantiert.

Mit Valentin und Jayson hat Regina Mars wieder einmal eine tolle, romantische, lustige, süße, manchmal zuckrige, amüsante und einfach zum Spass haben und immer wieder lesen Geschichte geschaffen. „Die dichten Dichter“ machen einfach Spass und „Valentin“ passt da einfach perfekt rein. Also mein Rat: Versüßt euch den Tag mit Valentin und Jayson und habt Spass!