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Veröffentlicht am 04.09.2021

Guter Reihenauftakt

Keeper of the Lost Cities – Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
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Der Aufbruch ist der Auftakt einer erfolgreichen Fantasyserie, die es schon seit einiger Zeit in den USA gibt. Manchmal ist es wirklich erstaunlich, dass so manches Juwel lange braucht um den Weg nach ...

Der Aufbruch ist der Auftakt einer erfolgreichen Fantasyserie, die es schon seit einiger Zeit in den USA gibt. Manchmal ist es wirklich erstaunlich, dass so manches Juwel lange braucht um den Weg nach Deutschland zu finden.
Andererseits ist das Thema Zauberschule seit Harry Potter auf der einen Seite sehr populär geworden, auf der anderen Seite muss sich jedes Buch mit HP vergleichen. Bei Keeper of the Lost Cities ist man versucht Vergleiche anzustellen, aber es gelingt nicht, da beide Buchreihen vollkommen unterschiedlich sind und es in Shannon Messengers Reihe zwar auch eine Zauberschule gibt, diese aber nicht so präsent ist wie bei J. K. Rowlings. Ein Großteil der Geschichte spielt außerhalb der Schule und ist zum einen sehr spannend, aber auch sehr geheimnisvoll und ein echter Pageturner. Die Charaktere sind gut gezeichnet, ihr Verhalten nachvollziehbar und die magischen Möglichkeiten spiegeln die Kreativität der Autorin wieder.
Wer denkt, dass man es hier mit einem Buch für junge Mädchen zu tun hat wird vielleicht erfreut sein zu lesen, dass es meiner Meinung nach durchaus auch für ältere "Semester" jeglichen Geschlechts geeignet ist, solange man sich für magische Geschichten über Freundschaft und Loyalität interessiert. Die Protagonisten wirken manchmal älter als sie sind, aber vielleicht sind Elfen in vielen Dingen anders als Menschen (nicht nur in denen im Buch erwähnten) und Sophie findet sich schneller in ihr Elfendasein hinein als gedacht.
Das Buch macht auf jeden Fall Lust auf mehr.
Fremde Welten, Magie und psychische Fähigkeiten, Freundschaft, Geheimnisse, Verschwörungen, Gerichtsverhandlungen, Waldbrände ... all das bietet Der Aufbruch.
Der Vorteil des Alters der Serie ... die nachfolgenden Bände werden schnell und regelmäßig in deutscher Übersetzung vorliegen.

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Veröffentlicht am 02.09.2021

111 interessante Dinge, die man nicht unbedingt wissen muss

111 Dinge über Kamele, die man wissen muss
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111 Dinge über Kamele, die man wissen muss enthält zahlreiche Informationen zu Dromedaren und Trampeltieren, die kaum bekannt sind und die helfen mit seinem Wissen über die interessanten Tiere anzugeben. ...

111 Dinge über Kamele, die man wissen muss enthält zahlreiche Informationen zu Dromedaren und Trampeltieren, die kaum bekannt sind und die helfen mit seinem Wissen über die interessanten Tiere anzugeben. Das Buch enthält neben biologerstaunlichen Leistungen der Schwielensohler auch Kapitel über Renn- und Kriegskamele, die Bedeutung von Kamelen für Touristen und in der tiergestützten Therapie. Freunde von Kamelen werden ihre Freude an diesem Buch aus der 111-Dinge-Reihe haben und ihrem Wissen durchaus das eine oder andere Detail hinzufügen zu können. Muss man diese Dinge wirklich wissen? Nein, aber es schadet auch nicht, sie zu wissen, denn sie erweitert das Wissen und das Verständnis dieser Tiere. Und man kann immer wieder staunen, zu welchen Leistungen so ein „dummes“ Kamel fähig ist.
Größtenteils ignoriert werden jedoch die südamerikanischen Verwandten, mit denen man sicher ein eigenes Buch füllen kann.
111 Dinge über Kamele, die man wissen muss ist ein unterhaltsames Buch mit zahlreichen Illustrationen und nicht nur für Kamelfans geeignet.

Veröffentlicht am 02.09.2021

Naja....

Frau Merian und die Wunder der Welt
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Frau Merian und die Wunder der Welt folgt der Künstlerin durch einige Jahre ihres Lebens, vom Aufenthalt in Schloss Walta-State bei den Labadisten, einer frühpietistischen Sekte, wo sie auch ihren (fiktiven) ...

Frau Merian und die Wunder der Welt folgt der Künstlerin durch einige Jahre ihres Lebens, vom Aufenthalt in Schloss Walta-State bei den Labadisten, einer frühpietistischen Sekte, wo sie auch ihren (fiktiven) Liebhaber Jan de Jong erstmals trifft, über Amsterdam, nach Surinam und wieder zurück nach Amsterdam. Frau Merian und die Wunder der Welt stellt keine Biografie dar. Man erfährt einiges über das Leben der damaligen Zeit, vor allem in den Niederlanden und in Surinam und auch die Arbeit Merians wird dem Leser, bzw. Hörer nahegebracht.
Erzählerin Ursula Berlinghof führt souverän durch die Geschichte, es ist eine Freude ihr zuzuhören. Sie passt ihre Stimme den einzelnen Personen und der entsprechenden Stimmungen an. Allerdings täuscht das nicht über die Langatmigkeit der Geschichte hinweg. So interessant die damalige Zeit und die moderne Ansichten von Frau Merian sind, so hätte man das Buch auch etwas kürzer gestalten können. Vor allem die Liebesgeschichte mit Jan de Jong nimmt zu viel Platz ein und ist für mich der größte Schwachpunkt des Romans, da der Liebhaber zwar nicht ständig als Person vorhanden ist, aber zu oft die Gedanken von Frau Merian in Anspruch nimmt, ohne dass sich dadurch die Romanze weiter entwickelt oder der Geschichte als solche Mehrwert erhält. Da hätte man statt dessen gerne den einen oder anderen Schmetterling präparieren können, denn die Jagd auf die Insekten kommt meiner Meinung nach etwas zu kurz. Oft wird das nur in einem Nebensatz erwähnt, aber es hätte eine interessantere Blick auf die Arbeit der Künstlerin gegeben als dahinschmachtende Gedanken.
Aber vielleicht sehe ich den Roman eher aus wissenschaftlicher Sicht und nicht als Roman einer starken Frau für Frauen.
Andererseits ist die Liebesgeschichte, obwohl sie doch viel Platz einnimmt zu wenig, um Frau Merian und die Wunder der Welt als Liebesroman zu titulieren. Durch die fiktive Geschichte (und vermutlich auch noch andere künstlerische Freiheiten) kann man das Buch auch nicht als Biografie sehen.
Wer sich für die Zustände des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden und den Kolonien aus Frauensicht interessiert, wird dem Buch vielleicht etwas interessantes abgewinnen können, aber mich hat das Buch nicht ganz überzeugen können und daran hat auch Ursula Berlinghof nichts ändern können.

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Veröffentlicht am 02.09.2021

Fantasy und Zeitreisen

Flüsterwald - Durch das Portal der Zeit: Ausgezeichnet mit dem LovelyBooks-Leserpreis 2021: Kategorie Kinderbuch (Flüsterwald, Staffel I, Bd. 3)
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Der Anfang war schwer aber so langsam gefällt mir die Flüsterwald-Geschichte immer besser.
Flüsterwald 1 war okay, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen, Flüsterwald 2 war schon besser, immer hin gut ...

Der Anfang war schwer aber so langsam gefällt mir die Flüsterwald-Geschichte immer besser.
Flüsterwald 1 war okay, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen, Flüsterwald 2 war schon besser, immer hin gut genug um mich auf Band drei neugierig zu machen. Durch das Portal der Zeit ist nicht unbedingt ein Highlight, das mich zu Jubelrufen verleitet, aber immerhin der bisher beste Teil der Serie, so dass man hoffen kann, dass es immer besser wird. Auf jeden Fall wird man gut unterhalten und die Idee Zeitreisen mit Fantasy zu mischen hat durchaus seinen Reiz. Vielleicht ist die Geschichte deswegen auch so gut, weil sie Zeitreisen enthält, ein Thema, dem ich ja sehr zugetan bin. Langeweile kommt nicht auf, eine spannende Szene jagt die nächste, ohne dabei auch den Humor nicht aus den Augen zu verlieren (vor allem die Erinnerungen von Rani finde ich immer wieder sehr amüsant, aber das macht den Menok auch irgendwie sympathisch). Zudem gibt es einige interessante Wendungen und man will doch wissen, wie es weiter geht.
Der dritte Teil von Flüsterwald nimmt eine sehr düstere Grundstimmung an, über die auch die eine oder andere witzige Szene nicht hinwegtäuschen kann. Da werden dunkle Kapitel aus der Geschichte des Flüsterwalds aufgedeckt. Aber man muss keine Angst haben, gruseln muss man sich nicht. Es wird nur nicht ganz so bunt wie man es gewohnt ist.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Klassisch

Die Toten vom Magdalen College
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Die Toten vom Magdalen-College startet hochspannend: ein Mann bricht tot, augenscheinlich vergiftet, auf einem Alumnidinner im ehrwürdigen Magdalen-College zusammen. Ein klassischer englischer Krimi eben. ...

Die Toten vom Magdalen-College startet hochspannend: ein Mann bricht tot, augenscheinlich vergiftet, auf einem Alumnidinner im ehrwürdigen Magdalen-College zusammen. Ein klassischer englischer Krimi eben. Und klassisch geht es auch weiter. Heidi Green und Frederik Collins (und ihr Kollege Simmons, der mir eigentlich am besten gefällt und der auch etwas Humor in die Geschichte bringt) tappen im Dunkeln und das sehr sehr lang, obwohl es an Verdächtigen nicht fehlt. Aber immer wieder gibt es neue Erkenntnisse, neue Wendungen, so dass die beiden (oder die drei) immer wieder von vorne beginnen müssen und wie der Leser lange im Dunklen tappen.
Die Spannung lässt zwar nach der Anfangsszene etwas nach, aber es bleibt interessant und da die Ermittler sehr sympathisch, die Verdächtigen sehr ... verdächtig sind, bekommt man einen (fast) unblutigen Kriminalfall, der trotz allem unterhaltsam bis zum Schluss bleibt. Das Ende mag unerwartet sein, oder auch nicht, aber ich hatte wie die Ermittler selbst mehrere Verdächtige, die nach und nach ausgeschlossen werden konnten (und ich hatte auch Verdächtige, die den Ermittlern gar nicht in den Sinn kamen ... liegt wohl daran, dass ich viele Krimis lese). Wer einen Thriller erwartet wird enttäuscht sein. Geboten wird eher ein Krimi in der Art von Agatha Christie und Konsorten. Ein Buch, das man abends vor dem Schlafengehen gut lesen kann.

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