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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2020

Durchschnitt

Ministry of Souls – Das Schattentor
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Mein erstes Buch von Akram El-Bahay. Ich war sehr neugierig, zumal ich bisher viel Gutes über den Autoren gelesen habe und die Klappentexte vieler seiner Bücher sehr interessant klangen. So auch DAS SCHATTENTOR. ...

Mein erstes Buch von Akram El-Bahay. Ich war sehr neugierig, zumal ich bisher viel Gutes über den Autoren gelesen habe und die Klappentexte vieler seiner Bücher sehr interessant klangen. So auch DAS SCHATTENTOR. Es ist verständlich geschrieben und fängt auch sehr vielversprechend an. Mir gefällt die Mischung von englischer und arabischer Kultur. Ein bisschen GASLIGHT-Romantik mit 1001 Nacht.
Soviel zum Positiven. Wirklich negatives habe ich nicht zu sagen. Der Autor weiß zu unterhalten und DAS SCHATTENTOR bietet kurzweiliges Lesevergnügen, aber leider bietet die Geschichte an sich wenig Überraschendes. Die Hauptpersonen sind sympathisch charakterisiert, die Atmosphäre und das London 1850 sind gut beschrieben und ein bisschen Spannung fehlt auch nicht.
Trotzdem wird nichts Neues geboten, man bekommt den Eindruck, dass man alles schon einmal in ähnlicher Form gelesen hat, auch wenn das Umfeld ein anderes ist.
Ganz nett und schnell zu lesen, aber ein Highlight ist es nicht. Der Anfang (und der Klappentext) sind sehr vielversprechend, der Rest: Durchschnittsware.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2020

Vögel im Winter

Das große Buch der Wintervögel
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Das große Buch der Wintervögel ist ein passendes Buch für Vogelbeobachtungen im Winter, aber als Bestimmungsbuch gibt es bessere. Es werden zwar zahlreiche Vogelarten in Wort und Bild vorgestellt, aber ...

Das große Buch der Wintervögel ist ein passendes Buch für Vogelbeobachtungen im Winter, aber als Bestimmungsbuch gibt es bessere. Es werden zwar zahlreiche Vogelarten in Wort und Bild vorgestellt, aber die Beschreibungen sind knapp und manchmal wären Zeichnungen besser als Bilder, wobei einige der Fotos sehr schön anzusehen sind (das Bild einer fliegenden Großtrappe hat schon etwas majestätisches). Das Buch bietet aber mehr als die Vorstellung verschiedener Vögel.
Es werden Tipps gegeben wo man Vögel beobachten kann, wie und ob man sie im Winter füttern soll und warum der Winter für Vogelbeobachter gut geeignet ist (abgesehen vom Offensichtlichen … es gibt weniger Laub). Aber es wird auch auf Gefahren hingewiesen, die „Wintervögel“ durch den Menschen ausgesetzt sind (und das sind nicht nur rücksichtslose Vogelbeobachter). Ein Buch also, dass auch ein bisschen zum Nachdenken anregt.
Das Buch ist für jeden verständlich geschrieben, zahlreich bebildert und gibt Hinweise, die das Vogelbeobachten erleichtern.
Wie gesagt, es gibt bessere Bestimmungsbücher, aber wer die Liebe zum Beobachten entdecken oder vertiefen will, wird viel Freude an diesem Buch haben.

  • Cover
Veröffentlicht am 19.11.2020

Ein besonderes Buch für besondere Vögel

Auerhühner & Co.
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Hühnervögel gehören für mich zu den schönsten Vogelarten. Und es muss nicht immer knallbunt sein, die dezente Farbigkeit und ihre Größe macht die Raufußhühner zu imposanten Vertretern ihrer Ordnung. Mitglieder ...

Hühnervögel gehören für mich zu den schönsten Vogelarten. Und es muss nicht immer knallbunt sein, die dezente Farbigkeit und ihre Größe macht die Raufußhühner zu imposanten Vertretern ihrer Ordnung. Mitglieder dieser Unterfamilie der Fasanenartige findet man in Nordamerika und Eurasien.
Auerhühner & Co beschränkt sich dabei auf die Vorstellung der eurasischen Arten, die ein sehr verstecktes Leben führen und eher als Präparate in Landgasthöfen bekannt sein dürften.
Das Buch zeigt wie interessant die Tiere sind und stellt sie eingehend in Wort und Bild vor. Informativ, aber nie langweilig und leicht verständlich. Das Literaturverzeichnis kann sich sehen lassen und bietet weitere Informationen zu den faszinierenden Tieren und die Filme, die man über die QR-Codes aufrufen kann zeigen Bildmaterial, das sich sehen lassen kann (was auch über die Bilder im Buch selbst zutrifft)

Ein Buch für jeden Vogelfreund.

  • Cover
Veröffentlicht am 19.11.2020

Insektensterben und mehr

Die Triple-Krise: Artensterben, Klimawandel, Pandemien
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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, so ist Die Triple Krise ein Buch über das Insektensterben. Aber unter Einbeziehung anderer Faktoren (Klimawandel, Umweltzerstörung, Verbreitung ...

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, so ist Die Triple Krise ein Buch über das Insektensterben. Aber unter Einbeziehung anderer Faktoren (Klimawandel, Umweltzerstörung, Verbreitung von Krankheiten …) unterscheidet sich das Buch von anderen Büchern zum Thema. Denn das Insektensterben ist (wie der Titel des Buchs vermuten lässt) nur ein Teil der derzeitigen Probleme, die wir Menschen zu bewältigen haben. Josef Settele erhebt nicht den Zeigefinger, er mahnt nicht, aber er berichtet von seinen eigenen Beobachtungen (die manche von uns durchaus nachvollziehen können, wenn man vergleicht wie reichhaltig man die Tierwelt früher empfunden hat, und wie das heute ist … jedenfalls wenn man auf dem Land aufgewachsen ist) und berichtet von neuen Erkenntnissen der Wissenschaft. Dabei bleibt er leicht verständlich und regt dadurch eher zum Nachdenken an, als wenn er den Zeigefinger mahnend erhebt (was oft zu Augenrollen führt, da man ja glaubt all das schon einmal gehört, gesehen und gelesen zu haben).
Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund, bleibt aber sachlich und nie beleidigend.

Lesenswert für all jene, die sich für unsere Umwelt interessieren und neue Zusammenhänge erfahren möchte.

Veröffentlicht am 19.11.2020

Spannend wie ein Krimi

Was uns zu Menschen macht
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Das Buch hat mich wirklich überrascht. Ich habe zwar keine Antwort auf die Frage was uns zu Menschen macht gefunden, dafür aber einen fesselnden Krimi aus den Ursprüngen der Menschheit, bzw. der Evolutionsgeschichte ...

Das Buch hat mich wirklich überrascht. Ich habe zwar keine Antwort auf die Frage was uns zu Menschen macht gefunden, dafür aber einen fesselnden Krimi aus den Ursprüngen der Menschheit, bzw. der Evolutionsgeschichte unserer Art.
Die Hauptpersonen: Verschiedene Anthropologen, Studenten, Skeletteile …
Frank Westerman weiß zu begeistern, ich finde die Bezeichnung „Meistererzähler“ in diesem Bezug nicht einmal übertrieben.
Anthropologie kann sehr trocken sein, auch wenn es ein spannendes Forschungsfeld ist und Frank Westerman geht einen ungewöhnlichen Weg. Man erfährt wenig über die Entwicklungsgeschichte des Menschen, dafür stehen die Forscher, die sich auf diesem gebiet einen Namen gemacht haben im Vordergrund, und so hebt sich das Buch auch erfreulich von anderen Büchern ab. Wer denkt, dass er die Menschheitsgeschichte schon tausendmal gelesen hat und er nicht viel Neues erfahren kann, der wird in Was uns zu Menschen macht eine Überraschung erleben und obwohl es kein Roman ist, erlebt man eine spannende Erzählung aus der Vergangenheit der Menschheit (nicht unbedingt unserer Art, aber die Familie hat weitaus mehr zu bieten als Homo sapiens).

Vermutlich wird nur derjenige enttäuscht werden, der ein philosophisches Werk erwartet. Für all jene die an der Forschungsgeschichte des Menschen interessiert sind (auch wenn es nur auszugsweise ist) wird ein informatives, sachliches und doch sehr persönliches Buch in Händen halten.