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Maxl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2020

Gute Idee mit Schwächen umgesetzt

Todesmal
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Wie in den bisherigen Büchern dieser Reihe liegt Grubers Stärke klar in der spannend aufgebauten Story, den überraschenden Wendungen und unvorhergesehenen Verbindungen.

Sobald es jedoch um "Zwischenmenschliches" ...

Wie in den bisherigen Büchern dieser Reihe liegt Grubers Stärke klar in der spannend aufgebauten Story, den überraschenden Wendungen und unvorhergesehenen Verbindungen.

Sobald es jedoch um "Zwischenmenschliches" geht, um die menschlichen Züge von Charakteren, fällt er gnadenlos ab ins Flache, beinahe Kitschige, sodass gerade diese Situationen extrem "gewollt" wirken (bspw. Sabine und ihre Nichten; Sneijders übertriebene/coole Miesepetrigkeit; der "harte" Krystof, der einfach mal so 70 Liegestütz machen muss; Martinelli macht sich über Sabines Schwärmerei lustig,...). Mehr als bei allen vorherigen Büchern hat mich das zum Überlesen einiger Abschnitte gebracht.

Der bisher schwächste Marten S. Sneijder

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2020

Deprimierend

Das Huhn, das vom Fliegen träumte
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Von Titel und Klapptext habe ich mir ein emotionales, aber auch aufbauendes Buch versprochen, was aber leider sehr enttäuscht hat. Im Gegensatz zum Titel träumt das Huhn Sprosse nämlich nicht vom Fliegen, ...

Von Titel und Klapptext habe ich mir ein emotionales, aber auch aufbauendes Buch versprochen, was aber leider sehr enttäuscht hat. Im Gegensatz zum Titel träumt das Huhn Sprosse nämlich nicht vom Fliegen, sondern vom Ausbrüten eines eigenen Eis, was ihr auf Umwegen dann auch gelingt. Der Leser nimmt am alltäglichen Kampf Sprosses gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Tod teil, erlebt wie das Küken schließlich groß wird und selbst wiederum Ausgrenzung erfährt. Die Geschichte endet damit, dass der nun erwachsene Erpel eine freigewordene "Stelle" in einem Entenschwarm einnimt und seine "Mutter" verlässt. Diese, mittlerweile alt und (wieder) einsam, wirft sich dem Erzfeind zum Fraß vor...

Als Fazit bleibt mir:

- Positiv: Legehenne bricht aus ihrem Alltagstrott und ihrem unvermeidlichen Schicksal (Kochtopf) aus, um ihren Traum (eigenes Ei ausbrüten) zu verwirklich und "adoptiert" ein artfremdes Ei

- Negativ: Eine fast durchgängig bedrückende Stimmung (Legehennen-Dasein, Ausgrenzung, Einsamkeit, Bedrohung, wieder Einsamkeit, etc.) wird nicht aufgelöst

Veröffentlicht am 06.01.2020

Langatmig, absurd und dadurch zäh

Der unsichtbare Freund
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Achtung: Enthält Spoiler

Da zur Geschichte ja schon einiges geschrieben wurde, hier nur die für mich wesentlichen Punkte:

Pro

+ Die ein oder andere überraschende Wendung: Die zischende Frau gehört eigentlich ...

Achtung: Enthält Spoiler

Da zur Geschichte ja schon einiges geschrieben wurde, hier nur die für mich wesentlichen Punkte:

Pro

+ Die ein oder andere überraschende Wendung: Die zischende Frau gehört eigentlich zu den Guten und der "gute Mann" zu den Bösen (hier allerdings gleich ein Contra: Warum werden sie auch nach der Auflösung so bezeichnet?)

+ Spannende Ideen, die jedoch unglücklich umgesetzt werden (s. Contra)

+ Verknüpfungen: Ambrose ist Davids älterer Bruder, Mary-Katherine rettet Christopher 3 Mal (Contra: Jerrys Rolle ist absolut überflüssig; Christophers beste Freunde verschwinden fast gänzlich von der Plattform, obwohl sie anfangs eine große Rolle spielen)


Contra

- Sinnlose Metaphern nehmen der Geschichte die Spannung und die Qualität: Stileis-Luft, der Geruch nach Zuckerwatte gerinnt zu Blut, etc.

- Länge: Das Hörbuch ist gerade im Mittelteil zu lang, um die Spannung aufrecht erhalten zu können. Der Höhepunkt ist eigentlich schon nach ca 1/4 erreicht. Ab da werden die Horrorvorstellungen eigentlich nur immer wieder wiederholt und die Protagonisten rennen zwischen Stadt, Krankehaus und Wald hin und her.

- Absurde Ideen: Nichts gegen Horror und Fantasy, aber alles hat seine Grenzen. Wenn man Gott, die Jungfrau Maria, den Teufel und diverse Halb-Zombies zu einer Geschichte verbinden will, dann mit dem richtigen Stil. Die ewige Wiederholung von zugenähten Mündern, Reißverschluss-Augen und literweise Blut reichen da einfach nicht.

- An manchen Stellen wird das "Schreien" des Sprechers zu viel


Fazit: Gewollt, aber nicht gekonnt, daher verschwendete Zeit.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2019

Der bisher schwächste Eberhofer

Kaiserschmarrndrama. Ein Provinzkrimi
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Habe bisher alle Eberhofer-Hörbücher angehört und muss leider sagen, dass das "Kaiserschmarrndrama" weder kriminalistisch noch familiär überzeugt. Der Fall wird durch eine - sogar für Eberhofer-Krimis ...

Habe bisher alle Eberhofer-Hörbücher angehört und muss leider sagen, dass das "Kaiserschmarrndrama" weder kriminalistisch noch familiär überzeugt. Der Fall wird durch eine - sogar für Eberhofer-Krimis - sehr unwahrscheinliche Fügung gelöst und auch im Franz' Privatleben passiert nicht allzu viel spannendes.


Für Fans hörenswert, aber es gab schon stärkere!

Veröffentlicht am 25.07.2019

Stark angefangen, stark nachgelassen

Im Freibad
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Rosemary hat ihr ganzes Leben in Brixton verbracht und geht auch als 86-jährige noch täglich ins nahegelegene Freibad. Über selbiges berichtet Kate - einsame und unter Panikattacken leidende Journalistin, ...

Rosemary hat ihr ganzes Leben in Brixton verbracht und geht auch als 86-jährige noch täglich ins nahegelegene Freibad. Über selbiges berichtet Kate - einsame und unter Panikattacken leidende Journalistin, die in Brixton nie so richtig Anschluss gefunden hat. Als das Freibad geschlossen werden soll, tun sich beide Frauen zusammen.

Schöne Idee, vor allem die Lebensgeschichte von Rosemary, die sich im Wesentlichen in Brixton abspielt. Leider wird die Geschichte ab der Mitte sehr kitschig, vorhersehbar und zäh zu lesen - schade!