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Veröffentlicht am 27.04.2026

Einsam wie der Tod, von Bernhard Stäber, ein Norwegen-Krimi besonderer Art

Einsam wie der Tod
4

Die Journalistin Sanna ist schockiert: In einem reißerischen Video behauptet ein YouTuber, dass Sannas und Elins Vater noch lebt! Doch der Mann, der seine Familie terrorisierte und misshandelte, wurde ...

Die Journalistin Sanna ist schockiert: In einem reißerischen Video behauptet ein YouTuber, dass Sannas und Elins Vater noch lebt! Doch der Mann, der seine Familie terrorisierte und misshandelte, wurde vor langer Zeit für tot erklärt. Sanna will mit der Vergangenheit abschließen und bittet ihren Partner, den Privatdetektiv Wolf, den Fall neu aufzurollen und zu überprüfen, ob an dem Verdacht etwas Wahres dran ist. Doch dafür muss Wolf in Sannas traumatische Vergangenheit eintauchen - und was er dort findet, wird alles verändern. Der atmosphärische und spannende dritte Band der Norwegen-Krimi-Reihe von Bernhard Stäber um das ungleiche Ermittlerduo Wolf und Sanna.

Von Beginn an nimmt uns der Autor mit in die Vergangenheit, ins Jahr 2009, wo etwas Schreckliches passiert ist, was man sich nicht vorstellen mag und doch ist es geschehen. Die Story findet im Jahre 2024 seine Fortsetzung, wo ein nie geglaubter Gedanke droht, Wirklichkeit zu werden: „Er“ ist wieder zurück, doch wer ist er und wo versteckt er sich?

Bernhard Stäber versteht es mit Worten umzugehen und lässt die Story flüssig verfolgen. Immer wieder baut sich ein neuer Spannungsbogen auf und lässt uns nicht los, man möchte immer weiterlesen, und möchte nichts verpassen. Der Aufbau der Story ist geschickt gewählt, so dass man nicht direkt das große Geheimnis präsentiert bekommt und bis weit über 80% des Buches gelesen haben muss, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dann dämmert es langsam, wie raffiniert das „Monster“ es geschafft hatte, damals zu überleben.

Doch was ist wirklich passiert im Mai 2009 und welche Auswirkungen hat dies auf die beiden jungen Mädchen, auch noch nach vielen Jahren des Versuchs des Vergessens? Warum können sie nicht abschließen und wie kann es sein, dass das „Monster“ noch nach vielen Jahren wieder so präsent ist?

In diesem Krimi fand ich besonders interessant, wie die unterschiedlichen Formen der psychischen Krankheiten beschrieben wurden, welche ich in der Theorie dank meines Studiums zum psychologischen Berater erlernen durfte und nun auch ein gutes Beispiel beschrieben bekommen habe. Der Autor konnte dies besonders gut beschreiben, was mit einem Menschen passiert und wie er diese Krankheit wahrnimmt. Oft liest man, dass eine solche Krankheit leider das Problem des ganzen Übels gewesen war, hier ist sie zum Glück so stark ausgeprägt, ansonsten wäre zum Ende ein noch schlimmeres Übel aufgekommen.

Bernhard Stäber ist es vollumfänglich gelungen, ein schreckliches Familiendrama in eine spannende Story zu verpacken. Das Ganze noch geschickt in den beiden beschriebenen Zeiträumen aufeinander abgestimmt, ergibt für mich ein sehr gelungenes Werk. Vielen Dank für die gute Unterhaltung

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Du glaubst, du merkst, wenn dich jemand manipuliert? - Denk noch einmal nach.

Die Psychopathin - Wer manipuliert dich wirklich?
2

Karolin Boger steht kurz davor, die Leitung des Unternehmens zu übernehmen, für das sie seit zwanzig Jahren arbeitet - und das ganz normale Glück, das sie immer wollte, ist zum Greifen nah. Doch dann häufen ...

Karolin Boger steht kurz davor, die Leitung des Unternehmens zu übernehmen, für das sie seit zwanzig Jahren arbeitet - und das ganz normale Glück, das sie immer wollte, ist zum Greifen nah. Doch dann häufen sich bedrohliche Zeichen: ein totes Kaninchen vor der Terrassentür, ein kaputter Reifen - und eine anonyme Mail, die Karolin ein "schnelles, unerwartetes Ende" prophezeit.

Wer greift sie an - die eifersüchtige Noch-Ehefrau ihres heimlichen Partners? Ein Kollege, der mit Investoren spielt? Oder jemand aus Karolins Vergangenheit, die sie nie ganz überwunden hat? Je näher sie der Wahrheit kommt, desto unsichtbarer wird ihr Gegner - und erst viel zu spät findet Karolin die letzte, grausame Antwort ...

Es startet mit einer Szene, welche am Ende aufgelöst wird. Anschließend wird in die Vergangenheit zurückgesprungen und Stück für Stück nähert man sich an diese Szene heran. Jetzt könnte man denken, wie langweilig, man weiß ja schon, was am Ende passiert, ja, das stimmt, doch es wurde hervorragend verpackt und das entscheidende Detail nicht verraten, wer ist die Person, die am Ende den Stoß ausführt? Warum tut sie dies? Was passiert in den Monaten davor? Welche Wendungen nimmt das ganze innerhalb der Zeit davor?

Kapitel für Kapitel kommen neue Tatsachen ans Licht, die man so nicht immer erwartet hatte. Die Geschichte wird sehr gut aufeinander aufgebaut und entscheidende Momente spannend erzählt und in die Story eingearbeitet. Der Erzählstil ist sehr flüssig und einfach geschrieben, so dass man beim Lesen nicht ins Stocken kommt. Es werden auch keine besonders schweren Fachausdrücke verwendet, die man nachschlagen müsste, so dass sich dieser Thriller gut als Unterhaltung anbietet. Die Spannung wird sehr früh aufgebaut und schwächt so gut wie nie ab, es kommen immer wieder neue Tatsachen ans Licht, die das ganze in Summe rund machen und bis zum Schluss den Spannungsbogen gespannt halten.

Besonders haben mich die möglichen Verdächtigen angesprochen, neben der Hauptdarstellerin kamen für mich diverse weitere Personen als Psychopathin oder vielleicht auch als Psychopathen in den Sinn. Dies fand ich sehr gelungen und hat mich immer wieder dazu bewogen weiterzulesen.

Ich bin persönlich sehr begeistert von diesem Thriller und bedanke mich für die sehr gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Tainted Love, von Vincent Tal, der Auftakt einer neuen Krimi-Serie

Tainted Love
1

Sommer 1986 im nordhessischen Zonenrandgebiet. Die Luft flirrt vor Hitze, der Wald stirbt leise. Die Region ist ein verwunschenes Idyll, in dem Dörfer Märchennamen tragen und die Grenze zur DDR das Ende ...

Sommer 1986 im nordhessischen Zonenrandgebiet. Die Luft flirrt vor Hitze, der Wald stirbt leise. Die Region ist ein verwunschenes Idyll, in dem Dörfer Märchennamen tragen und die Grenze zur DDR das Ende der Welt markiert. Hier leben Martin Ritter, Bibliothekar mit einem Faible fürs Fotografieren, und seine Freundin Christine Lehmann, eine scharfsichtige Journalistin. Sie sind Suchende, die sich in einer schrecklichen Nacht, in der ein kleines Mädchen verschwand, kennen- und lieben lernten.

Jetzt bringt die Sonne, die seit Wochen auf die Wälder niederbrennt, in einem See einen luxuriösen Wagen ans Licht. Wer hat ihn versenkt? Was ist mit dem Fahrer geschehen? Martin und Christine suchen Antworten - und stoßen auf dunkle Zeichen von Liebe und Mord.

Der Schreibstil ist sehr locker und für mich stimmig zur damaligen Zeit und dem Genre Krimi, nicht langatmig, was mir sehr gut gefallen hat. Die beiden Hauptdarsteller Martin und Christine kommen sich während der Story immer näher und vertrauen sich mehr und mehr. Ohne zu viel zu spoilern, ich würde nicht unbedingt in ein Haus einziehen, wo vorher jemand gestorben ist, vor allem nach dieser Art und Weise.

Ich konnte mich sehr gut in die Zeit vom Sommer 1986 hineinversetzen, der Song Tainted Love, welcher hier als Titel des Buches verwendet wurde, passt für die Zeit, wie die Faust aufs Auge. Weiter wurden Räume beschrieben, wo ich mich in Erinnerungen wieder gefunden hatte. Wer hat nicht zu damaliger Zeit in einer Telefonzelle gestanden und Münzen eingeworfen, um mit jemanden zu telefonieren?

Von Beginn an konnte ich sehr flüssig von Kapitel zu Kapitel lesen und war sehr überrascht, wie schnell ich mit dem Buch durch war. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und haben mich dann leider etwas enttäuscht, wie es dann doch sehr schnell zum wahren Täter gekommen ist. Hier hätte ich mir noch mehr Spannung gewünscht. Dafür fand ich das Miteinander von Martin und Christine etwas langatmig, ist dem geschuldet, da es hier ein neuer Auftakt einer Krimi-Serie ist.

Für Fans von Krimis und solche, die sich gerne an die damalige Zeit zurück erinnern wollen, kann ich diesen Auftakt empfehlen. Es bleibt spannend, wie es mit den beiden Hauptdarstellern Martin und Christine weiter geht und welchen Fall sie noch zusammen ermitteln werden. Und abschließende Frage, die übrig bleibt, was ist mit dem Vater von Martin wirklich passiert?

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Sehr gut recherchierte Story, welche spannend geschrieben wurde

Bluthass
0

BLUT HASS von Doris Litz ist ein rundum gelungener Thriller, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Von Beginn an habe ich mich sehr gut abgeholt gefühlt und wurde immer wieder auf neue und interessante ...

BLUT HASS von Doris Litz ist ein rundum gelungener Thriller, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Von Beginn an habe ich mich sehr gut abgeholt gefühlt und wurde immer wieder auf neue und interessante Hintergrundinformationen geleitet, wie ist es damals den Hexen ergangen war, wo sie verfolgt und gefoltert wurden. Das ganze noch in solch eine Story zu einem wahrhaft spannenden Thriller zu verpacken, fand ich persönlich sehr gut umgesetzt. Doris Litz, selbst geboren in Hachenburg, konnte den Ort sehr gut beschreiben und in der Story rüberbringen, reizt mich schon, dort mal für einen Ausflug hinzufahren. Auch wenn man noch nicht die ersten vier der bereits fünf erschienenen Bände dieser Serie gelesen hat, gab es keine Probleme den Handlungen zu folgen, ohne jetzt einen gewissen Zusammenhang nicht zu verstehen. Besonders gut hat mir auch der Schreibstil gefallen, konnte das Buch nur sehr schwer zur Seite legen, sehr flüssig geschrieben und mit spannenden Übergängen von Kapitel zu Kapitel, bis man am Ende zum Finale eintrifft. Vielen Dank für die tolle Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 09.12.2025

Am Anfang ein wenig zäh, nach hinten heraus besser und spannend

Flutrache
1

Der Ostfriesland-Krimi FLUTRACHE von Heike van Hoorn ist der vierte Band aus der Reihe rund um Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und Lokaljournalistin Gertrud Boekhoff.

Zu Beginn kam ich etwas schwierig ...

Der Ostfriesland-Krimi FLUTRACHE von Heike van Hoorn ist der vierte Band aus der Reihe rund um Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und Lokaljournalistin Gertrud Boekhoff.

Zu Beginn kam ich etwas schwierig in die Story rein und wurde noch nicht so wirklich abgeholt. Je weiter ich gelesen hatte, desto besser wurden die Zusammenhänge beschrieben und Stück für Stück setze sich das Puzzle zusammen. Die Spannung baute sich bei mir immer mehr auf und war zuletzt auf einem guten hohen Niveau.

In Summe war die Story sehr interessant, kann mir gut vorstellen, dass es solche Menschen aus der alten DDR-Zeit noch gibt und das Geld so zur Seite geschafft wurde, als vor mehr als 30 Jahren die Mauer in Berlin gefallen war.

Für mich waren die Charaktere sehr gut dargestellt, Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp verkörpert den typischen vielbeschäftigten Cop, welcher Glück hat, eine solche Unterstützung von einer Lokaljournalistin, in Persona von Gertrud Boekhoff, zu haben. Sie sind ein sehr gutes Team und harmonieren auf ganzer Ebene.

Der Erzählstil war leider nicht immer sehr flüssig und hat mich ab und an etwas irritiert, gerade mit den sehr kurzen Sätzen oder manche Übergänge kamen mir ein wenig abgehakt rüber. Größtenteils war es aber gut zu lesen und manchmal musste ich ein wenig schmunzeln über den doch etwas besonderen Humor des Kommissars.

Sehr positiv hat mir das Cover gefallen, es zeigt die raue Seite von Ostfriesland, die mir besonders gut gefällt. Zudem hat es mich neugierig gemacht, und größtenteils wurde ich in Bezug auf die Spannung gut unterhalten.

Vielen Dank für die zum größtenteils über weite Strecken sehr spannend und interessant geschriebene Story.

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