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Veröffentlicht am 08.04.2025

Shelwich - magische Fähigkeiten und dunkle Geheimnisse

Magic of Moon and Sea. Die Diebin der vielen Gesichter
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Der Titel hat einen tollen metallischen Schimmer, der ihn sehr gut zur Geltung bringt und das magische Cover noch spezieller macht. Dennoch gefällt mir das Originalcover besser, da es interessanter gestaltet ...

Der Titel hat einen tollen metallischen Schimmer, der ihn sehr gut zur Geltung bringt und das magische Cover noch spezieller macht. Dennoch gefällt mir das Originalcover besser, da es interessanter gestaltet ist und auch Istas Freunde darauf zu sehen sind, was eine andere Dynamik vermittelt. Die Karte im Inneren ist passend zum Setting sehr detailliert gestaltet und bietet viel zu entdecken in der Stadt Shelwich und man kann die Schritte der Protagonisten dadurch auch besser verfolgen.

Die Hauptfigur Ista lebt in einer magischen Welt, in der die Menschen besondere Fähigkeiten besitzen, die sie in die Lage versetzen, Kleinigkeiten wie die Farbe ihrer Augen zu verändern, oder seltene Fähigkeiten wie Istas Gabe, die Gestaltwandlung, die ihr in Shelwich helfen soll, ihren Vater zu finden, der eines Tages plötzlich in der Stadt verschwunden ist.

Die Idee, dass die Menschen ihre Fähigkeiten von einem See erhalten, der sich mit den Gezeiten verändert, fand ich sehr originell. Am Anfang hatte ich allerdings Schwierigkeiten, mich in die Welt einzufinden, da der Anfang des Buches etwas abrupt war und man etwas ins kalte Wasser geworfen wurde, aber das hat sich nach einigen Kapiteln gelegt, als sie mir mehr von der Welt gezeigt hat.

Alles in allem ein toller Start in eine neue Fantasy-Reihe mit sympathischen Charakteren, einer interessanten magischen Welt und spannenden Wendungen im Laufe des Buches.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Ernste Thematik, vereint mit tollen Wasserfarbenzeichnungen

OKEN
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Die Biographie des Autors über seine Kindheit von 1940 bis in die 1950er-Jahre in Taiwan, geprägt von Krieg und Katastrophen und ihren Kulturellen als auch menschlichen Veränderungen, nun an das Medium ...

Die Biographie des Autors über seine Kindheit von 1940 bis in die 1950er-Jahre in Taiwan, geprägt von Krieg und Katastrophen und ihren Kulturellen als auch menschlichen Veränderungen, nun an das Medium Graphic Novel umformulieren und angepasst.

Von der ersten Seite an war ich ein echter Fan des Zeichenstils, die Szenerie wirkt zauberhaft durch die Aquarelloptik, aber die Menschen sind anders gemalt und heben sich von der restlichen Optik ab, daran musste ich mich erst gewöhnen, aber durch den gegensätzlichen Zeichenstil machte es auch eine gewisse Besonderheit aus. Der Comic kommt ohne viel Text aus, die Zeichnungen sprechen größtenteils für sich selbst.

Alles in allem ein interessantes Werk aus einer Zeit, die Millionen von Menschen geprägt hat und von der Außenstehende viel zu wenig wissen. Ein wichtiger Zugang zu diesem Thema, vor allem für diejenigen, die lieber Bilder für sich sprechen lassen als viel Text und trotzdem einen prägenden Eindruck hinterlassen werden.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Ermittlungen zwischen Berlin und Sardinien

Verdeckte Spuren
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Ermittlungen zwischen Sardinien und Berlin, gegensätzliche Welten, aber verbunden durch einen wissbegierigen Journalisten und einem Mann, der seine Vergangenheit am liebsten begraben würde, da sie ihm ...

Ermittlungen zwischen Sardinien und Berlin, gegensätzliche Welten, aber verbunden durch einen wissbegierigen Journalisten und einem Mann, der seine Vergangenheit am liebsten begraben würde, da sie ihm so viel Schmerzen bereitet hat, aber denn viele Unklarheiten und Geheimnisse mit sich bringt.

Am Anfang musste ich mich etwas zurechtfinden, da die Personen schon so vertraut vorgestellt wurden, als wäre es eine Fortsetzung, aber das hat sich zum Glück nach ein paar Kapiteln gelegt. Der Schreibstil des Autors ist sehr detailliert, vor allem bei der Beschreibung der Szenerie und der Umgebung, wodurch man sich alles sehr gut bildlich vorstellen konnte. Da die Kapitel meist kürzer sind, kann man auch gut zwischendurch eines lesen, wenn man mal nicht so viel Zeit hat und der Wechsel zwischen Richter in Berlin und Beckmann auf Sardinien brachte Abwechslung und sorgte dafür, dass es nie langweilig wurde.

Alles in allem ein interessanter Krimi mit einigen Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Vorallem hat mir gut gefallen, dass das Buch auch zeigt, dass auch weiterhin Probleme und Sorgen bestehen anstatt alles Sorgenfrei zu beenden

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Ein Ermittler wider willen

Der Tote in der Crown Row
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Das Cover gefällt mir gut, es zeigt den Tatort des Mordes und im Hintergrund den Big Ben, so dass man sofort erkennt, wo die Geschichte spielt. Die Farben sind eher gedeckt, wobei auch Blau und Violett ...

Das Cover gefällt mir gut, es zeigt den Tatort des Mordes und im Hintergrund den Big Ben, so dass man sofort erkennt, wo die Geschichte spielt. Die Farben sind eher gedeckt, wobei auch Blau und Violett durchscheinen, wodurch es etwas weniger bedrückend wirkt.

Der Beginn einer neuen Mystery-Reihe, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in London spielt, im Viertel Inner Temple, das ich vorher noch nicht kannte. Das Viertel hat seine eigenen Regeln und Gesetze, wie der Vatikan, also anders als der Rest von Großbritannien, obwohl es mittendrin liegt.

Als der Oberste Richter tot aufgefunden wird, rechnet der Anwalt Gabriel Ward nicht damit, dass er mit den Ermittlungen beauftragt wird. Techniken wie DNA-Analysen oder andere Spurensicherungsmethoden stecken noch in den Kinderschuhen und werden von den diensthabenden Polizisten belächelt, was die Ermittlungen erschwert. Ward ist ein interessanter Protagonist, der zunächst gezwungenermaßen als Ermittler in das Buch aufgenommen wird, aber durch seine trockene Art und sein Allgemeinwissen in verschiedenen Bereichen schnell Gefallen an seiner Rolle findet.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Familiengeschichte mit historischen Ereignissen

Frau im Mond
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Auf den ersten Blick wirkte das Cover sehr überladen, wie eine Collage mit all den verschiedenen Gegenständen und Farben um und auf dem Porträt der Frau. Trotzdem finde ich es interessant, weil es anders ...

Auf den ersten Blick wirkte das Cover sehr überladen, wie eine Collage mit all den verschiedenen Gegenständen und Farben um und auf dem Porträt der Frau. Trotzdem finde ich es interessant, weil es anders aussieht und sich dadurch von anderen Neuerscheinungen abhebt.

Es ist mein erstes Werk von Pierre Jarawan, dessen zwei frühere Werke in viele Sprachen übersetzt wurden, und ich hatte große Erwartungen, vor allem, weil sie so positiv aufgenommen wurden.

Die Geschichte dreht sich um zwei Ereignisse im Libanon in den 1960er und 2020er Jahren, verbunden mit einer Familiengeschichte, die beide Ereignisse miteinander verbindet. Die beiden Zeitebenen wurden sehr gut miteinander verknüpft, um ein umfassendes zeitliches Verständnis der beiden Ereignisse und ihrer Entstehung zu vermitteln.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen in der Vergangenheit der Großvater Maroun und Anoush und in der Gegenwart Lilit und Lina, ihre Enkelinnen. Der Schreibstil war angenehm und die Erzählung der Vergangenheit durch Maroun hat mir gut gefallen, so als würde man die Geschichte der eigenen Verwandten hören.

Alles in allem ein vielschichtiges und interessantes Werk, zumal ich noch nie eine Geschichte gelesen habe, die im Libanon spielt.

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