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MelaK

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2020

Liebevoll geschriebener, witziger Rollentausch, humorvoll illustriert

Arthurs wildes Hundeleben
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Arthur ist sauer. Beim Tischtennistraining hat Kira stolz Fotos von ihrem Pony gezeigt, das ihr ihre Großeltern zum 10. Geburtstag geschenkt haben. Und dann haben alle von ihren Haustieren erzählt, nur ...

Arthur ist sauer. Beim Tischtennistraining hat Kira stolz Fotos von ihrem Pony gezeigt, das ihr ihre Großeltern zum 10. Geburtstag geschenkt haben. Und dann haben alle von ihren Haustieren erzählt, nur Arthur konnte nichts erzählen. Dabei wünscht er sich nichts sehnlicher als einen Hund. Seine Eltern trauen ihm aber noch nicht so recht zu, eine so große Verantwortung zu übernehmen. Doch als er nach Hause kommt, haben seine Eltern eine Überraschung für ihn. Er soll sich um Lucky, den Hund von Bekannten kümmern, solange diese im Urlaub sind. Arthur ist völlig aus dem Häuschen und knuddelt und drückt den Hund. Da der Leser aber das Glück hat, auch Luckys Gedanken zu verstehen, wird schnell klar, dass das dem Hundeherren so gar nicht gefällt. Nur leider deutet Arthur die Zeichen völlig falsch. Doch dann passiert etwas höchst sonderbares: Arthur wacht am nächsten morgen im Körper von Lucky und Lucky im Körper von Arthur auf.

Und nun beginnt für beide eine turbulente Zeit mit jeder Menge Verwirrung und Spaß. Denn wie lebt es sich so als Junge in einem Hundekörper und als Hund in einem Jungenkörper - das muss man erst mal verdauen. Die beiden lernen dadurch den anderen aber immer besser zu verstehen und werden letztendlich richtig dicke Freunde. Aber wie können sie den Spuk wieder umkehren - schließlich wären sie doch gerne wieder sie selbst und was, wenn die Besitzer von Lucky zurückkommen ....

"Arthurs wildes Hundeleben" ist eine liebevoll geschriebene, anrührende und zugleich witzige Geschichte, illustriert mit humorvollen Zeichnungen. Ideal zum Vorlesen oder auch schon zum Selberlesen für Kinder ab ca. der 3. Klasse.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2020

Spannende Vampirgeschichte um Tallulah und Markus

Wie man 13 wird und zum Superhelden mutiert
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Als Tallulah nach überstandener Krankheit aus dem Sanatorium heim kommt, will sie als erstes sofort ihren Freund Markus besuchen. Er war eine Weile in Paris und sie haben sich daher nicht sehen können. ...

Als Tallulah nach überstandener Krankheit aus dem Sanatorium heim kommt, will sie als erstes sofort ihren Freund Markus besuchen. Er war eine Weile in Paris und sie haben sich daher nicht sehen können. Doch als er auf ihr klingeln öffnet, ist alles sehr merkwürdig. Er kann sich an die letzten 6 Monate nicht mehr erinnern und er erkennt auch Tallulah nicht mehr. Er hat zudem vergessen, dass sie gemeinsam Vampire gejagt haben und auch er selbst ein Halbvampir ist.
Das ist natürlich eine schlimme Erfahrung für Tallulah. Aber wer dieses besondere Mädchen kennt, weiß auch, dass sie sich nicht unterkriegen lässt. Sie will Markus helfen, sein Gedächtnis wieder zu finden. In der Stadt hat ein Horrorladen eröffnet und obwohl sich Tallulah in dem Laden gleich wohl fühlt, sie mag alles gruselige, vermutet sie auch eine Verbindung zwischen der Amnesie von Markus und diesem Laden.
Und dann ist auch noch die alte Mrs. Lenchester zurückgekehrt, eine Vampirin, mit der gar nicht zu spaßen ist ...

Wie man 13 wird und zum Superhelden mutiert ist eine spannend geschriebene und zugleich witzige Geschichte des Bestsellerautors Pete Johnson. Obwohl es sich um den bereits 4. Band handelt, kann er auch gut für sich gelesen werden. Meiner Meinung nach ideal für Kinder ab 10 Jahren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2020

Ausgeklügelte Kreationen aus feinsten Zutaten

Original italienische Gourmet Panini
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Daniele Reponi bezeichnet sich selbst gerne als "non-Chef", sind doch seine wunderbar schmackhaften Panini nicht das Ergebnis großer Kochkunst, sondern das Ergebnis ausgeklügelter Kombinationen hochwertiger, ...

Daniele Reponi bezeichnet sich selbst gerne als "non-Chef", sind doch seine wunderbar schmackhaften Panini nicht das Ergebnis großer Kochkunst, sondern das Ergebnis ausgeklügelter Kombinationen hochwertiger, manchmal einfacher, manchmal extravaganter Zutaten. So sollte man bei seinen Rezepten die meiste Zeit auf den Einkauf der Zutaten legen. Wer also gerne über Märkte schlendert und sich in Feinkostläden zuhause fühlt wird mit diesem Buch seine wahre Freude haben.
Reponi gibt für seine Panini nur ein paar Spielregeln aus. So sollte man eine Hauptzutat (z.B. helles Fleisch) aus der Zutatenkategorie (Fleisch, Fisch, Gemüse, Aufschnitt, Käse, Obst) auswählen. Mit Hilfe von Tabellen, die der non-Chef an den Anfang einer jeden Kapitels - nach Zutatenkategorie gegliedert - gestellt hat, lässt sich leicht herausfinden, welche Lebensmittel am besten zur Hauptzutat passen und welche Eigenschaften sie haben.
So verfügt man neben den vorgestellten Rezepten über eine schier unerschöpfliche Variationsmöglichkeit für schmackhafte und ausgefallene Kreationen. Dazu noch ein Tipp von Reponi. Das Brot immer ein bisschen toasten oder erwärmen, sodass es außen kross und innen weich ist.
Schon beim Durchblättern ist mir das Wasser im Mund zusammen gelaufen.
Die traumhaft schön arrangierten Panini sind wunderschön fotografiert und machen Lust, sie auszuprobieren. Die Rezepte sind variantenreich, aber nie überladen. Das Buch macht Lust auf's Ausprobieren.
Von mir eine klare Empfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.08.2020

Klara und Oskar retten das Kornblumenfeld

Klara Katastrofee und das große Feen-Schlamassel
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Die liebenswerte Jungfee Klara wäre so gerne schon eine richtige Fee. Denn dann dürfte sie sich um ihr geliebtes Kornblumenfeld mit allen Tieren und Pflanzen schon ganz alleine und hochoffiziell kümmern. ...

Die liebenswerte Jungfee Klara wäre so gerne schon eine richtige Fee. Denn dann dürfte sie sich um ihr geliebtes Kornblumenfeld mit allen Tieren und Pflanzen schon ganz alleine und hochoffiziell kümmern. Doch mit dem Zaubern klappt das noch nicht immer so richtig. Ein Zauber geht schließlich richtig schief und die winzig kleine Fee ist plötzlich so groß wie ein Menschenkind. Aber, wie das im Leben so ist, hat alles zwei Seiten, denn nur so lernt sie den Menschenjungen Oskar kennen. Und so nimmt ein liebenswertes, aufregendes Abenteuer seinen Lauf, das ganz nebenbei Themen wie Naturschutz, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Mut aufgreift und auf eine ganz liebenswerte Weise aufbereitet, einfühlsam und ohne erhobenen Zeigefinger.
Die kindgerechten und farbenfrohen, aber nie zu bunten Illustrationen von Igor Lange machen dieses Buch zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk.
Ich hoffe, wir dürfen uns noch auf viele Abenteuer mit Klara und Oskar freuen.

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Veröffentlicht am 25.07.2020

Eine Kindheit auf Sylt und gleichzeitig ein Stück Zeitgeschichte - toll erzählt

Ozelot und Friesennerz
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Ich bin Susanne Matthiessen unglaublich dankbar, hat sie mir doch eine Insel und ihre "Ureinwohner" auf eine Weise näher gebracht, die mich bereichert hat. Ich kenne Sylt nur aus der Ferne und aus den ...

Ich bin Susanne Matthiessen unglaublich dankbar, hat sie mir doch eine Insel und ihre "Ureinwohner" auf eine Weise näher gebracht, die mich bereichert hat. Ich kenne Sylt nur aus der Ferne und aus den Klatschspalten der Zeitungen. Und nun fühle ich mich mit den Inselbewohnern, die hier groß geworden sind, die ihre Insel dem Kommerz anheim fallen sehen, verbunden. Doch, und das sieht auch die Autorin, sind die Sylter ein Stück weit auch selbst Schuld an dieser Entwicklung, die auch ihnen ein großes Stück Wohlstand brachte. So ist Susanne Mathiessen ein Kind der bekannten Pelzherstellerdynastie Mathiessen, die ihr Geld mit den reichen unserer Republik machten und diesem Wohlstand viel unterordneten. Man hatte als sylter Kind der 70er Jahre gerade während der Saison zu funktionieren, hatte freundlich zu Kunden zu sein und ansonsten möglichst nicht aufzufallen. Ich komme selber aus einem Betrieb und weiß, was es heißt, als Kind funktionieren zu müssen. Sie erzählt aber ohne Schwermut und ohne Verbitterung und nimmt uns mit zu den schönen Erlebnissen und Besonderheiten ihrer Kindheit. Sie stellt uns ihre doch recht ungewöhnliche Familie vor - ihre Großmutter war ein echtes Unikat.
ich hab mich sehr wohlgefühlt dabei, mit ihr Sylt ein Stück näher kennen zu lernen. Dafür danke ich Susanne Mathiessen von Herzen.

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