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Veröffentlicht am 03.05.2021

Liebesgeschichte mit Potenzial, aber leider ohne Tiefgang

Hollywood Love
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„Hollywood Love“ von Melanie Moreland erzählt die Geschichte von Liam und Shelby, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Er ein erfolgreicher Hollywood-Schauspieler, der bereits einen Oscar gewonnen hat ...

„Hollywood Love“ von Melanie Moreland erzählt die Geschichte von Liam und Shelby, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Er ein erfolgreicher Hollywood-Schauspieler, der bereits einen Oscar gewonnen hat und sie seine Haushälterin – gleichzeitig jedoch beste Freunde, auch wenn ihre Charaktere nicht unterschiedlicher sein könnten. Doch plötzlich sind da doch mehr Gefühle im Spiel – kann daraus mehr entstehen?

Das Cover und die Leseprobe von „Hollywood Love“ haben mich sofort angesprochen, ebenso wie der unterhaltsame und angenehme Schreibstil der Autorin, der einen leicht durch die Seiten fliegen lässt. Ich wollte daher unbedingt wissen, wie es mit Liam und Shelby weitergeht.
Relativ schnell wird in der Geschichte klar, dass sich Liam und Shelby nicht nur aufgrund ihrer Ausganssituation unterscheiden, sie könnten auch unterschiedlicher nicht sein: Während Liam wie Peter Pan daherkommt, sich um nichts Sorgen macht und sein Leben durch andere organisieren lässt, ist Shelby trotz der Erfahrung mit ihrem Exmann selbständig, organisiert und gibt Liams Leben eine Struktur. Dieser Unterschied zwischen den beiden hat mir sehr gefallen, da dieser einen spannenden Startpunkt für die Liebesgeschichte der Zwei darstellt – allerdings haben es Liam und Shelby leider nicht geschafft, mich emotional zu berühren. Meiner Meinung nach hat es den Protagonisten an Tiefgang gefehlt: zwar wurde auf Liams Leben in der Öffentlichkeit eingegangen und wie schwer es ihm fällt, aber die Gefühle für Shelby und deren Liebesbeziehung entwickelt sich dafür schnell und oberflächlich. Für mich haben sich die verschiedenen Stationen ihrer Beziehung eher aneinandergereiht und nicht tiefgründig miteinander verwoben, sodass es mir schwergefallen ist, mich auf die Geschichte einzulassen.
Was mir gut gefallen hat, waren die Nebencharaktere wie Shelbys Bruder Everett zu dem sie eine enge Bindung pflegt oder auch das Auftreten von Douglas und seine Beziehung zu Liam, was geholfen hat, die Geschichte abzurunden.
Der Schreibstil trägt zwar das Buch, allerdings ist er auch an manchen Stellen etwas platt, dafür aber leicht zu lesen. Zudem hätte ich mich sehr gefreut, wenn es noch mehr Kapitel aus Shelbys Sicht gegeben hätte, da die Geschichte größtenteils aus Liams Sicht erzählt wurde.

Fazit
Die Geschichte rund um Liam und Shelby hat Potenzial, das die Autorin leider nicht völlig ausgeschöpft hat. Zwar war der Schreibstil locker und die Geschichte mit viel Humor geschmückt, allerdings fehlte der Geschichte und den Protagonisten der Tiefgang. Wer eine leichte Lektüre für zwischendurch sucht, ist hier genau richtig – mich konnte es allerdings leider nicht überzeugen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl