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Veröffentlicht am 12.09.2021

Gelungene Fortsetzung der Rebellinnen von Oxford-Reihe

Die Rebellinnen von Oxford - Unerschrocken
2

Im zweiten Band dieser Reihe, die Ende des 19. Jahrhunderts in England spielt, lernen wir Lucie und Tristan näher kennen, die uns schon in Band 1 begegnet sind.
Lucie, die als überzeugte Suffragistin ...

Im zweiten Band dieser Reihe, die Ende des 19. Jahrhunderts in England spielt, lernen wir Lucie und Tristan näher kennen, die uns schon in Band 1 begegnet sind.
Lucie, die als überzeugte Suffragistin für die Frauenrechte kämpft und Tristan, der sich als Casanova in der englischen Gesellschaft seinen Namen macht und sich nicht immer an gesellschaftliche Konventionen hält – dass ihre Geschichte bei zwei so unterschiedlichen Charakteren nur unterhaltsam, explosiv und abwechslungsreich sein kann, da sie auch eine gemeinsame Vergangenheit haben, kann man sich als Leserin denken und daher macht es von Anfang an Freude, diese zu verfolgen.
Evie Dunmore gelingt es in dieser Reihe unheimlich gut, die persönlichen Geschichten der Freundinnen zu erzählen und gleichzeitig die Frauenrechtsbewegung in England ebenfalls spannend darzustellen.

Auch in ihrem zweiten Roman hat es Evie Dunmore wieder geschafft, mich in das England des 19. Jahrhunderts zu entführen. Ihr Schreibstil ist so flüssig und angenehm zu lesen und es gelingt ihr mühelos, einem durch ihre Beschreibungen von Oxford und den gesellschaftlichen Ereignissen das Gefühl zu geben, als wäre man selbst mit dabei.
Schon nach dem ersten Band war ich begeistert von der Geschichte rund um die vier Freundinnen, die sich für die Frauenrechte stark machen. Jede ist so unterschiedlich und trotzdem verbindet sie ein starkes Band der Freundschaft, was auch im zweiten Band wieder deutlich wird.
Besonders gut hat mir gefallen, Lucie und Tristan nun endlich näher kennenzulernen. In Band 1 ist Lucie tough, willensstark und weiß, was sie will – so lernen wir sie auch in Band 2 kennen, aber bekommen auch einen tieferen Einblick in Lucies Alltag und Gedanken und lernen auch ihre weiche Seite kennen. Genauso finde ich es auch bei Tristan sehr gelungen, wie man ihn nach und nach besser kennenlernt und herausfindet, dass er nicht nur ein Casanova ist, sondern auch seine Prinzipien, ein schwieriges Elternhaus hat und er alles für seine Mutter tun würde. Dass er darüber hinaus schon immer für Lucie geschwärmt hat und ein talentierter Dichter ist, lässt mich als romantische Leserin ihn nur noch sympathischer finden. Evie Dunmore schafft es auf wunderbare Weise, beiden Charakteren eine Tiefe zu geben und die Beziehung der Beiden während des Buches zu entwickeln. Besonders gelungen fand ich die Szenen zwischen Lucie und Tristan, die sehr unterhaltsam waren und mich des Öfteren zum Lachen gebracht haben. Trotz der äußeren Umstände und gesellschaftlichen Zwänge finden sie am Ende zusammen und gestehen sich ihre Liebe ein, und das ohne dass Lucie ihre Freiheit aufgeben muss. Meine Lieblingsszene ist am Ende des Buches, als Tristan ihr seine Gefühle gesteht und für sie beide einen Weg aufzeigt, wie sie zusammen sein können.

Fazit:
Die Liebesgeschichte von Lucie und Tristan ist eine gelungene Fortsetzung der Rebellinnen von Oxford-Reihe! Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Beiden zu begleiten und die weitere Entwicklung der Frauenrechtsbewegung zu verfolgen. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band und kann es kaum erwarten, wieder von Evie Dunmore nach Oxford entführt zu werden :)

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 03.05.2021

Liebesgeschichte mit Potenzial, aber leider ohne Tiefgang

Hollywood Love Story
1

„Hollywood Love“ von Melanie Moreland erzählt die Geschichte von Liam und Shelby, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Er ein erfolgreicher Hollywood-Schauspieler, der bereits einen Oscar gewonnen hat ...

„Hollywood Love“ von Melanie Moreland erzählt die Geschichte von Liam und Shelby, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Er ein erfolgreicher Hollywood-Schauspieler, der bereits einen Oscar gewonnen hat und sie seine Haushälterin – gleichzeitig jedoch beste Freunde, auch wenn ihre Charaktere nicht unterschiedlicher sein könnten. Doch plötzlich sind da doch mehr Gefühle im Spiel – kann daraus mehr entstehen?

Das Cover und die Leseprobe von „Hollywood Love“ haben mich sofort angesprochen, ebenso wie der unterhaltsame und angenehme Schreibstil der Autorin, der einen leicht durch die Seiten fliegen lässt. Ich wollte daher unbedingt wissen, wie es mit Liam und Shelby weitergeht.
Relativ schnell wird in der Geschichte klar, dass sich Liam und Shelby nicht nur aufgrund ihrer Ausganssituation unterscheiden, sie könnten auch unterschiedlicher nicht sein: Während Liam wie Peter Pan daherkommt, sich um nichts Sorgen macht und sein Leben durch andere organisieren lässt, ist Shelby trotz der Erfahrung mit ihrem Exmann selbständig, organisiert und gibt Liams Leben eine Struktur. Dieser Unterschied zwischen den beiden hat mir sehr gefallen, da dieser einen spannenden Startpunkt für die Liebesgeschichte der Zwei darstellt – allerdings haben es Liam und Shelby leider nicht geschafft, mich emotional zu berühren. Meiner Meinung nach hat es den Protagonisten an Tiefgang gefehlt: zwar wurde auf Liams Leben in der Öffentlichkeit eingegangen und wie schwer es ihm fällt, aber die Gefühle für Shelby und deren Liebesbeziehung entwickelt sich dafür schnell und oberflächlich. Für mich haben sich die verschiedenen Stationen ihrer Beziehung eher aneinandergereiht und nicht tiefgründig miteinander verwoben, sodass es mir schwergefallen ist, mich auf die Geschichte einzulassen.
Was mir gut gefallen hat, waren die Nebencharaktere wie Shelbys Bruder Everett zu dem sie eine enge Bindung pflegt oder auch das Auftreten von Douglas und seine Beziehung zu Liam, was geholfen hat, die Geschichte abzurunden.
Der Schreibstil trägt zwar das Buch, allerdings ist er auch an manchen Stellen etwas platt, dafür aber leicht zu lesen. Zudem hätte ich mich sehr gefreut, wenn es noch mehr Kapitel aus Shelbys Sicht gegeben hätte, da die Geschichte größtenteils aus Liams Sicht erzählt wurde.

Fazit
Die Geschichte rund um Liam und Shelby hat Potenzial, das die Autorin leider nicht völlig ausgeschöpft hat. Zwar war der Schreibstil locker und die Geschichte mit viel Humor geschmückt, allerdings fehlte der Geschichte und den Protagonisten der Tiefgang. Wer eine leichte Lektüre für zwischendurch sucht, ist hier genau richtig – mich konnte es allerdings leider nicht überzeugen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl