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Veröffentlicht am 01.06.2026

Ein Roman wunderschön und zerbrechlich wie Rubinglas - doch das letzte, vollendende Glühen bleibt aus

Träume aus Feuer
7

Mit seinem atmosphärischen und mitreißenden Schreibstil zieht Florian Illies den Leser bereits auf den ersten Seiten von „Träume aus Feuer“ unmittelbar in den Bann. Sprachlich bewegt sich der Roman gekonnt ...

Mit seinem atmosphärischen und mitreißenden Schreibstil zieht Florian Illies den Leser bereits auf den ersten Seiten von „Träume aus Feuer“ unmittelbar in den Bann. Sprachlich bewegt sich der Roman gekonnt zwischen poetischer Eleganz und spannendem historischem Erzählen – mit einem sicheren Gespür für die wesentlichen geschichtlichen Ereignisse, ohne dabei ein klassischer historischer Roman sein zu wollen. Besonders die Detailverliebtheit in Illies’ Beschreibungen fasziniert und verleiht dem Text eine außergewöhnlich dichte Atmosphäre.

Im Mittelpunkt steht, im Gegensatz zu zahlreichen historischen Romanen über die preußischen Hohenzollern des 17. Jahrhunderts, nicht der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, sondern der Alchemist und Glasmacher Johannes Kunckel – eine irgendwie faszinierende Persönlichkeit seiner Zeit und auf seinem Gebiet. Kunckel veröffentlichte bedeutende Werke zur Glaskunst und gewann die Wertschätzung des Kurfürsten, der ihm u.a. sogar die zwischen Potsdam und Berlin in der Havel gelegene Pfaueninsel schenkte. Wie viele Alchemisten seiner Epoche versuchte auch er zunächst, Gold herzustellen – ein Anspruch, der zwangsläufig Konflikte und Fragen mit sich bringt und den er im Verlauf seines Lebens glücklicherweise aufgibt.

Besonders reizvoll erscheint bei „Träume aus Feuer“ die Verbindung aus den Anfängen moderner Wissenschaft, filigraner Handwerkskunst und intrigantem Hofleben: Kunckel soll für den brandenburgischen Hof außergewöhnliche Glasarten herstellen, bei denen Zusammensetzung und Temperatur entscheidend sind. Passend dazu tragen die Kapitel Titel wie „KALT“, „WÄRMER“, „WARM“, „HEISS“, „ZU HEISS“ und „NACHGLÜHEN“. Auch das Cover mit den farbigen Gläsern greift dieses Motiv stimmig auf. Synchron mit diesen Titeln entwickeln sich auch Aufstieg und Untergang des Protagonisten und seiner Familie.

Alle Figuren – es sind für einen auf Geschichte basierenden Roman nur überschaubar viele – wirken authentisch und überzeugend an ihren historischen Vorbildern orientiert. Der Protagonist Johannes Kunckel versteht es meisterhaft, Menschen für sich einzunehmen und geschickt zu manipulieren – sei es den Kurfürsten selbst, dessen Gemahlin oder den Glasschneider Martin Winter. Einzig bei Hofmeister Eberhard Danckelmann und den Kurprinzen scheinen seine Strategien an Grenzen zu stoßen und nicht ohne Folgen zu bleiben.

Die große Stärke des Romans liegt zweifellos in seiner Sprache: bildhaft, atmosphärisch dicht und stilistisch außergewöhnlich elegant. Gleichzeitig bleibt „Träume aus Feuer“ mit seinem vergleichsweise kurzen Umfang eher eine hochwertige Erzählung als ein epischer historischer Roman. Als ehemaliger Feuilletonchef der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG hat der Autor den Blick für das Wesentliche und so gerät sein Werk eher zu einer Art „literarisch extrem hochwertiger Zeitung“. Genau darin liegt jedoch auch eine kleine Schwäche des nur 120 Seiten umfassenden Buches. Obwohl die Geschichte durchgehend fesselt, bleibt der Leser emotional stets ein wenig auf Distanz zum Geschehen. Der leicht nüchterne, beinahe ausschließlich beobachtende Erzählton ohne jegliche Dialoge unter den Figuren des Romans verhindert stellenweise jene unmittelbare Nähe zu den Figuren, die viele Leser besonders an großen historischen Romanen schätzen. Hinzu kommt, dass die Handlung trotz aller sprachlichen Qualität gelegentlich etwas zu kurz erläutert und unabgeschlossen wirkt. Da sowohl der historische Hintergrund der preußischen Hohenzollern um den Großen Kurfürsten und seine Nachkommen als auch Kunckels Schicksal in den Grundzügen bekannt sind, stellt sich stellenweise die Frage, worauf die Erzählung letztlich hinauswill. Gerade wegen des faszinierenden Stoffes hätte der Geschichte deutlich mehr Raum und Entfaltung gutgetan, vielleicht auch einen etwas größeren Lebensabschnitt des Protagonisten umfassen dürfen.

Dennoch bleibt „Träume aus Feuer“ eine poetisch herausragende, geschichtlich korrekte Nacherzählung eines Abschnitts aus dem Leben Johannes Kunckels – jenes Mannes, der die Glaskunst beherrschte wie kaum ein anderer seiner Zeit und dessen Wirken den Übergang von der Alchemie zur modernen Chemie mitprägte. Die Kapitel „NACHGLÜHEN“ und „LITERATUR und DANK“, in denen die wichtigsten Stationen und Ereignisse rund um das Leben Kunckels chronologisch zusammengestellt sind, viele Zusatzinformationen gegeben werden und die Motivation des Autors für das Schreiben des Buches erläutert wird, runden das Werk würdevoll ab.

Fazit: „Träume aus Feuer“ ist ein Roman über den Alchemisten und Glasmacher Johannes Kunckel, der sich keinem der üblichen Genres zuordnen lässt und überzeugt vor allem durch seine atmosphärisch dichte, poetische Sprache und die faszinierende Verbindung aus Alchemie, Glaskunst und höfischer Geschichte. Florian Illies erzählt stilistisch elegant und mit viel Gespür für kurze historische Details über einen wenige Jahre umfassenden Lebensabschnitt des Johannes Kunckel und seine Verbindung zum Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg und dessen Familie sowie zur Pfaueninsel, bleibt dabei jedoch eher beobachtend und distanziert als emotional mitreißend. Der vergleichsweise kurze Umfang des Büchleins lässt zudem manche Entwicklung nur angerissen erscheinen. Trotz kleiner Kritikpunkte bereitet die Lektüre große Freude und hinterlässt vor allem durch ihre sprachliche Qualität und besondere Atmosphäre einen bleibenden Eindruck.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Reliquien, Macht und Politik mit dem Künstler Nicolaus von Verdun im Mittelpunkt der historischen Zeitreise

Der Schrein der Könige
15

Der historische Roman „Der Schrein der Könige“ von Sabine Weiß entführt seine Leser in das ausgehende 12. und beginnende 13. Jahrhundert und verbindet reale historische Ereignisse mit einer umfangreichen ...

Der historische Roman „Der Schrein der Könige“ von Sabine Weiß entführt seine Leser in das ausgehende 12. und beginnende 13. Jahrhundert und verbindet reale historische Ereignisse mit einer umfangreichen fiktiven Handlung. Die Autorin hat sich neben ihren bekannten Kriminalgeschichten auch im Genre des historischen Romans vor allem mit ihren Werken „Krone der Welt“, „Gold und Ehre“ und „Blüte der Zeit“ zu ihrer Holland-Preußen-Trilogie einen hervorragenden Ruf erarbeitet und gilt seitdem als feste Größe der deutschsprachigen historischen Unterhaltungsliteratur. Im Zentrum des aktuellen Romans steht die Entstehung des berühmten Dreikönigenschreins sowie das Leben des Goldschmieds Nicolaus von Verdun, der als Schöpfer dieses Meisterwerks der mittelalterlichen Kunst gilt.

Der Roman beginnt mit einem starken historischen Auftakt. Wir begegnen dem Kölner Erzbischof Reinald von Dassel, einem engen Vertrauten von Friedrich I. Barbarossa. Während der Konflikte mit der norditalienischen Stadt Mailand entdeckt Reinald in der Kirche San Giorgio al Palazzo die Gebeine der Heiligen Drei Könige. Er beschließt, diese Reliquien nach Köln zu bringen. Dahinter steckt nicht nur religiöse Verehrung, sondern auch politisches Kalkül: Die Reliquien sollen Köln zu einem bedeutenden Pilgerzentrum und Machtfaktor im Heiliges Römisches Reich machen. Parallel dazu erzählt der Roman die Geschichte von Nicolaus von Verdun. Nach dem Tod seiner Frau und zweier Kinder befindet sich der Goldschmied in einer tiefen persönlichen Krise. Als er den Auftrag erhält, einen prächtigen Schrein für die Reliquien zu schaffen, steht er vor einer entscheidenden Lebensfrage. Schließlich nimmt er den Auftrag an und zieht mit seiner Familie nach Köln – in der Hoffnung auf einen Neuanfang.

Ein großer Teil der Handlung konzentriert sich auf das Leben des Künstlers und seiner Familie. Besonders die Beziehungen zwischen den Figuren prägen den Roman. Sein Sohn Louis sorgt immer wieder für Konflikte, während Tochter Anne schnell zu einer der sympathischsten Figuren der Geschichte wird. Auch Nicolaus’ Bruder Charles sorgt als Betrüger und Abenteurer regelmäßig für Probleme und bringt Unruhe in die Familie. Neben diesen Figuren treten zahlreiche weitere, in erster Linie fiktive Charaktere auf, die das Leben im mittelalterlichen Köln lebendig werden lassen. Gerade die Darstellung der Stadt gehört zu den großen Stärken des Romans. Straßen, Märkte und Werkstätten werden anschaulich beschrieben, ebenso die Welt der Handwerker und das Entstehen von Zünften. Besonders eindrucksvoll sind die Schilderungen der Goldschmiedekunst und der aufwendigen Arbeit an dem Dreikönigenschrein. Hier zeigt sich deutlich die intensive Recherche der Autorin. Der Leser erhält dabei einen faszinierenden Einblick in mittelalterliche Handwerkstechniken und in die Bedeutung religiöser Kunstwerke.

Im Verlauf der Geschichte treten immer wieder historische Persönlichkeiten kurz auf, etwa deutsche Kaiser von Friedrich I. Barbarossa, Heinrich VI., Philipp von Schwaben, Otto IV. bis Friedrich II., der englische König Richard Löwenherz oder der welfische Herzog Heinrich der Löwe sowie eine große Anzahl von Kölner Erzbischöfen. Dennoch bleiben viele der großen politischen Ereignisse und Personen dieser bewegten Epoche eher im Hintergrund. Konflikte zwischen Kaiser und Papst, dynastische Machtkämpfe oder der Tod Barbarossas während des Dritter Kreuzzug werden nur am Rande erwähnt, auf eine Vielzahl an Ereignissen des 12. und 13. Jahrhunderts wird nicht weiter eingegangen. Der Fokus liegt eindeutig auf der persönlichen Geschichte der größtenteils fiktiven Figuren und der Entstehung des Schreins. Gerade hierin liegt eine kleine Schwäche des Romans. Das 12. und das 13. Jahrhundert gehören zu einer der ereignisreichsten Perioden der mittelalterlichen Geschichte, und manches davon hätte durchaus ausführlicher in die Handlung eingebunden werden können. Stattdessen bleibt die große Politik meist nur eine Kulisse für die fiktive Handlung.

Die fiktive Geschichte ist jedoch überaus unterhaltsam erzählt. Sabine Weiß versteht es, Spannung aufzubauen und ihre Figuren emotional greifbar zu machen. Intrigen, familiäre Konflikte und persönliche Schicksale sorgen dafür, dass der Roman durchgehend fesselnd bleibt. Der Schreibstil ist klar, lebendig und sehr gut lesbar. Insgesamt bewegt sich „Der Schrein der Könige“ zwischen zwei Arten historischer Romane: Einerseits erzählt er eine emotionale, von der Autorin ausgedachten Familiengeschichte, andererseits basiert er auf realen historischen Ereignissen. Wer vor allem eine spannende Geschichte vor historischer Kulisse sucht, wird hier bestens unterhalten. Leser, die sich eine besonders intensive Darstellung der politischen Geschichte jener Zeit wünschen, könnten gelegentlich etwas mehr historischen Hintergrund vermissen.

Auch das äußere Erscheinungsbild des Romans verdient Erwähnung. Das Cover zeigt den prachtvollen Dreikönigenschrein vor einem tiefroten Hintergrund. Diese Gestaltung ist als Eyecatcher äußerst passend gewählt: Der Schrein selbst ist ein Meisterwerk mittelalterlicher Kunst und gleichzeitig das zentrale Symbol der gesamten Geschichte. Das Cover weckt sofort Interesse und vermittelt bereits visuell den Charakter des Romans. Ein ausführliches Personenverzeichnis und ein Nachwort zum Einordnen des Romans in seinen historischen Hintergrund runden das Leseerlebnis ab.

Fazit: „Der Schrein der Könige“ ist ein atmosphärisch dichter und in Bezug auf den Goldschmied Nicolaus von Verdun und den Dreikönigenschrein sehr gut recherchierter Roman, der vor allem durch seine lebendige Darstellung mittelalterlicher Kunst und des Lebens in Köln überzeugt. Die überwiegend fiktive Geschichte rund um den Künstler und die Entstehung des Schreins machen den Roman zu einer interessanten und über weite Strecken sehr fesselnden Lektüre ohne dabei auf die geschichtlichen Ereignisse jener Epoche allzu intensiv einzugehen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Ein gewaltiges historisches Epos, bei dem Geschichte selbst zur größten Erzählung wird

Rabenthron
17

Die Königin des Historischen Romans, Rebecca Gablé, hat mit „Rabenthron“ die lang ersehnte Fortsetzung ihrer Helmsby-Reihe vorgelegt. Nach „Das zweite Königreich“ (2000) und „Hiobs Brüder“ (2009) ist dies ...

Die Königin des Historischen Romans, Rebecca Gablé, hat mit „Rabenthron“ die lang ersehnte Fortsetzung ihrer Helmsby-Reihe vorgelegt. Nach „Das zweite Königreich“ (2000) und „Hiobs Brüder“ (2009) ist dies nun der dritte Band, der - wie gewohnt - zeitlich vor ihrer Waringham-Reihe spielt. Ein erster Blick auf das Cover zeigt, dass es perfekt zur Helmsby-Serie passt: stimmig, unverkennbar und mit hohem Wiedererkennungswert. Besonders der wunderschöne Farbschnitt des Buches und die gelungenen Kapitelillustrationen stechen hervor.

„Rabenthron“ ist als Prequel zu „Das zweite Königreich“ angelegt und startet im Jahr 1013, vor der Epoche der normannischen Eroberung (1066). In dieser Zeit ist Æthelred der Unberatene König von England - ein schwacher Herrscher, der eher durch seine Unentschlossenheit als durch große Taten auffällt und England befindet sich in einem Machtkampf zwischen den Angelsachsen und den Dänen. Während die Dänen unter Sven Gabelbart England zunächst überfielen, sich bezahlen ließen und wieder abzogen, sind sie nun gekommen, um zu bleiben und die von Æthelred angeordnete Ermordung zahlreicher Dänen zu rächen. Im Mittelpunkt der historischen Geschichte steht die beeindruckende aber durchaus ambivalente Emma von der Normandie, die als eine der größten und einflussreichsten weiblichen Persönlichkeiten des englischen Mittelalters gilt. Als junges Mädchen wurde sie von ihrem Bruder Richard II., dem Herzog der Normandie, mit Æthelred verheiratet, um die politischen Beziehungen zwischen der Normandie und England zu stärken und erlebt ein Schicksal, an welchem die meisten zerbrochen wären. Nicht so Emma, die als kühle und kluge Strategin, zwar nicht unbedingt durch Liebe zu ihren Kindern glänzt, es immerhin aber zur Königin und Mitregentin an der Seite von zwei Königen und zur Mutter zweier weiterer Könige Englands brachte.

Historisch gesehen ist „Rabenthron“ ein rundum gewaltiges, gründlich recherchiertes und kurzweiliges 896-Seiten-Epos, das von der ersten bis zur letzten Seite beeindruckt und überzeugt. Detailliert lässt uns Gablé an allen wichtigen geschichtlichen Ereignissen teilhaben: der Regentschaft Æthelreds, der Machtübernahme durch den dänischen König Sven Gabelbart, der Rückkehr von Æthelred und Emma auf den Thron aus dem normannischen Exil, der Regentschaft von Edmund Eisenseite (dem Sohn Æthelreds aus erster Ehe) und dessen dramatischem Tod, der Machtergreifung durch Knut den Großen und dessen Heirat mit Emma, der Machtübernahme von Harald I. Hasenfuß und seiner Mutter Ælfgifu nach dem unerwarteten Tod von Knut, sowie der Regentschaft von Emmas und Knuts Sohn Hardiknut bis hin zu den Anfängen im Jahr 1041 mit Edward III., dem Bekenner auf dem englischen Thron (Emmas Sohn aus erster Ehe mit Æthelred, der die meiste Zeit zwischen 1016 und 1041 in der Normandie verbrachte) und weiteren historischen Wendepunkten. Dabei werden geschichtlich weniger bedeutende Abschnitte durch geschickt eingesetzte Zeitsprünge überbrückt.

Der Roman führt uns ferner zu vielen weiteren historischen Figuren, wie z.B. Prinz Alfred, Godwin Wulfnothsson, Harold Godwinson, Leofric von Mercia und seiner Frau Lady Godiva, dem „fliegenden“ Eilmer von Malmesbury, vielen Erzbischöfen und Kirchenmännern jener Zeit, Emmas Mutter Gunnor sowie Robert I. und seiner Geliebten Herlève de Falaise - den Eltern von William dem Eroberer, dessen Geburt wir miterleben und den wir als Kind ebenfalls kennenlernen dürfen. Das umfangreiche Dramatis Personae hilft Lesern, die mit der englischen Geschichte weniger vertraut sind, alle Figuren schnell nachzuschlagen. Gablé gelingt es vortrefflich, die Charaktere so realitätsnah und lebendig zu zeichnen, wie sie in historischen Überlieferungen beschrieben sind. Eine Karte zum Auffinden der relevanten Orte scheint im Buch vorhanden zu sein, das Ebook lässt diese jedoch vermissen.

Ein guter historischer Roman lebt zudem von der gekonnten Verwebung historischer und fiktiver Figuren - und genau das gelingt Gablé über weite Strecken ebenso. Zu den fiktiven Hauptprotagonisten gehören Ælfric „Eisenfaust“, sein Sohn Penda und Hakon Gunnarson - der ursprünglich Ælfrics Gefangener war, sich aber im Laufe des Romans zu dessen engstem Freund entwickelt. Besonders das grandiose Vater-Sohn-Verhältnis zwischen Ælfric und Penda ist sehr gefällig. Ihre schlimmsten Gegenspieler sind neben den realen Godwin Wulfnothsson und Harald I. Hasenfuß Ælfrics Onkel Dunstan und dessen Sohn Offa. Einmal mehr gelingt es der Autorin ein wunderbares Geflecht zwischen all den zahlreichen Figuren des Romans zu spinnen. Höchst beeindruckend wird es, wenn unseren fiktiven Protagonisten Könige, Königinnen, Prinzen und Herzöge zur Seite gestellt werden: beim Blick über ihre Schultern sind wir als Leser stets mittendrin im Geschehen, das zwischen England und der Normandie pendelt. Wir erleben die großen Persönlichkeiten und Ereignisse jener Epoche, aber auch Intrigen, Freundschaften und Liebe. Kritikpunkte zeigen sich in den schwankenden Entwicklungen der fiktiven Charaktere, die bisweilen zu stark von Zufällen und von Ælfrics für einen Krieger seines Formats nicht ganz stimmigem, idealistischem Wesen geprägt sind. Zwar wachsen uns Ælfric und Penda in ihren Rollen als Helden im Laufe des Romans sehr ans Herz, doch ihre ständigen Errettungen aus schwierigsten Situationen wirken mitunter zu konstruiert. Auch das Ende des Romans fällt insgesamt etwas zu abrupt aus.

Gablés Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, bewusst einfach gehalten, humorvoll unterlegt und durchweg mitreißend. Sie versteht es, auch bei einem umfangreichen Buch von knapp 900 Seiten den Spannungsbogen jederzeit aufrecht zu erhalten und es entstehen keinerlei Längen. Durch ihre bildhaften und atmosphärischen Beschreibungen führt sie dem Leser das Geschehen immer vor Augen und weiß ihn emotional geschickt zu polarisieren. Überaus authentisch wirkt das Leben der Adeligen, Thanes, normalen Dorfbewohner sowie Sklaven und man bekommt einen guten Eindruck vom großen Einfluss der Kirche zu jener Zeit. Wie immer ordnet die Autorin Wahrheit und Fiktion sowie den weiteren geschichtlichen Verlauf in einem umfangreichen und informativen Nachwort ein. Obwohl „Rabenthron“ der dritte Band der Helmsby-Reihe ist, lässt sich der Roman auch unabhängig von den Vorgängern lesen - und für Neueinsteiger empfiehlt es sich sogar, ihn vor „Das zweite Königreich“ zu lesen.

Fazit: Mit „Rabenthron“ legt Rebecca Gablé einmal mehr ein gewaltiges, akribisch recherchiertes und packend erzähltes Historienepos vor, welches in dieser Qualität nur ihrer Feder entstammen kann. Sie verknüpft historische Fakten und fiktive Figuren zu einer vielschichtigen Erzählung, die den Leser mitten in die Wirren Englands vor der normannischen Eroberung und den Machtkampf zwischen den Angelsachsen und Dänen versetzt. Besonders die detailgetreue Zeichnung bedeutender Persönlichkeiten und die authentische Darstellung des mittelalterlichen Lebens beeindrucken. Der Roman überzeugt durchweg mit Spannung, Tiefe, erzählerischer Wucht und historischer Präzision. „Rabenthron“ ist sowohl für treue Anhänger der Helmsby-Reihe als auch für Neueinsteiger ein herausragender, opulenter historischer Roman, der den hohen Stellenwert der Autorin in diesem Genre einmal mehr unterstreicht. Voller Sehnsucht dürfen wir uns nun auf das kommende Werk zur Waringham-Reihe freuen.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Ludwig, Schicksalsjahre eines Kaisers - Der Untergang des Hauses "Karolinger"

Das Erbe der Karolinger
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Wenn man an deutschsprachige Autoren im Bereich historischer Romane denkt, fallen einem sofort Namen wie Rebecca Gablé, Ulf Schiewe, Oliver Pötzsch, Sabine Weiß, Sabine Ebert, Mac P. Lorne, Andreas Izquierdo, ...

Wenn man an deutschsprachige Autoren im Bereich historischer Romane denkt, fallen einem sofort Namen wie Rebecca Gablé, Ulf Schiewe, Oliver Pötzsch, Sabine Weiß, Sabine Ebert, Mac P. Lorne, Andreas Izquierdo, Richard Dübell, Tanja Kinkel, Daniel Wolf oder Peter Prange ein. Einige von ihnen haben den renommierten Homer-Literaturpreis in diesem Genre gewonnen. Zu dieser illustren Gruppe gehört allerdings auch der Journalist Claudius Crönert, der den Preis für sein Werk „Freyas Land“ erhielt und mit Titeln wie „Die Kathedrale des Königs“, „Das ewige Licht von Notre-Dame“ oder „Das Kreuz der Hugenotten“ weitere bemerkenswerte Romane vorgelegt hat.

Mit seinem neuesten Werk „Das Erbe der Karolinger“ begibt sich Crönert nun auf ein gewaltiges historisches Terrain, das die gemeinsame deutsch-französische Geschichte, oder genauer gesagt die fränkische Geschichte, umfasst. Der Autor verwebt dabei meisterhaft gut recherchierte historische Fakten mit fesselnder Fiktion. Wir starten im Jahr 817, als Ludwig der Fromme seit bereits drei Jahren Kaiser des Frankenreiches ist und dürfen bis zu Ludwigs Tod im Jahre 840, also über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten, tief in die Welt der Karolinger-Familie eintauchen. Bereits zu Beginn des Romans merkt man, dass sich Crönert die Zeit nimmt, seine Figuren sorgfältig und authentisch zu entwickeln. Wir lernen Ludwig, den Sohn Kaiser Karls des Großen und Urenkel des Hausmeiers Karl Martell, sehr genau kennen. Seine friedliche Herrschaft stört jedoch die Ambitionen seiner beiden älteren Söhne, Lothar und Pippin, sowie seines Kanzlers Helisachar. Der jüngste Sohn, der kleine Ludwig, ist anfangs noch zu jung, um sich in die politischen und familiären Intrigen einzumischen, und Tochter Rotrud sowie seine Frau Irmgard haben zu dieser Zeit nur wenig Einfluss. Der Autor schafft es dabei hervorragend, die angespannte Familienatmosphäre und die Konflikte zwischen den historischen Figuren geschichtlich korrekt einzufangen, greifbar und lebendig zu machen.

Als Ludwig dann von herabfallenden Dachteilen getroffen wird, jedoch fast unbeschadet überlebt, deutet er dies als göttliches Zeichen. Fortan beschäftigt er sich intensiv mit seinem Erbe und regelt dieses in der Ordinatio Imperii, einer Verordnung, die das Reich unter seinen Söhnen Lothar, Pippin und (Klein-)Ludwig aufteilen soll. Lothar wird zunächst zum Mitkaiser erhoben und soll nach Ludwigs Tod dann als alleiniger Kaiser über das Reich herrschen. Doch Lothar, der sich selbst als würdigeren Nachfolger im Geiste seines Großvaters Karl des Großen sieht, kommt mit der fehlenden Durchsetzungskraft und Nachsicht der Regierungsweise seines Vaters nicht zurecht. Als dann auch noch Irmgard stirbt und Judith aus dem Hause der Welfen Ludwigs neue Frau wird, nimmt das Schicksal seinen geschichtlichen Lauf: Judith schenkt Ludwig einen weiteren Sohn, den kleinen „kahlen“ Karl, was die ohnehin angespannten Beziehungen in der Familie weiter anheizt, spätestens als Ludwig auf Betreiben Judiths schwäbisch-alemannisches Territorium von Lothars Erbe auf Karl übertragen möchte.

Im Rahmen der Handlung begegnen wir einer Vielzahl prominenter historischer Persönlichkeiten und erleben geschichtsträchtige Ereignisse wie Reichstage, kriegerische und friedliche Auseinandersetzungen mit Bretonen, Langobarden, Pannoniern und Mauren im andalusischen Spanien sowie überfallartige Angriffe der Normannen. Es ist eine wahre Freude, die Reise mitten unter diesen historischen Figuren anzutreten – etwa wenn wir die junge Emma und den Teenager Judith, beide Töchter von Welf I., am Bodensee kennenlernen und sie bis zu ihren jeweiligen Rollen als Königin und Kaiserin begleiten. Auch der kleine „kahle“ Karl, der später zum König und Begründer der französischen Linie wird, nimmt uns mit auf seine Entwicklung vom Baby zum Herrscher. Als Leser fühlt man sich stets als stiller Beobachter im Geschehen, mitten unter lebendig gewordenen Protagonisten. Der Adelsstand und sein Kontrast zum einfachen Volk werden ebenso erfahrbar wie der enorme Einfluss der Kirche auf das Leben jener Zeit. Gelegentlich könnte man sich sogar wünschen, ein Schwert in der Hand zu halten, um bei manch einer Auseinandersetzung noch tiefer in diese Welt einzutauchen.

Die große Stärke des Buches liegt in seinem gefälligen Schreibstil und der Authentizität der historischen Figuren, die vor der komplexen Kulisse jener Zeit ihre Entwicklung entfalten. Emotional versteht es der Autor zu polarisieren: Während der Leser manche Protagonisten mit großer Zuneigung begleitet, entstehen für andere feindselige Gefühle. Einige weniger wichtige historische Details hingegen wurden vereinfacht, verändert oder einfach weggelassen – was angesichts des riesigen Themenfeldes vollkommen legitim ist. Hätte man alle geschichtlichen Nebenfiguren und Handlungsstränge berücksichtigt, wäre der Umfang des Buches schlichtweg ausgeufert.

Abgerundet wird das Werk durch einen exzellenten Gesamteindruck als historisches Epos, bei dem ein übersichtliches Personenverzeichnis und eine kleine Landkarte ebenso wenig fehlen wie ein Nachwort des Autors, in dem er die Rolle einiger Charaktere einordnet und die sich anschließenden Bruderkriege innerhalb der Herrscherfamilie erläutert. 843 wird das karolingische Großreich schließlich im Vertrag von Verdun unter den Brüdern Kaiser Lothar, Ludwig dem Deutschen und Karl dem Kahlen aufgeteilt. Besonders hervorzuheben ist auch das edle Buchcover, das mit seiner fast hypnotischen Wirkung fasziniert.

Fazit: „Das Erbe der Karolinger“ von Claudius Crönert ist ein äußerst gelungenes, über 800 Seiten starkes historisches Epos, das gerade für Freunde des guten historischen Romans ein Muss darstellt. Insbesondere Anhänger von Rebecca Gablé oder Ulf Schiewe werden Crönerts Werk über die Kaiserjahre Ludwigs des Frommen lieben. Der Autor versteht es meisterhaft, sowohl Geschichtsinteressierte auf eine spannende und emotionale Reise mitzunehmen als auch jenen, die nach packender Spannung und tiefgehenden Emotionen suchen, Geschichte zu vermitteln. Nach diesem Roman bleibt einem nur die Vorfreude auf Crönerts nächstes Buch.

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Veröffentlicht am 02.12.2024

Phyllida Brights dritter Fall oder "Wie man mit Hilfe des Vac-Tric(k)s Täter entlarvt"

Der Krimidinnermord
8

Mit dem Roman „Der Krimidinnermord“ legt Colleen Cambridge nach „Die Dreitagemordgesellschaft“ und „Der Cocktailmörderclub“ den bereits dritten Band ihrer Serie um die Hobbyermittlerin Phyllida Bright ...

Mit dem Roman „Der Krimidinnermord“ legt Colleen Cambridge nach „Die Dreitagemordgesellschaft“ und „Der Cocktailmörderclub“ den bereits dritten Band ihrer Serie um die Hobbyermittlerin Phyllida Bright vor. Letztere ist nicht nur eine Meisterdetektivin im Lösen von Kriminalfällen, sondern auch die äußerst gewissenhafte Haushälterin auf Mallowan Hall - dem Anwesen der ‚Queen of Crime‘ Agatha Christie - wo sie penibel für Ordnung sorgt. Dabei gerät sie immer wieder in humorvolle und teils hitzige Auseinandersetzungen mit dem Butler Mr. Dobble sowie dem Chauffeur Bradford und dessen Hündin Myrtle. Im aktuellen Band gesellen sich zudem weitere Konkurrenten dazu, die um die Gunst von Mrs. Bright buhlen.
Wie in den vorherigen Bänden ist auch der Plot von „Der Krimidinnermord“ gleichermaßen drollig, spannend und hochinteressant. Alles beginnt mit einer kleinen Auseinandersetzung zwischen Küchenmädchen Molly und Hausmädchen Ginny, zwei von Phyllida Brights Lieblingsangestellten, bei der die beiden auf eine ungeschickte, aber niedliche Weise Tropfspuren und Aschewölkchen hinterlassen – zum Leidwesen der Haushälterin, die diese sowohl auf dem Teppich als auch in ihren Haaren wiederfindet. Natürlich hat Mr. Dobble hierbei seine Finger im Spiel.
Im Anschluss an eine Einladung der neuen Nachbarn, die mit dem sybillinischen Motto ‚Heute Abend wird in Beecham House ein Mord geschehen‘ locken, geht es dann nach einem Telefonat mit Agatha Christie – die derzeit mit ihrem Mann in London weilt - direkt in die Nachbarschaft von Mallowan Hall zum „Krimidinnermord“. Doch statt eines echten Mordes handelt es sich lediglich um ein Rollenspiel, bei dem der Gastgeber mit Begeisterung den ‚Ermordeten‘ mimt. Doch ehe sich der Leser und der Hausherr Wokesley versehen, ist der Gastgeber tatsächlich tot – erstochen mit einem spitzen Dolch. Anfänglich noch etwas gelangweilt von dem inszenierten Mord, wird der Tod des reichen Industriellen für Phyllida Bright nun der perfekte Einstieg in ihren neuen Fall. Eine Vielzahl an rätselhaften Personen kommt als Täter in Frage, und jede von ihnen hat ein überzeugendes Motiv.

Wie es typisch für das Cosy-Crime-Genre ist, versteht es die Autorin auch hier glänzend, die Protagonisten des Plots intensiv und charakterstark zu zeichnen – gepaart mit hervorragend dosiertem, ironischem Humor. Mit ihrem lockeren, leichten und dennoch ausdrucksstarken Schreibstil gelingt es Colleen Cambridge die jeweilige Kulisse stets lebendig vor den Augen der Leser*innen zu entwerfen und sie unmittelbar ins Geschehen hinein zu ziehen. Der Spannungsbogen bleibt kontinuierlich erhalten und das Buch entwickelt sich zu einem flotten Pageturner, welcher in einem rasanten, vielleicht etwas zu actionreichen Showdown gipfelt.
Trotz der gelungenen Kombination von Spannung und Humor bleibt der Wunsch zum ausgiebigen Miträtseln zumindest phasenweise unerfüllt. An einigen kriminalistischen Stellen wirkt die Story zudem etwas zu konstruiert. Dies steht im Gegensatz zu den beiden Vorgängerbänden, in denen sowohl das Mitraten, als auch Phyllidas brillanter Ermittler- und Kombinationsgabe einen entscheidenden Teil des Lesevergnügens ausmachten. Hier konnte man jederzeit mit falschen Fährten und unerwarteten Wendungen rechnen. In „Der Krimidinnermord“ jedoch scheint unsere Hobbyermittlerin wiedeholt etwas unaufmerksam und übersieht Details, die der Leserschaft sofort ins Auge springen. Manche Passagen wirken zudem eine Spur zu vorhersehbar, sodass das „Cosy“ an einigen Stellen das „Crime“ zu dominieren scheint.

Dessen ungeachtet weiß der „Krimidinnermord“ insbesondere auf der atmosphärischen Ebene mehr als nur zu überzeugen: Alle handelnden Personen besitzen ausreichend viel Tiefe sowie authentische Verstrickungen untereinander. Auch das Lokalkolorit wird wunderbar eingefangen. Darüber hinaus erfahren wir im aktuellen Band etwas mehr über Gefühle, Hintergründe und die Vergangenheit einiger Protagonisten, und es bleibt spannend, wie sich diese Entwicklungen in den kommenden Bänden in Bezug auf Beziehungen und Romantik aber auch Enttäuschungen entfalten werden. Zudem gibt es erste Andeutungen zu Phyllida Brights eigener Vergangenheit, die Potenzial für weitere Enthüllungen in Band 4 bietet. Kulisse, Lebensstil und -kultur der 1930‘er werden historisch korrekt wiedergegeben und und wir dürfen humorvoll erleben, wie die Menschen dieser Zeit ihre ersten Bekanntschaften mit modernen Geräten wie dem neuen Vac-Tric Staubsauger machten.

Das Cover, das vorwiegend in den Farben Rot, Blau und Schwarz mit weißen Schriftzügen gehalten ist, folgt dem Stil der Vorgängerbände und trägt so zu einem hohen Wiedererkennungswert bei. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass es – wie schon bei den beiden vorigen Bänden – bei genauerem Hinsehen einiges über den Täter verraten könnte. Dies wurde im englischen Original deutlich besser gelöst.

Fazit: Insgesamt ist „Der Krimidinnermord“ ein weiterer gelungener Band in Colleen Cambridges Cosy-Crime-Serie um Phyllida Bright, in dem Spannung, Humor, Atmosphäre sowie Lokalkolorit auf ausgewogene Weise miteinander verknüpft werden und der im Rahmen des Genres in jeglicher Hinsicht zu gefallen weiß. Lediglich der Wunsch zum ausgiebigen Miträtseln bei den Ermittlungen kommt etwas zu kurz. Obwohl „Der Krimidinnermord“ völlig unabhängig von den beiden Vorgängerbänden gelesen werden kann, ist es für Leser, die bereits Band 1 und 2 kennen, besonders erfreulich, vertraute Figuren wiederzutreffen. Für Fans der Phyllida Bright Reihe ist dieser Band ein absolutes Muss, und auch Anhänger von Agatha Christies Serien rund um Miss Marple und Hercule Poirot finden hier eine erfrischend neue und empfehlenswerte Alternative. Der vierte Band „Murder Takes the Stage (A Phyllida Bright Mystery Book 4)“ ist im englischen Original bereits seit Oktober 2024 erhältlich, und wir dürfen der deutschen Übersetzung im kommenden Jahr entgegen fiebern. Persönlich freue ich mich bereits jetzt schon sehr darauf ihn dann lesen und genießen zu dürfen.

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