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Veröffentlicht am 29.01.2026

Der Hobbit

Der Hobbit - Illustriert von Tove Jansson
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Mit „Der Hobbit“ hat der Autor J.R.R. Tolkien ein Stück Weltliteratur erschaffen, dies ist einfach ein Klassiker. Nun hat der Klett- Cotta Verlag eine wunderbare illustrierte Ausgabe auf den Markt gebracht. ...

Mit „Der Hobbit“ hat der Autor J.R.R. Tolkien ein Stück Weltliteratur erschaffen, dies ist einfach ein Klassiker. Nun hat der Klett- Cotta Verlag eine wunderbare illustrierte Ausgabe auf den Markt gebracht. Diese kann sowohl Liebhaber des Buches dazu anzuregen, dieses Buch nochmal in die Hand zu nehmen. Es eignet sich aber auch für Leser, welche dieses Stück Weltliteratur noch nicht gelesen haben.

Klappentext:
Bilbo Beutlin lebt im Auenland, bis er von dem Zauberer Gandalf und einer Horde Zwerge aus der Beschaulichkeit seines gemütlichen Alltags gerissen wird. Auf einmal findet er sich mitten in einem Abenteuer wieder, das ihn nicht nur zu den Elben, sondern auch zu dem riesigen und gefährlichen Drachen Smaug führt, der einen kostbaren Schatz in seinen Besitz gebracht hat und eifersüchtig hütet ... Bilbo reist also durch unheimliche Landschaften und Gebirge, die von seltsamen Wesen wie Trollen, Orks und Riesenspinnen unsicher gemacht werden. Und er trifft natürlich auf Gollum, dessen verlorenen Ring er wiederfindet – den Einen Ring!

Als ich gehört habe, dass es von „Der Hobbit“ eine illustrierte Ausgabe mit Illustrationen von der Zeichnerin Tove Jansson war ich sofort begeistert. Ich persönlich mag die Geschichten rund um die Mumins total gerne und auch die Zeichnungen dazu fand ich immer ansprechend. Daher war für mich sofort klar, dass ich mir diese illustrierte Ausgabe zulegen möchte.
Der Fantasy- Klassiker „Der Hobbit“ stammt aus der Feder von J.R.R. Tolkien und ist recht wahrscheinlich schon vielen bekannt. Dieses Buch besticht durch seine bildliche und poetische Sprache. Gekonnt werden hier die Landschaften und auch unterschiedlichen Rassen beschrieben, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Als Leser wird man sofort mitten in das Geschehen hineingeworfen und lernt die wesentlichen Charaktere kennen. Das Buch selbst lässt sich flüssig lesen, der Schreibstil ist angenehm, sodass man dabei seinen Alltag vergessen kann. In diesem Werk begleiten wir den Protagonisten Bilbo, ein Hobbit, auf seiner abenteuerlichen Reise. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir an seiner Seite einige Hürden meistern müssen. Wir lernen einige furchterregende Kreaturen kennen und müssen das ein oder andere Problem lösen. An seiner Seite lernen wir viele Facetten dieser Welt kennen und es hat mir Spaß gemacht, diese fantastische Welt zu erkunden. Diese Welt steckt voll liebevoller Facetten und konnte mich mit ihren vielseitigen Seiten vollkommen überzeugen.
Bilbo ist bekanntermaßen ein Hobbit. Diese mögen eigentlich gutes Essen und Gemütlichkeit in den eigenen Wänden. Doch Bilbo scheint anders als der typische Hobbit zu sein. Und daher begibt er sich mit zwölf Zwergen und dem Zauberer Gandalf auf eine abenteuerreiche Reise. Es hat mir Spaß bereitet, an seiner Seite all diese Abenteuer zu bestreiten. Besonders positiv ist mir hier die Begegnung mit Gollum in Erinnerung geblieben, diese fand ich sehr beeindruckend. Aber auch, wie Bilbo mit seinen Aufgaben gewachsen ist, wie er reifer geworden ist, hat mir große Freude bereitet. Er ist mit seinen Aufgaben gewachsen und die Reise hat ihn positiv geprägt. Was mir persönlich gar nicht so in Erinnerung mehr war, dass die Zwerge recht passiv sind. Nur in begrenztem Maße nehmen sie aktiv an der Story teil oder beeinflussen diese. Der Umgang mit Bilbo fand ich hier sehr faszinierend und war mir gar nicht mehr so in Erinnerung. Daher ist es auch empfehlenswert, dieses Buch nochmal zu lesen, auch wenn man es bereits kennt – man entdeckt immer wieder neue Facetten oder manche Ereignisse sind in den Hintergrund gerückt. Auch die Beziehung zwischen Bilbo und Gandalf fand ich sehr interessant. Wie diese sich entwickelt hat und zu einer ganz besonderen Bindung herangereift hat. Sehr lesenswert fand ich auch die Entwicklung von Bilbo hinsichtlich seiner Talente als Meisterdieb.
Schon alleine von der Handlung her, ist „Der Hobbit“ ein empfehlenswertes Buch, welches sich zügig lesen lässt und unterhaltsam ist. Das Besondere an dieser Ausgabe sind jedoch die Illustrationen von Tove Jansson. Mir persönlich haben die Illustrationen ausgesprochen gut gefallen, sie fügen sich harmonisch in die Geschichte ein und bereichern diese zusätzlich. Ich fand diese ansprechend und ausdrucksstark, verleihen sie der Geschichte nochmal einen ganz anderen Anstrich. Ich habe jede einzelne Illustration genossen, haben sie das Buch nochmal zusätzlich aufgewertet. Nur zu gerne habe ich mir die dargestellten Illustrationen bis ins Detail angeschaut, sie haben mich zum Verweilen eingeladen. Für mich ist dies ein wunderbares Sammelstück, welches mit viel Liebe angefertigt wurde.

Insgesamt konnte mich die illustrierte Ausgabe von „Der Hobbit“ von J.R.R. Tolkien rundum begeistern. Die Geschichte ist spannend, die Welt liebevoll gestaltet, der Schreibstil ist angenehm und die Illustrationen runden dieses Gesamtbild noch ab. Für mich war dies ein gelungener literarischer und künstlerischer Ausflug auf ein Abenteuer mit Bilbo und seinen Zwergenfreunden. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 20.01.2026

Schattenverführt

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Die Autorin Abigail Owen hat mit „The games gods play – Schattenverführt“ den Reihenauftakt rund um Lyra und Hades veröffentlicht. Dies kann man daher ohne Vorkenntnisse lesen.

Klappentext:
Lyra hätte ...

Die Autorin Abigail Owen hat mit „The games gods play – Schattenverführt“ den Reihenauftakt rund um Lyra und Hades veröffentlicht. Dies kann man daher ohne Vorkenntnisse lesen.

Klappentext:
Lyra hätte nie gedacht, dass ausgerechnet sie für die Crucible-Spiele ausgewählt werden könnte, bei denen die zwölf Gottheiten des Pantheons um die Vorherrschaft kämpfen. Doch ausgerechnet Hades, der geheimnisvolle Gott der Schatten und der Unterwelt, beruft sie als seine Championesse. Schon gar nicht hätte Lyra erwartet, dass Hades so … sexy ist. Tatsächlich entsteht zwischen den beiden eine unbestreitbare Nähe, je länger die Spiele andauern und je öfter Hades die Regeln für sie bricht. Denn Hades spielt aus ganz eigenen Motiven – und die könnten für Lyra in mehrfacher Hinsicht gefährlich werden ...

Mich persönlich hat bei diesem Werk der Klappentext interessiert, ich fand den Mix mit den Crucible- Spielen und den griechischen Gottheiten recht ansprechend. Voller Vorfreude habe ich mich daher in das Werk gestürzt und wurde definitiv nicht enttäuscht. Ich hatte keine großen Erwartungen, war einfach nur auf die Umsetzung der Idee gespannt und wurde dabei positiv überrascht.
Bei diesem Fantasy- Werk habe ich zum Hörbuch gegriffen. Dieses wird von Franziska Trunte vorgelesen. Bisher habe ich noch kein Hörbuch gehört, welches von ihr vorgelesen wurde. Doch Franziska Trunte hat mich persönlich positiv überrascht. Meist tue ich mich etwas schwer mit weiblichen Vorlesestimmen, doch hier wird gekonnt das Hörbuch in Szene gesetzt. Mir hat hier sowohl das Tempo gefallen, als auch die Art der Betonung. Mit Freude wird hier der Inhalt des Buches vorgelesen und es hat mir Spaß gemacht, diesem Hörbuch zu lauschen. Auch fand ich die Stimme von Franziska Trunte recht angenehm, sodass dies ein wahres Hörerlebnis wurde. Ich war von der Umsetzung positiv überrascht und die Sprecherin hat dafür gesorgt, dass ich dies zu einem Hörerlebnis für mich wurde – nur zu gerne habe ich ihrer Stimme und auch der Story gelauscht.
Zu Beginn wird man gleich in das Buch hineingeworfen und lernt die Protagonistin und ihre Situation kennen. Sie lebt bei einer Diebesgilde und wurde mit einem göttlichen Fluch belegt, der dazu führt, dass sie nicht geliebt werden kann. Daher führt Lyra ein ziemlich isoliertes Leben und hadert daher mit ihrem Schicksal. Mir persönlich hat dieser direkte Einstieg ziemlich gut gefallen. Als Leser ist man sofort mitten im Geschehen und wird dennoch Stück für Stück in diese Welt eingeführt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht, sodass die Seiten nur so dahinfliegen – oder in meinem Fall die Hörminuten. Gebannt habe ich gelauscht und wollte einfach nur wissen, wie die Geschichte weitergeht. Positiv möchte ich auch noch die lebendigen Dialoge erwähnen. Diese haben dem Werk Leben eingehaucht und konnten mich stets gut unterhalten, haben mir oftmals ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Das Buch wird aus der Perspektive von der Protagonistin Lyra erzählt. Dadurch lernt man sie besser kennen, Lyra wirkt so nahbarer und als Leser erfährt man auch mehr über ihre Gedankengänge. Dies führt dazu, dass man ihre Handlungen besser nachvollziehen kann. Ich persönlich fand die Perspektive auch gut gewählt, weil man so näher an den Gedanken und Emotionen der sympathischen Protagonistin war.
Die Handlung an sich konnte mich ebenfalls überzeugen. Die Story ist rundum spannend. Permanent wird auf gekonnte und auf verschiedene Weise der Spannungsbogen oben gehalten. Die Seiten fliegen nur so dahin. Man möchte als Leser nur zu gerne wissen, wie es mit den Crucible- Spielen weitergeht oder wie sich die Charaktere weiterentwickeln. Hierbei sollte man sich bewusst sein, dass diese Spiele Machtspiele sind und die griechischen Gottheiten ihre Finger im Spiel haben. Dies hat zur Folge, dass oftmals Blut vergossen wird und nicht wenige Aspekte gehen hier blutig aus. Im Verlauf des Buches muss man sich von dem ein oder anderen Charakter leider verabschieden. Mir persönlich hat hier der Mix zwischen actionreichen und teils blutigen Szenen im Austausch mit emotionalen Szenen, in denen sich die Charaktere entwickeln, gut gefallen – für mich persönlich war diese Mischung genau richtig. Die Wettkämpfe und die einzelnen Aufgaben der Götter haben hier die richtige Portion Spannung erzeugt, ich wollte hier einfach wissen wie es ausgeht.
Überzeugend fand ich auch die Charakterdarstellungen. Die Protagonistin Lyra hat eine ironische und selbstkritische Art an sich, welche mir gefallen hat. Oftmals hat sie mich zum Schmunzeln gebracht und hat Situationen aufgelockert. Auch mochte ich ihre toughe Art. Lyra ist mutig und kämpft für die Werte und Leute, welche ihr wichtig sind. Dabei trifft sie eine Entscheidung und steht dann auch zu dieser. Mir persönlich war Lyra sofort sympathisch und es hat mir Spaß bereitet, die Spiele an ihrer Seite zu bestreiten. Auch der Gott der Unterwelt Hades spielt in diesem Fantasy- Werk eine essentielle Rolle. Er hat viele Geheimnisse und es ist nicht leicht, sein Vertrauen zu gewinnen. Dennoch kämpft er auf diejenigen, welche ihm am Herzen liegen. Zu Beginn gibt er sich einfach nur lässig, aber Seite für Seite lernt man ihn besser kennen und erkennt seinen weichen Kern. Hades hat hier viele Seiten und es machte mir großen Spaß, diese Vielschichtigkeit zu erleben. Die Dialoge zwischen Lyra und Hades fand ich persönlich immer sehr unterhaltsam. Unterhaltsam fand ich auch die Darstellung von Zerberus, dem Höllenhund – dies waren die kleinen Details, welche dieses Werk so liebenswert gemacht haben. Aber auch die anderen Charaktere, sei es Gottheiten oder auch andere Mitspieler der Crucible- Spiele, sind recht gut ausgebarbeitet. Natürlich hat der ein oder andere Nebencharakter hier mehr Raum bekommen als ein anderer. Dennoch fand ich alle Charaktere schlüssig und konnten mich überzeugen, auch wenn ich teilweise natürlich gerne mehr über den ein oder anderen Charakter erfahren hätte. Aber dies hätte wahrscheinlich den Rahmen gesprengt.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich ein bisschen das Worldbuilding. Im Grunde ist es überzeugend dargestellt und in sich auch stimmig. Jedoch beruft sich die Autorin hier auf altbewährtes – mir fehlte ein bisschen das besondere Etwas. Aber dies ist wahrscheinlich meckern auf hohem Niveau.

Insgesamt konnte mich Abigail Owen mit ihrem Reihenauftakt „The games gods play – Schattenverführt“ richtig gut unterhalten, sowohl die Story als auch die Charaktere fand ich überzeugend. Positiv möchte ich auch noch die Sprecherin des Hörbuches Franziska Trunte hervorheben, sie hat dieses Hörbuch für mich in ein wahres Erlebnis verwandelt. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung. Ich bin schon sehr auf die Fortsetzung der Reihe gespannt.

Veröffentlicht am 02.12.2025

With you and the Rain

With you and the Rain 1
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Der Manga „With you and the rain“ stammt aus der Feder von Ko Nikaido. Ich habe hier zum Auftakt gegriffen und war gespannt, was mich erwartet.

Klappentext:
An einem regnerischen Tag entdeckt eine junge ...

Der Manga „With you and the rain“ stammt aus der Feder von Ko Nikaido. Ich habe hier zum Auftakt gegriffen und war gespannt, was mich erwartet.

Klappentext:
An einem regnerischen Tag entdeckt eine junge Frau zufällig ein einsames Tier, das ganz vielleicht ein Hund sein könnte, in einer kleinen Box. Völlig durchnässt und der Kälte ausgeliefert, bittet das kleine Wesen um Unterschlupf. Ein Ding der Unmöglichkeit, da zu widerstehen! Und so nimmt die schicksalhafte Begegnung zwischen einer jungen Frau und einem Tanuki, der ganz vielleicht ein Hund ist, ihren Lauf.

Bei diesem Manga habe ich mich mal aus meiner Komfortzone herausgewagt, lese ich doch sonst eher Bücher. Aber hier hat mich einfach dieser total niedliche Tanuki interessiert. Ich wollte einfach wissen, was es mit ihm auf sich hat – hatte ich bisher mit Mangas noch nicht allzu viele Berührungspunkte gehabt. Voller Vorfreude habe ich mich in dieses Abenteuer gestürzt und habe mich auf die Geschichte rund um den kleinen Tanuki gefreut.
Zunächst einmal möchte ich den wunderbaren Zeichenstil hervorheben. Dieser hat mir wirklich gut gefallen. Man merkt diesem Manga an, dass es mit viel Liebe gezeichnet wurde. Liebevolle Details dominieren den Stil und man kann sich richtig in den Zeichnungen fallen lassen, entdeckt immer wieder neue Details. Und dabei sind die Zeichnungen total niedlich und einfach etwas fürs Herz. Mir hat es Spaß gemacht, in diesem Manga zu blättern, habe ich mich sehr an den Zeichnungen erfreut. Der Manga selbst in recht kurze Episoden unterteilt, welche aber aufeinander aufbauen. Wir haben hier Anteil am Alltag von den beiden und erleben mit ihnen zusammen recht gewöhnliche Situationen, welche eine cozy Atmosphäre ausstrahlen.
Die Handlung selbst ist schnell zusammengefasst. An einem regnerischen Tag findet eine junge Frau ein Tier in einem Pappkarton. Sie nimmt dieses Tier auf und ist der Meinung, dass sie einen Hund gefunden hat. Sie möchte für ihn sorgen und zwischen den beiden entsteht eine liebevolle Beziehung. Es ist eine wunderschöne cozy Geschichte, bei der man den Alltag um sich herum vergessen kann.
Die junge Frau ist eher eine Einzelgängerin und meidet große Gesellschaften. Sie ist eher alleine und geht auch nicht sooft aus den Haus. Verwunderlich fand ich es, dass man über die komplette Länge des ersten Bandes nicht ihren Namen erfährt. Durch die Gesellschaft ihres neuen Gefährten traut sie sich mehr, geht öfters raus und begibt sich in neue Situationen. Sie wird offener und geht auch mal aus ihrer Komfortzone heraus. Dies gefällt mir, sie wächst durch diese neuen Situationen. Die Gesellschaft von dem Tanuki tut ihr gut und ich finde, dass die beiden ein gutes Team abgeben.
Der kleine Tanuki ist ein cleveres Kerlchen, welches weiß, was es möchte. Es kann für sich einstehen und auch mitteilen, was es möchte. Dennoch strahlt es viel Charme aus und ist sehr liebevoll. Ich mochte die gerissene Art und wie es sich durchsetzen kann. Dabei lässt es die junge Frau denken, dass es ein Hund ist. Dies hat mir das ein oder andere Mal ein Schmunzeln ins Gesicht gerufen. Mit seinem Blatt auf den Kopf ist es total niedlich und es hat mir Freude bereitet, zu erfahren, wie es sich bei dieser jungen Frau heimisch fühlt. Die Beziehung zwischen den beiden hat mir wahrlich gefallen. Interessant fand ich auch das Miteinander von dem Tanuki und dem Vater der jungen Frau. Dies hat meiner Meinung nach den Manga bereichert und für einige humorvolle Szenen gesorgt.
Allgemein würde ich mir jedoch noch ein paar mehr inhaltliche Informationen und Details wünschen. Einfach mehr über das Leben der jungen Frau erfahren und auch das Zwischenspiel zwischen den beiden ist interessant und ich bin schon auf weitere Episoden mit den beiden gespannt, sie haben gut miteinander harmonisiert.

Insgesamt konnte mich Ko Nikaido mit „With you and the rain“ gut unterhalten und mir hat dieser cozy Manga gut gefallen. Der Zeichenstil ist wirklich schön anzusehen und es war ein richtiger Wohlfühlmanga. Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht am 24.11.2025

Tiefer Fall

Thousand Autumns. Buch 1
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Mit dem fantastischen Roman mit asiatischem Setting „Tiefer Fall – Thousand Autumns“ hat die Autorin Meng Xi Shi den ersten Band ihrer Reihe geschrieben. Dies ist eher ein Light Novel und die Autorin ist ...

Mit dem fantastischen Roman mit asiatischem Setting „Tiefer Fall – Thousand Autumns“ hat die Autorin Meng Xi Shi den ersten Band ihrer Reihe geschrieben. Dies ist eher ein Light Novel und die Autorin ist im asiatischen Raum eine bekannte Autorin. Für mich war dies das erste Werk aus ihrer Feder. Man kann diesen Reihenauftakt auch gut ohne Vorkenntnisse lesen.

Klappentext:
Yan Wushi, der Anführer der dämonischen Huanyue-Schule, ist ein Meister der Kultivierung, ein brillanter Stratege und ein unverbesserlicher Zyniker. Seiner Ansicht nach wird jedes menschliche Herz von Grausamkeit und Egoismus beherrscht. Wer das Gegenteil behauptet, ist entweder ein Lügner oder ein Narr. Shen Qiao, der Anführer der daoistischen Xuandu-Schule ist bescheiden, gütig, wohltätig und genau die Art Weltverbesserer, die Yan Wushi zutiefst verachtet. Als Shen Qiao in einem Kampf eine folgenschwere Niederlage erfährt und nicht nur seine Sehkraft, sondern auch fast seine gesamte magische Kraft verliert, entwickelt Yan Wushi einen teuflischen Plan, um Shen Qiao die Abgründe der Menschheit zu zeigen. Gegenüber dem nun blinden Shen Qiao gibt er sich als Meister aus und nimmt ihn unter seine Fittiche, um ihn auf den Pfad der dämonischen Künste zu locken … Doch kann ein reines Herz so leicht verdorben werden?

Bei diesem Roman hat zuerst das Cover mein Interesse geweckt. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war meine Neugier gesteigert und nur zu gerne habe ich mich in diesen Reihenauftakt und in dieses Danmei- Abenteuer gewagt. Jedoch wurden meine Hoffnungen und Erwartungen nicht vollständig erfüllt.
Dieses Buch ist mit umfangreichen und ansprechenden Bonusmaterial ausgestattet, welches jedes Leserherz höherschlagen lässt. Es gibt eine farbige Karte und ansprechende Illustrationen. Aber auch ein hilfreiches Personenverzeichnis und ein umfangreiches Glossar. Innerhalb des Fließtextes sind auch einige Fußnoten enthalten. In dieses gibt es einige hilfreiche Erklärungen und Ausführungen, welche dem Leser helfen, die Zusammenhänge und die Einordnung der Geschehnisse besser zu verstehen. Diese hilfreichen Erklärungen und auch die chinesischen Begriffe, welche erläutert werden, waren für mich als Leser sehr nützlich und haben mir sehr geholfen, die Ereignisse besser einordnen zu können.
Meng Xi Shi hat einen leichten und einfachen Erzählstil und der oftmals sarkastische Unterton rundet den Schreibstil noch zusätzlich ab. Dennoch ist dieses Buch keine leichte Kost. In diesem Danmei- Werk musste ich zu Beginn erstmal in die Geschichte reinkommen und dies ist mir leider nicht leichtgefallen. Auf den ersten Seiten ist der Leser an der Seite von Yan Wushi und seinem Lehrling Shengyan. Wushi ist der Leiter einer dämonischen Schule und hat sich mit seiner Position einen Namen gemacht. Auf ihrem gemeinsamen Weg finden sie den gefallenen und verwirrten Shen Qiao. Schon am Anfang erfolgt Info Dumping und man muss diese ganzen Informationen erst einmal sortieren und ich musste mich in dieser längt vergangenen Zeit und zusätzlich noch in dieser Kultur erst einmal orientieren. Es ist relativ komplex und auch die historischen und politischen Rahmenbedingungen spielen in der Geschichte eine wesentliche Rolle. Man muss sich wahrlich konzentrieren, damit man die Zusammenhänge versteht. Dafür bekommt der Leser ein interessantes und vielseitiges Worldbuilding und auch gelungene Einblicke in das Magiesystem. Dies ist definitiv kein Buch für nebenbei. Auch ist die Geschichte stellenweise zäh, die Story tritt zum Teil auf der Stelle. Außerdem gibt es viele Zusammenhänge, welche zum Teil eher nebensächlich thematisiert werden und auch die Zahl der Nebencharaktere sind nicht förderlich, dass man einen leichten Zugang zum Buch findet.
Aber es lohnt sich, dass man diese erste Hürde meistert. Die Geschichte entwickelt sich rasant weiter. Und wenn man erstmal eine grobe Orientierung hat, dann macht es Spaß, die Zusammenhänge zu erkennen und die Story weiter zu verfolgen. Auch die Darstellung der Kämpfe fand ich gelungen. Mein persönliches Highlight waren hier jedoch die Dialoge zwischen den beiden Protagonisten. Die beiden sind solche Gegensätze und dennoch ziehen sie sich irgendwie magisch an. Es hat Spaß gemacht, ihre Konflikte mitzuerleben.
Positiv ist auch die vielseitige Charakterdarstellung und auch auf die Entwicklung dieser Charaktere wurde hier wert gelegt. Dennoch blieben sie für mich eher blass und unnahbar. Ich habe leider bis zum Ende des Buches keinen Zugang zu den Protagonisten gefunden. Jedoch kann ich nicht genau ausmachen, woran dies gelegen hat. Shen Qiao ist hier der positive Protagonist. Er ist ein Anführer einer Schule mit großem Talent, hat sich bereits einen Namen gemacht. Doch leider hat er sein Gedächtnis und auch seine Sehkraft verloren. Er muss in diesem Reihenauftakt wieder zu sich selbst finden und lernt sich dabei immer besser kennen. Auch ist er ein zuvorkommender und gutaussehender junger Mann, welcher höflich und talentiert ist. Er hat quasi keine Schattenseite und wirkt nahezu perfekt. Durch die Einblicke in seine Gedankenwelt erkennt der Leser jedoch seinen inneren Zwist. Nach außen hin wirkt er ziemlich perfekt, doch tief in seinem Inneren hadert er und muss seine eigenen Dämonen bekämpfen. Der Gegenpart zu Shen Qiao ist Wushi. Auch er ist ein großes Talent, wird jedoch eher mysteriös und mit Schattenseiten dargestellt. Er verfolgt seine eigenen Ziele. Stellenweise ist es mir schwergefallen, seine Beweggründe und auch sein Wesen richtig einzuordnen. Dennoch fand ich, dass sein Charakter am interessantesten war.

Die Autorin Meng Xi Shi hat mit ihrem Danmei- Light Novel „Tiefer Fall – Thousand Autumns“ den Auftakt zu der Reihe rund um Shen Qiao und Yan Wushi geschrieben. Es gab hier einige ineressante Ansätze, aber auch schleppende Passagen. Ich persönlich bin hin und hergerissen, das Worldbuilding und auch die Charakterdarstellung hat definitiv Potential. Doch stellenweise wurde hier viel Info-Dumping betrieben. Ich möchte insgesamt 3 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 10.11.2025

Blood over bright haven

Blood over bright haven
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Die Autorin M.L. Wang hat mit ihrem Fantasytitel „Blood over bright haven“ einen Einzelband geschrieben, was in diesem Genre eher ungewöhnlich ist. Dennoch hat man hier definitiv nicht das Gefühl, dass ...

Die Autorin M.L. Wang hat mit ihrem Fantasytitel „Blood over bright haven“ einen Einzelband geschrieben, was in diesem Genre eher ungewöhnlich ist. Dennoch hat man hier definitiv nicht das Gefühl, dass etwas fehlt. Das Buch wirkt in sich stimmig und kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Klappentext:
Seit zwanzig Jahren widmet Sciona jeden wachen Moment dem Studium der Magie, angetrieben von dem wahnsinnigen Wunsch, das Unmögliche zu erreichen: die erste Frau zu sein, die jemals zum Hohen Magisterium der Universität für Magie und Industrie zugelassen wird. Als Sciona endlich ihr Ziel erreicht und eine Hochmagierin wird, stellt sie fest, dass die Herausforderungen gerade erst begonnen haben. Ihre neuen Kollegen sind entschlossen, ihr das Gefühl zu geben, nicht willkommen zu sein – und stellen ihr statt einer qualifizierten Laborassistentin einen Hausmeister zur Seite. Weder Sciona noch ihre Kollegen wissen, dass ihr schweigsamer Assistent nicht immer Hausmeister war. Vor zehn Jahren war er ein nomadischer Jäger, der seine Familie auf der gefährlichen Reise von den wilden Ebenen in die Stadt verlor. Aber jetzt sieht er die Gelegenheit, die Kräfte zu verstehen, die seinen Stamm dezimiert und ihn aus seiner Heimat vertrieben haben, um die Privilegierten an der Macht zu halten. Zunächst herrscht zwischen Magier und Außenseiter ein zerstrittenes Verhältnis. Doch gemeinsam decken sie ein uraltes Geheimnis auf, das den Lauf der Magie für immer verändern könnte – wenn sie nicht vorher getötet werden.

Ich persönlich habe noch kein Werk aus der Feder von M.L. Wang gelesen, dafür habe ich aber schon einige positive Meinungen zu ihren Büchern gehört. Daher hatte ich relativ große Erwartungen an dieses Buch und diese wurden nicht enttäuscht.
Der Schreibstil ist bildhaft und lässt sich angenehm lesen. Gekonnt schafft es die Autorin hier eine dichte Atmosphäre zu erschaffen. Es gibt einige spannende Situationen und auch viele unerwartete Wendungen. Der Spannungsbogen wird permanent hochgehalten und auf vielseitge Art und Weise wird Spannung erzeugt – sei es situationsbedingt oder auch durch die Charaktere hervorgerufen. Überzeugen konnte mich ebenfalls das umfangreiche Worldbuilding, welches mich ebenfalls überzeugen konnte. Sehr gelungen fand ich hier auch das einzigartige Magiesystem. Es gibt einige interessante Einblicke und auch die Ausführungen hinsichtlich der Details finde ich gelungen. Die vielseitigen Aspekte der Magie konnte mich überzeugen und nur zu gerne habe ich die Ausführungen dazu gelesen.
Dennoch ist dies kein Buch für zwischendurch. Es gibt einige brisante Themen, welche nicht immer leicht zu verdauen sind. Ein paar wichtige Themen werden angesprochen, zum Beispiel werden Rassismus oder auch Frauenfeindlichkeit angesprochen. Diese Welt ist eine männerdominierende Welt, welche die Macht haben und das Sagen haben. Nicht immer sind die Themen leicht verdaulich und mir gefällt dieser tiefgründige Aspekt des Buches sehr gut.
Etwas zäh fand ich jedoch den Einstieg. Zu Beginn lernt man das Volk der Kwen kennen. Sie haben kein einfaches Leben und daher haben sie sich entschlossen, die Querung anzutreten. Sie wollen in sichere Gefilde aufbrechen. Wer außerhalb der Stadt lebt, lebt in Gefahr – draußen geht der Feuerbrand umher, viele Menschenopfer hat dies schon eingefordert. Daher wollen sie ein Leben in Tiran wagen, wissen aber, dass der Weg dorthin kein leichter ist. Hat man sich an dieses Volk gewöhnt, wird man im nächsten Kapitel in die Stadt Tiran katapultiert und lernt diese männerdomminierte Stadt kennen. In dieser muss Sciona sich behaupten. Sie ist eine schlaue und starke Frau, welche sich in dieser Welt behaupten möchte, ihre Prüfung im Hohen Magisterium steht an. Sie möchte eine Hochmagierin werden und ihren Weg gehen. Eine Revolution der Sicherung der Stadt soll bewältigt werden und die neuen Hochmagier sollen sich dieser Aufgabe annehmen. Leider akzeptieren die männlichen Kollegen Sciona nicht, sodass diese sich alleine behaupten muss. Doch dies ist sie gewohnt, daher macht sie sich sogleich an die Arbeit. Sie bekommt einen Assistenten an die Seite gestellt – Thomil. Dieser ist ein cleverer Mann, welcher kluge Fragen stellt. Er ist ein Flüchtling aus der Außenwelt und hat ganz andere Erfahrungen in seinem Leben machen müssen im Vergleich zu Sciona. Die beiden müssen sich erst aneinander gewöhnen. Aber ihre Dialoge haben dieses Buch sehr bereichert und es hat mir große Freude gemacht, den Schlagabtausch der beiden mitzuverfolgen. Dabei gerät das Weltbild von Sciona ordentlich ins Wanken und sie muss umdenken. Thomil hat daran einen wesentlichen Anteil, aber auch er lernt viel von Sciona und zusammen geben sie ein tolles Team ab. Das Weltbild wird komplett überworfen und die neuen Erkenntnisse für Sciona nicht leicht zu verdauen. Ein immer tieferer Strudel entsteht und die Handlung nimmt so richtig Fahrt auf. Es wird richtig packend und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen. Immer neue Erkenntnisse werden offenbart und so langsam erkennen die Protagonisten und auch der Leser selbst die Zusammenhänge. Die Umsetzung fand ich hier sehr gelungen und konnte mich in ihren Bann ziehen.
Am Ende gibt es noch ein Glossar - eine Taschenfibel der magischen Grundbegriffe. Wichtige Aspekte der Magierwelt werden erklärt und helfen besonders zu Beginn den Überblick zu bewahren.

Insgesamt konnte mich die Autorin M. L. Wang mit ihrem Fantasyroman „Blood over bright haven“ mit einer ganz besonderen Geschichte in ihren Bann ziehen. Wahrlich wichtige Themen finde hier Raum und auch die Charaktere konnten mich überzeugen. Lediglich der Einstieg und damit der Zugang zum Buch ist mir auf den ersten Seiten etwas schwer gefallen. Daher möchte ich 4 Sterne vergeben und ich möchte auch eine Leseempfehlung aussprechen.