Zwischen Fluch und Hexenball
Wycherleys - Die Debütantin„Die Debütantin“ von Annaliese Avery hat mir allgemein gut gefallen. Im Mittelpunkt steht Aurelia, die kurz vor ihrem Debüt in die Gesellschaft der Hexen steht. Doch sie hat auch einen uralten Fluch ihrer ...
„Die Debütantin“ von Annaliese Avery hat mir allgemein gut gefallen. Im Mittelpunkt steht Aurelia, die kurz vor ihrem Debüt in die Gesellschaft der Hexen steht. Doch sie hat auch einen uralten Fluch ihrer Familie geerbt, wodurch sie ihre Magie früher oder später verlieren wird. Die einzige Person, die ihr helfen kann, ist Jules Nightly, dessen Familie für den Fluch verantwortlich ist, was die ganze Situation natürlich noch komplizierter macht.
Mich hat die Überschrift „Bridgerton meets Hexenmagie“ direkt gepackt und überzeugt, das Buch zu lesen! Und tatsächlich bekommt man genau diese Mischung aus Drama, gesellschaftlichem Druck und Magie geboten.
Man merkt schnell, dass Aurelia nicht einfach nur „die typische Debütantin“ ist, sondern viel mehr Tiefe hat und ständig zwischen Pflicht, Angst und eigenen Gefühlen hin- und hergerissen ist. Gerade ihre innere Zerrissenheit macht sie als Figur sehr greifbar. Jules habe ich von Anfang an auch sehr gerne gemocht. Die Enemies-to-Lovers-Vibes waren spürbar und für alle Fans des Tropes super umgesetzt, ohne zu übertrieben zu wirken.
Die kreierte Welt der Autorin habe ich sehr geliebt, man konnte super eintauchen und sich alles gut vorstellen. Auch die Nebenfiguren tragen dazu bei, dass die Geschichte lebendig wirkt. Der Schreibstil ist angenehm locker, sodass man gut durch die Seiten kommt. Hier und da hat es sich für mich ein klein wenig gezogen (deshalb nur vier Sterne), aber insgesamt ist das Buch absolut lesenswert.