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Veröffentlicht am 28.04.2026

Zwischen Fluch und Hexenball

Wycherleys - Die Debütantin
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„Die Debütantin“ von Annaliese Avery hat mir allgemein gut gefallen. Im Mittelpunkt steht Aurelia, die kurz vor ihrem Debüt in die Gesellschaft der Hexen steht. Doch sie hat auch einen uralten Fluch ihrer ...

„Die Debütantin“ von Annaliese Avery hat mir allgemein gut gefallen. Im Mittelpunkt steht Aurelia, die kurz vor ihrem Debüt in die Gesellschaft der Hexen steht. Doch sie hat auch einen uralten Fluch ihrer Familie geerbt, wodurch sie ihre Magie früher oder später verlieren wird. Die einzige Person, die ihr helfen kann, ist Jules Nightly, dessen Familie für den Fluch verantwortlich ist, was die ganze Situation natürlich noch komplizierter macht.

Mich hat die Überschrift „Bridgerton meets Hexenmagie“ direkt gepackt und überzeugt, das Buch zu lesen! Und tatsächlich bekommt man genau diese Mischung aus Drama, gesellschaftlichem Druck und Magie geboten.

Man merkt schnell, dass Aurelia nicht einfach nur „die typische Debütantin“ ist, sondern viel mehr Tiefe hat und ständig zwischen Pflicht, Angst und eigenen Gefühlen hin- und hergerissen ist. Gerade ihre innere Zerrissenheit macht sie als Figur sehr greifbar. Jules habe ich von Anfang an auch sehr gerne gemocht. Die Enemies-to-Lovers-Vibes waren spürbar und für alle Fans des Tropes super umgesetzt, ohne zu übertrieben zu wirken.

Die kreierte Welt der Autorin habe ich sehr geliebt, man konnte super eintauchen und sich alles gut vorstellen. Auch die Nebenfiguren tragen dazu bei, dass die Geschichte lebendig wirkt. Der Schreibstil ist angenehm locker, sodass man gut durch die Seiten kommt. Hier und da hat es sich für mich ein klein wenig gezogen (deshalb nur vier Sterne), aber insgesamt ist das Buch absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Cosy Crime Highlight

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Schon mit den ersten Kapiteln hat mich Die Einladung von Kelly Mullen sofort gepackt. Der Roman vereint alles, was ich mir von einem gelungenen Cosy Crime verspreche.

Die Protaginistin Rosemary „Mimi“ ...

Schon mit den ersten Kapiteln hat mich Die Einladung von Kelly Mullen sofort gepackt. Der Roman vereint alles, was ich mir von einem gelungenen Cosy Crime verspreche.

Die Protaginistin Rosemary „Mimi“ MacLaine erhält eine Einladung zu einer Feier einer Bekannten und nimmt ihre Enkelin Addie als Begleitung mit. Dort werden sie mit einem echten Kriminalfall konfrontiert, die Gastgeberin wird ermordet. Der Schauplatz ist ein abgeschiedenes Landhaus, welches eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten wird. Also die perfekte Kulisse für einen Mord. Zudem tragen die eingeladenen Gäste alle ein Geheimnis mit sich.

Mimi hat mich von Anfang an fasziniert. Mit ihren 76 Jahren bringt sie nicht nur Witz und Klugheit mit, sondern auch eine scharfsinniges Gespür. Sie und Addie sind ein charmantes und dynamisches Ermittlerduo. Die beiden ergänzen sich super und man fühlt sich beim Lesen oft mittendrin in ihren Ermittlungen. Das liegt mit Sicherheit auch am flüssigen und authentischen Schreibstil der Autorin. Besonders gefallen hat mir die Art, wie die Autorin falsche Fährten legt. Immer wieder war ich überzeugt, den Täter gefunden zu haben. Diese Mischung aus klassischer Krimi-Spannung à la Agatha Christie und einem frischen, modernen Erzählstil macht das Buch für mich so besonders.

Für mich ein echtes Cosy Crime Lesehighlight für die dunklen Herbsttage.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Originelle Idee, aber Potenzial nicht ausgeschöpft

Morbidly Yours
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Callum Flannelly arbeitet als Bestatter in Irland und genau das passt zu seiner eher grummeligen, zurückgezogenen Art. Blöd nur, dass er bis zu seinem 35. Geburtstag verheiratet sein muss, wenn er das ...

Callum Flannelly arbeitet als Bestatter in Irland und genau das passt zu seiner eher grummeligen, zurückgezogenen Art. Blöd nur, dass er bis zu seinem 35. Geburtstag verheiratet sein muss, wenn er das Familienunternehmen übernehmen will. Lark Thompson dagegen ist das komplette Gegenteil. Sie ist quirlig, kreativ und nach einem persönlichen Schicksalsschlag auf der Suche nach einem Neuanfang in Galway. Als die beiden aufeinandertreffen, funkt es nicht sofort, aber es entsteht langsam eine tiefere Verbindung.

Obwohl ich die Grundidee von Morbidly Yours wirklich super finde und Themen wie Tod und Bestattung sehr wichtig sind, hat mich das Buch insgesamt nicht überzeugt. Vom Klappentext habe ich mir etwas anderes erhofft.

Callum fand ich durchaus sympathisch und auch seine ruhige, etwas verschrobene Art hat mir gefallen. Mit Lark hingegen wurde ich nicht richtig warm, ihre Figur ist für mich zu blass, und manche ihrer Entscheidungen wirkten eher seltsam als nachvollziehbar. Die Beziehung der beiden hatte zwar eine schöne Dynamik, aber oft gab es auch merkwürdige Handlungen und ungelenke Dialoge. Positiv anzumerken habe ich den melancholischen Vibe und den trockenen Humor im Buch, das hat mir sehr gefallen.

Sprachlich konnte mich der Roman auch nicht abholen. Der Stil wirkt unausgereift, und die deutsche Übersetzung hat den Lesefluss zusätzlich erschwert. Leider sind einige Übersetzungsfehler vorhanden … vielleicht wäre die englische Originalversion empfehlenswerter.

Fazit: Morbidly Yours bringt eine originelle Idee und behandelt auch ernste Themen wie Tod, Trauer und Neuanfang. Leider bleibt die Umsetzung aber hinter den Erwartungen zurück, sowohl was Figurenentwicklung als auch Sprache betrifft und das Potenzial des Buches bleibt für mich ungenutzt.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Langatmiger Slow-Burn mit gutem Humor

The Irresistible Urge to Fall for Your Enemy - Wie man sich (nicht) in seinen Erzfeind verliebt
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Der Klappentext hatte mich sofort überzeugt und auch der Farbschnitt sieht so wunderschön aus und ist ein echtes Highlight. Leider hat die Verpackung etwas getäuscht …

Das Lesen war auf jeden Fall eine ...

Der Klappentext hatte mich sofort überzeugt und auch der Farbschnitt sieht so wunderschön aus und ist ein echtes Highlight. Leider hat die Verpackung etwas getäuscht …

Das Lesen war auf jeden Fall eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Manche Stellen fand ich super, kreativ und unterhaltsam. Andere wiederum waren langatmig, verwirrend und zu vulgär.

Sehr gut fand ich, dass es am Anfang und am Ende des Buches ein Glossar gab, um Begrifflichkeiten nachzuschlagen. Dies war auch notwendig, da man sonst den Überblick über die geschaffene Welt verliert.

Zudem musste ich nun feststellen, dass ich dem Slow-Burn-Trope nicht so viel abgewinnen kann, zumal er in diesem Buch wirklich extrem slow ist. Ein bisschen mehr Romance hätte ich mir schon gewünscht.

Was ich positiv anzumerken habe, ist der Humor. Dieser hat mir richtig gut gefallen, vor allem der Schlagabtausch zwischen den Hauptfiguren hat definitiv meinen Geschmack getroffen.

Das Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Eine klare Empfehlung kann ich nicht aussprechen, für Fans von Enemies-to-Lovers und Slow-Slow-Burn ist es vielleicht ein Geheimtipp.

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Veröffentlicht am 05.08.2024

Pottwal-Therapie

Lauter als das Meeresrauschen
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Nach einem traumatischen Erlebnis möchte Emmi einen Neuanfang in Neuseeland wagen. Dort fährt sie in den Semesterferien zu einer befreundeten Familie und möchte sie bei Whale-Watching-Touren unterstützen, ...

Nach einem traumatischen Erlebnis möchte Emmi einen Neuanfang in Neuseeland wagen. Dort fährt sie in den Semesterferien zu einer befreundeten Familie und möchte sie bei Whale-Watching-Touren unterstützen, als Studentin der Meeresbiologie hat sie dafür auch die besten Voraussetzungen. Als sie jedoch nach Jahren wieder auf Valentin, den Sohn der befreundeten Familie, trifft, geraten ihre ursprünglichen Pläne schnell ins Wanken. Eine unvorhergesehene Lovestory beginnt, die aber so manche Geheimnisse mit sich bringt…

Der Einstieg ins Buch viel mir zugegebenermaßen nicht leicht und ab der Mitte war die Story für mich leider etwas langatmig. Emmi ist ein sympathischer Charakter, welcher aber sehr viel mit sich selbst und der eigenen Geschichte beschäftigt ist. Natürlich hatte sie ein traumatisches Erlebnis und versucht dieses aufzuarbeiten, jedoch hat es für mich als Leser etwas die Leichtigkeit genommen sowie das atemberaubende Neuseeland Setting gedämpft. Dies kam meiner Meinung nach sowieso an vielen Stellen zu kurz und auch die Pottwale hätten gerne mehr Auftritte haben können. Die Lovestory mit Valentin gestaltet sich als schwierig, denn auch er trägt ein Päckchen mit sich, welches seine Laune und sein Auftreten nicht locker macht. Das Ende hingegen hat mir dann gut gefallen, auch als beide sich endlich öffnen konnten, bekam die Geschichte wieder etwas Schwung und positive Vibes. Die Nebencharaktere haben mir aber alle sehr gut gefallen, vor allem die beiden Schwestern von Emmi. Da die nächsten beiden Bände von deren Geschichte handeln, bin ich gespannt darauf und erhoffe mir ein wenig mehr :)

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