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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2017

Was man sonst nicht sieht

Unter Katzen
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Ich liebe Katzenpfötchen. Diese süßen, kleinen, weichen Ballen, die so scharfe Krallen verstecken, sind einfach zauberhaft. Ganz selten lassen meine Katzen mich diese süßen Pfötchen streicheln, denn es ...

Ich liebe Katzenpfötchen. Diese süßen, kleinen, weichen Ballen, die so scharfe Krallen verstecken, sind einfach zauberhaft. Ganz selten lassen meine Katzen mich diese süßen Pfötchen streicheln, denn es sind sehr empfindliche Stellen. Kein Wunder, nehmen sie doch damit kleinste Bewegungen und Erschütterungen wahr.

Auch ein Katzenbauch ist ein selten zu sehendes Körperteil. Hier sind Katzen angreif- und verletzbar, wie sonst an kaum einer Stelle. Andrius Burba hat aber genau diese Stellen ins Bild setzen wollen. Zu diesem Zweck hat er die Katzen auf eine Glasfläche gesetzt. Man sollte meinen, es gäbe nun tolle Fotos von süßen Pfötchen und knuddeligen Katzenbäuchlein, doch leider hat das nicht ganz so geklappt, wie ich mir das wünschen würde.

Es wurden hochedle Rasse- und somit Zuchtkatzen verwendet. Die Kater sind somit mit ihrem Beweis der Zeugungsfähigkeit gesegnet und das prangt dann deutlich ins Bild. Zudem merkt man den meisten Fotos leider an, dass die Katzen sich nicht wohlfühlen und sich fragen, was hier los ist. Sehr viele Fotos ähneln sich stark, was nicht nur daran liegt, dass viele Tiere mehrfach fotografiert wurden. Es sind immer wieder die gleichen Posen, kaum je Bewegung (eine laufende Katze von unten wäre sicher sehr viel eleganter, als eine, die sich ängstlich duckt).

Ich bin nicht halb so begeistert, wie ich gerne wäre. Von mir kann es deshalb nur drei Sterne geben – die Idee ist gut, aber leider nicht gut umgesetzt.

Veröffentlicht am 06.07.2017

Verführung durch Nussnougatcreme

Nutella
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Mögen die Rezepte auch nicht völlig überraschend sein – lecker sind sie allemal! Vor allem bringt dieses Buch Nutellafans auf neue Ideen und macht echt Laune! Der Nussnougatcreme-Junkie wird hier im siebten ...

Mögen die Rezepte auch nicht völlig überraschend sein – lecker sind sie allemal! Vor allem bringt dieses Buch Nutellafans auf neue Ideen und macht echt Laune! Der Nussnougatcreme-Junkie wird hier im siebten Himmel landen. Das macht das Buch zu einem prima Mitbringsel oder Teil eines Nutella-Fresskorbs.

Schon optisch kommt es witzig daher. Das Nutellaglas auf dem Cover ist ausgestanzt. Die Rezepte sind kurz und übersichtlich. Schön dargestellt finden sich die Angaben zum Zeitaufwand, der Gesamtmenge des fertigen Rezepts, den benötigten Zutaten und der Schritt-für-Schritt-Zubereitung.

Besonders toll finde ich persönlich das Club-Sandwich. Das ist ein süßer Snack, der sich toll für die Kaffeetafel eignet. Sogar ein Nutella-Sushi findet sich – echt witzig!

Mir persönlich ist immer wichtig, dass ich ein Foto zum Rezept bekomme. Das ist hier gegeben. So fällt es mir leichter, von den einfachsten bis zu den kompliziertesten Gerichten (nicht speziell hier, sondern eben bei allen Rezeptbüchern) alles optisch so hinzubekommen, wie es gedacht ist.

Ich liebe die Nutella-Bücher! Auch dieses bekommt von mir die vollen fünf Sterne!

Veröffentlicht am 05.07.2017

Leckere Kalorienbomben

Cheesecakes: Süße & herzhafte Leckereien zum Verlieben
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Käsekuchen liebt fast jeder und Cheesecake ist die feinere Version davon. Er wird aus Frischkäse statt Quark gemach. Die Kitchen-Aid ist ein toller Helfer beim Backen. Aber auch, wenn man eine einfachere ...

Käsekuchen liebt fast jeder und Cheesecake ist die feinere Version davon. Er wird aus Frischkäse statt Quark gemach. Die Kitchen-Aid ist ein toller Helfer beim Backen. Aber auch, wenn man eine einfachere Küchenmaschine hat, findet man in diesem Buch tolle, machbare Rezepte. Ganz besonders überraschend sind die vier herzhaften Cheesecake-Varianten. Aber sie sind ein Genuss!

Die süßen Cheesecakes gibt es in herrlichen Variationen. Da weiß man kaum, mit welchem Rezept man beginnen soll – eins interessanter als das andere!

Gemeinsam haben die Rezepte den logischen und übersichtlichen Aufbau: es finden sich die Angaben für die Menge (Portionen), den Zeitaufwand, Backzeit/Ruhezeit und wenn nötig auch Angaben zu benötigtem Material (beispielsweise Muffinformen, Kastenform). Danach folgt die Auflistung der Zutaten. Die Arbeitsschritte sind gut und leicht verständlich erklärt. Zudem gibt es zu jedem Rezept ein Foto und noch ein Kasten mit einer hilfreichen Bemerkung. Auf jeder Rezeptseite ist in einer Art Plakette eingezeichnet, welchen Einsatz für die Küchenmaschine man benötigt.

Da ich ein Fan von bebilderten Rezeptbüchern bin, komme ich hier voll und ganz auf meine Kosten. Jedes Rezept wird von einem Foto begleitet. So kann man gleich sehen, was am Ende entstehen soll. Vorwort der Autorin, Informationen rund um Cheesecakes und Tipps fürs Backen runden das Buch schön ab.

Zur Kitchen-Aid gibt es von diesem Verlag noch weitere Themenbücher. Bisher gefallen sie mir alle ausnehmend gut. Die geschmacklich und optisch tollen Cheesecakes bekommen von mir deshalb auch sehr gern die vollen fünf Sterne.

Veröffentlicht am 04.07.2017

Dieses Buch ist wie Musik – es macht richtig Laune!

Wie die Ukulele die Welt erobert
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Ich spiele kein Instrument, aber die Geschichten in diesem Buch gefallen mir dennoch super gut. Peter Kemper erzählt mit und über mehr oder weniger bekannte Musiker, Stars und Sternchen. Das kleine Instrument ...

Ich spiele kein Instrument, aber die Geschichten in diesem Buch gefallen mir dennoch super gut. Peter Kemper erzählt mit und über mehr oder weniger bekannte Musiker, Stars und Sternchen. Das kleine Instrument hat sich klammheimlich in die Musikszene geschlichen und ist kaum mehr daraus wegzudenken.

Die Kapitel sind angenehm kurz und es gibt immer wieder Fotos (teils in Farbe), die es noch leichter machen, das Buch zu lesen und zu lieben. Es liest sich sehr leicht und amüsant, dennoch erfährt man einiges an Wissen.

Im Anhang finden sich u.a. auch ein Literaturverzeichnis, eine Auswahldiskografie, die wichtigsten Ukulele-Websites, ein Song-Index und ein Personen- und Sachregister. Wer sich also noch weiter informieren möchte, ist damit bestens gerüstet.

Ein Buch, das mal völlig anders ist. Hier steht ein Instrument im Mittelpunkt, und dieses Instrument hat das auch redlich verdient. Von mir bekommt das Buch die vollen fünf Sterne!

Veröffentlicht am 30.06.2017

Das Leben nach den Sporenkriegen

Starters
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Callie, 16 Jahre jung, und ihr kleiner Bruder Tyler, schlagen sich mit Michael mehr schlecht als recht durch. Es sind harte Zeiten: der Sporenkrieg hat viele Opfer gekostet, denn nur für die ganz jungen ...

Callie, 16 Jahre jung, und ihr kleiner Bruder Tyler, schlagen sich mit Michael mehr schlecht als recht durch. Es sind harte Zeiten: der Sporenkrieg hat viele Opfer gekostet, denn nur für die ganz jungen und ganz alten Menschen gab es genug Impfstoff. So sind Callie und Tyler Waisen und auf sich allein gestellt. Da Tyler krank ist, verpflichtet sich Callie bei Prime Destinations, einer „BodyBank“ dazu, ihren Körper an „Enders“ (sehr alte Menschen, meist weit über 100 Jahre) zu vermieten. Diese können dann eine begrenzte Zeit wieder jung und aktiv sein. Doch es geht etwas schief …

Die Grundidee dieses Plots ist genial. Auch die Umsetzung von Annina Braunmiller lässt keine Wünsche offen. Nur schade, dass man am Ende von „Starters“ fast schon gezwungen ist, „Enders“ auch noch zu hören (oder lesen) – denn es bleiben sehr viele Fragen offen.

Callie ist ein sehr tougher Teenager und gerät unversehens in eine Art Krieg. Nicht alle Enders sind begeistert von der BodyBank, denn einige haben an diese ihre Enkel verloren. Zwar rekrutieren diese nur Teenager ohne lebende Verwandte, doch wissen einige abenteuerlustige Jugendliche, sich dennoch einzuschleichen. Dass das ein Fehler ist, findet Callie heraus, als ihre Mieterin einen Weg findet, mit ihr zu kommunizieren. Ihre Enkelin ist verschwunden und Helen weiß auch, weshalb. Sie möchte Callie dazu bewegen, ihr bei ihrem Kampf gegen die BodyBank zu helfen. Bald schon weiß Callie nicht mehr, wer ein Starter und wer ein Ender ist. Der Kampf ist schwer und sehr unfair.

Lissa Price hat ein Endzeitszenario geschaffen, das beängstigende Möglichkeiten bietet. Sie hat es nicht ganz so perfekt ausgearbeitet, wie man das hätte können, dennoch war ich gefesselt und gebannt. Da Callie ein Teenager ist, ist sie auch von vielen Teenager-Sorgen, Gefühlen und Gedanken getrieben. Diese kommen nicht zu kurz und lassen die Story umso echter wirken.

Auch wenn einige Wendungen und Entwicklungen relativ vorhersehbar sind, weiß das Buch zu fesseln. Manche Dinge im Leben sind eben, wie sie sind – dennoch ist das Leben spannend. Genau das macht „Starters“ auch so erschreckend real. Die Frage, welches Leben mehr wert ist, wird immer wieder gestellt. Am Ende des Buches merkt man, dass die Antwort darauf manchmal doch nicht so einfach ist, wie man zunächst annehmen möchte.

Mein Fazit: ein tolles Jugendbuch, das auch Erwachsene zu fesseln weiß. Von mir bekommt es gute vier Sterne.