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Veröffentlicht am 07.11.2024

Zusammenhalten bringt weiter

Wie man einen Bammel auf Hosentaschengröße schrumpft
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Die besten Freund Elli und Jaro sind gleich alt und gleich groß und gehen zusammen durch dick und dünn. Natürlich wollen sie sich auch gemeinsam ihren Ängsten stellen. Die Grundidee ist super, doch dann ...

Die besten Freund Elli und Jaro sind gleich alt und gleich groß und gehen zusammen durch dick und dünn. Natürlich wollen sie sich auch gemeinsam ihren Ängsten stellen. Die Grundidee ist super, doch dann haben die beiden Freunde zum ersten Mal einen Streit und der ist gleich so heftig, dass das Versöhnen nicht so einfach ist.

Mir gefällt die Geschichte sehr gut und ich bin davon überzeugt, dass sie Kids ab acht Jahren auf unterhaltsame Weise zeigen kann, dass Freundschaft nicht bedeutet, dass man andere nicht in seinen Kreis lässt. Eifersucht, Veränderungen, wachsen, ob körperlich oder geistig, sind oft anstrengend und schwer zu ertragen, gehören aber zum Leben dazu. Dass man Fehler macht, diese aber auch wieder gutmachen kann, dass man immer besser um Hilfe bittet, als auf eigene Faust unbedacht zu handeln, all das erzählt Josefine Sonneson hier sehr einfühlsam. Dabei fühlen sich die Kinder aber nie belehrt.

Die Figuren sind herrlich bildlich dargestellt und man kann sie sich toll vorstellen. Wirklich unsympathisch ist niemand. Die Familienkonstellation zwei Mütter wird wie nebenbei erwähnt und niemand stört sich daran. Also ganz einfach als das gezeigt, wie es auch sein sollte, als so normal, wie Scheidungen und Alleinerziehende.

Somit finden sich hier wirklich viele Themen, die gekonnt und liebevoll verknüpft wurden und zeigen, wie bunt das Leben ist, auch dann, wenn man mal traurig ist. Denn dass man auch wieder fröhlich wird, das erzählt die Autorin hier auch.

Ich habe Friedel Morgenstern super gerne zugehört und gebe ihr und Josefine Sonnesons Buch von Herzen gern die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Ein sehr persönliches Kochbuch

Gohan
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Dieses Buch ist ideal für alle, die sich nicht nur mit der Japanischen Küche, sondern auch mit deren Kultur etwas näher befassen möchten. Die Geschichten und Erinnerungen machen das Buch sehr persönlich. ...

Dieses Buch ist ideal für alle, die sich nicht nur mit der Japanischen Küche, sondern auch mit deren Kultur etwas näher befassen möchten. Die Geschichten und Erinnerungen machen das Buch sehr persönlich. Das ist an sich sehr schön, doch für mich stellenweise etwas befremdlich. Es ist schwer zu erklären. Ich werde zwar durch Emiko Davies quasi eingeladen, dennoch fühle ich mich wie jemand, der sie heimlich beobachtet.

Es gibt einiges zu lesen. Neben den erwähnten Geschichten und Erinnerungen findet sich auch ein kleiner Theorie-Teil mit Erklärungen und Informationen. Unter den Rezepten sind auch einige für die Vorratshaltung. Damit kann man dann noch mehr selbst kochen, muss weniger auf Fertigprodukte zurückgreifen. Das ist etwas aufwendig, aber eben auch gesünder und authentischer.

Weiter geht es mit den Kapiteln Japanisches Frühstück; Reis; Gemüse; Nudeln & Streetfood; Unsere Lieblingsgerichte; Der Westen trifft Japan; Süßspeisen. Vor den Kapiteln gibt es immer wieder Lesestoff. Die Rezepte selbst werden mit deutschem und japanischem Titel genannt, erklärt, die japanischen Schriftzeichen aufgeführt, die Zutaten gelistet und die Zubereitungsschritte beschrieben. Die Zutaten finden sich alle in der asiatischen Abteilung der Supermärkte. Noch besser fündig wird man im Asia-Laden. Die Angaben von Nährwerten findet man in den Rezepten nicht. Auch der Zeitaufwand wird nicht genannt. Beides ist für mich völlig in Ordnung, wird von vielen anderen aber gern als wichtig angesehen. Zu manchen Rezepten gibt es Bildstrecken. Nur bei wenigen Rezepten, wie zu Soßen, gibt es kein Foto.

Die Zeichnungen sind nett, finde ich aber dennoch nicht so wirklich passend. Das ist jedoch kein Kritikpunkt, der in die Wertung fällt. Für mich sehen sie so aus, als hätte jemand in mein Buch gemalt. Ich schreibe gern in meine Kochbücher, male aber nicht mit Buntstiften hinein. Das Titelbild stimmt aber schon mal darauf ein. Eine Überraschung sind sie also im Grunde nicht.

Wer gerne kocht und gerne japanisch isst, wer Kochbücher liebt und Länderküchen, der wird sehr viel Spaß und Freude an und mit diesem Kochbuch haben. Für Kochanfänger ist es eher nicht ganz so ideal, doch mit ein wenig Erfahrung schafft man es, die Gerichte nachzukochen. Als Alltagsküche für meine Familie sehe ich die Rezepte nicht, aber der Titel bezieht sich sicher auf Familien mit japanischen Wurzeln. Ein schönes Buch, dem ich gern vier Sternchen gebe.

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Aquarelle anstelle von Fotos

Das Aroma der Jahreszeiten
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Die beiden Autorinnen sind, wie man schnell merkt, sehr lange schon Freundinnen. Ich finde sie super sympathisch. Dennoch hätte ich mich über Fotos zu den Gerichten gefreut, auch wenn Sabine Nimz wunderbare ...

Die beiden Autorinnen sind, wie man schnell merkt, sehr lange schon Freundinnen. Ich finde sie super sympathisch. Dennoch hätte ich mich über Fotos zu den Gerichten gefreut, auch wenn Sabine Nimz wunderbare Zeichnungen davon gemacht hat. Dafür gibt es Fotos von den beiden Frauen, der Natur und anderen Dingen. Für mich ist das nicht so ganz ideal. Sehr schön finde ich aber den sehr ausführlichen kulinarischen Wortschatz, sodass auch Nicht-Österreicher die Ausdrücke, die ich so sehr liebe, verstehen.

Zu den vier Jahreszeiten gibt es, ganz dem Titel entsprechend, passende Rezepte. Kurze Gedichte und einleitende kleine Texte stimmen darauf ein. Neben den vegetarischen Rezepten wird auch das Prinzip des Leaf to Root angewandt. Letzteres ist leider nichts für mich persönlich. Radieschenblätter, Karottengrün und ähnliches nehme ich nach unzufriedenstellenden Versuchen endgültig nicht auf meinem Speiseplan auf. Daher muss ich das eine oder andere Rezept etwas abändern, was kein echtes Problem darstellt.

Der recht klassische Aufbau der Rezepte ist sehr gefällig. Überschrift, kleiner Text, Angaben zu Zubereitungszeit und Menge, Zutatenliste, Arbeitsschritte und ein zusätzliches Anmerkungsfeld ergeben verständliche und übersichtliche Rezepte. Angaben zu den Nährwerten finden sich nicht. Ich persönlich brauche die auch gar nicht.

Die Rezepte selbst sind jetzt vielleicht nicht die Neuerfindung der vegetarischen Küche, bestehen aber für mein Verständnis aus einer tollen, abwechslungsreichen Mischung. Es finden sich Klassiker und Neuinterpretationen, die recht unkompliziert nachgekocht werden können, ohne die Zutaten in der halben Welt zusammensuchen zu müssen.

Dennoch ist dies für mich ein Kochbuch, das sich nicht für alle eignet, sondern eher etwas für Sammler und Liebhaber ist. So leid es mir tut, kann ich nicht mehr als drei Sterne geben.

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Kleine Gerichte, großer Genuss

Österreichische Tapas
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Dieses Buch beinhaltet zwar auch vegetarische Rezepte, ist aber in der Hauptsache mit Fleisch und Fisch beschäftigt. Selbst Schnecken werden hier kredenzt. Das ist natürlich definitiv sehr speziell. Süßes ...

Dieses Buch beinhaltet zwar auch vegetarische Rezepte, ist aber in der Hauptsache mit Fleisch und Fisch beschäftigt. Selbst Schnecken werden hier kredenzt. Das ist natürlich definitiv sehr speziell. Süßes gibt es im letzten Kapitel noch zusätzlich. Kurz gefasst könnte man sagen, in diesem Buch finden sich typisch österreichische Speisen auf Tapas-Größe angepasst.

Die Kapitel beginnen immer mit einer Übersicht der Speisen, zu denen die Rezepte dann folgen. Fotos, die den Fokus auf das Wesentliche legen, krönen die Kapitel. Diese sind mal recht einfach, mal etwas aufwändiger. Eins haben sie aber alle gemeinsam, sie machen enorm Appetit und Lust auf eine ganze Tafel voller Häppchen!

Die Rezepte selbst kommen im klassischen Stil daher, mit Überschrift, kurzer Beschreibung, Zutatenliste und Arbeitsschritten. Die Angaben für die Portionen sind gegeben, zu Nährwerten fehlen sie, was mich gar nicht stört, denn wer auf Diät ist, sollte die Tapas sowieso besser meiden. Gelegentlich sind auch Tipps angehängt. Die Bandbreite der Gerichte ist riesig und man staunt, was man alles als Fingerfood servieren kann. Dieses Buch liefert die ideale Ausstattung für jedes Buffet, jede gesellige Runde, jeden Tapasabend. Einfach herrlich!

Auch wenn nicht alle Rezepte jedem schmecken, findet sich hier für jeden etwas. Die Zutaten sind nicht alle immer und überall zu bekommen, aber auch nicht wirklich exotisch. Die Wild-Rezepte und jene mit Schweinefleisch treffen meinen Gaumen weniger, doch konnte ich sie problemlos auch mit Rind und Geflügel zubereiten. Bei nur sehr wenigen Rezepten fehlt ein Foto und wenn, dann bei jenen, bei denen man das verschmerzen kann. Bei den Käsepralinen wäre es nahezu ein Verbrechen gewesen, kein Foto zu liefern. Sie sehen einfach umwerfend aus!

Viele dieser Tapas eignen sich auch ideal für ein Snack Board, sodass man hier prima kombinieren kann. Das Buch ist eine Bereicherung für jeden Kochbegeisterten, auch für Anfänger finden sich hier Rezepte. Wer kleine Häppchen liebt, wer die österreichische Küche zu schätzen weiß und wer gern Freunde bewirtet wird ebensolche Freude an diesem Buch haben, wie ich. Vegetarier kommen auch auf ihre Kosten. Vor dem Register ist noch ein Glossar versteckt, damit die Nicht-Österreicher die österreichischen Ausdrücke nachschlagen können. Insgesamt gebe ich vier Sterne, da für meinen Geschmack zu viel Wild in den Rezepten vorkommt. Trotzdem ein tolles Buch!

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Nicht mein Fall

Velvet Winter
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Bisher kannte ich Theresa Baumgärtners Bücher nicht und ich sage es lieber gleich, ich bin nicht sehr zuversichtlich, dass ich ein weiteres von ihr haben möchte. Das Thema ist ein klein wenig an den Haaren ...

Bisher kannte ich Theresa Baumgärtners Bücher nicht und ich sage es lieber gleich, ich bin nicht sehr zuversichtlich, dass ich ein weiteres von ihr haben möchte. Das Thema ist ein klein wenig an den Haaren herbeigezogen, zumindest finde ich wenig Zusammenhang zu den Gerichten. Auch kann ich zwar verstehen, dass die aktuelle Generation auf Playlists steht, finde es aber etwas dreist, zu erwarten, dass jeder bei Spotify registriert ist. Nun denn. Es gibt jede Menge Text und Fotos, die nur am Rande mit Samt und Seide zu tun haben und gar nichts mit Rezepten.

Die Rezepte sind wenig überraschend und, wie bereits erwähnt, mir erschließt sich der Zusammenhang mit dem Thema leider so gar nicht. Sehr schnell hatte ich das erste große Fragezeichen über mir schweben. Es geht um Sauerteigbrot und –brötchen, aber da steht doch glatt, dass Hobbybäcker sich den gern weitergeben, aber keine Anleitung für einen eigenen Ansatz. Klar, ich hab das in diversen Büchern stehen, aber will ich die noch rauskramen, bevor ich loslege? Nein. Hab ich Sauerteigansatz, ob selbst gemacht oder von anderen Backbegeisterten, bereits im Kühlschrank? Auch nein.

Die Rezepte folgen dem klassischen Muster mit Zutatenliste und Zubereitungsschritten. Man kann die Anweisungen gut verstehen. Die Zutaten sind nicht sonderlich exotisch, auch wenn man vermutlich nicht immer alles im Vorrat hat, was verarbeitet wird. Auf die Angaben von Nährwerten und Zeitaufwand wurde verzichtet. Ich kann damit gut leben, weiß aber, dass dies von vielen als nicht zeitgemäß angesehen wird, ebenso wie die nicht vorhandenen veganen Varianten.

Insgesamt hat es hier mehr Fotos von Großbritannien und der Autorin, als Rezepte und Fotos zu den Speisen. Es mutet nach Werbung an und für den hohen Preis dieses Buches hätte ich mir doch mehr Fokus auf Rezepte gewünscht. Und mehr Bezug zum Titel. Oder einen anderen Titel für das ganze Buch. Ich wollte keinen England-Bildband, sondern ein Buch mit winterlichen Rezepten. Auch weiß ich nicht, warum in diesem Buch Bastelanleitungen sind. Man merkt es sicher – ich bin kein Fan dieses Buches. Für mich ist es leider nur zwei Sterne wert und das will echt was heißen.

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